Vor der erschreckenden Kraft seines Jutsus geschützt in einer kleinen Kuppel, immer noch am Boden stehend, konzentrierte sich Crono weiterhin auf das Jutsu. Er musste es aufrechterhalten so lange es ihm möglich war. Durch das Chakranetz in der riesigen Wassersäule, die auch zum Teil aus dem Wasser bestand, welches Crono zu Beginn des Kampfes beschworen und in welches er eben dieses Chakranetz beschworen hatte, konnte er vereinzelt und Bruchstückhaft immer wieder den Akatsuki Senkrechte nach oben, geschleudert von der Wucht dieser Technik, rasen sehen. Crono hatte ihn also erwischt, den Angriff so gut gedacht, dass selbst der Vorherseher ihn nicht hatte verhindern können. Doch wie würde es weitergehen? Crono hatte schon gegen Shinobis gekämpft die bei dem Druck dieser Säule nie wieder aufgestanden sind, deren Knochen durch diese Wucht nahezu komplett gebrochen sind, doch sein Gegner war nun mal kein normaler Mensch, er würde den Angriff überleben und höchstwahrscheinlich noch zurückschlagen. Und dies tat er auch. Crono konnte spüren wie das Wasser der Säule in alle Richtungen auseinander stob, in riesigen Wellen, Tsunamiartig die Bäume mit sich reißend. Eine unglaubliche Gewalt hatte dieses, doch seinen Feind konnte es nicht aufhalten. Crono konnte spüren, wie sein Feind immer näher an ihn rankam, bis er den Punkt erreichte der Cronos Technik schließlich auflöste. Was darauf folgte waren schier unerträgliche Schmerzen. Die Kuppe, in welcher Crono gestanden hatte löste sich und die gewaltige Wucht des Wassers schlug ihn auf den Boden, härter als jeder Feind dies hätte tun können. Crono schrie nicht, er ertrug die Schmerzen mit zusammengebissenen Zähnen und versuchend nicht zu atmen. Es wäre nichts als Wasser da, welches seine Lunge füllen und ihn letztendlich einen schmerzhaften Tot bereiten würde, was natürlich auch eine Lösung war. Würde er jetzt sterben, müsste er die Demütigung nicht mehr ertragen seinen Feind noch einmal in die Augen zu sehen. Dann war es vorbei. Das Wasser, Cronos Wasser, sein Begleiter und Schutzengel hatte ihn auf den Boden gedrückt und ihn noch dazu einige Rippen gebrochen. Dann spürte Crono es. Kaltes Metall wurde durch seine Brust gestoßen, durchschnitt zuerst seine Haut… dann sein Fleisch, seine Lunge, wieder sein Fleisch und schließlich auch wieder die Haut. Crono riss die Augen vor Schmerz weit auf. Er konnte und wollte nicht schreien, nicht jammern oder heulen. Er bekam nur noch schwer Luft, musste um jeden Atemzug kämpfen. Den Worten seines Gegners lauschte er nicht einmal, er würde sowieso nur scheiße von sich geben. Sein ganzer Körper zitterte. Er hatte es so weit gebracht, hatte solange durchgehalten und jetzt? War es vorbei, würde dies das Ende des Jutzuki sein? Im Kampf für sein Dorf gefallen? War das nicht der Wunsch den Crono schon immer hatte, im Kampf für sein Dorf zu sterben? Aber er war doch noch so jung, so vieles lag noch vor ihm, so vieles wollte er noch erreichen. Er hatte keine Kinder, keine Nachfahren, wobei ihn so was noch nie interessiert hatte. Seine Hand hob sich schwerfällig gen Schwert und griff um die überraschend warme Klinge direkt über der Stelle in welche sie Crono durchstochen haben. Er griff fest zu, wobei sich die scharfen Seiten der Klinge in seine Handfläche bohrten. Schmerz… Es war nicht so wie man es sich immer vorgestellt hatte. Der Schmerz war unglaublich stark. Crono hatte sich einen solchen Moment immer vorgestellt, wie er heldenhaft seine Hand um die Klinge legt und sie in einem sanften Zug weiterkämpft… Wie ein Held… Aber so war es nicht. Jedes Mal wenn sich die Klinge auch nur einen Zentimeter bewegte schmerzte es schlimmer und schlimmer. Crono war kurz davor in die Bewusstlosigkeit zu verfallen, hielt sich aber durch den Schmerz den er sich selbst zufügte im jetzt und hier. In seinem Mund sammelte sich Blut welches er ausspuckte, auch nicht so wie er es sich vorgestellt hatte, nicht direkt vor die Füße des Gegners. Ihm war es im Moment egal wo dieser stand oder wie er ihn am besten reizen, gar palmieren konnte. Ihm war noch nicht einmal Bewusst wo dieser genau stand… Neben ihm? Vor ihm? Es war nicht wichtig, der Schmerz war zu stark um sich nebenbei noch mit etwas anderem zu beschäftigen wie man es zum Beispiel bei einem leichten Schnitt tun kann.
Zentimeter für Zentimeter zog Crono das Schwert des Akatsuki aus seinem protestierenden Körper. Crono zitterte am ganzen Leib, ein Abwehrmechanismus von diesem, hätte er doch schon längst abschalten müssen. Es waren wohl die schmerzhaftesten Sekunden die Crono je durchlebt hatte, bis er das Schwert schließlich aus seinem Körper gezogen hatte. Wieder spuckte er Blut, das Atmen viel ihm schwer. Wie lange könnte er überleben mit einer solchen Wunde in der Brust? War seine Lunge betroffen und füllte sie sich gerade in diesem Moment mit seinem eigenen Blut welches ihn früher oder später töten würde? An seinem eigenen Blut ersticken, wäre sicherlich ein unwürdiger Tot. Er musste hier weg, sich in Sicherheit bringen, eigentlich. Doch was würde der Akatsuki dann mit seinem Heimatdorf anrichten? Mit dem sowieso schon verletzten Konohagakure? Er konnte diesem Kerl sein Dorf nicht überlassen. Er legte seine Handflächen auf den Boden und drückte mit aller Kraft. Er schaffte es tatsächlich seinen Oberkörper hochzubekommen und schließlich kam er sogar auf die Beine. Es war vielleicht keine gute Idee gewesen sich aufzurichten. Sein Blut weichte ihm die Klamotten komplett auf. Wieder spuckte und hustete er Blut auf den Boden, das Atmen fiel ihm immer schwerer. Er konnte seinen Kopf kaum noch halten, immer wieder sackte dieser nach vorne, und auch seinen Körper konnte er nur mit voller Konzentration weiterhin aufrecht halten. „Du denkst…“, flüsterte er mit schwacher Stimme wobei das Blut welches sich immer wieder in seinem Mund sammelte anfing ihm aus dem Mundwinkel heraus zu tropfen. „Ich überlasse dir…“, er war benebelt, konnte kaum noch einen klaren Gedanken schaffen. Der Schmerz war unerträglich, wie konnte er das alles hier nur schaffen? War er nicht einer der normalerweise nicht redete und weglief wenn es kritisch wurde? Wollte er Zeit schinden oder nur versuchen dem Akatsuki einen Gnadenstoß herauszulocken? „Ich überlasse einem wie dir mein Herz?“, flüsterte er weiterhin mit schwacher Stimme. Das Herz stand für sein Heimatdorf. Er versuchte einen Schritt nach vorne zu tätigen wobei er auf die Knie sackte. Selbst in dieser Haltung schaffte er es kaum sich aufrecht zu halten. „Vorher sterbe ich lieber“, denn ihm war klar… Ohne Konohagakure gab es nichts mehr für das es sich zu leben lohnte. _________________ <center> Jutzuki Crono -- Jutsuliste -- Anbu Kosename: Takutishan </center>
Out: Nochmal sorry für die Wartezeit. Ich hoffe, es passt alles für euch, sonst einfach schreien. ^^
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Genau in dem Moment, da die letzten Worte des Konoha-Nin gesprochen waren, schoss wie aus dem Nichts ein Schwarm Bienen aus dem Dickicht und geradewegs auf das Mitglied Akatsukis zu, ließ seine freie Sicht schwieriger werden und zwang ihn dazu, sein bisher auserwähltes Opfer zumindest für einen kurzen Moment liegen zu lassen.
Das Wehen eines weißen Umhangs ging in dem wütenden Gesumme unter, als die schwarzhaarige Kunoichi, bewaffnet mit nicht mehr als zwei Fäusten, die sie wie immer in einem Kampf in einem Paar Handschuhe versteckt hatte, um die Tatsache ihres metallenen Armes geheim zu halten, heran schoss und neben dem verwundeten Verbündeten in die Knie ging. Harsch presste sie sofort sofort die Hand auf die Wunde, die das Blut natürlich nicht aufzuhalten vermochte, doch war das auch gar nicht ihre Absicht gewesen, und schlang ihren anderen Arm fest um ihn, damit er durch den Druck nicht umfiel. So verbissen ihre Miene auch wirkte, innerlich war sie entsetzt. Die Verletzung, die er erlitten hatte, ließ die übrigen wie kleine Kratzer wirken, nicht wichtig genug, als dass man sie überhaupt wahrnehmen sollte. Wäre sie nur wenige Sekunden später eingetroffen, hätte entweder dieser miese Verbrecher dem Shinobi das Licht ausgepustet oder er wäre aufgrund innerer Verletzungen und Blutverlust verendet. So aber war sie hier, dank seines Durchhaltevermögens gerade noch rechtzeitig eingetroffen, um ihm das Leben zu retten. Sie hatte nur wenige Sekunden, bis ihr Kontrahent sich der Insekten entledigt hatte; es war keine Zeit zu verlieren.
Sofort erschien der bekannte, warme grüne Schein um ihre Rechte, ließ den Lebenssaft binnen eines Herzschlags langsamer werden und stoppte ihn schließlich gänzlich, während sich auch Fleisch, Muskeln und Sehnen regenerierten und nicht mehr als ein Loch in seinem Hemd zurücklassen würden. „Nichts zu danken“, grinste die Aburame, noch ehe ihr Patient etwas hatte sagen können, hatte sich nach vorne gebeugt, sich den Arm des Blondschopfes über die Schulter gelegt und ihn mit Hilfe eines einzigen, weiten Satzes in die Sicherheit einer der noch wenigen, heil gebliebenen Baumkronen befördert.
Natürlich wusste sie, dass es nicht mehr als eine Ablenkung war, die ihr bestenfalls eben diese Aktion ermöglichte, schließlich war er ein Mitglied Akatsukis und allein ob der Tatsache, dass er immer noch stehen konnte, wohl keines, das man im Alleingang besiegen konnte – aber das hatte sie noch nie aufgehalten. „Wünsch mir Glück“, war das Einzige, was sie dem Blondschopf noch mit einem schiefen Grinsen zuwarf, das nichts von der Anspannung widerspiegelte, die sie innerlich empfand, bevor sie wieder auf dem aufgeweichten Boden landete und sich ihrem Feind zuwandte. Nichtsdestotrotz kam nicht einmal für einen winzigen Augenblick der Gedanke in ihr auf, was geschehen würde, wenn sie verlor; das durfte eben einfach nicht passieren. Ihr Verbündeter hatte ja schon einen guten Anfang hingelegt, jetzt musste sie ihm einfach den Rest geben.
In einem Punkt war sie allerdings bereits benachteiligt: Sie wusste nicht, welche Fähigkeiten ihr Kontrahent besaß. Aufgrund der Tatsache, dass er mit mehreren Klingen hantiert und angegriffen hatte, war er allem Anschein nach ein herausragender Schwertkämpfer, aber das war gewiss nicht das einzige Talent, das in ihm steckte. Wenn er Genjutsu in seinem Repertoire hatte, hatte sie ein ernsthaftes Problem, gegen alles andere würde sie sich schon irgendwie zu helfen wissen. Improvisation war schon immer eine ihrer Stärken gewesen.
Im Grunde war das hier nur ein Austausch. Ihr Verbündeter würde nicht wieder in den Kampf einsteigen können, also musste sie diesen Typen aufhalten und darauf hoffen, dass Yasutaka sich nicht zuviel Zeit ließ. Die Kikaichu, die sie bei ihm gelassen hatte, waren eine gute Entscheidung gewesen – ihre kleinen Freunde würden ihn früher oder später geradewegs hierher führen. Nicht dass sie glaubte, nicht allein mit ihrem Gegner fertig werden zu können…. Allerdings war eine kleine Absicherung nie falsch.
Während ihres flüchtigen Gedankengangs hatten sich weitere ihrer Insekten in Bewegung gesetzt und waren rasant in der Erde verschwunden, nur um sich knapp einen halben Meter vor ihr zu verstecken, für den Fall, dass der Akatsuki sie von vorne angreifen sollte, während sie es sich gleichzeitig nicht nehmen lassen konnte, erste Worte an ihn zu richten. „Sieht aus, als wäre ich jetzt dein Gegner.“ Das Grinsen auf ihrem Gesicht zeigte nicht das kleinste Anzeichen von Angst oder Zweifel, wohl aber zeugte der Ausdruck in den graublauen Augen von schärfster Aufmerksamkeit. Sie wusste durchaus, dass dieser Kampf ihr zum Verhängnis werden konnte, wenn sie nicht alles gab – aber dieser Mistkerl sollte sie ja nicht unterschätzen.
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Verfasst am: Mi 28 Dez, 2011 22:04 Titel:
Out: Sry fürs Warten, Weihnachten und so ^^'
Sein Gegner hatte sich gut geschlagen und immer wieder Angriffe, von denen Sashijo erwartet hatte, dass man ihnen nicht ausweichen könnte, abgewehrt oder gar zurückgeworfen. Er hatte ihn teils sogar überrascht, und das war etwas, was wohl nicht jeder Shinobi von sich behaupten konnte - letztendlich half es dem Konohanin jedoch trotzdem nichts. Das breite Schwert des Sunshu hatte sich in seine Brust gebohrt und nagelte den verletzten Körper des Jutzuki an die feuchte Erde unter ihm. Der Akatsuki verharrte an seiner Position, hätte das Leid des Anbu jederzeit beenden können. Doch das tat er nicht. Er wollte hören, ob sein Gegner noch Worte für ihn übrig hatte, wollte ihm nicht die Gelegenheit nehmen, sich und seine Beweggründe zu erklären. Sashijo war kein egozentrischer Mensch, war offen für die Ideologien anderer Menschen, die jedoch leider immer wieder zu beschränkt waren, als dass er sie akzeptieren konnte. Er hörte gerne die Lebenseinstellung anderer Personen, war interessiert daran, für wen oder was sie kämpften und welches Bild sie sich von der Welt machten. Hatte er selbst doch bereits Erleuchtung erfahren, wollte er herausfinden, wie nah das Kollektiv dieser Ideologie war und ob es gar Menschen gab, die das geistige Potenzial hatten, um von ihm verschont zu werden und ihn auf seinem Weg unterstützen zu können. "Warum hast du uns angegriffen?", kam die simple und vermeintlich unnötige Frage ruhig über seine Lippen. Er war Akatsuki, sein Gegner ein Anbu und ein Kampf war die logische Folge. Oder nicht? War Sashijo lediglich aufgrund des Tragens roter Wolken automatisch die Zielscheibe tödlicher Angriffe - reichte ein Kleidungsstück aus, um über das Leben eines Menschen zu richten? Man sollte doch meinen, dass Shinobi es besser wissen sollten. Vor allem jene des Feuerreiches. Doch bewies das Gegenteil dem Sunshu lediglich ein weiteres Mal, dass es nichts als Lug und Trug war, den die Großmächte allen vorzuspielen versuchten. Die großen Helden, Hüter des Friedens und des Lebens, bereit dazu, jemanden sofort und ohne Umschweife aufgrund von Vorurteilen zu töten. Sashijo wusste nicht, ob der Mann, der sterbend vor ihm auf dem Boden lag, den tieferen Sinn hinter seiner Frage verstand, aber er bezweifelte es. Stille legte sich wieder über sie, und der Akatsuki konnte fühlen, wie Crono seine Hand um das Schwert schlang und versuchte, es aus seinem Körper zu ziehen. Auf diesen vergeblichen Versuch folgte ein weiterer, diesmal jedoch mit mehr Anstrengung - mit aller Kraft, die er jetzt noch aufwenden konnte. Und tatsächlich bewegte sich das Schwert, glitt langsam durch das Fleisch des Konohanin und wehrte sich nicht dagegen. Sashijo wusste, dass er keine Bedrohung mehr darstellte, und ließ ihn somit gewähren. Es war einerseits erstaunlich, dass er es tatsächlich geschafft hatte, sich von der Waffe zu befreien, und andererseits auch bemitleidenswert, wie er bis zum Schluss an seinem Trugbild festhielt. Sashijo erfühlte den zutiefst schweren Atem seines besiegten Gegners, das Blut, welches langsam seinen durchbohrten Lungenflügel füllte und mit regelmäßigem Husten nach draußen befördert wurde. Und er vernahm den starken Schmerz, den er ihm zugefügt hatte und welcher ihn beinahe ohnmächtig werden ließ. Und immer noch stemmten seine Hände sich gegen den Boden, richtete sich der Körper Stück für Stück auf und kämpfte gegen sich selbst an. Letztendlich hatte er es geschafft, wieder auf die Beine zu kommen - labil zwar, dafür jedoch mit starkem Willen. Langsam öffnete sich sein Mund und Sashijo fühlte das Blut an dessen Winkeln herablaufen. "Du denkst…", begann er mit heiserer Stimme, die selbst einem Blinden unvermittelt klar machen würde, dass es wahrscheinlich die letzten Worte waren, die sein Kehlkopf noch hervorbringen konnte. "Ich überlasse einem wie dir mein Herz?" Sashijo brauchte nicht zu überlegen, um die Metapher zu verstehen, er fühlte förmlich die Entschlossenheit in seinem Feind, der sich nur einen Schritt vor ihm befand. Sein patriotischer Auftritt stieß bei Sashijo jedoch nur auf Enttäuschung. Die Paranoia des Konohanin ließ ihn blind werden für alles andere, und es war nichts anderes als Verschwendung seines kämpferischen Talentes. "Was denkst du denn über mich zu wissen, dass du gleich so urteilst, großer Held?" sagte er, während seine Rechte nach oben wanderte und das feuchte Band umfasste, welches um seinen Kopf und über seine Augen geschlungen war. Mit jeder gelösten Wicklung verstärkte sich der Schmerz in seinen Augen, doch dieser war bereits wesentlich schwächer als noch Stunden zuvor. "Ich will dich ja nicht in Verlegenheit bringen, aber ich war eigentlich nur auf Durchreise." Nachdem die letzte schmale Stoffschicht vor seinen Pupillen abgenommen war, offenbarte sich ihm wieder dieses durchdringende Bild der Welt, welches einen starken Chakrastoß durch seinen Körper fahren ließ und jede einzelne Zelle vereinnahmte. Der graue Körper vor ihm hob sich von den helleren Konturen dahinter ab, und unvermittelt empfand Sashijo das dringende Bedürfnis, ihm das Schwert in das Herz, von dem er sinnbildlich gesprochen hatte, zu rammen und ihm zu zeigen, dass ihm nichts überlassen werden musste, damit er es bekam. Er wurde vom Rinnegan gedrängt, sein Leben zu beenden, und zwar nicht aus dem Gedanken heraus, ihn dadurch von seinen Irrtümern zu befreien und ihn zu erlösen, sondern aus der lediglichen Befriedigung heraus, ihm gnadenlos überlegen zu sein. Mit starkem Willen widerstand Sashijo dieser Versuchung jedoch und wies die Macht seiner Augen wieder in ihre Schranken. Erst dann konnte er sich wieder auf die tatsächliche Sicht konzentrieren, die sie ihm vermittelten, und nicht nur auf das unbeschreibliche Gefühl, welches sie durch ihn strömen ließen. Um das Kampffeld herum waren überall umgeknickte Bäume erkennbar, in der Ferne konnte man noch das Wasser treiben sehen. Es schien, als hätte sich eine Naturkatastrophe ereignet, und abermals zeigte sich, dass der Shinobi aus Konohagakure seinen eigenen Prinzipien - jenen Dingen, für die er sich gerade eben in seinem Todeskampf ein letztes Mal erhoben hatte - abermals widersprach. Indem er das zerstört hatte, was er eigentlich beschützen wollte, und das mit einem Jutsu, welches eben dazu dienen hätte sollen und auf einen Mann gerichtet war, der gar nicht die Absicht gehabt hatte, dem Land oder Dorf zu schaden. Eine weitere Ladung purer Ironie, von der es in diesem Zusammentreffen bereits so viel gegeben hatte. Die schwarzen Ringe in seinen Augen musterten jene von Crono, und jener dürfte deutlich gefühlt haben, welch dunkle Essenz in ihnen schlummerte. "Mögest du im Tod von deinem Irrglauben befreit werden.", sagte er zuletzt, bevor die Klinge hinter dem Jutzuki sich erhob und in der nächsten Sekunde sein Leben beenden sollte.
Doch so weit sollte es - wieder einmal - nicht kommen. Das Surren des Bienenschwarms, welcher aus den wenigen noch stehenden Büschen kam, lenkte ihn kurz ab, und das reichte auch bereits, dass das Schwert inne hielt und mitten in der Luft zum Stehen kam. Die Insekten rasten direkt auf ihn zu, und als erste Option sah Sashijo nur den ruckartigen Abstoß nach hinten. Gerade noch so erkannte er die Aburame in seinem peripheren Blickfeld, ehe sein Kopf sich bereits drehte und einen leicht angeschlagenen Baum vor sich ins Visier nahm. Mit Leichtigkeit sprang er auf einen der Äste, während er wirklich überlegen musste, wie er diese kleinen Biester los wurde. Es war etwas ironisch, dass er sich zwar gegen stärkste Feinde zu verteidigen wusste, jedoch vor einem Schwarm Bienen davonlaufen musste. Das Surren kam immer näher, und zeitgleich mit dem ersten Stich an seiner linken Schulter kam ihm eine Idee. Er konzentrierte Raitonchakra - nicht sehr viel, da er für die kleinen Körper der Bienen nicht viel brauchte, um sie zu töten, jedoch etwas mehr als notwendig, da er den Luftwiderstand zwischen den Insekten weitgehend überbrücken musste. Jetzt müsse er nur noch schnell genug reagieren, und er wäre diese Plage los - Geschwindigkeit und Reflexe waren jedoch etwas, was Sashijo noch nie wirklich Probleme bereitet hatte. Dann, als die nächste Biene ihren Stachel ansetzte, fuhr das Chakra durch ihren winzigen Körper, breitete sich auf die nächste aus und setzte eine Kettenreaktion frei, die dazu führte, dass in immer wieder klein aufblitzenden, bläulichen Scheinen die Bienen leblos zu Boden fielen und der Schwarm nach wenigen Sekunden nicht mehr war. Der Stich an seiner Schulter war nervig, neben all den anderen Erscheinungen an seinem Körper jedoch nicht weiter erwähnenswert. Er landete wieder auf dem Boden und grub sich dabei leicht in die matschige Erde. Vor den weiß-grauen Konturen, die das Rinnegan ihm vermittelte, fiel eine schwarze Flocke zu Boden, die gefolgt wurde von weiteren und ein wohl baldiges Schneegestöber einläutete. Sashijo stand seiner neuen Gegnerin gegenüber, sah ihr genau so in die Augen, wie sie es auch bei Crono gemacht hatte. In ihrer Iris (sry, den musste ich bringen) spiegelte sich Mut und Entschlossenheit wieder; ein gänzlich anderer Ausdruck, als ihr verschmitztes Grinsen ihm zu vermitteln versuchte. "Sieht aus, als wäre ich jetzt dein Gegner.", sagte sie mit einem Unterton in der Stimme, der dem Ausdruck ihrer Augen in nichts nachstand. "Ihr könnt wohl nie genug kriegen.", entgegnete er ihr leise, und es wirkte gar so, als würde er es nicht direkt an sie richten, sondern es in die Leere werfen. Zeitgleich mit dem ersten Wimpernschlag, den er nach diesen Worten tätigte, schnellte das Sunshu-Chakra durch die Luft und unter der Erde auf sie zu. Sie würde das Gefühl bekommen, als befände sie sich in einer schwülen Sommernacht, da der Reiz auf das Druckempfinden im Körper das Einzige war, was der Betroffene vom Chakra mitbekam. Sashijo hingegen bekam durch eben jenes ganz andere Dinge mit, bemerkte auch die Käfer, die sich unter der Erde in Position gebracht hatten und scheinbar auf ihn warteten. So einfach würde er es ihr jedoch nicht machen. Das Schwert, welches Crono wenige Minuten zuvor hätte durchbohren sollen, lag noch auf dem Boden, und unauffällig fuhr es in eben jenen, als das Chakra des Sunshu es wieder erfasste. Ihm war klar, dass es jetzt wohl bereits zu spät war, als dass die hohen Tiere des Dorfes nicht bereits auf dem Weg waren und ihn nicht mehr fliehen lassen würden. Ein weiteres Mal öffnete sich noch der Mund des Akatsuki, während er Raitonchakra in seiner rechten Hand konzentrierte und das Schwert sich bereits in Position - hinter Kohaku, unter der Erde - gebracht hatte. "Wenn es sein muss, nehme ich es eben mit dem ganzen Dorf auf.", verließ es seinen Mund, ehe auch schon die Klinge aus der Erde geschossen kam und Sashijo den Platz mit ihr getauscht hatte, in seiner Rechten eine Schneide aus reinem Raitonchakra, mit der er ausholte und welche durch die Wirbelsäule der Aburame fahren sollte, um sie mit einem so durchdringenden Schock am ganzen Körper zu lähmen, dass sie sich noch lange daran erinnern würde. Auch ihr würde er dann noch Gelegenheit geben, sich zu erklären und ihm ihre Ansichten zu erläutern - wenn er es gewollt hätte, dann wäre ihr Körper bereits vom Schwert durchbohrt worden, anstatt dass er den Platz damit getauscht hätte.
Iris, kannst entweder schreiben, dass du getroffen und gelähmt wirst - dann kommt Yasu jetzt schon und verhindert den Todesstoß, der dann mit dem Schwert käme.
Oder du schreibst, dass du ausweichst und wir können noch bisschen weiter kämpfen, ist deine Entscheidung ^^
Der Shinshi würde sich das Angebot mit Sicherheit durch den Kopf gehen lassen, immerhin würde er solch eine Gelegenheit als ehemaliger Krimineller in keinem anderen Reich bekommen, zumal sich Tetsuno seit der Konfrontation im Sumpf zum Besseren verändert zu haben schien. Zum ersten Mal, seit die Dunkelheit ihre Arme um Konoha gelegt hatte, war Yasutaka davon überzeugt jemand neuen, vor allem fähigen im Dorf begrüßen zu dürfen, da hatte er auch vollstes Verständnis dafür, wenn der damalige Sunanin etwas darüber sinnieren wollte. So verlockend ein Angebot auch sein mochte, brauchte jedes seine Zeit um gründlich durchdacht zu werden, schließlich bargen viele solcher Chancen einen hohen Preis, der im Falle des Ex-Akatsuki beispielsweise die Sesshaftigkeit im Feuerreich bedeuten würde. Das Oberhaupt der Weißaugen war sich sicher, dass Tetsuno die richtige Entscheidung träfe und bis es soweit war, würde sich der Schwarzhaarige wie in vielen Hinsichten auch in Geduld üben müssen, wobei das nicht einmal wirklich etwas war, worüber der Hokage sich den Kopf zerbrach. Viele Dinge die gerade im Dorf passieren, die in ihm passierten sorgten für einen weitaus größeren Wirbel die seine Aufmerksamkeit erforderte.
Im Zwiespalt mit sich selbst, was er nun als nächstes machen sollte um seine inneren Dämonen zu bezwingen- und sein blutendes Herz verheilen zu lassen, blickte das Dorfoberhaupt nachdenklich aus dem Fenster in die Finsternis, wo er in diesen dunklen Momenten irgendwo nach einem kleinen, schwachen Funken Licht Ausschau hielt. Ein zermürbendes Gefühl draußen genau das zu erblicken, wie es im Inneren des Schwarzhaarigen aussah, als ob er seine eigene Welt irgendwie nach außen projizierte und so dem Dorf schadete, obwohl er sich darüber im Klaren war, dass das alles vor seinem derzeitigen Zustand angefangen hatte. Es brachte nichts jetzt sich darüber den Kopf zu brechen, es war so wie es war. Die Zeit würde dem Hyuuga offenbaren, wie sich all das entwickeln würde, viel rütteln konnte er daran im Augenblick nicht, auch wenn sporadische Wutausbrüche wie vorhin ziemlich befreiend auf ihn wirkten, dafür aber für weitere Verletzungen sorgten.
Immerhin bluteten seine Handknöchel nicht mehr durch den Verband, sodass man zwar im einbandagierten Bereich rote Färbungen erkennen konnte, diese aber sich unterhalb des Verbands nicht weiter ausbreiteten. Eine Möglichkeit all diese Gedankengänge in Ruhe zu vertiefen sollte er allerdings nicht bekommen, denn in den nächsten Momenten klopfte es schon an der Tür, ehe sie wenige Sekunden später geöffnet wurde und eine Person zum Vorschein kam, die für Yasutaka vom Sehen her ein unbeschriebenes Blatt war, doch hatte er von ihr und ihren Begleitern schon einiges gehört. Während der Invasion des Reibi sollen drei Missingnin die Dorfbewohner tatkräftig unterstützt haben. Einer von ihnen war im Feuerreich sogar ein S-Rang Nukenin, der im Grunde dafür bekannt war, das Leben der Dorfbewohner und des ehemaligen Hokage zur Hölle zu machen. Überraschend das gerade dieser in solch dunklen Zeiten dem Dorf eine helfende Hand gereicht hatte. Wenn die Dame vor ihm also ein Verbündeter dieses Mannes war, so durfte man davon ausgehen, dass von ihr dasselbe Gefahrenpotenzial ausging. Allerdings hatte sie sich schon einen Sympathiepunkt durch ihren Kleidungsstil bzw. durch die Farbe ihrer Kleidung verschafft, denn genau die gleiche trug auch das Dorfoberhaupt. Ein schwarzes, langärmiges Hemd und eine schwarze Hose.
„Ich bin euch zu großem Dank verpflichtet. Auch wenn ich weiß, dass ihr und eure Freunde das nicht für das Wohl des Dorfes- sondern für eure eigenen Zwecke tatet, habt ihr Konohagakure einen großen Dienst erwiesen, obwohl es mich doch äußerst verblüfft hat, davon zu hören wie ein Nukenin der S-Rang Klasse das Dorf unterstützt. Euer Mitstreiter, Ryo, soll dem ehemaligen Kage des Öfteren einen Besuch abgestattet haben.“ , meinte der Hyuuga mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, ehe er die Kataki bat sich zu setzen, damit sie nicht die ganze Zeit stehen musste. „Nichtsdestotrotz frage ich mich doch, was euch zu meiner Wenigkeit führt? Irgendeinem Zweck wird diese Zusammenkunft doch dien-…“ Noch bevor er das letzte Wort aussprechen konnte, klopfte es ein weiteres Mal an der Tür, die im nächsten Augenblick ohne Vorwarnung regelrecht aufgerissen wurde und dieses Mal ein Mitglied des Dorfes preisgab. Dem Gesichtsausdruck zufolge schien es sich um etwas äußerst ernstes zu handeln, was sich nach den ersten gesprochenen Worten nur noch bestätigte. Eigentlich gab es doch genug Shinobi die dem Reibi und seinen Schergen die Stirn bieten konnten und doch verlangte man nach seiner Persönlichkeit? Irgendetwas konnte da nicht stimmen.
Das Dorf war so gut wie frei von den Schattenwesen gewesen und ein weiterer Angriff hatte auch noch nicht stattgefunden, weshalb die Sache doch die Neugier sowie das Interesse Yasutakas weckte. „Entschuldigt mich einen Augenblick.“ So gern er erfahren hätte, was nun das Anliegen der Missing war, genoss sein Dorf höchste Priorität. Hastigen Schrittes hatte er den Raum verlassen, die Tür hinter sich geschlossen, woraufhin er aufmerksam und mit einer ernsten Miene den Worten der Genin lauschte. Schlimmer als er gedacht hatte und irgendein Gefühl sagte ihm, dass das nicht die Unruhen waren, die das Dorf die letzten Tage über sich hatte ergehen lassen müssen.
Schnelles Handeln war nun geboten, denn je länger Yasutaka hier rumfackeln würde, desto größer würden die Unruhen da draußen werden, weshalb er sich unverzüglich entschied.
Im Wald:
Einen Spionagebunshin erstellend, der seinen Platz im Büro einnehmen würde, sprang das Original auf den Rücken der verwandelten San, woraufhin die Inzuka los preschte und die Fährte ihres tierischen Begleiters aufnahm. Die ganze Zeit über blieb der Hokage ruhig, sprach kein einziges Wort und malte sich die verschiedensten Situationen aus, die für diesen Aufruhr hätte sorgen können, doch keiner diese Gedanken ergab ansatzweise Sinn, weshalb er wohl oder übel gezwungen war solange abzuwarten, bis sie den Ursprung des Übels erreicht hätten. Um sich im Vorfeld einen Überblick erschaffen zu können, aktivierte er sein Byakugan, sodass sich die weißen Adern um seine Augen bildeten und genau in diesen die weißen Linien zu erkennen waren. Aus dieser Entfernung konnte er noch keine ungewöhnlichen Aktivitäten verzeichnen, alles schien seinem geregelten Lauf nachzugehen, weshalb das Clanoberhaupt der Hyuuga noch neugieriger wurde, was diese Unstimmigkeiten nun überhaupt waren. Dann aber kam einiges in sein Sichtfeld! Von weitem schon erkannte der ehemalige ANBU Captain den Wolf der Inuzuka, der noch auf der Lauer zu liegen schien und das Eintreffen der beiden abwartete und vor diesem…
Das was der Schwarzhaarige zu sehen bekam, veranlasste einerseits einen kurzen Aussetzer seines Herzens, andererseits ließ es ihn aber auch vor Wut eines Raubtiers gleich knurren. Nicht nur dass ein Shinobi des Dorfes schwer verletzt und kampfunfähig da lag, der Mann der in Konoha schon viele Unruhen ausgelöst- und beinahe das Lebenslicht des Hyuuga im Sumpf Sunagakures ausgepustet hatte, war drauf und dran mit einem letzten Angriff das Leben der Aburame zu verwirklichen, für welche Yasutaka durch die Hölle gegangen wäre, um ihr Leben zu retten. In diesen Momenten hasste er sich… All die Gefühle die er bis zu diesem Zeitpunkt unterdrückt hatte, kamen bei dem Anblick Kohakus mit einem Mal hoch, auch dieser Beschützerinstinkt der ihn schon so einige Male in die Bredouille gebracht hatte.
„Stell dich schon einmal auf einen äußerst harten Kampf ein. Der Akatsukileader dürfte eine Klasse für sich sein und wenn ich mich nicht täusche lag dein Sensei lange Zeit wegen diesem Mann im Krankenhaus.“
Wenn selbst das ehemalige Oberhaupt der Senju gerade so mit dem Leben davongekommen war, dann würde auch der Hokage kein leichtes Spiel haben, doch das schreckte ihn in keiner Weise ab. Ganz im Gegenteil! Noch während San zum Schauplatz des Kampfes sprintete, sammelte der Hyuuga in einer Hand Chakra um den finalen Schlag Sashijos abwenden zu können und kaum war die Inuzuka in die Nähe von Mahira gekommen, sprang der Hokage von ihr ab und feuerte ruckartig die Chakradruckwelle auf das Schwert des Sunshu, welches kurz vor Aufprall von dem Chakrastoß erfasst wurde, in der Luft herumwirbelte ehe es abseits der Beteiligten in den Boden glitt. Kurze Augenblicke der Stille folgten, als plötzlich aus dem Schatten der Bäume heraus der Applaus einer Person ertönte, von der man einzig und allein durch den schwachen Lichteinfall die silbrig, weißen Augen erkennen konnte, bis diese wenige Sekunden später aus dem Verborgenen trat und mit einem süffisanten Lächeln den Akatsuki ins Visier nahm.
„Überrascht, dass ich noch lebe?“, fragte der Kage in einem spöttischen Ton, während er flüchtig zur Aburame blickte um sich zu vergewissern, dass sie nicht mehr in Gefahr schwebte, ehe er sich wieder dem Blauhaarigen widmete. „Wie komme ich zu der Ehre, dass der Anführer der gefährlichsten Organisation mich mit seiner Anwesenheit beehrt? Ihr wollt doch nicht etwa wieder wie in Sunagakure versuchen mich zu töten oder? Nicht mal als ich kurz vorm Sterben war ist euch das gelungen und wie ihr seht, könnte es mir kaum besser gehen.“
Auch wenn er körperlich einigermaßen fit war, brauchte sein Kontrahent weder wissen, dass er einige Verletzungen im Laufe der Schlacht um Konoha einstecken musste, noch das er auf emotionaler Ebene ziemlich angeschlagen war. „Dem Dorf erzählen dass der Captain tot ist und das er nur einer von vielen war? Am Arsch… der Einzige der heute das zeitliche segnet seid ihr.“ Immerhin wusste der Hokage, dass er in diesem Kampf nicht alleine war und auf die Unterstützung einer erfahrenen Genin zählen konnte, die schon einmal das Vergnügen mit Akatsuki hatte, dennoch war Vorsicht geboten, vor allem bei dem Anführer der Akatsuki. Man konnte nie wissen, was für Überraschungen auf einen warten würde und allein von der skrupellosen Art sowie Haltung des Mannes konnte man ihm zweifelsohne nachsagen, dass er vor nichts Halt machen würde. Weder einen Kagen zu stürzen, noch einem Genin das Leben zu nehmen.
Hoffe das passt allen so, falls nicht, einfach in Skype oder per pN anschreiben ;b _________________ <center>
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Verfasst am: Mo 06 Feb, 2012 00:04 Titel:
Das grelle Weiß seiner eigenen Raitonklinge vor sich blendete seine neuen Augen, die ob des stechenden Reizes halb geschlossen waren, dennoch mitansehen wollten, wie das intensive Chakra durch das Fleisch und die Wirbelsäule der Aburame glitt und es von dort aus in jede einzelne Faser ihres schlanken Körpers gelangen würde. Hätte er die Lider ob seiner bewusstseinserweiternden Technik doch im Normalfall geschlossen gehabt, da er das Geschehen ohnehin als solches erfühlt hätte, so war es dennoch ein eigenständiger Wille, der sich dem stellte und gar zu verlangen schien, es mitansehen zu können - Sashijo wusste nicht genau, inwiefern das Rinnegan bereits in seinen Geist eingedrungen war, wenn man bedachte, dass es von sich aus dem körperlichen Reflex standhielt und in ihm in jeder Sekunde, in der es für ihn die Welt wahrnahm, ein Gefühl bedingungsloser Überlegenheit und Streben nach Auslebung seiner neuen Macht hervorrief. Aber alleine diese Tatsachen und der zusätzliche Fakt, dass es ihn das Niederstrecken von Gegnern genießen ließ, als darin - wie bisher - die alleinige Notwendigkeit zu erkennen, gaben ihm zu denken, ließen dennoch in keinem Moment den Glauben an eine Unterlegenheit seinerseits gegenüber dem eigenständigen Willen des Rinnegans zu. Er würde sich nicht davon beherrschen lassen, würde seinen Prinzipien treu bleiben und die Bestie zähmen, die er sich in das eigene Haus geholt hatte. Zuerst musste er selbiges jedoch mit der Konohanin machen, von der jede Reaktion auf dieses schnelle Manöver des Akatsuki zu spät kam. Den Ausstoß des Adrenalins dürfte sie ob der Geschwindigkeit des Raiton schon nicht mehr gespürt haben, ehe ihr Körper kurz zusammenzuckte und sich anschließend jede einzelne Faser verkrampfte. Letztendlich lag ihr leblos wirkender Körper reglos am Boden, während die knisternde Waffe des Sunshu sich wieder auflöste und der stete Wind das einzige war, was die Stille dieser nunmehr wieder stockdunklen Nacht trübte. Der Blauhaarige atmete tief durch und ließ seinen Blick umherschweifen, der letzlich an der einzigen Lichtquelle - dem schwachen Mond - hängen blieb. Mithilfe seiner Technik konnte er nach wie vor die Umgebung erfühlen und spürte außer sich selbst und dem gelähmten Körper der Jounin keine Chakraquelle, was ihn ein wenig überraschte. Er hatte damit gerechnet, dass sich bereits deutlich mehr Dorfshinobi auf den Weg gemacht hätten - was wohl auch nicht falsch war, doch es wunderte ihn ein wenig, dass sie noch nicht angekommen waren. Womöglich unterschätzten sie die Gefahr und dachten, dass die mehr mutige als talentierte Frau ausreichte? Es spielte keine Rolle. Er hatte auch sie niedergestreckt, und das würde er mit jeder weiteren Person machen, die vor seiner 'Flucht' noch auftauchen würde. Doch eine Frage beschäftigte ihn weiterhin: Wo war Rin? Er fühlte ihre Präsenz nicht, was vermutlich daran lag, dass sie das Schauspiel weiter abseits beobachtete oder gar von einer der Flutwellen mitgerissen wurde. In Anbetracht der Tatsache, dass sie ihm trotz seiner körperlichen Verfassung nicht geholfen hatte, erschien letztere Erklärung als die plausiebelste, doch auch wenn es einen ganz anderen Grund gehabt hätte, so würde sie den Weg in das Hauptquartier auch alleine finden - er hatte keine Zeit mehr nach ihr zu suchen. Gerade als er den Gedanken gefasst hatte, dass sie im Notfall auch selbst auf sich aufpassen konnte, ihre Stärke der seinen fast ebenbürtig war, wurde es wieder leicht schwarz um seinen Geist, taten sich tiefe Schluchten im weiten Tal seiner Wahrnehmung auf und warnten ihn gleichzeitig davor, sich weiter anzustrengen. Die schweren Folgen der Operation hatte er noch zu tragen, sie schränkten ihn deutlich ein und würden einen schwereren Kampf als die beiden, die er eben geführt hatte, nicht lange zulassen. Er musste schnell von hier verschwinden.
Das wenige Licht wurde von der spitzen Klinge des Schwertes, welches sich selbstständig vom Boden erhob, reflektiert und zeigte das langsam rotierende Metall, welches sich auf die Hand des Mannes im schwarzroten Mantel zubewegte. Sein müder Blick, der dennoch reine Macht und eine durchdringende Präsenz ausstrahlte, war auf Kohaku gerichtet. Sie konnte sich zwar nicht bewegen, dennoch war sie dazu fähig, zu sprechen und sollte dem Sunshu noch ihre letzten Worte übermitteln, bevor sie in das Reich der Vollkommenheit schreiten konnte. Ein letztes Geschenk in der Welt der Vergänglichkeit, welches er auch wenige Minuten zuvor dem Anbu gemacht hatte. Doch just in dem Moment, in dem er seinen Mund geöffnet hatte um es ihr zu erklären, fühlte er das langsame Aufbäumen einer Astralprojektion direkt neben ihm. Er fühlte das Chakra von Yuzuru, die ihm mit gekünstelt neutraler Stimme erklärte, dass Saito sie verlassen hatte und sie alle wichtigen Utensilien in ihren Händen hielt. Sashijo war leicht überrascht von dieser Hiobsbotschaft, hatte sich mittlerweile jedoch bereits an solche Momente gewöhnt und richtete die Stimme nun an sie. "Dann bringe alles ins Hauptquartier, ich werde dort auf dich warten. Für mehr ist jetzt leider keine Zeit.", sprach er mit routinierter Stimme und stellte fest, dass die leicht gereizte Akatsuki den Chakrafluss unterbrach und tat, wie er es ihr befohlen hatte. Er hatte keine Zeit, länger darüber nachzudenken, wenn er einhalten wollte, was er ihr gesagt hatte - würde er sich jetzt nicht beeilen, dann würde er wohl nicht mehr heil davonkommen. Er richtete sich wieder an Kohaku, das Schwert nunmehr ruhig in seinen Händen haltend. Er fühlte in ihr die Gewissheit, dass sie nicht mehr lange leben würde - es war ein äußerst merkwürdiges Gefühl, bei fast jedem Menschen unterschiedlich und den jeweiligen Charakter in diesen letzten Sekunden seines Lebens vollkommen offenlegend, wenn man es zu lesen verstand. Und Sashijo tat sich ob der Trübheit, die noch von der Operation herrührte, schwer, das Gefühl bei dieser Frau zu deuten, so subtil und verschlungen war es mit all dem, was sie ihm Leben repräsentiert hatte. Er fühlte kaum Reue, lediglich tiefe Gewissheit und Vertrauen darauf, dass ihr Tod nicht umsonst sein würde. Es war keine Angst da. Und das war etwas, was er nicht sehr oft fühlte, etwas, was er schätzte - vor dem Tod bewahren sollte es sie dennoch nicht. "Hast du noch etwas zu sagen?", fragte er mit ruhiger Stimme. Bei dem Stolz, den er fühlen konnte und die Abscheu ihm gegenüber, hätte ihn eine aufmüpfige Antwort nicht überrascht. Doch es kam nichts. Kein einziges Wort löste sich von den Lippen der Aburame, während die Sekunden an ihnen vorbeizogen und die Klinge des Akatsuki sich langsam hob. "Tonshô bukka", sprach er mit gewissenhafter Stimme und ließ die Waffe wie einen Blitz über sie hereinbrechen.
Und wie ein Blitz kam auch die Überraschung auf ihn zu, die er nicht erfühlt hatte und welche die Waffe nur Millimeter vor der Brust der Aburame erfasste und beiseite schleuderte. Unverkennliches Chakra eines Hyuuga löste sich im nächsten Moment bereits wieder auf und ließ die Klinge in den Boden gleiten. Wo Sashijo in nächster Sekunde einen unverhofften Angriff dutzender Shinobi erwartet hatte, ertönte ein lautes Klatschen aus den tieferen Abschnitten des Waldes, welches sich mit jedem Laut näherte und dessen Urheber bald schon zu erfühlen war. Die plötzliche Erkenntnis, das ihm nur zu bekannte Chakra von Yasutaka verwunderte ihn kurz, kam genauso schnell wie sich die eilige Frage aufdrängte, wieso er damals überlebt hatte. Obwohl Sashijo sich eigentlich hätte denken können, dass man jemanden mit so einem Chakrapotential erst dann wieder loslassen sollte, wenn das Herz in den eigenen Armen zu schlagen aufgehört hatte, es von einer Klinge durchbohrt war, so hatte er dennoch nicht geglaubt, dass der Anbu-Captain dem reißenden Strom in diesem Zustand entkommen hatte können. Aber es brachte sich nichts, darüber nachzudenken - jetzt würde er das vollenden, was er damals angefangen hatte und körperliche Beschwerden waren nichts, was ihn in irgendeiner Weise davon abhalten würde.
Sashijo drehte sich um, richtete nun anstatt nur sein Chakra auch seine Augen auf den neuen Kagen von Konohagakure und offenbarte ihm damit zeitgleich die neue Kraft, die er sich angeeignet hatte. Damals war der Mann zwar nahe am Tod, ließ sich widerstandslos hochstemmen und leistete keinen Widerstand, doch brannte in ihm etwas viel stärkeres als die Kraft seiner Muskeln, etwas, wessen er sich nun in voller Gewalt seines Körpers gegenübersah. Erst langsam bemerkte Sashijo den plötzlichen Umschwung, der sich in der Aburame tat, das Aufbäumen eines Gefühlschaoses, in dem sich Angst, Vertrauen und Freude einen erbitterten Kampf lieferten. Und mitten darin ein Gefühl, welches jedes andere übertrumpfte und welches Sashijo ob jüngster Ereignisse nur zu gut kannte. Er wusste, dass es früher oder später zu so einem Moment kommen würde, doch dass es so früh passieren würde, hatte er nicht erwartet. Der Moment, in dem er ein Band brechen musste, welches seinem eigenen ebenbürtig war und seine gesamte Ideologie gefährden würde, wenn er sich vom Zweifel daran übermannen ließ. „Überrascht, dass ich noch lebe?“, hallte es mit überzeugter Stimme durch die finstere Lichtung. Es waren die ersten Worte, welche von noch provokanteren gefolgt waren. Sashijo kannte es nur zu gut. Das kleine Wortgeplänkel vor einem Kampf, den er gewinnen würde, mit den Worten seines Gegners, die ihm mit kreativen Umschweifungen das Gegenteil zu vergewissern versuchten. In Anbetracht dieser Tatsache ließ es den Akatsuki unberührt; er würde Taten sprechen lassen. Ohnehin schien es ihm so, als würde er keine Worte brauchen, um seinem neuen Feind zu zeigen, was er empfand. Der bloße Blickkontakt reichte aus, der Moment, in dem zwei Krieger sich für einen Augenblick als ebenbürtig kennzeichnen und wissen, dass dennoch nur einer überleben kann. "Mach dir keine Sorgen um ihn, ich werde es schnell machen. Danach darfst du ihm folgen.", richtete er noch seine letzten Worte an die Aburame, und es klang in ihren Ohren wohl so, als würde er es wider aller seiner Handlungen wirklich gut mit ihnen meinen - als dachte er, er würde ihnen damit helfen, und genau das tat er. Es lag kein Sarkasmus in seiner Stimme, es sprach die tiefe Überzeugung von seinen Handlungen und ließ ihn ein weiteres Mal als verwirrten menschen dastehen, als Shinobi, dessen Geist vernebelt war und ihn anstiftete, Böses zu tun, im Glauben daran, Gutes zu tun. Doch das tat er nicht. Er war weder vernebelt, noch geistig verwirrt - er war erleuchtet. Er wusste um die wahre Beschaffenheit der Dinge, den tieferen Sinn hinter seinen Handlungen und würde sich ein Psychologe seiner annehmen, so würde dieser selbst in der Klinik landen.
Die dritte Chakraquelle neben der Frau und dem Hyuuga kam nur langsam in Reichweite, vermittelte äußerste Vorsichtigkeit und gespitzte Sinne, wie Sashijo sie nur von einem Clan in Konoha kannte. Die Inuzuka lag mit ihrem Hund auf der Lauer und beobachtete den Sunshu, dachte wohl kaum daran, dass er sie erfühlen konnte. Sashijo mochte keine Versteckspiele, und das war wohl auch der Grund, weshalb er sich die Genin als erstes Ziel markierte. Sie sollte leicht auszuschalten sein, genauso wie ihr Tier und dann hätte Sashijo nur noch ein Problem, um das er sich kümmern musste - auch wenn er bezweifelte, dass es bei den beiden bleiben würde. Er würde den kampf eröffnen, mit dem guten alten offensiven Schwertkampf, der in seinem Fall das Gefecht meist schon beendete, bevor es richtig losgehen konnte. Und etwas anderes konnte der Sunshu sich auch kaum leisten. Mit einem leisen Knallen wurden die restlichen drei Klingen des Akatsuki entsiegelt, während sich die anderen abermals vom Boden erhoben und die Waffen des Sunshu wieder eine unbezwingbare Einheit bildeten, die sich gierig durch die Luft schnitt, als wäre es Fleisch, das sie langsam zertrennten. In seinem Gesicht tat sich nach wie vor keine Regung; lediglich die eigenwillig anmutenden Augen ließen für einen Moment neben der stoischen Gewissheit der Überlegenheit die aufflimmernde Blutlust auf die beiden Shinobi einwirken. Die schwarzen Kreise in den Augen des Sunshu schnellten von einem auf den nächsten Moment in die Richtung der Inuzuka, was wohl nicht ganz unüberraschend kam, und noch ehe sämtliche Klingen unter der Erde verschwanden, schoss der Akatsuki auf sie zu und war nur noch als Schemen zu erkennen. Drei der Waffen machten sich auf den Weg zu Yasutaka und sollten ihn beschäftigen, während zwei der Klingen sich neben ihrem Meister auf das Mädchen zubewegten und zu allem Überfluß die letzte auf die bewußtlose Aburame, die binnen Sekunden durchbohrt werden würde. Die Tatsache, dass hinter jedem der Schwerthiebe nicht die Kraft von Muskeln, sondern jene von Sashijos Willen lag, würde es nicht einfacher machen, mit allen Waffen fertig zu werden - neben der Tatsache, dass sie sich alle unter der Erde fortbewegten. Und das war erst die Basis seines Kampfstils.
[tonshô·bukka] » {Buddh.} Erlängung der plötzlichen Erleuchtung. | Ruhe in Frieden!; Requiescat in pace! (Formel, die einer dahingeschieden Seele den Eingang ins Nirvana wünscht). _________________ <center>
Nur ein leises, amüsiertes Auflachen entglitt dem Dorfoberhaupt Konohas, als der Sunshu auf keine der Worte des Hyuuga reagierte und stattdessen seine neu gewonnenen Mächte präsentierte, während die Geräusche der Umgebung verstorben schienen und so die angespannte Lage zwischen den beiden Kontrahenten verdeutlichten. Es überraschte Yasutaka schon mitanzusehen, wie der Anführer der gefährlichsten Nukenin-Organisation in den Besitz der –wohl mit Abstand- ältesten Doujutsu gelangt war. Bei ihrem letzten Aufeinandertreffen schien er noch nicht in den Genuss dessen gekommen zu sein, doch wie es bei dem Schwarzhaarigen auch der Fall gewesen war, so schien sich der Akatsuki ebenfalls drastisch verändert zu haben. Nichtsdestotrotz war es nichts, was den Hyuuga auch nur im Entferntesten aus der Fassung bringen konnte.
Vielleicht mochte sein Gegenüber die Augen des Mannes haben, welcher die Shinobiwelt, ebenso wie die neun Bijuu erschaffen hatte, doch das bedeutete noch lange nicht, dass der Blauhaarige dieselben Mächte wie der Rikudou besaß. Viel eher reizte es den Hyuuga herauszufinden, welches der beiden Doujutsu diesen Kampf als Sieger verlassen würde. Das Rinnegan oder das Byakugan. Beide hatten ihre eigenen Fähigkeiten, verschafften dem Träger verschiedene Vorteile und die galt es geschickt auszuspielen. Selbst San war diese Tatsache wohl neu gewesen, denn auf ihrem Weg zu ihrem Feind hatte sie nichts von all dem berichtet, zumindest nicht über seine aktuellen Seelenspiegel, nichtsdestotrotz aber genug Informationen geteilt, um Yasutaka einige Anhaltspunkte zu geben. Schwerter die auf den Willen ihres „Meisters“ reagieren und im Blut ihrer Feinde baden wollen, die Fähigkeit das Blitzelement sein eigen zu nennen, was er vor einigen Momenten noch mit eigenen Augen betrachten durfte und nicht zu verachtende Explosionen zu erschaffen.
Das größte Gefahrenpotenzial stellten wohl die –wie durch Geisterhand geführten- Klingen dar, da Yasutaka sowohl mit den in der Luft umherschwebenden- als auch vom Akatsuki selbst geführten Waffen konfrontiert werden würde. Noch hatte das Oberhaupt der Weißaugen seine Kampfposition nicht eingenommen und verharrte –die Hände in den Taschen vergraben- mit einem amüsierten Ausdruck im Gesicht auf derselben Position, als der werte Herr sich doch dazu animieren konnte, ein Kommentar zu dem Ganzen abzugeben. „Genau… wenn du also fertig mit der Scheiße bist, würde ich den Mist gerne über die Bühne bringen und mich wieder den wichtigeren Dingen zuwenden.“, gab der Hyuuga mit einem süffisantem Lächeln auf den Lippen von sich, während er sich mit einer Hand durchs Haar fuhr. Immer wieder dieselbe Leier, wäre auch eine Überraschung wenn etwas Neues kommen würde, aber immerhin hatte der Anführer der Nukenin etwas Stil, anders als der Idiot dessen jedes zweite Wort Bastard war und nichts anderes kannte als wie wild die Umgebung zu sprengen, nur um im Endeffekt aufs Fressbrett zu kriegen.
Das Gleiche würde auch dem Opponenten des Hokage blühen. Anderer Gegner, gleiches Resultat, aber nie würde der Anführer Konohagakures auf den Gedanken kommen seine Feinde zu unterschätzen, denn dann wäre sein eigenes Schicksal erst recht besiegelt. Nun sollte es aber endlich in die vollen gehen, zumindest erkannte man das, wenn man den Segnungen auf die Welt kam, über welche sich Yasutaka äußerst glücklich schätzte. Nur mittels seines Byakugans konnte er überhaupt sehen, wie der Blauhaarige weitere Schwerter beschwor und einige von diesen sich ihren Weg zu ihren Zielen unterhalb der Erde entlang bahnten. Zu allem Überfluss aber, war eine dieser Klingen für die regungslose Aburame bestimmt, wo die Gedanken schon bei ihrem Anblick anfingen abzudriften und der Hyuuga wie angewurzelt stehen blieb. *Sammel dich! Nicht ein weiteres Mal durfte ihm so etwas im Laufe des Kampfes wieder passieren, wenn er lebend aus der Sache rauskommen wollte, da jede Sekunde, jeder noch so winzige Augenblick in diesem Kampf entscheidend sein könnte. Gerade noch rechtzeitig realisierte der Schwarzhaarige die gesamte Situation, verschaffte sich schnell einen Überblick und kam zum Entschluss, dass er weder San rechtzeitig retten konnte, oder Kohaku, wenn er der jeweils anderen helfen würde, sodass das Dorfoberhaupt schon zu Beginn des Kampfes als Einleitung zu einer hochrangigen Technik zurückgreifen musste, jedoch nicht so, wie er sie üblich nutzte..
Ruckartig sammelte er in einer seiner Hände immer mehr Chakra, bis diese die gewünschte Menge erreichte und der Hyuuga die jeweilige Hand in den Boden schlug. „Hakke Shiten Kûshô!“ Mit einem Mal entlud sich das Chakra in Form einer gigantischen Druckwelle, die allerdings nicht auf den Gegner gerichtet war, sondern auf den Boden, woraufhin dieser sich innerhalb von Sekunden zunächst aufriss, dann aber durch den brachialen Druck der Technik das Schlachtfeld anfing immens zu beben, ehe es sich im Anschluss wahrlich in ein Trümmerfeld verwandelte so aber nicht bleiben sollte da der massive Druck seine Arbeit noch nicht vollbracht hatte, sodass im weiteren Verlauf Unmengen an verschiedengroßen Felsformationen hoch in den Himmel katapultiert wurden und so den Angriff Sashijos auf San vereitelte, als auch jede einzelne Klinge unter der Erde vom Kurs abbrachte.
Noch von weitem hörte man wohl das Brechen von Steinen, das Knacken von entwurzelten Bäumen und die Druckwelle, welche einer Explosion mühelos das Wasser reichen konnte, während die Riesenmenge an Staub und Dreck dadurch sofort in alle Himmelsrichtungen verstreut wurden. Spätestens jetzt hätte alles Leben im Wald das Weite gesucht, Vögel wären so schnell sie konnten weit weg geflogen, Tiere an Land so schnell gesprintet als gäbe es kein Morgen und alles was zu langsam war oder die Drohungen nicht ernst nahm, würde –so leid es dem Kagen tat- hier ein jähes Ende finden.
Zeit zum Aufatmen? Ganz und gar nicht, jetzt ging das Spektakel erst richtig los, denn nicht nur dass der Kampf so für eine Weile in der Luft stattfinden würde und ganz neue Bedingungen aufstellte, so schwer es ihm auch fiel auch nur in ihre Nähe zu kommen, musste jemand sich der Aburame annehmen, wenn sie im Nachhinein nicht durch die herabfallenden Steine begraben werden sollte. Flink sprang Yasutaka von einem zum anderen Steinbrocken, immer höher, bis er den ausfindig machen konnte, auf dem die Schwarzhaarige gerade noch so lag und dabei war zu fallen, als der Hyuuga im letzten Augenblick die Aburame packen konnte und mit ihr in den Armen weiter einen Weg nach ganz oben suchte.
Allein sie so nah bei sich zu haben, erschwerte es dem ehemaligen ANBU Captain seine Gefühle im Zaum zu halten und nicht Amok laufen zu lassen, weshalb er einen Blickkontakt erst recht mied. Wenn ihre Nähe schon ausreichend war, um ihn beinahe wieder in ein Wrack zu verwandeln, so würde er wohl richtig am Rad drehen, wenn die Seelenspiegel der beiden sich kreuzen würden. Darüber hinaus konnte er keinen anständigen Kampf ausfechten, wenn er sie die ganze Zeit mit sich rumtrug und darauf Acht gab, dass sie nicht zu Schaden kam. Früher oder später würde das für beide Konohanin kein gutes Ende finden. Daher erschuf er noch während des Sprungs einen weiteren Spionagedoppelgänger, welchem er den Körper der Aburame übergab mit der Anweisung sie solange zu beschützen, bis kein einziger Stein mehr auf dem Boden aufkommen würde. Sollte das Geschehen sein, könne er sie ablegen und wieder verpuffen. Vorzeitig wäre ein Problem also gelöst gewesen, jetzt musste der Schwarzhaarige sich sputen, wenn er der Genin helfen wollte, denn lange fackeln würde ihr Feind bestimmt nicht. Keinesfalls durfte er dem Träger des Rinnegans die Möglichkeit bieten San in einen Zweikampf zu verwickeln, denn so stark sie auch sein mochte, Yasutaka kannte die Macht einiger Akatsuki und dieser hier war nicht irgendeiner, er war der Kopf der Bande, somit auch das größte Gefahrenpotenzial. Wenn Hiroki derart große Probleme mit ihm hatte, wäre es kaum auszumalen, was der Sunshu mit der Genin anstellen konnte. Auch in dieser Situation profitierte der Hokage von seinen Augen, denn statt sich mit solch einer Aktion selbst ein Bein zu stellen, konnte er immer noch ohne weitere Probleme sehen und den Nukenin ausmachen. Nicht allzu weit entfernt, etwas unter ihm. Elegant beförderte sich das Clanoberhaupt über den nächstgelegenen Stein, woraufhin er die Arme etwas an den Körper anlegte und leicht zum Sturzflug überging, um bei seinem Angriff auf seinen Kontrahenten die Schwerkraft zu seinen Gunsten zu nutzen.
Eisig kalter Wind preschte dem Hyuuga ins Gesicht, einige Bäume flogen ihm noch entgegen welchen er so gut es ging auswich, als er nah genug an sein Ziel gekommen war. Schlagartig ging er über Sashijo in eine Rolle über, streckte das linke Bein im letzten Moment aus und donnerte auf zwei überkreuzte Breitschwerter, die ein lautes, dumpfes Knallen absonderten. Schnell reagiert, alle Achtung doch Zeit für einen entsprechenden Gegenangriff würde der Schwarzhaarige gar nicht lassen, weshalb er sich schon unmittelbar nach dem Angriff, mit dem gleichen Bein abgestoßen hatte und sich ein weiteres Mal über dem Sunshu wiederfand. Auf einen direkten Angriff würde er vorbereitet sein, das wäre zu berechenbar, also brauchte das Weißauge etwas anderes. Da fiel ihm schon ein ordentlicher Felsbrocken neben ihm auf, zu welchem er sich ohne Umwege beförderte und seine Faust darauf donnerte. Hunderte von vielen kleinen Geröllblöcken sollten auf den Akatsuki niederhageln und ihn für eine Zeit lang beschäftigen, bis Yasutaka einen vernünftigen Weg gefunden hatte, das Gefecht so schnell zu beenden, wie es angefangen hatte, auch wenn ihm klar war, dass dieser Kampf wohl mit Abstand sein längster, vor allem aber härtester werden würde. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Schwerkraft die Felsbrocken an ihren ursprünglichen Platz fallen lassen würde, alle Kämpfer wieder festen Boden unter den Füßen hätten und der Kampf in die zweite Runde ginge.
Sashijo war zuversichtlich, dass zumindest eines seiner Ziele durch diesen Angriff ausgeschaltet werden konnte, immerhin konnte der Kage sich nicht gleichzeitig um sich selbst, ein mehr leichtsinnig als mutig wirkendes Kind und eine bewegungsunfähige Frau kümmern. Zumindest nicht auf Dauer - Sashijo war ein Spezialist, wenn es darum ging, sich mehrerer Gegner gleichzeitig anzunehmen, und dieser Kampf schien ihm eine solche Möglichkeit zu bieten. Und dennoch lag keine eigene Erwartung in seinem Angriff, vertraute der Sunshu auf seine Flexibilität und verließ sich nicht darauf, dass ein einziges Manöver bereits alles beenden konnte - auch, wenn sein Ego sich stets meldete und verspach, dass es so sein würde. Es kämpfte jedoch nicht sein Ego, sondern sein Wille und dieser war um einiges weiser. Es kam jedoch ein weitere Faktor hinzu: Das Rinnegan. Die Augen, die sein Kampfverhalten in einer Art und Weise beeinflussten, von der er noch nicht sagen konnte, ob sie gut oder schlecht war. Alles, was er davon fühlte, war das Verlangen danach, seine Feinde leiden zu sehen - es langsam zu machen, damit er sich daran ergötzen konnte. Es hinauszuzögern, damit die anderen es mitansehen konnten, damit sie erkannten, dass nicht einmal der Kage sich seiner unerbittlichen Macht widersetzen konnte. Doch Sashijo wehrte sich dagegen. Er musste sich selbst treu bleiben, seinen eigenen Prinzipien folgen und dem Durst seiner neuen Augen Einhalt gebieten, was zusätzliche Energie und Konzentration kostete. Noch konnte er es jedoch verdrängen, erfühlte die Umgebung mit seiner Technik, während das Bild, welches das Rinnegan ihm übermittelte, nebensächlich und unbrauchbar wurde, auch wenn es ihm das Gegenteil einzureden versuchte. Und eben diese Technik, sein unterstützendes Signaturjutsu im Kampf, ließ ihn das Konzentrieren einer großen Chakramenge erfühlen.
Der Hyuuga war wohl im Begriff, bereits jetzt eine Technik von so hohem Ausmaß anzuwenden, dass es den Kampf binnen Augenblicken zugunsten der Konohanin wenden konnte. Zugleich fühlte er jedoch auch, wie der zeitliche Druck auf dem Kagen lastete, wie er bangte, ob die Zeit noch ausreichen würde, um das Jutsu vor dem Tod seiner beiden Schützlinge zu wirken. Demnach legte der Sunshu einen weiteren Zahn zu, beschleunigten die Klingen unter der Erde ein letztes Mal und waren nur noch wenige Meter von ihren hilflosen Zielen entfernt, als die enorme Druckwelle von einem auf den nächsten Moment den gesamten Wald erschütterte. Wäre sie auf ihn gerichtet gewesen und er hätte nicht rechtzeitig ausweichen können, so hätte dies seinen sofortigen Tod bedeutet. Die Auswirkungen auf den Boden machten das nur zu anschaulich und zeugten von der enormen Macht, die dem Kagen inne wohnte. Die harte Erde in den tieferen Bodenschichten wurde aufgespalten, der Schlamm und das wenige Wasser darüber sackten ab und für einen Augenblick schien die Zeit still zu stehen, ehe in einem gewaltigen Schauspiel der Boden im gesamten Wahrnehmungsradius des Isuitchi und auch im Blickfeld des Rinnegan sich in Form von Dutzenden Fels- und Erdbrocken erhob. Alles, was sich darauf befand, wurde mitgerissen; Baumwurzeln ragten aus Erdklumpen, auf denen noch der Stamm verankert war und wild durch die Luft gewirbelt wurde. Das Wasser wurde nach oben geschleudert und erweckte den Eindruck, als würde es gegen die Schwerkraft regnen, während Staub die Sicht trübte und Sashijo - der sich nach der Spaltung der Erde unter seinen Füßen für den Felsbrocken links von ihm entschieden hatte - erfühlte, dass der Hyuuga sich der hilflosen Aburame annahm und die Inuzuka auf ihrem Tier von Stück zu Stück sprang.
Die Klingen des Akatsuki waren ob des enormen Druckes von ihrem Weg abgekommen - was Sashijo schon seit äußerst langer Zeit nicht mehr erlebt hatte - und konnten ihren Zielen somit vorerst keinen Schaden mehr zufügen. Sashijo versuchte, sie wieder um sich zu scharen, doch wurden sie immer wieder von fallenden Gesteinsbrocken nach unten gedrückt und kamen nur schleppend voran. Das kostete wichtige Zeit, in der er seine Gegner wieder unverhofft hatte attackieren können, doch vorerst musste er sich ohnehin selbst in Sicherheit bringen. Von hinten erfühlte er einen mindestens genauso großen Felsbrocken wie der, auf dem er sich gerade befand, auf ihn zukommen, und konnte sich nur knapp mit einem Sprung nach hinten in vermeintliche Sicherheit bringen, ehe er sich Sekunden vor dem Aufprall von dem Brocken abstieß und auf dem höher gelegenen, sicheren Teil des einstigen Erdreiches des großen Waldes von Konoha zum Stillstand kam. Immer weiter nach oben wurden die Massen gedrückt, und es schien noch eine Weile zu dauern, bis die Gravitation wieder die dominierende Kraft werden würde. Sashijo fühlte neben der Kälte, die sich immer stärker unter dem flatternden Akatsukimantel ausbreitete, dass auch Yasutaka alles in Sicherheit gebracht hatte und sich nun wieder in die Offensive begab.
Der Spionagebunshin mit der Aburame in seinen Armen war nicht allzu weit entfernt und wäre wohl Ziel seines nächsten Angriffes gewesen, wenn Sashijo sich nicht vorerst selbst verteidigen hätte müssen. Der Hyuuga kam mit enormer Geschwindigkeit auf ihn zu, stieß sich von einer Erdwand zur nächsten und vollführte letztendlich noch eine Drehung, welche die Wucht hinter seinem Tritt noch zusätzlich verstärken sollte. Die Klingen des Akatsuki waren fast angekommen, würden nur noch Augenblicke brauchen, um den Angriff abzuwehren, der selbst jedoch auch nicht viel länger brauchen würde, um ins Schwarze zu treffen und den Blauhaarigen durch sämtliche Brocken zu schleudern, ehe er darunter begraben werden würde. Doch gerade rechtzeitig kam das Metall, verkreuzte sich wie aus eigenem Denken heraus zu einer kraftvollen Barriere, welche den starken Tritt des Kage abwehrte und ihn zurückdrängte. Er landete nur wenige Meter auf einem weiteren Erdbrocken, stieß sich jedoch sofort wieder davon ab und vereitelte somit den Angriff auf ihn, welcher durch eine dritte Klinge erfolgte und das riesige Gebilde in dutzende Teile zerspringen ließ. Das Schwert nahm den Schwung mit und landete in der rechten Hand des Sunshu, während die anderen Klingen sich schwebend um ihn herum versammelten und dem Hyuuga, der gerade wieder in den Nahkampf übergehen wollte, zeigten, dass das wohl keine allzu gute Idee war. Das schien er zu erkennen, stieß sich ein weiteres Mal ab und beförderte sich nach oben, wo er einen riesigen Gesteinsbrocken mit einem Angriff, hinter dem die Wucht von zehn Männern lag, in dutzende Teile verwandelte, die auf den Akatsuki niederprasselten und nicht nur ob ihrer enormen Anzahl, sondern auch der nicht zu unterschätzenden Größe und Geschwindigkeit mehr als nur gefährlich werden konnten. Währenddessen begab der Hyuuga sich auf Abstand und Sashijo fühlte, dass er nachdachte, sich vermutlich einen Plan zurechtlegte und wartete, wie der Akatsuki auf diesen Angriff reagieren würde.
Sashijo hingegen war nicht der Typ, der allzu lange nachdachte oder sich Strategien überlegte, sondern intuitiv kämpfte und mit den Situationen, mit denen er konfrontiert wurde, spontan umging. Seine Flexibilität war gepaart mit der Effizienz seiner Handlungen sein größtes Potenzial, und das machte er sich auch jetzt zunutze. Sämtliche Schwerter sammelten sich erneut um ihn, eng anliegend und langsam beginnend, sich zu drehen. Auch die Klinge in seiner Hand löste sich und fügte sich dem Schauspiel, welches Sashijo so aussehen lassen wollte, als wäre es lediglich als Defensive gedacht, um die fallenden Brocken unschädlich zu machen. Tatsächlich war es jedoch eine äußerst weitreichende Technik, eine der effizientesten und tödlichsten des Akatsuki, was nicht zuletzt ob der plötzlichen Geschwindigkeit herrührte, die sie an den Tag legte. Viele Gegner fielen bereits durch den Überraschungseffekt, und Sashijo erwartete diesmal nicht, dass Yasutaka wieder dazu in der Lage war, alle seine Schützlinge davor zu bewahren, seine Kraft in Ehren - tatsächlich würde es den Akatsuki sogar wundern, wenn der Hyuuga sich selbst davor retten konnte. Es vergingen nur wenige Sekunden, bis die Felsbrocken den Blauhaarigen erreicht hatten und zugleich dessen Jutsu sich aktivierte. Es war genau der Moment, in dem die Schwerkraft wieder Überhand vor dem Auftrieb gewann und sämtliche Bewegung der Masse zum Stillstand gekommen war. "Osatsu.", sprach er leise in diesem Moment der vollkommenen Stille, während er all das Chakra - mehr, als er je für dieses Jutsu verwendet hatte, da der Widerstand sehr groß sein würde - auf einmal freigab.
Als würde jede einzelne Klinge von einer starken Druckwelle erfasst werden, schossen sie los und schnitten sich unkontrolliert durch alles, was ihnen in den Weg kam. Dahinter lag so eine Wucht, dass selbst der Stein nicht standhalten konnte und zersplitterte, das Metall nur für wenige Augenblicke verlangsamte, ehe das Chakra sie wieder auf Höchstgeschwindigkeit brachte. Das Schauspiel glich einem Mixer - Der Motor war Sashijo, das Obst hingegen waren die Erde und die Feinde des Akatsuki, der abermals zuversichtlich war, es damit endgültig zu beenden. Schwerste Erdbrocken würden viergeteilt, jedes einzelne erneut gespalten und die Produkte daraus erneut getrennt. Es war erstaunlich wie schnell die beiden Shinobi einen über Jahrhunderte verwucherten Waldboden binnen Minuten in lockere Blumenerde verwandeln konnten, und es zeigte dem Akatsuki bloß ein weiteres Mal, dass die Konohanin entgegen ihrer vermeintlichen Prinzipien nichts an ihrem Land liegen konnte, wenn sie bereit waren, es für den Tod eines vermeintlichen Feindes zu zerstören - wo sie sich doch zu allem Überfluss selbst als Hüter des Lebens ausgaben. Mögen sie durch dieses Jutsu die Schwelle der vollkommenen Erkenntnis überschreiten und in das Reich treten, welches Sashijo für die Menschheit anstrebte: Das erfüllende Reich des Todes, welches sich jenseits der unvollkommenen Streben des Lebens erstreckte und wahre Erfüllung brachte.
Wofür eine einzigartige und vor allem auch exorbitant starke Naturkatastrophe von Nöten gewesen wäre, brauchte es in diesem Fall nur zwei Männer, die beide für ihre eigenen Idealen kämpften und so einem tot wirkendem Schlachtfeld Leben einhauchten, diesen regelrecht zu einem selbst agierendem Organismus machten, der vor nichts und niemandem Halt machen würde. Weder vor dem Herrscher dieses Reiches, noch vor dem Kopf der gefährlichsten Nukenin-Organisation die die Welt jemals erblickt hatte.
Jeglichen Gesetzen der Natur schien der Krieg eröffnet worden zu sein, zumindest für die gesamte Dauer dieser Prozedur, bis sie schließlich wieder Bekanntschaft mit den unangefochtenen Kräften der Natur ausgeliefert sein würden und ohne Umwege in Richtung Boden steuern würden, doch das –schien zumindest- noch eine Weile anzuhalten. Dem Hyuuga war das mehr als nur Recht, auch wenn er durch diese Aktion die ganze Zeit in Bewegung bleiben musste, um nicht von irgendeinem Geschoss erfasst zu werden, so war er keinen unerwarteten oder besser gesagt ruckartigen Manövern des Sunshu ausgeliefert, da dieser unter denselben Konditionen zu leiden hatte, wie auch der Schwarzhaarige. Wenige Augenblicke auf einem großen Brocken ausharrend, versuchte Yasutaka nicht nur den nächsten Schritt des Akatsuki zu erahnen, sondern auch auf des Rätsels Lösung zu kommen, wieso zur Hölle ihm ein Tropfen Wasser die Wange hinab lief. Dass er jetzt schon ins Schwitzen kommen würde, wäre nahezu unmöglich…obwohl, bei dem Feuerwerk, mit dem sie den Kampf eröffnet hatten, war dieser Gedanke gar nicht mal so unrealistisch, wenn auch zeitgleich leicht beunruhigend, wenn ihm jetzt schon der Feind mit nur wenig Mühen unter derartigen Druck setzen konnte. Glücklicherweise ließ die Antwort auf diese Frage nicht lange auf sich warten, schließlich spürte er wie plötzlich seine Stirn etwas Kaltes sowie Nasses traf, ehe auch da ein Tropfen herablief. *Regen…*, dachte sich der Kage erleichtert, als er erst jetzt, nach einem lauten, grollenden Donner, die Konsequenzen dessen bemerkte. Genau das war es was ihnen für ein perfektes Weltuntergangszenario gefehlt hatte, ein ordentliches, sich noch anbahnendes Gewitter, welches genauso wie die momentane Lage nur weitere Hindernisse im Kampf erschaffen würde.
Selbst der Wind gewann an Intensität, peitschte dem Oberhaupt der Weißaugen nur so ins Gesicht, ließ die Haare wie wild hin und her, auf und ab wippen und brachte keine frohe Kunde. Ganz im Gegenteil! Für den Bruchteil einer Sekunde bildete sich eine starke Windböe, die mit einem einzigen Ruck mehrere in der Luft schwebende Bäume, zusammen mit Dreck in die Richtung Yasutakas manövrierte und diesen von seiner Position wegfegen zu drohte, wäre dieser nicht im letzten Augenblick von seiner Plattform abgesprungen und einige „Stockwerke“ weiter unten an einem Felsvorsprung mit einer Hand hängen geblieben. Dennoch hatte sich das Weißauge einen großen Fehler erlaubt.
Während des unvorhergesehenen Zwischenfalls gerade eben, hatte der Hokage einen einzigen Moment seinen Feind –trotz aktiviertem Doujutsu- aus dem Blickfeld gelassen, was ihm noch teuer zu stehen kommen würde. Genug Zeit um einen wohlgeplanten Gegenangriff zu starten, der –wie sich noch herausstellen würde- es in sich hatte. Alle Schwerter –selbst die, die der Blauhaarige in den Händen hielt- schwebten um ihn herum, was auf dem ersten Blick keinen allzu großen Gefahrenfaktor spiegelte, bis sie abrupt anfingen, um ihre eigene Achse zu rotieren, immer schneller und schneller wurden, bis sie eine derart hohe Geschwindigkeit inne hatten, dass das Surren ihrerseits als eine eigene Sprache interpretiert werden konnte, in der sie allen Anwesenden in der Umgebung vermitteln wollten, was ihre eigentliche Bestimmung war. Unvorstellbares Leid und Qualen, Hass und Zerstörung, Tod und Verderben.
Nichts, aber auch gar nichts würde sich ihnen in den Weg stellen können, ohne dass diese Sache in unzählige kleine Teile zerfiel. Angefangen bei dem Steinregen, denn der Hyuuga erschaffen hatte, um den Sunshu unter dem Geröll lebendig zu begraben. Wie durch Butter, glitten einige der Klingen durch die Geschoss hindurch, als seien sie wertloses, hauchdünnes Papier und bewahrten ihren Herren so vor dem sicheren Untergang, wobei Yasutaka nicht wirklich erwartet hatte, dass dieser Angriff etwas bringen würde. Allerdings bemerkte der Kage rasch, dass diese Technik nicht nur zur defensive gedacht war, sondern allen in der Umgebung galt, die so naiv waren sich in den Weg dieser Waffen zu stellen. Alle Himmelsrichtungen wurden von diesen Waffen aufgesucht, ja selbst die Position an der der Hyuuga derzeit verharrte sollte Ziel eines solchen Manövers werden, doch wenn es nur dabei geblieben wäre. Die Genin würde schon irgendwie zurechtkommen, nicht umsonst war sie eine Anwärterin auf den Posten eines Chuunin, worüber sich Yasutaka also Gedanken machte, war etwas ganz anderes oder besser gesagt jemand anderes. Immer noch nicht in der Lage sich eigenständig zu bewegen, wurde sie von dem Klon getragen, welcher nie im Leben mit der Geschwindigkeit, mit der das Breitschwert auf ihn zukam hätte fliehen können. Instinktives Handeln war gefragt, ohne selbst dabei ins Visier vom Tod zu geraten, der die Kämpfer in Form von diesen Klingen mit seiner Anwesenheit beehrte.
Leicht grummelnd über die Tatsache dass er schon zu Beginn des Gefechts auf diese Methode zurückgreifen müsste, zog er sich –trotz der immer näher kommenden Klinge auf das Felsplateau hoch, krempelte der kurz beide Hosenbeine hoch und nahm die beiden, äußerst schweren Gewichte ab, mit welchen er von der Plattform absprang, die wenige Sekunden später durch die Klinge in zwei geteilt wurde. Gerade noch rechtzeitig, doch das nächste Schwert das nach seinem Blut dürstete, ließ nicht lange auf sich warten und befand sich schon unmittelbar in der Nähe des ehemaligen ANBU Captain, als dieser plötzlich mit einem der Gewichte ausholte und es direkt auf die heranfliegende Waffe warf, wodurch diese zwar nicht gänzlich gestoppt wurde, aber den Großteil ihrer Kraft verlor und ins Straucheln geriet, viel wichtiger war jedoch die Tatsache das sie von ihrem Kurs abgekommen war. Bevor Yasutaka wieder durch einer der riesigen, umherschwirrenden Brocken Boden unter den Füßen hatte, warf er auch das zweite Gewicht, doch dieses Mal nicht auf eines der Breitschwerter.
Viel eher auf die Plattform, auf der sich der Nukenin befand oder um genauer zu sein etwas unterhalb dieser. Mit einem lauten Krachen, fing die Felsformation an gewaltig zu ruckeln, in unzählige kleine Stücke zu zerfallen und den Sunshu der Luft auszusetzen. Sinn und Zweck der Aktion war nicht nur dem Blauhaarigen jegliche Konzentration auf seine Schwerter zu nehmen, sondern ihn für wenige Momente –so kurz es auch sei- zu beschäftigen, bis der Hokage ihn mit einer weiteren Technik davon abhalten würde, vorerst für weiteren Ärger zu sorgen. Wenige Fingerzeichen waren für dieses Jutsu von Nöten, sodass Yasutaka direkt nach Abschluss dieser die Beine in die Hand nehmen musste, da die Schwerter trotz schwächer werdender Rotation genug Schaden anrichten konnten. „Tessei Kusari!“ Unmengen an eisernen Ketten schossen vom Standort des Kagen aus dem Boden heraus mit Sashijo als Ziel. Es war nur eine Frage der Zeit bis der Akatsuki aus den metallenen Ketten befreit oder sie gar ohne Gefangennahme beseitigt hatte, doch es dürfte dem Hyuuga genug Zeit verschafft haben, sich nun seinem Bunshin und der Aburame zu wenden.
Schneller als man ihn je zuvor gesehen hat, förmlich unsichtbar für das menschliche Auge, raste der Schwarzhaarige von Stein zu Stein, nur mit dem Ziel die Waffe des Nukenin, welche ihr Ziel beinahe schon erreicht hatte einzuholen, was ihm auch beinahe gelungen wäre, wäre ihm nicht ein weiteres Mal ein Baum entgegengekommen, welchem es auch noch gelang ihn einige Meter nach hinten zu befördern, ehe Yasutaka mit eigenen Augen ansehen musste, wie sein Spionagebunshin die volle Breiseite des Schwertes abbekam und in zwei geteilt wurde, während Kohaku, Gott sei Dank, etwas mehr Glück zu haben schien, auch wenn sie nicht unverschont blieb. Die Klinge muss schon etwas tiefer ins Fleisch eingedrungen sein, wenn man die Masse an Blut sehen konnte, die aus der Wunde am Rücken floss, weshalb der ehemalige Captain sich selbst für seine Unachtsamkeit verdammte. Nichts anderes als die Rettung von Kohaku hatte er mehr im Kopf gehabt, weshalb er selbst die gesamte Umgebung ausgeblendet- und seine Augen einzig auf sein Ziel gerichtet hatte. Immerhin war die gesamte Aktion nicht ganz für die Katz gewesen, denn wer weiß schon wo das alles geendet wäre, wenn die Klingen nicht etwas an Rotationsgeschwindigkeit verloren hätten. Mittlerweile dürfte Sashijo sich seines Problems mit den Ketten entledigt haben, was den Weißaugen aber für den Augenblick herzlich wenig kümmerte, denn nicht nur dass der Regen schlagartig an Intensität gewonnen hatte und so die gesamte Umgebung mit seinem immer lauter werdendem Rauschen erfüllte als auch ganz andere Gegebenheiten auf dem Schlachtfeld schaffen würde, durch das Auflösen seines Klons befand sich die schwarzhaarige Aburame wieder unkontrolliert im freien Fall und würde unter den Bedingungen unwiderruflich auf dem Boden aufkommen, dessen Ende sich der Hyuuga nicht einmal vorzustellen wagte, da der Gedanke allein ausreichte, um ihm kaltes Wasser über den Rücken laufen zu lassen.
Nein nicht nur das, das Gefühl von Einsamkeit und Kälte fanden kurz Einzug in ihm, welche aber sofort wieder verflogen, als er erneut loshechtete, nur um wenig später sich ein paar Meter über Kohaku zu befinden. Die ersten Versuche ihre Hand zu greifen, stellten sich schwieriger heraus, als zuvor angenommen, da jedes Mal als der Hyuuga ihre Hand greifen wollte, diese durch den Regen ihm entglitt, als er dann doch die Hand zu fassen bekam und die Aburame zu sich ziehen konnte. Leider entwickelten sich aus dieser Situation heraus zwei Probleme. Einer wäre, dass unmittelbar in der Nähe keine Felsen waren, an denen man hätte halt finden können und zu allem Überfluss steuerten sie auf den nächstbesten mit zunehmender Geschwindigkeit zu. „Verdammt…, murmelte der Hokage, als ihm klar wurde, dass nur einer von beiden diese Aktion eher unbeschadet überstehen würde. Rasch tauschte er in der Luft mit der Kunoichi die Plätze, drückte sie fester an sich, all die Geschehnisse in letzter Zeit außer Acht lassend, als man im nächsten Moment nur noch das Geräusch von berstendem Gestein vernehmen konnte. „Das wird ein paar blaue Flecken hinterlassen…“, stieß er dicht gefolgt von einem Husten aus, als er jetzt erst so wirklich realisierte, was er da getan hatte. Wie gelähmt konnte er sich die ersten Augenblicke nicht von der Stelle rühren, was man aber auch auf die Schmerzen zurückführen konnte, während er wieder gerade dabei war in seine Gedankenwelt abzudriften, als die Geräusche um ihn herum ihn wieder daran erinnerten, in welcher misslichen Lage er doch eigentlich steckte und dennoch dominierten die ganzen Erinnerungen sowie Emotionen, die dieser Frau galten.
Tot würden ihm all diese Sachen jedoch kein bisschen was bringen, weshalb er sich doch dazu durchdrang aufzustehen, den Staub von seinen Klamotten abzuklopfen und den Schmerz so gut es ging abzuschalten, während sich schon von weitem die Blicke der beiden Kämpfer kreuzten. Ein direkter Angriff bedeutete nur, dass er erneut mit heranstürmenden Klingen rechnen musste, was aber so gesehen die einzig mögliche Option darstellte sowohl die Aburame in Sicherheit zu wissen als auch andererseits gegen seinen Opponenten. Wohl oder übel würde er jedes Schwert aufs Korn nehmen müssen um schließlich dann Sashijo in den Nahkampf zu zwingen. Der Einsatz der Schwerkraft just in diesem Moment kam daher mehr als nur passend, als das ganze Geröll wieder in Richtung Erdboden fiel. Diese Gelegenheit würde er sich nicht entgehen lassen, sodass er mit derselben irrsinnigen Geschwindigkeit von vorhin losdüste, anscheinend aber wie gedacht erwartet wurde. Wenige Schritte später sausten schon einige der Klingen genau auf ihn zu, woraufhin er Chakra in seinen Handflächen sammelte und ruckartig mit der flachen Handfläche auf die Waffe einschlug und seinen Weg zum Akatsuki fortsetzte. Immer wieder versuchten die Schwerter ihn von seinem Vorhaben abzuhalten, wurden aber nur durch seine Schläge aus der Bahn geworfen, bis er schließlich direkt vor dem Sunshu stand, leicht in die Hocke ging und mit einem Mal beide Hände in die Magenregion donnerte. „Hakuro Tenbu!“ Gleißend, helles, weißes Licht umhüllte die beiden Kontrahenten ehe Sashijo durch den Druck der Technik weggeschleudert werden sollte und mit den Folgen dieses Angriffes kämpfen durfte.
Dunkelheit hatte sich um Kohaku gesammelt, eine bodenlose, anhängliche Dunkelheit, die sich um ihre Arme und Beine schloss und sie in der Tiefe von vollkommener Stille und undurchdringlicher Schwärze zu ziehen und darin zu ertränken drohte. Aber aus irgendeinem Grund hatte sie keine Angst. Es lag nicht daran, dass sie wusste, dass sie noch lebte und dass Yasutaka da war, um ihr wie so oft auszuhelfen, ja, ihr gar das Leben zu retten, denn das war in dem Moment völlig aus ihrem Bewusstsein gestrichen worden, als die Bewusstlosigkeit sie übermannte. Es lag auch nicht daran, dass sie sich mit dem Tod abgefunden hatte. Nein, sie fühlte keine Furcht, weil sie sich hier, wo auch immer dieses „hier“ war, unerwartet wohl fühlte.
Kein Laut drang durch die Dunkelheit, kein Schmerz fand sich in ihrem Körper, jede Anspannung, jeder ängstliche Gedanke um das Wohlbefinden Yasutakas war wie von der Finsternis verschluckt und damit vergessen worden; nichts ließ darauf schließen, dass sie sich immer noch mitten in einem Kampf befand, im Gegenteil, hätte sie hier jemand gefragt, hätte sie mit absoluter Überzeugung geantwortet, dass sie hier an einem wundervollen, sicheren Ort war.
Auch wenn es nur für einen Moment war, auch wenn es inmitten dieses grenzenlosen Ozeans des Nichts außer ihr selbst kein Lebewesen, ja nicht einmal einen Gegenstand oder überhaupt einen Boden gab, sie genoss diesen Augenblick, in dem sie zur Abwechslung nichts zu machen brauchte als die Augen geschlossen zu halten und sich treiben zu lassen. Wann hatte sie sich das letzte Mal so entspannt gefühlt? Wann hatte sie einfach nur ausruhen und sich erholen können, oder überhaupt richtig geschlafen? Es war perfekt – hier brauchte sie sich um nichts und niemanden Gedanken zu machen. Sie hatte nicht resigniert und schon gar nicht aufgegeben, aber sie war dankbar für diesen einen, kurzen Augenblick, der nur ihr allein gehörte.
Dann schoss ein jäher Anflug von Wärme durch ihren Körper, und die so tiefe und undurchdringlich wirkende Dunkelheit bekam Risse.
Wie fasziniert öffnete sie in dieser Welt ihres Unterbewusstseins die Augen, nur um festzustellen, dass ihr zuvor tatsächlich kalt gewesen sein musste, wenn dieses Gefühl sie sowohl innerlich wie äußerlich aufheizte. Und zusammen mit dieser Wärme drangen behutsam die ersten Vorboten des Lichts zu ihr vor. Aber das wollte sie doch gar nicht! Gib mir noch Zeit, , flehte ihr Unterbewusstsein, Nur ein bisschen! Weck mich noch nicht auf! Aufwecken? War sie eingeschlafen? Was war passiert? Plötzlich, wie durch nur ein einziges Fingerschnippen ausgelöst, zerbrach die Mauer um Kohakus verschwand, die ihr innerstes Ich aufgebaut hatte, um sie zu schützen, ließ die vermeintliche Ruhe und Erholung zu Staub zerfallen, die anschließend vom Wind fortgetragen wurden, und ermöglichten es dem Licht immer schneller und stärker zu ihr vorzudringen. Und dem Licht folgten merkwürdig gedämpfte Geräusche, die, die Zerstörung und Kampf bedeuteten, Empfindungen, wie zwei feste Arme, die sie an eine männliche Brust pressten, das starke und schnelle Pochen eines Herzens, das nicht ihres war – und als die letzten Worte, die sie gehört hatte, bevor sie den Kampf gegen die Schwärze verlor, noch einmal durch ihren Geist drangen, war jegliche Entspannung wie verschwunden. "Mach dir keine Sorgen um ihn, ich werde es schnell machen. Danach darfst du ihm folgen."
Mit aller Macht wurden die Erinnerungen von nur vor wenigen Minuten mit aller Macht in ihren Kopf gehämmert, Worte, Gesichter, Farben, Situationen – und als sie endlich begriff, dass der Geruch, der ihr durch das Hemd desjenigen, der sie an sich presste, ein vertrauter war, öffnete sie die Augen – und sah geradewegs hoch in das Gesicht Yasutakas.
Aber während sie keine Zeit hatte, sich mit der Mischung aus Erleichterung, Verlegenheit und Wut zu bekämpfen, die sie zu überwältigen drohte, hatte er keine Zeit, um zu bemerken, dass sie aufgewacht war; denn im nächsten Moment fuhr ein solcher Ruck durch seinen Körper, dass es ihm die Luft aus den Lungen presste. Trotzdem hielt er sie immer noch fest, ließ sie nicht los, und in dem Moment begriff sie, dass er bisher alles in seiner Macht stehende getan haben musste, um sie zu beschützen. So wie jetzt, da er sie offenbar vor einem schmerzhaften, wenn nicht wirklich gefährlichen Sturz bewahrt haben musste; und dann lagen ihr alle möglichen Beleidigungen auf der Zunge. Wieso tat er das immer? Wieso sprang er mit solch einer Selbstlosigkeit immer mitten in die Gefahr, nur um dafür zu sorgen, dass es ihr gut ging, wieso konnte er sich nicht einmal selbst an erste Stelle setzen? Sie könnte es sich nie verzeihen, wenn er starb, nur um ihr das Leben zu retten, zum Einen weil er der verdammte Hokage war und er daher die Pflicht hatte zu leben und das Dorf zu leiten, zum Zweiten weil… weil er ihr bei weitem nicht so gleichgültig war, wie sie es gern hinstellte. Aber genau davor hatte sie Angst, dass er erkannte, dass er ihr etwas bedeutete, nein, nicht nur etwas, sondern sogar eine ganze Menge – und so bleib sie stumm, hielt die Augen zusammengepresst und tat, als wäre sie noch nicht wieder aufgewacht, mit pochendem Herzen darauf wartend, dass er sie endlich losließ und sich von ihr abwandte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit tat er das dann tatsächlich, seine Schritte entfernten sich von ihr, und mit einer ganzen Tonne aus Erleichterung und einem winzigen Gewicht der Kälte drängte sie ihre Lider wieder in die Höhe, bevor sie sich auf die Seite rollte und ebenfalls aufstehen wollte – sie konnte sich endlich wieder bewegen – aber mit einem scharfen Keuchen stürzte sie plötzlich wieder zurück auf den Boden. Ein brennender, tiefgehender Schmerz schoss von ihrem Rücken durch ihren ganzen Körper und raubte ihr mit brutaler Gewalt das bisschen Kraft, das sie gesammelt zu haben geglaubt hatte. So gut es ging, streckte sie ihre menschliche Hand ihre Wirbelsäule hinab, tastete weiter, bis sie auf die betroffene Stelle stieß und eine weitere Welle Schmerz sie aufstöhnen ließ. So sehr es auch wehtat, und auch wenn sie aufgrund ihrer Kraftlosigkeit und der Kurzatmigkeit, mit der sie jäh zu kämpfen hatte, körperlich einige Schwierigkeiten hatte, begriff ihr klarer Medizinerverstand, dass die Verletzung tief sein musste, da sie aber noch lebte und sich mehr oder weniger rühren konnte, zumindest ihre Wirbelsäule keinen ernsthaften Schaden genommen hatte. Leise vor sich hin fluchend, schloss sie die Augen und versuchte sich verzweifelt auf das Sammeln von Chakra in ihrer Hand zu konzentrieren, die sie auf die Wunde presste, aber es fiel ihr zunehmend schwerer; stattdessen drohte sie wieder in die Bewusstlosigkeit abzudriften. Dieses Mal allerdings verlor sie nicht. Ein letztes, verzweifeltes Aufbäumen, ein letzter Widerstand mit aller Kraft und sie schaffte es, das bekannte grüne Leuchten zu erzeugen, das sogleich Wärme und ein unangenehmes Kribbeln in ihrem Rücken hervorrief – der Heilungsprozess hatte begonnen. Aber Erleichterung durfte sie sich nicht erlauben, denn Erleichterung bedeutete Entspannung und das wiederum hätte bedeutet, dass ihre Konzentration nachgelassen und sie den Kampf um ihr Bewusstsein verloren hätte, also zwang sie sich mit zusammengebissenen Zähnen bis zuletzt die Verletzung zu heilen – dann erschlaffte ihr Körper.
Sie schloss die Augen, rollte sich zurück auf den Rücken, um besser Luft zu bekommen, und atmete, den Regen völlig ignorierend, sie lag einfach nur da und sog mit raschen und kurzen Schüben kraftvoll den Sauerstoff in ihre Lungen, die aufgrund der Anstrengung deutlich unterversorgt worden waren. Spätestens jetzt hätte Kohaku sehr viel dafür getan, wieder Zuhause zu sein, Zuhause in einer viel wärmeren und gemütlicheren Umgebung, Zuhause bei ihrer Familie und ihren Freunden, anstatt hier auf einem Schlachtfeld, denn genauso sah das aus, was die beiden Männer aus der Lichtung und dem Wald gemacht hatten. Ihrem Lieblingswald. Idioten, knurrte sie innerlich, bevor sie sich widerwillig dazu durchrang, die Augen zu öffnen und sich vorsichtig aufzusetzen. Sie brauchte zwei Versuche, bis sie zumindest einigermaßen Halt gefunden hatte. Dann suchten ihre Augen nach den beiden Kämpfern; es war nicht schwer sie zu finden.
Yasutaka hatte es bereits mit diesen Schwertern aufgenommen, und wie bereits zuvor konnte sie sich einer gewissen Faszination nicht erwehren, dass es möglich war, sie nur mit dem freien Willen zu steuern, aber selbst diese gefährliche Eigenschaft half Sashijo offenbar nicht. Der Hyuuga schaffte es irgendwie, die Klingen abzuwehren und sie von ihrer Flugbahn abzubringen, schoss auf seinen Kontrahenten zu und schaffte es tatsächlich, ihn zu erreichen und ihn sogar zu treffen. Mit einem inneren Jubelschrei, der sie eben dort aufspringen ließ, während sie äußerlich nicht einmal die Kraft fand, sich auf die Beine zu stemmen, mit vor Aufregung pochendem Herzen und voller Aufmerksamkeit, die sie ob der Müdigkeit und des schwachen Pochens in ihrem Rücken noch aufbringen konnte, beobachtete, wie plötzlich weißes Licht um die Männer herum entstand – dann wurde der Akatsuki im wahrsten Sinne des Wortes weggefegt. Geschafft!, rief ihr Unterbewusstsein vor Begeisterung – und dennoch blieb die Anspannung in der Aburame weiterhin erhalten. Nein, wenn er durch einen einzigen Treffer zu besiegen wäre, wäre er nicht des Titels würdig, mit dem Yasutaka ihn bezeichnet hatte. Dieser Bastard lebte bestimmt noch, und wenn er noch genug Kraft hatte, um dem Schwarzhaarigen die Stirn zu bieten, dann hatte sie das ja wohl auch!
Sie brauchte dieses Mal drei Versuche und einige Kraft und Konzentration, um sich tatsächlich in die Höhe zu hieven, kniff die Augen zusammen und hob den gefühlt mit Blei beschwerten heilen Arm, um sich die nassen schwarzen Haare aus der Stirn zu wischen, um die Umgebung möglichst gut beobachten zu können. Wenn sie Glück hatte, wusste er noch nicht, dass sie wieder aufgewacht war, und das bedeutete, dass sie einen kleinen Vorteil herausschlagen konnte, wenn sie erst einmal herausgefunden hatte, wo Sashijo sich überhaupt befand. Sie hatte die Nase voll davon, sich beschützen zu lassen; sie wollte Yasutaka helfen, Seite an Seite mit ihm kämpfen, und auch wenn sie momentan nicht unbedingt in Bestform war, würde sie ihrem gemeinsamen Feind all ihre Kikaichu auf den Hals hetzen, wenn sie ihn erst einmal zu Gesicht bekommen sollte, das schwor sie sich. Er würde ihnen nicht entkommen, da war sie sich absolut sicher. _________________ <center></center>
Mit dem langsam einsetzenden Gefühl der Schwerelosigkeit, ehe das Gestein, auf dem er sich befand, sich wieder in Richtung Boden bewegte, schloss der Sunshu seine Lider und überdeckte damit die schwarzen Ringe, die sich in seinen Augen abzeichneten und bisher aufmerksam das Kampfgeschehen verfolgt hatten. Sashijo rührte sich nicht, verharrte still an seiner Position und erfühlte lediglich mit seinem Chakra die Klingen, über die er nunmehr keine Kontrolle mehr hatte und von denen er erwartete, dass sie das alles beenden würden. Die aufkommenden und immer stärker werdenden Windböen peitschten ihm durch den schweren Mantel und das tiefblaue Haar, die Kälte, die ihm gegen den Körper gepresst wurde, war beißend und unnatürlich. Langsam durchdrangen auch schon die ersten Regentropfen die merkwürdige Dunkelheit, welche sich wie eine Decke des Schreckens über das Land geworfen hatte. Mit den ersten Tropfen auf seinem Gesicht öffnete der Akatsuki auch wieder seine Augen, blickte in das Chaos, welches seine Waffen anrichteten und die jeden Brocken, von dem er umgeben war, in seine Einzelteile zerlegte. Mit bloßem Auge erblickte er lediglich eine wütende Wand aus Staub und Erde, die umhergepeitscht wurde von tosenden Böen und auch ihm selbst um die Ohren flog. Nur aufgrund seiner Clantechnik konnte er wahrnehmen, was sich jenseits dieser Mauer abspielte und wie nahe er dran war, alle Feinde mit einem einzigen Schlag zu töten. Aber wie zu erwarten war hatte der Hyuuga da andere Pläne, und er tat sehr gut daran, diese auch in die Tat umzusetzen. Was er da aber genau tat, verwunderte anfangs selbst den erfahrenen Sunshu: Zwei Gewichte wurden entsiegelt, mit denen er eine der Klingen vorerst vom Kurs abbrachte, ehe er auf Sashijo zugeflogen kam. Dieser fühlte jedoch, dass es nicht die Intention seines Feindes war, ihn direkt anzugreifen, sondern ihn damit abzulenken, seine Stütze zu zerstören und somit das Jutsu aufzulösen. Das geschah mit solch einer Geschwindigkeit, dass Sashijo kaum Gelegenheit zum Handeln bekam und sich wenige Augenblicke später auch schon im freien Fall befand - unter ihm die unzähligen Überreste dessen, worauf er zuvor noch mehr oder minder sicher gestanden hatte. Sashijo konnte sich nicht mehr auf seine Schwerter konzentrieren, musste die Chakrazufuhr unterbrechen - dennoch wusste er, dass die restliche Kraft in den Waffen ausreichte, um sein Ziel noch zu erreichen und zumindest die verletzte Aburame aus dem Verkehr zu ziehen. Er konzentrierte sich auf eine halbwegs sichere Landung, ehe er realisierte, dass das Zerstören seiner Basis nicht das Ende des Angriffes des Hyuugas gewesen ist: Nach dem Formen von nur wenigen Fingerzeichen schossen dutzende Ketten aus dem aufgewühlten Erdreich und hatten unverkennbar den Akatsuki als Ziel, der sich im freien Fall kaum in der Lage sah, etwas dagegen unternehmen - er hätte ja die enorme Kraft seiner Klingen dazu benutzt, die Ketten zu durchtrennen, doch selbige entzogen sich noch immer seiner Kontrolle. Er hätte versuchen zu können, mit einem seiner Fuuton-Jutsus dem Angriff zu entgehen, doch wusste er, dass die metallenen Schlingen ihn so oder so erreichen würden, das war nur eine Frage der Zeit und nur um wenige Sekunden zu gewinnen war der Chakraaufwand nicht wert. So geschah, was geschehen musste und das kalte Metall schlang sich um den schwarzen Mantel des Sunshu, zog sich fest zusammen und riss ihn hinunter. Es dauerte nicht länger als einige Augenblicke, ehe er mit großer Kraft gegen den Boden geschlagen und dagegen gepresst wurde, nur schwer atmend und handlungsunfähig. Dennoch war er vorerst außer Gefahr, denn der Kage war weiterhin mit der Rettung seiner Schützlinge beschäftigt und würde keine Gelegenheit zum Angriff bekommen.
Sashijo verfolgte das Geschehen mit seiner Technik und wartete ab, was er schlussendlich damit erreichen würde. Hätte der Hyuuga ihn nicht seiner Konzentration beraubt, dann wären sowohl sein Körper, als auch jener der anderen in Fetzen in der Umgebung verteilt gewesen und Sashijo hätte doch noch entkommen können. So wurde das Ganze jedoch stark abgebremst und Yasutaka schaffte es tatsächlich noch zur bewusstlosen Aburame. Die Klinge jedoch, gegen die er auf Zeit gelaufen war, war um wenige Momente schneller gewesen und schnitt sich - nachdem sie sich des Klones des Hyuugas entledigt hatte - tief durch den Rücken der Frau, die sich kurze Zeit später wieder in den Armen ihres Beschützers fand und mit ihm quer und unkontrolliert durch das Geröll raste. Unterdessen kamen die Schwerter nacheinander wieder langsam zum Stillstand und konnten wieder individuell gelenkt werden. Einige Male drehten sie sich noch langsam um ihre Achse, ehe sich ihre Spitzen auf den Sunshu richteten und auf ihn zuschossen, nur wenige Meter vor ihm noch wendeten und mit der Breitseite auf die Ketten einhämmerten, die den Akatsuki am Boden hielten. Es war wie ein prompter Befreiungsschlag, als er sich wieder hochstemmen konnte und die Reste des Metalls, welches noch um ihn geschlungen war, von ihm fielen. Die Erde und das Gestein waren noch auf halbem Wege in der Luft und er würde noch etwas Zeit haben, bis der Himmel förmlich über sie herein fallen würde. Er fühlte, wie der Hyuuga durch Erdwände flog, sich an Steinbrocken Wunden holte und alles dafür tat, dass die Frau in seinen Armen keinen Schaden nahm - selbst ihr eigenes Gewicht nahm er beim letztendlichen Aufprall auf sich, welcher ihn förmlich lähmte und auch Sashijo mittels des Sunshuchakras die Pein in seinem Körper spüren ließ. Es erinnerte ihn an etwas, etwas, was seinem eigenen Charakter hinsichtlich einer bestimmten Person in nichts nachstand und etwas in ihm regte, wovon er nicht wagte, es als Gewissen anzuerkennen. Die klaffende Wunde der Aburame, die Sorge, die der Kage hatte und die unheimliche Ähnlichkeit mit dem, was seit jüngster Zeit seine einzige Furcht darstellte, ließ ihn kurz inne halten. Etwas in ihm drängte ihn, nach vorne zu schießen und sie zu überraschen, beide mit einem gezielten Hieb zu töten, wo sie gerade am verwundbarsten waren, doch er unterdrückte diesen Drang, der abermals mehr von Blutdurst als von dem eigentlichen Willen, sie zu erlösen und weiter seines Weges zu ziehen, herrührte. Das Rinnegan war stark und löste einen weiteren Konflikt in ihm aus, der seinem Feind wiederum genügend Zeit verschaffte, sich wieder aufzuraffen und den Akatsuki ins Visier zu nehmen. Er bewegte sich auf ihn zu, während Sashijo fühlte, wie Kohaku - von der eigentlich erwartet hatte, dass sie nicht zuletzt ob des immensen Blutverlustes sterben würde - sich nach großer psychischer und auch physischer Überwindung selbst zu heilen begann und San gar vollständig aus dem Radius seiner Technik verschwunden war, vermutlich abseits auf den richtigen Moment wartend oder gar getötet durch seine Schwerter und irgendwo im Wald liegend. In jedem Fall war Yasutaka nun der Brennpunkt seiner Konzentration. Die erste Runde war vorüber, hatte bereits viel Anstrengung und Verwüstung mit sich gezogen und war Vorbote eines Geschehens, welches wohl gerade erst seinen Lauf nahm. Sashijo wusste, dass es alles andere als einfach werden würde, weiter gegen diese Gegner zu bestehen, doch flüsterte sein Ego ihm aus dem Hinterkopf, dass er es locker schaffen würde und er keinen Respekt vor irgendetwas haben sollte. Trotz seines miserablen Zustandes, des immer noch brennenden Fiebers und den anderen Nachwirkungen der Operation, war es unter anderem auch der Durst des Rinnegans und jener seiner Schwerter, die Überzeugung, dass er nicht unterzukriegen war und bis zum Schluss kämpfen würde für das, wofür er einstand, was ihn weiterkämpfen ließ. Die Schwere der Regentropfen nahm mit jeder Sekunde zu, der erste gleißende Blitz erhellte das sonst so düstere Gebiet und verklang in der Ferne des Feuerreiches. Die Erdmassen waren weiterhin auf ihrem Weg nach unten und das Aufkommen der ersten Steine würde wohl die zweite turbulente Runde einläuten.
Doch so weit schien der Kage gar nicht warten zu wollen. Sashijo fühlte seine Intention, seinen Willen, ihn aus dem Weg zu räumen und somit sowohl seine Schützlinge, als auch das Reich oder gar das Dorf vor größerem Schaden zu bewahren, obgleich sie diejenigen gewesen waren, die den Kampf eröffnet hatten, wo Sashijo doch nur zurück ins Hauptquartier wollte. Die Widersprüchlichkeit der Mentalität der Dorfshinobi war jedoch etwas, was Sashijo nach all der Zeit nicht mehr wunderte, bloß etwas, was er auszumerzen gedachte. Und just in diesem Moment würde er eine weitere Chance dazu bekommen, als Yasutaka auf ihn zugeschossen kam und wohl den direkten Nahkampf anstrebte - etwas, was einen bei einem Hyuuga nicht weiter wundern sollte. Dennoch war Sashijo so manch einem hochrangigen Nahkämpfer überlegen, was nicht zuletzt an seiner Technik lag und an den Klingen, die einen jeden Feind, der ihm zu nahe kam, um so manch Körperteile erleichterten. Das erste dieser Schwerter schoss bereits auf den Hyuuga zu, doch dieser wehrte es mit bloßer Hand - lediglich mithilfe einer starken Chakraschicht - ab, was Sashijo zwar bereits einige Male bei so manch einem Feind erlebt hatte, ihn jedoch immer wieder etwas verwunderte. Auch die zweite Waffe wurde abgewehrt, gefolgt von der dritten und einer immer weiter steigenden Geschwindigkeit seines Feindes, welcher letztendlich beide Hände in der Magengrube des Akatsuki gepresst hatte, bevor er überhaupt verstehen konnte, was gerade geschah. Das plötzlich aufleuchtende grell-weiße Licht nahm ihm die Sicht, brannte das Bild seines Opponenten in seinen Kopf und schleuderte ihn letztendlich mit brachialer Gewalt nach hinten. Es kam selten vor, dass Sashijo derart überrascht wurde, und noch seltener, dass er überhaupt nichts dagegen unternehmen konnte. Diesen Punkt musste er ihm lassen, doch spornte es ihn nur weiter an, es ihm heimzuzahlen. Zuerst musste er jedoch mit der Tortour fertig werden, in die dieser Angriff ihn geworfen hat: Die ersten Gesteinsbrocken, welche nicht gänzlich von den Klingen des Akatsuki zerkleinert worden waren, fielen bereits zu Boden und Sashijo direkt durch sie hindurch, mit Wunden und Schrammen, die er sich dabei zuzog. Ein weiterer Erdbrocken, den er mit seinem Körper in viele Teile zerbarst, ehe ein größerer Geröllhaufen direkt auf ihn herab fiel und ihn gegen den Boden hämmerte, durch den Schwung, den er jedoch noch immer hatte, nicht vollkommen zum Stillstand kommen ließ. Er prallte hart auf, wurde jedoch wieder nach oben geworfen und flog weiter, ehe er einem flachen Stein gleich, der über das Wasser geworfen wurde, nach oftmaligem Aufkommen auf dem Boden und einer langen, unangenehmen Rutschpartie reglos auf dem Boden lag. Er fühlte sich mindestens genauso gelähmt wie es Yasutaka wenige Minuten zuvor getan hatte, nachdem er Kohaku beschützt hatte, und dennoch ereilte ihn die Gewissheit, dass er es sich nicht leisten konnte, zu lange an Ort und Stelle zu verharren, da das fallende Gestein ihn ansonsten lebendig unter sich begraben würde. Und dennoch konnte er sich kaum bewegen, durchzog ein lähmender Schmerz seinen Körper und unterband somit jegliche Handlung. Die Schwerter, die mittlerweile wieder aufgeholt hatten, warfen sich einem brocken entgegen, der direkt auf ihn zukam, und ließen ihn in kleinere Teile zerspringen, die dennoch groß genug waren, um Knochen zu brechen, wenn sie ihn an der falschen Stelle trafen. Das gefaltete Metall gab sein bestes, den fallenden Tod aufzuhalten - letztenendes waren es fussballgroße Brocken, die ihn trafen und zusammenzucken ließen, gefolgt von mehreren Blutstropfen, die nach einem tiefen Husten auf dem unruhigen Boden landeten. Seine Wahrnehmung schwand ein weiteres Mal, der Radius des Isuitchi, in dem außer fallendem Stein, der früher oder später sein Ende bedeuten würde, kaum etwas zu fühlen war, verringerte sich und die Genauigkeit verringerte sich. Schwarze Flecken der nahenden Ohnmacht breiteten sich darin aus, das Rinnegan vermochte jenseits des Staubschleiers nichts mehr zu erblicken. Die Schwerten gaben sich alle Mühe, ihren Meister vor dem Gewicht der fallenden brocken zu schützen; er fühlte einen hagel aus kleinen Steinen, der ihn langsam aber sicher zu begraben drohte und eine jede Berührung glich dem Stich einer Nadel. Doch Sashijo war kein mensch, der sich von physischen leiden unterkriegen ließ, hatte in seinem Leben bereits Schmerzen erfahren, die diesen ebenbürtig waren und ihn nicht daran hindern konnten, weiter sein Ziel zu verfolgen. Er schloss seine Augen und sammelte all die Konzentration, die ihm noch zur Verfügung stand. Eine Sekundenmeditation, in der er bereits Meistergrad erreicht hatte, ließ ihn sämtliche leiden vergessen, schaltete den entsprechenden Teil des Gehirnes kurzfristig aus und ließ ihn allmählich wieder klarere Gedanken fassen. Sein starker Wille half ihm dabei, die Ohnmacht zu bekämpfen und wieder Herr über seine Sinne zu werden. Er würde nicht sterben, nicht so und nicht in dieser Nacht. Er würde es mit dem Dorf aufnehmen und zeigen, was es bedeutete, wenn man sich mit dem Akatsukileader anlegte. Seine Lider schossen nach oben, sein Körper erhob sich und ehe man erkennen konnte, dass er in die Hocke gegangen war, war er bereits verschwunden.
Er schoss nach oben, kämpfte sich durch Staub und Gestein und griff im Fluge nach einer seiner Klingen, mit der er entgegenkommende Brocken händisch zerlegte, während die anderen fünf Waffen sich um den Rest kümmerten und der Akatsuki letztendlich an der richtigen Position angekommen war. Man könne meinen, es wäre der perfekte Augenblick für den Angriff, den er geplant hatte. Das Fuutonchakra wurde schnell gesammelt, die Klingen brachten sich in Position und wenige Sekunden, nachdem der Sunshu viel mehr als die erforderliche Chakramenge zusammen hatte, feuerte er das Jutsu in die Richtung seiner Gegner, die er nach wie vor erfühlen konnte, los. "Kamaitachi." All das Geröll, welches sich auf der Zielgeraden zum Boden befand und dieses Spektakel schon fast beendet hätte, wurde ein letztes Mal aufgewirbelt, sollte noch einmal seine volle Kraft entfalten und diese gegen die Konohanin richten. Mitten in den Gesteinshaufen befanden sich zu allem Überfluss noch die sechs Klingen des Akatsuki, welche zumindest von der Aburame nicht gesehen werden sollten und einen zusätzlichen, tödlichen Überraschungseffekt bieten sollten - würden sie versuchen auszuweichen, so würden die Schwerter das verhindern und sollten sie begraben werden, jedoch nicht dadurch sterben, so würden sie den Rest erledigen. In jedem Fall würden sie ihre Ziele verfolgen, bis sie nicht mehr atmeten und sich nicht leicht überlisten oder abwehren lassen, versteckt in einer rasante Gesteinslawine, die einen ebenen und kargen Boden hinter sich ließ, während sie alles, was noch irgendwie fest verankert war, mit sich zog. Die peitschenden Böen des nunmehr sehr stark werdenden Gewitters unterstützten das Manöver des Akatsuki, welcher wieder auf dem Boden gelandet war und mitansah, wie sein Angriff vor ihm alles unter sich begrub, was ihm in den Weg kam. Der regen hatte stark zugenommen und die Blitze tauchten das Gebiet immer wieder in ein gleißendes Blau, während Sashijo schwer atmend abermals die Augen schloss und sich konzentrierte - er musste noch ein wenig durchhalten, durfte sich nicht der Ohnmacht und der drohenden Schwäche hingeben. Er sammelte seine Kräfte, während er das stetige Beben der Erde erfühlte und sich fragte, was der Kage diesmal gegen den Angriff des Akatsuki unternehmen würde.
1/10: Fuuin • Shiraha no Ya no Kujakuza de Chinatsu
Die Inamoto schwankte gegen den Baum und seufzte, während sie ihre langen roten Haare auspresste und ein Schwall Wasser herabtropfte. Nein, sie hatte definitiv keine Lust mehr auf das Jutsu, es war gefährlich und das nicht nur für ihre Umgebung, sondern für sie und die Fische. Naja immerhin hatte sie jetzt einen vollen Bauch mit gebratenen Fischen, aber dies machte die Technik nicht harmloser. Was ist, wenn sie dort noch mehr Chakra reinlegt? Dann fackelt sie den halben Wald ab und das war nun echt nicht sinnvoll. Erst recht, weil sie auf ihrer Mission noch genug zu tun hat und besser nicht auffallen sollte. Konoha schien im Aufruhr und da musste sie nicht auch noch Radau machen, bevor das ganze völlig eskaliert. Die Inamoto seufzte, tippelte um den Baum herum und blieb dann stocksteif stehen. Was war denn hier los gewesen? Dachte sich die Rothaarige und beobachtete mit großen Augen den riesigen Krater. Bäume warum umgestürzt, teilweise ohne Blätter und verkohlt und die tiefen Gräben im Erdboden…alles deutete auf einen heftigen Kampf auf dieser Lichtung, die nun mehr größer war als zuvor. Saori empfand dies schrecklich, die gebersteten Stämme und Äste zeigten die Verwundung des Waldes auf, die diese Schlacht hinterlassen hat. Es stimmte die Medicnin traurig und in ihrem Inneren hätte sie den Verantwortlichen dafür eine Reihe Schläge gleich mitgegeben. Die tiefen Kerben im Wald würden lange brauchen, um zu verschwinden. Es war nichts, was die Inamoto hier heilen könnte, sofern reichten ihre Fähigkeiten nicht aus. Die Inamoto trat weiter auf die Lichtung hinaus, lauschte, ob sich hier noch jemand befand, doch die Kämpfenden schienen fort. Saori kam nicht umhin das Schicksal dieser Natur zu bedauern und beschwor ihre drei Kitsune. „Wir sollten das hier wieder in Ordnung bringen, meint ihr nicht?“ fragte die Anbu motiviert, woraufhin Tenpi schon glücklich hoch und runter sprang und zustimmend jaulte. „Nein, die Natur hat selbst genug Regenerationskraft“, gab Samidare trocken zurück und setzte sich demonstrativ hin. „Was wir Menschen zerstören, sollten wir wieder beseitigen“, erwiderte die Rothaarige ungehalten und verschränkte die Arme vor der Brust. Samidare seufzte, sich bewusst, dass die Inamoto das nicht angerichtet hat, erhob sich allerdings dann. Tenpi sprang ihr nach, während Tencho die Spuren der Schlacht deutete. „Hier sind nur zwei Chakrasignaturen zu vernehmen“, murrte sie und schnüffelte weiter in den Wind, was er auch immer ihr brachte. „Du meinst nur zwei Leute haben dies angerichtet?“ Die Kitsune nickte und trabte dann davon, um den anderen zu helfen. Äste, Zweige und Erdfelsen wurden beseitigt, die Krater wieder gefüllt und die Schandflecke mit Blättern retuschiert. Während Tenpi weiterhin Samidare ärgerte und sich mit einem kleinen Ast abkämpfte, zerhaute die Inamoto die umgekippten Bäume und stapelte jene. Wo Platz frei wurde, säten sie neue Samen und bald fiel auch das Sonnenlicht wieder auf eine schöne Lichtung. Saori wischte sich den Schweiß von der Stirn und lächelte. Was sie tun konnten, hatten sie getan. Sie beschwor ein paar gebratene Fische für die Kitsune, die sie vorhin bei ihrem Training erbeutet hatte und setzte sich zusammen mit diesen in die Mittagssonne. „Weißt du, was Fuuin • Shiraha no Ya no Kujakuza de Chinatsu bedeutet?“ Saori schaute zu der Ältesten und hob eine Augenbraue. „Wie meinst du das, Kitsune-sama?“„Tencho Chikyu-sama, es ist das letzte Fuuin, es ist zu mächtig“, warf Samidare ein und schien verärgert, aber die Führerin der Kitsune warf ihr nur einen Blick hinüber. „Ich dachte, es wäre verboten…“„Man sagt, Izanagi selbst schieße den Pfeil vom Himmel. Er durchbohrt den Biju und den Anwender, um sie miteinander zu verbinden. Ihr teilt den Schmerz und allein deine Willensstärke wird dir den Sieg erringen.“ Die Rothaarige lauschte der Erzählung, nicht ahnend, dass es sich wirklich so abspielen könnte. „Du musst bereit sein, dein Leben für das des Biju’s zu geben. Und zu retten, was du liebst. Das sind die zwei Bedingungen für die Versieglung.“ Saori’s Augen weiteten sich, nicht vor Schreck, sondern vor Erkenntnis, was es bedeutete sich dieser Technik zu bemächtigen. Faszination mischte sich mit Ehrfurcht und großer Entschlossenheit. Sie hatte diesen Weg gewählt, sie würde ihn mit den Kitsune zu Ende gehen. „Ihr…wollt es mich lehren?“ fragte sie vorsichtig, traute sich nicht ihren Blick zu heben, und schluckte. „Das ist Wahnsinn. Sie ist noch nicht bereit, Tencho-Chikyu-sama. Sie ist gewiss stark und reines Herzens, aber dies reicht nicht aus. Kein Mensch kann diese Technik anwenden!“ Samidare erhob sich, erbost und es war fast schon respektlos, aber die Älteste richtete sie mit einem Blick. „Dann wird sie der zweite Mensch sein.“ Erstaunt darüber kam die Medicnin nicht umhin zu fragen, wer der erste gewesen sei und spürte das Misstrauen von Samidare in ihrem Rücken. „Der Verräter am Clan der Kitsune und Kyuubi, er hat uns ausgerottet und ihn weggesperrt.“ Saori’s Wimpern fielen über ihre flammenden Augen, als sie aufstand und sich schließlich tief verneigte vor diesem selbstlosen Vertrauen dieses altwürdigen Geschöpfes. „Ich werde euch nicht enttäuschen.“ Tenpi hüpfte fröhlich gegen ihr Bein. "Wie eine wahre Kitsune!" _________________ / Saori's Theme 1 & 2 / CN: Akayu
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2/10: Fuuin • Shiraha no Ya no Kujakuza de Chinatsu
„Es ist unglaublich, dass dir Tencho-Chikyu-sama dies erlaubt“, murrte Samidare, innerlich vor Wut kochend, äußerlich lediglich ein wenig angespannt. Die Kitsune war nie besonders freundlich gewesen eher ignorant, aber diesmal schien sie sprichwörtlich angepisst. Und das hieß schon etwas bei dieser kalten Fuchsseele. „Misstraut ihr mir dermaßen?“„Ich finde es unnötig“, gab die Kitsune fast schon fauchend zurück und wand sich von ihr ab. „Den letzten Teil des Stammes so in Gefahr zu bringen, wo er sich noch immer nicht erholt hat.“ Die Inamoto wurde hellhörig und folgte der Kitsune ein Stück durch den Wald. „Ihr Kitsune braucht reine Seelen, nicht?“ hackte die Rothaarige nach und holte auf, um mit ihr gleich auf zu sein, was Samidare noch mehr verärgerte. „Es war zu gefährlich jene aus dem Kreise der Menschen zu holen. Man würde uns töten und den letzten Rest der Sippe auslöschen. Dieses Risiko konnten wir nicht eingehen, da die Menschen zu mächtig geworden sind.“ Saori stellte sich vor jene und reichte ihr die Hand. „Was ist, wenn ich dir verspreche für das Leben einer Kitsune immer eine reine Seele zum Ausgleich zu holen?“ Es war ein Versprechen, was man von der Inamoto noch nie in der Form gehört oder erwartet hätte. „Du willst dein reines Herz beschmutzen, indem du ein kleines Kind seiner Eltern beraubst und den Kitsune opferst?“ knurrte Samidare und sah misstrauisch die Hand der Medicnin an, die dieses Versprechen besiegeln würde. „Nein, dies würde meine Seele als auch die des Kindes unrein machen, aber es gibt reine Seelen die heimatlos umherirren und ein besseres Schicksal als den Tod erwarten könnten, in Zeiten des Krieges und großer Schlachten. Nur wenigen ist die Chance vergönnt aufrichtig weiterzuleben, wenn sie überleben.“ Die Erklärung wirkte glaubwürdig, die Kitsune schien trotzdem zu zögern und überlegte. Was genau ihr Gedankengang war, war nicht abzusehen. „Die Kitsune werden dir danken.“ Saori war erstaunt dies von dem Fuchs zu hören, der ihre Hand ergriff. „Das Versprechen soll damit besiegelt sein, dass im Falle eines Verlustes unserer Reihen, eine reine Seele freiwillig zu uns geführt wird und ein Teil des Stammes wird. Um das ewige Leben als Geschenk der Kitsune entgegen zu nehmen.“ Saori verstand den Schmerz von Samidare, sie war nicht umsonst die Hüterin des Stammes. Sie sorgte sich bloß um jeden ihrer Stammesangehörigen.
„Du solltest wissen, dass der Kyuubi seit dem Verrat der Menschen jene verachtet, er wird dich ausnahmslos töten wollen.“ Saori nickte und lauschte ernst der Lektion von Samidare. „Wenn du ihn behüten willst, musst du seinen Zorn verstehen und ihn davon befreien müssen.“ Samidare blieb stehen, brach einen Zweig ab und zeichnete Wolken, den Kyuubi und die Erde. „Der weiße Pfeil markiert das Gottesopfer heißt es. So musst du auch den Kyuubi fixieren und du wirst seinen Schmerz teilen, selbst ein jeden wütenden Gedanken. Diesen Pfeil wirst du aus deinem Chakra selbst formen mit Fuuins, die du in die Luft brennst. Leiter zu befestigen ist diesmal unmöglich, du musst die Brücke so bilden. Dafür musst du eine enorme Menge an Chakra in die Atmosphäre geben“ Die Kitsune zeichnete einen senkrechten Strich durch den Biju und durch den Anwender. „Der Pfeil geht durch den Leib des Kyuubi und durch dich, diese Brücke zwischen Himmel und Erde brauchst du. Dorthin gibst du das Chakra des Biju ab, um ihn drastisch zu schwächen.“„Wie viel Chakra?“ fragte Saori stutzig und unsicher, ob sie so etwas bilden könnte. „Mit Abstand genauso viel wie der Kyuubi besitzt.“ Saori starrte die Kitsune erschrocken an. „War ein Scherz. Ich weiß es nicht, es kommt auf die Kraft deines Chakras an. Es muss dem Kyuubi ebenbürtig sein.“ Die Anbu sah jene zweifelnd an und stand auf. „Probieren wir es doch einfach aus.“ Samidare legte die Ohren flach an und wollte gerade den Kopf schütteln, als Saori die Fingerzeichen formte. Jene, die im Pergament geschrieben standen, dass ihr Tencho-sama gegeben hatte. Sie waren anders und ungewohnt. Das Chakra strömte peitschend aus ihr in großen Wellen, teilweise peitschend, weißlich…Es schoss in einer Säule nach oben wie ein wirbelnder Orkan aus purem Chakra und schließlich lenkte Saori es in eine Form. Mit dem letzten Fingerzeichen fast schreiend knallte es im Himmel als würde es Donnern, bevor ein heller Chakrastrahl in ihre Richtung geschossen kam. Noch ehe er sie erreichen konnte, stürzte sie etwas zu Boden, begrub sie unter einem weichen Fell, während der Erdboden erzitterte. „Du bist doch wahnsinnig!“ fauchte Samidare und entließ die Anbu wieder, die nach Atem rang. „Könntest du bitte solche lebensmüden Experimente lassen?!“ Saori sah an Samidare vorbei in einen riesigen Krater und atmete schwer aus. „Gut, ab jetzt lass ich dich ausreden.“ _________________ / Saori's Theme 1 & 2 / CN: Akayu
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3/10: Fuuin • Shiraha no Ya no Kujakuza de Chinatsu
Gut, es gab Dinge, da konnte Saori noch viel lernen. Sie war anstrengend und zugleich stellte sie sich manchmal echt dämlich an. Samidare hatte ihr mit Mühe die Fingerzeichen zeigen können, die sie vorhin falsch gesetzt hatte. Ein Grund, warum sie sich sonst mit ihrem Chakra aufgespießt hatte fast. Passierte halt. Diese Fingerzeichen, die ihr ast die Finger brachen, trainierte sie nun an einem Stück auf und ab. Auf und ab. Und immer wieder…bis Samidare zufrieden war, die das ständig auch noch beobachtete. Sie war eine strenge Lehrmeisterin, weniger wie Tenpi, die wenigstens hin und wieder Quatsch machte und das Training lockerte. Mit Samidare war das eine ganz andere Sache, da durfte man nicht einmal lächeln. Es hieß ständig „Konzentrier dich.“ Wie jetzt. Saori seufzte und brach den Siegelkram ab. „Ich kann das im Schlaf bald.“„Mach die Augen zu und form sie nochmal.“ Der Aufforderung nachgehend versuchte die Inamoto einfach einen kühlen Kopf zu bewahren und formte nochmal die Siegel. „Und jetzt rückwärts.“ Gesagt, getan. Saori war normalerweise nicht so doof und bisher hatte sie genug Siegel im Kopf und geformt, dass sie kaum was verbocken konnte nun. „Oke, steh auf.“ Saori schaute auf, unsicher, ob sie es durfte und stand wie befohlen auf. Die Kitsune kam auf sie zugetrabt, ehrerbietig wie eh und je und hielt ihr einen Bogen hin. Und Pfeile. „Ich soll Bogenschießen üben?“ Saori platze es raus, ein weiterer Fehler beim Training mit der Kitsune. Es ist respektlos zu sprechen ohne die Lehrmeisterin zu fragen und bevor jene etwas gesagt hat. Samidare ließ dies das eine Mal noch durchgehen…Saori spürte noch den letzten Biss in ihrem Arm und nie hätte sie geahnt, dass die Zähne der Füchse so scharf sind. „Es ist ein Bogen meiner Ahnen, geschnitzt aus einem Baum der Heimatwälder. Nimm ihn.“ Die Anbu beäugte den kunstvoll verzierten Bogen, der Siegel beinhaltete als auch eingravierte Worte der Kitsune. Nur hatte sie so gut wie keine Ahnung vom Bogenschießen, es war nun mal eine Kunst, die sie weniger in Betracht gezogen hatte zu lernen. Sie nahm den Bogen in ihre Hände und war verwundert, dass er kaum etwas wog, obwohl in der Länge er die Hälfte ihrer Körpergröße und mehr ausmachte. „Die ältesten Kitsune übten damit und auch einst der erste Mensch, der dieses Fuuin erlernen wollte.“ Saori fürchtete nun mehr jenen kaputt zu machen und schluckte. Sie hatte eigentlich gar keine Wahl als ihn zu benutzen. „Wir üben erst mit Pfeilen.“ Nach diesen Worten erhob sich Samidare in menschlicher Gestalt. Eine hübsche Furie würde man in Kumo sagen, aber ja hübsch war Samidare in der Tat. Sie nahm ihr den eleganten Bogen ab, legte den Pfeil an, ihre Körperlinie geradehaltend und die Arme angespannt. Er war wie ein Teil von ihr, ehe sie kurz den Atem anhielt und schließlich jenen losschnellen ließ. Er traf mittig in einen Stamm, präzise, schnell und kraftvoll. Dann drehte sie sich mit einigen Anweisungen um und gab ihr an dasselbe zu tun. Saori konnte ihn nicht einmal richtig halten. Es war schwer ihn zu spannen und ihre Körperhaltung war für Samidare scheinbar ein Schreckensszenario. „Samidare? Hast du schon Mal versucht jenes Fuuin zu erlernen?“ fragte die Rothaarige unvermittelt, hielt die Luft an, um ihren Führarm ruhig zu halten und entließ den Pfeil. „Nein, ich bin nicht in der Lage dazu“, gab Samidare zur Antwort, in ihre Fuchsgestalt zurückgekehrt. Mehr sagte sie dazu nicht. Versucht hatte sie es wohl, ihre Pfeilkunst war unglaublich…
„Halt deinen Kopf gerade“, wies sie Samidare an und haute ihr in den Rücken, damit sie sich nicht krümmte. Ihre rechte Hand tat weh vom Spannen des Bogens. „Warum muss ich überhaupt Bogenschießen lernen?!“ Samidare strafte sie mit einem weiteren Schlag für diese Frage. Saori atmete schwer aus, spannte ihren Arm weiter an, ihren Blick starr auf das Ziel gerichtet und ließ ihn schließlich los. Der Pfeil war präzise, er flog gerade und er traf zumindest schon mal den Baumstamm. Ein Fortschritt für die Kunoichi, die nach unzähligen Versuchen entweder 3m daneben oder drüber geschossen hatte. „Ich geh die Pfeile holen“, meinte die Rothaarige weiterhin motiviert und von ihrem erstmaligen Erfolg schon berauscht, als plötzlich Samidare abwinkte. „Lass sie. Du formst sie nun aus Chakra. Siehst du die Siegel, benutz sie um daraus den Pfeil zu formen.“ Saori sah sie skeptisch an. „Aber ein Pfeil aus gewöhnlichem Chakra würde sofort verfliegen?“ gab sie zurück. „Versuch es.“ Die Inamoto schaute den Bogen an, unschlüssig, was dies für einen Zweck hatte. Sie richtete sich nach den Siegeln, leitete durch sie das Chakra und verwob jenes zu einem Pfeil, was fast wie von selbst ging. Es musste an dem besonderen Bogen liegen, wobei sie von chakraleitenden Holz noch nie etwas gehört hatte. Mit Mühe begann sie den Pfeil zu spannen, es fühlte sich nicht minder leichter an wie bei einem gewöhnlichen Pfeil. Dann ließ sie ihn abermals losschnellen, er flog diesmal unsteter, aber er traf den Baumstamm. Das Bersten des Holzes überraschte die Inamoto, ein Loch war in der Rinde entstanden und ging mehrere Zentimeter hinein. „Uff…was war denn das?“ „Die natürliche Stabilität des Pfeils geschossen durch diesen Bogen lässt auf die Kraft deines Chakras schließen.“ _________________ / Saori's Theme 1 & 2 / CN: Akayu
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4/10: Fuuin • Shiraha no Ya no Kujakuza de Chinatsu
Ihre Pfeilkunst ließ nun echt zu wünschen übrig, aber die Inamoto gab sich alle Mühe. Gut, sie war geschickt mit einem Skalpel, aber ein Bogen war doch etwas anderes. Samidare schloss erst mal darauf, dass sie eigentlich exzellente Voraussetzungen für das Jutsu hatte, nur musste sie 1. treffen und das heißt: Zielen üben, und 2. sie musste das nachher ohne Bogen hinkriegen. Dies ist genauso wie mit den unsichtbaren Brücken, nur komplizierter und sie musste ihr Chakra zusammenpressen, das nicht einmal ein minimaler Funke verloren ging. Dies versetzt mit ihrem Willen, was ganze in form halten sollte, und Siegeln, was das ganze auch noch weiß strahlen lassen sollte…ja, das hörte sich definitiv einfacher an als es war. „Also auf ein Neues“, murmelte Saori und konzentrierte einen weiteren vorerst bläulich leuchtenden Chakrapfeil. „Warum leitest du das Chakra nicht direkt durch die Siegel?“ fragte Samidare sofort und die Rothaarige neigte leicht den Kopf in ihre Richtung, um sie anzusehen. „Ich versuch etwas“, gab sie zurück und hatte alle Mühe den Bogen gespannt zu halten, während sie ihn noch strammer zog. Sie leitete nun das Chakra gezielt durch die Siegel und formte einen weiteren Pfeil als Mantel um den Vorhandenen aus ihrem Chakra. Ein weißer Schimmer legte sich über das blau, bevor sie die beiden Chakren vermischte und jener endgültig weiß glühte. Es war definitiv einfacher so, auch wenn sie das noch ein wenig üben sollte. Sie entließ den Pfeil, der mit einem Summen losrauschte und weit den Baum verfehlte, wo schon duzende Kerben und Löcher drin waren. „Du hast den Siegelmantel darübergelegt, du musst das aber besser ausbalancieren, sonst reicht es nicht, um das Fuuin auszulösen“, ergänzte Samidare ihre Gedanken und forderte sie damit auf einen neuen Pfeil herzustellen. „Meine Chakrareserven…“, seufzte die Inamoto und war tatsächlich etwas erschöpft, aber es hielt sich noch in Grenzen. „Dies ist nur die kleine Version dessen, was du später herstellen wirst und das ohne Hilfsmittel, die sind nur hinderlich und verbrachen zu viel Zeit. Die kannst du dir nicht leisten, wenn du nicht sterben willst.“„Danke für den Tipp“, erwiderte die Anbu lächelnd zurück und kam sich vor wie in vor einigen Jahren im Anbu Camp. Um Samidare aber nicht weiter zu reizen, spannte sie bereits wieder den hölzernen Bogen, immer noch erstaunt wie federleicht er in ihrer Hand wog. Mit einem abschätzenden Blick auf das Ziel, innerlich konzentriert auf das Schmieden von Chakra erstellte sie erneut den bläulichen Chakrapfeil. Saori verdichtete ihn dermaßen, dass er wie ein blauer fester Körper wirkte, doch das würde sie nicht lange halten können. Mit aller Konzentration begann sie den Mantel darum herum zu stricken, der vom Bogen stabilisiert wurde. Sie ließ das weiße Chakra wie ein Wurzelgeflecht einwirken und schloss den Mantel in einer bestimmten Mengenmaß zu ihrem eignen Chakra. Für ihren zweiten Anlauf fiel es ihr deutlich einfacher nun. Sie sog tief Luft ein, hielt ihren Atem und ihre Haltung still und ließ ihn dann wieder frei mit dem Wind, der ihr in den Rücken wehte. Der Pfeil krachte in den Baum, die Rinde zersprang, das Holz zerbarst und mit einem trockenen Knacken neigte sich dann jener zu Boden. Erschrocken trat die Inamoto einige Schritte zurück und beäugte das Loch im Baum, der umkippte und fuchtelte mit den Armen. „Oh mein Gott, das wollt ich gar nicht!“ rief sie aus und wollte sich bei Samidare entschuldigen, wobei diese abwinkte. Sie nickte stattdessen zufrieden: „Das war perfekt, darauf haben wir hingearbeitet.“ Saori blickte verdutzt drein und ließ ihre Arme hängen, ein wenig verwundert und stutzig zugleich. „Du musst diese Stärke aufbringen, um den Leib des Kyuubi durchdringen zu können“, erklärte die Kitsune ganz selbstverständlich. „Und ich?“ „Aus dem Grund schießt du den Pfeil erst durch den Kyuubi und dann durch dich, dann ist er schwach genug, dass er dich nicht mehr tötet.“ Die Rothaarige war skeptisch, allerdings musste sie wohl darauf vertrauen und wenns sie doch tötete, dann wars wohl so. Die Anbu hatte nicht die Zeit, um über diesen Faktor weiter nachzudenken, sie musste bereits die nächsten Bäume krachend zum einstürzen bringen. Irgendwann ließ sie jedoch den Bogen erschöpft sinken und atmete schwer aus. „Ich glaub das reicht für heute“, gab Samidare an, verschwand im nächsten Augenblick ohne das die Inamoto auch nur antworten konnte. „Wiedersehen, Samidare-sama…“
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