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Senju Hiroki
Sennin
<font color=red>Sennin</font>


Anmeldedatum: 23.12.2010
Beiträge: 75





BeitragVerfasst am: Mo 16 Jan, 2012 21:53    Titel:

Früh wurde der Senju wach, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster direkt auf seine Augen schienen und ihn aus seinem Schlaf rissen. All diese Geschehnisse in Konoha schienen ihm einfach nur wie ein böser Albtraum, aus welchem er soeben erwacht war, doch leider wusste er dass dem nicht so war. In Konoha tobte wahrscheinlich immer noch der Teufel und momentan war er der Einzige dem die Hände gebunden waren. Statt in seinem Dorf auszuhelfen saß er fernab von diesem und versuchte einen Weg zu finden, wie er trotz all der Gefahren die ihn durch dieses Training noch erwarteten um stärker zu werden. Zaubern konnten auch nicht seine vertrauten Geister, sie hatten ihm nur einen Weg präsentiert wo er selbst entscheiden musste, ob er diesen einschlug oder doch auf seinem eigenen blieb.
Den ersten Schritt ins Unbekannte hatte der Senju bereits getätigt, nun lag es an den Kröten den nächsten zu machen, denn ohne einen großartigen Plan konnte er nicht wirklich viel machen. Meditierend saß er auf dem Boden, die Augen geschlossen und schulte ein weiteres Mal seinen Geist, schärfte all seine Sinne um auf die bevorstehenden Ereignisse gewappnet zu sein. Wenn die Kröten schon so in Höhen Tönen von der Macht dieser Technik sprachen, dann musste wirklich etwas Wahres dran sein. Umso neugieriger machte es ihn was für eine Fähigkeit es wohl sein würde, mit der ihn die Kröten ausstatten würden. „Wie ihr es mir aufgetragen habt Fukasaku-sama, früh auf den Beinen und bereit, vor allem entschlossener für das was mir bevorsteht! „Das freut mich zu hören Hiroki-chan. Je besser du bei der Sache dabei bist, umso mehr Früchte wird dein Training tragen. Wer weiß, vielleicht ist das ja auch einer der Faktoren, die beim Ritual eine wichtige Rolle spielen. Nichtsdestotrotz, solltest du dich nicht auf das Ritual fokussieren sondern auf die Aufgaben die vor dir liegen. Das Ziel im Auge behalten ist gut, aber man darf nicht die Etappen dazwischen übersehen. Nur die garantieren dir dein Ziel auch wirklich erreichen zu können. Komm mit mir mit, je eher wir anfangen, desto früher kannst du dich der wahren Prüfung stellen.“ Wahre Worte, jede Sekunde mit der Hiroki hier dem Krötensennin Löcher in den Bauch fragte, vergeudete er nur mehr Zeit die er mit seinem Training hätte verbringen können und genau das war es, was er nicht hatte, Zeit. Deswegen vertraute er einfach dem Urteilsvermögen Fukasakus, dass dieser ihm alles ausführlich erklären würde. Vor einem riesigen, kristallklarem See stoppten die beiden nach einem kurzen Fußmarsch auch schließlich, woraufhin die Amphibie auch sofort das Wort ergriff. „Hier wird dein Training beginnen und hier wird es auch ein Ende finden, Hiroki-chan. Ich bin mir sicher, dass in deinem Kopf gerade viele Fragezeichen umherschwirren, doch kann ich dir versichern, dass du auf jede Frage während deiner Aufgaben Antworten finden wirst. Es wird dich viel Geduld und Ausdauer abverlangen, dessen bist du dir sicher bewusst, aber schon bei der Erlernung des Sennin Modes hast du bewiesen, wie stark diese beiden Bereiche bei dir geprägt sind.“ In der Tat. Zwar war der Anfang hart und beschwerlich gewesen, im Moeru Gebirge mit der Tochter des Daimyou bei jeglichen Wetterbedingungen und den verschiedensten Situationen dieses harte Training über sich ergehen zu lassen, doch im Laufe des Ganzen stellte es sich als noch lohnenswerter heraus, als Hiroki es sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen konnte. Dass der Weg der nun vor ihm lag genauso steinig und schwer werden würde, war ihm mehr als nur klar, doch genau solche Herausforderungen hatten ihn bisher immer stärker und stärker gemacht. Deshalb war er auch nun hier. Stärker werden, ohne wie ein besessener Macht anzustreben, um sein Dorf vor dem ganzen Unheil bewahren zu können, auch wenn der Tribut des Ganzen im schlimmsten Fall der Verlust all seiner Fähigkeiten wäre, so musste er das alles in Kauf nehmen. Mit einem Mal riss Fukasaku den Senju aus seiner Gedankenwelt, so tief darin versunken und beschäftigt damit über die Ereignisse die alle passieren könnten zu grübeln, hatte er doch glatt vergessen, dass seine erste Aufgabe auf ihn wartete.
„Zwei Tage sollst du auf diesem See regungslos ausharren, sprich genau das Gleiche machen, was du auch zu Beginn deines Eremitentrainings gelernt hast. Dein Körper soll kältesten Temperaturen ausgesetzt werden, 48 Stunden lang, damit er auch in der Lage ist dem was dir noch blüht entgegensetzen zu können. Du darfst unter keinen Umständen deine Meditation unterbrechen, gar eine Sekunde dir einen Fehler leisten. Wir werden uns dann spätestens in zwei Tagen wiedersehen, schärfe deine Sinne und schule deinen Geist, nur so wirst du Erfolg haben Hiroki-chan.“ Es würde wohl seinen Grund haben wieso er zwei Tage auf ein und demselben See meditieren sollte, nie sagte oder machte die Sennin-Amphibie irgendetwas ohne Grund. Hinter seinen Aussagen steckt meistens viel mehr als das, was einem offensichtlich auf der Hand zu liegen scheint. Wie auch immer, am Ende des zweiten Tages spätestens würde Hiroki wohl erfahren haben, was es mit der ganzen Sache auf sich hatte und warum er seinen Körper noch resistenter gegen kältere Temperaturen machen musste. Schnell hatte er sich genau auf die Mitte des riesigen Sees begeben, sich dort niedergelassen, die Augen geschlossen, jeden Muskel im Körper entspannt und so sein Körper keinen Millimeter mehr an Bewegung aufwies, nicht einmal beim Atmen. So etwas war für den Nachfahren Hashiramas im Grunde keine Herausforderung mehr, da er des Öfteren über einen längeren Zeitraum meditierte und auch die Geduld zu seinen Stärken zählen durfte, doch selbst für seine Maßstäbe waren zwei Tage ein starkes Stück, dennoch aber nicht unmöglich. Wo ein Wille war, war auch ein Weg und je länger er seine Zeit mit solchen Gedanken verschwendete, desto unkonzentrierte würde er werden und die Übung im Handumdrehen in den Sand setzen. Jede noch so verzwickte Sache wie zum Beispiel die Situation in Konohagakure wurde aus seinem Kopf verbannt, sodass das Nichts vollkommen Einzug in seine Gedankenwelt fand. Innerhalb weniger Minuten fing der Wind schon an zunächst leicht, dann aber immer stärker über den See zu blasen, während das Licht der Sonne weiter an Intensität verlor und die ersten Wassertropfen des Sees ins Gesicht des Gama-Sennin gewirbelt wurden, wobei er zum allersten Mal bemerkte, wie eisig kalt der See, auf dem er Platz gefunden hatte überhaupt war. Dennoch ließ er sich dadurch nicht aus der Fassung bringen, solche Sachen musste die Kröte erst gemeint haben doch Hiroki hatte schon weitaus schlimmeres überstanden. Allerdings würde er früher oder später bemerken, was die wahre Herausforderung dieses kleinen Tests war, wohl genau in dem Moment als Gewitterwolken am Firmament aufzogen, den Tag in die Nacht verwandelten, woraufhin schon die ersten Regentropfen auf den See fielen und das Grollen des Himmels ein unschönes Unwetter signalisierte. * Nur jetzt nicht die Beherrschung verlieren. Während ich hier diesen „Kampf“ gegen die Natur ausfechten muss, kämpfen die Bewohner meines Dorfes wohl gegen die Finsternis und den Reibi an, da werde ich das wohl hier locker schaffen.* Auch wenn es äußerst schwer werden würde gegen diese Naturgewalt anzukommen, so würde Hiroki auch nicht einmal im Traum daran denken einfach die Flinte ins Korn zu werfen und sich mir nichts dir nichts von seiner aktuellen Position auch nur einen Zentimeter zu bewegen.

Binnen weniger Sekunden verwandelte sich der See schon in eine Art Schlachtfeld, das Wasser geriet immer mehr in Wallung, die eisig kalten Tropfen des Gewässers kamen immer häufiger in Kontakt mit dem Körper Hirokis, bis der riesige Binnensee zu einer einzigartigen Gewitterzone wurde. Hohe Wellen entstanden durch den an Kraft gewinnenden Luftstrom, welche ruckartig auf den Senju herabfielen und so ihm immer und immer wieder wortwörtlich einen kalten Schauer über den Rücken jagten, was ihm die ersten Male im Glauben ließ, dass er seinen Körper nicht mehr fühlen würde. So mächtig aber auch die tiefen und kalten Gewässer waren, dem ehemaligen Oberhaupt der Senju würden sie nicht die Stirn bieten können. Er war stärker, er war ausdauernder und er hatte den Willen unzählige solcher Wellen über sich ergehen zu lassen. Weiterhin blitzte es, im Zentrum des Sturms herrschte Chaos und von der Entfernung aus vermochte man den Senju durch die ganzen aufkommenden Wassermassen gar nicht mehr ausfindig zu machen, doch trotz all dieser Faktoren befand sich der Braunhaarige immer noch an haargenau der Stelle wo Fukasaku ihn seinem Schicksal überlassen hatte. Ohne jegliche Zweifel konnte Hiroki behaupten, dass dieser Kampf genauso auslaugend, als auch hart werden würde wie der gegen den Akatsuki Leader Sashijo. Sein ganzes Können war gefragt, doch statt einem Kontrahenten gegenüberzustehen, dessen Angriffe man kontern musste und der genau wie einer selbst ein Mensch war, musste der Senju hier jeden einzelnen Angriff über sich ergehen lassen, jeder brachialen Welle Paroli bieten und auf keinen Fall auch nur eine einzige Sekunde daran denken in irgendeiner Art und Weise zu schwächeln. Sei es in der Hinsicht der Standfestigkeit oder der der Ausdauer. Egal wie sehr er sein Limit erreichen würde, egal wie taub und träge seine Hülle werden würde, sein eiserner Wille und sein trainierter Geist würden ihm die nötige Kraft geben, die er benötigen würde. *Wie an der dicken Felswand einer Brandung wird das Wasser an mir abprallen, wie die warmen Sonnenstrahlen den Schnee beseitigen und somit auch die Kälte ihr nichts ausmacht, wird sie auch mir nichts ausmachen können, so wie das Licht die Dunkelheit in ihre Schranken weißt, werde ich eines dieser Lichter sein, die den Reibi an einen derart dunklen Ort verfrachtet, sodass er nie wieder einen Weg zurück findet.* Keiner seiner Kämpfe war ein Vergleich wie ein Kräftemessen mit der Natur, wobei man das nicht einmal ein richtiges Kräftemessen nennen kann. Wer die wahre Macht der Natur zu spüren bekommt, der steht nicht so schnell wieder auf, zumal es ein einziger Fehler war sie nun als Opponenten anzusehen. Ganz im Gegenteil, allein mit der falschen Denkweise hatte sich der Senju das Leben erschwert. Sie war nicht gegen ihn, sondern mit ihm. Mutternatur war gerade sein Trainingspartner, half ihm sein Ziel zu erreichen und schneller die nächsten Stufen des Erfolges zu erklimmen. Selbstverständlich waren die Angriffe nicht berechenbar, doch mit diesem Gedanken und den Fähigkeiten des Sennin Modes die Natur wahrzunehmen, konnte er jedes Mal spüren von wo die nächste Welle hereinbrach, wie stark das Beben des Meeres noch werden würde und wie der Wind abrupt die Richtung ändern würde. Die ganzen zwei Tage der Meditation ging dieses Spektakel so weiter, in einem Augenblick schien das Gewitter zu schwächeln, in einem anderen war er nur noch mächtiger als zuvor, bis der Senju dann endgültig vorerst schwach, dann aber immer intensiver die wärmespendenden Strahlen der Sonne auf seiner Haut spürte. Der dritte Tag, tatsächlich hatte Hiroki diese Prüfung überstanden, zwei volle Tage den Kräften der Natur getrotzt, seine Sinne geschärft und seinen Körper abgehärtet. Schon wenige Augenblicke in denen der Gama-Sennin realisiert hatte, dass er die Prüfung erfolgreich absolviert haben muss, spürte er die Anwesenheit seines Lehrers. Mit einem zufriedenen Lächeln blickte er zu Hiroki hoch, ehe er seine Stimme erhob. „Gute Arbeit Hiroki-chan, ich hab nichts anderes von dir erwartet. Nicht nur dass dein Körper nun eisigen Kälten widerstehen kann, du hast auch einsehen können, dass die Natur in diesem Fall kein Feind-, sondern ein Freund ist, andernfalls wäre es dir nicht möglich gewesen, diese Prüfung zu überstehen.

Alle Achtung. Wunderst du dich aber nicht über eine Kleinigkeit?“
, fragte die Sennin-Kröte mit einem verschmitzten Lächeln. Kurz überlegte der Braunhaarige, doch im fiel auf Anhieb nichts ein, was ihm sonderlich ins Auge stechen sollte. Er hatte ein gutes Training hinter sich gebracht, war um einige Erkenntnisse reicher und fühlte sich eigentlich recht fit, trotz der ganzen Gefahren denen er entgegnen musste. Im selben Moment machte es auch „Klick“. Hiroki fühlte sich fit, statt dass er die Müdigkeit von zwei Tagen auf seinen Schultern hatte ging es ihm nie besser. „Du scheinst es begriffen zu haben. Nicht nur dass dein Körper durch die regungslose Ausharrung auf dem See ständig so gesehen in einer Art Ruhemodus war, in der ganzen Zeit hast du zwar mit deinem Körper all diese Sachen über dich ergehen lassen, aber stets Kraft aus dem Geist geschöpft, sodass die Energie des Körpers größtenteils verschont blieb. Freu dich aber nicht zu früh, während sich deine spirituelle Energie regeneriert, wirst du die ganze physische zum Einsatz bringen müssen, denn das wird die nächste Aufgabe.“ Gespannt blickte der hochgewachsene Mann auf die Amphibie vor ihm, was ihm als nächstes blühen würde, wenn er schon den Hinweis darauf gab, dass es ein reiner Kraftakt wird. Würde er etwas stemmen müssen? Gegen etwas äußerst starkes kämpfen? Weder noch, Fukasaku hatte da eine ganz andere Sache vorhergesehen. „Auch dieses Training wird nicht in kurzer Zeit ein Ende finden. Hier wirst du sogar eine ganze Woche lang damit beschäftigt sein dieses Training erfolgreich abzuschließen. Wie und ob du dich erholen wirst während des Trainings darfst du dir selbst aussuchen. Du wirst schon für dich selbst entscheiden können, ob du Pausen während deiner Übungen brauchst.“ So hart das für seinen Körper auch sein würde, so war Zeit etwas was der Senju jetzt überhaupt nicht hatte. Wie ein Fluss raste diese an ihm vorbei, entwich seinen Händen und drohte ihm und Konohagakure zum Verhängnis zu werden. Auch wenn er sich im Moment nicht zu helfen wusste, würde sich doch eine Tür für ihn öffnen, die ihn ohne irgendwelche Unterbrechungen ans Ziel bringen würde. Wie schon bei der letzten Prüfung käme dieser Einfall bestimmt beim Trainieren. „Eine ganze Woche sollst du hier in diesem See schwimmen, Arme und Beine trainieren, deinen Körper auf und im Wasser viel schneller als auch stärker bewegen und am wichtigsten die Luftkapazität in deinen Lungen erweitern. Wenn du das geschafft hast, dann bist du bereit für das, was wohl die größte Sorge von uns allen sein dürfte.“
Das Ritual, eindeutig. Etwas anderes konnte Fukasaku gar nicht meinen, doch welchem Zweck diente all dieses trainieren, wenn ohnehin das Risiko bestand, dass das alles fehlschlagen könnte? War es etwa ein Weg, um die Risikowahrscheinlichkeit des Rituals herabzustufen?! Natürlich! Warum sonst hatte einer der Ältesten der Kröten behauptet, hier würde alles einen Anfang als auch ein Ende finden? Sowohl dieser Ort, als auch sein Training waren ein Kernbestandteil des Ritus, ohne sie würde er höchstwahrscheinlich ins offene Messer laufen und genau das Gegenteil von dem bewirken, weshalb er eigentlich hier ist. Jetzt hatte er sich erst Recht den Gedanken an eine Unterbrechung des nächsten Trainings aus dem Kopf gestrichen. Je schneller und effizienter sich das Training auf seinen Körper auswirken würde, desto größer war der Erfolg dem ihm seine vertrauten Geister versprochen hatten. Mit diesen Gedanken hatte er sich schon das Oberteil ausgezogen und in den riesigen See gesprungen, wo er sogleich schon mit seinen Trainingseinheiten über dem Wasser anfing. Überraschend war der Widerstand hier größer als in all den anderen Gewässern, in denen Hiroki in seinem Leben geschwommen war. Es fühlte sich regelrecht so an, als würde etwas versuchen gegen ihn zu agieren, ihn nach hinten zu drücken, was ebenfalls an Kraft gewann, je mehr der Senju versuchte sich ins Zeug zu legen. Dennoch ließ er davon nicht ab, schwamm wie vom Teufel geritten gegen diese unbekannte Macht an. Wenige Meter später wollten aber weder seine Arme, noch seine Beine diese Übung weitermachen. Schwer wie Blei, als ob man an jedem seiner Gliedmaßen hunderte von Kilo angebracht hatte. * Nicht aufhören! Bloß nicht aufhören!* Erst vorhin hatte er sich fest dazu entschlossen, keinerlei Unterbrechungen seines Trainings zuzulassen und diesen Plan wollte er keineswegs über Bord werfen. Einmal tief eingeatmet, setzte der Senju dort fort, wo er eben noch mit dem Gedanken gespielt hatte aufzuhören. Egal wie gewaltig der Gegendruck war und wie viel Macht er noch gewinnen würde, den Willen Hirokis konnte das ganz bestimmt nicht untergraben. *Natürlich lässt er dieses Detail aus, allein dem Stärken der physischen Attribute dient diese Übung nicht, weitere Erkenntnisse…* Diese ganzen Vorbereitungen bestanden nicht nur aus trainieren und besser werden. Nur derjenige der aus seinem Training wertvolle Lektionen ziehen kann, darf über sich im Nachhinein behaupten, dass er mächtiger geworden ist. Nicht nur die Kraft spielte in diesem Fall eine entscheidende Rolle, genauso wie bei der vorherigen Übung war es der eiserne Wille eines Shinobis, welcher denjenigen bei dem er stark ausgeprägt ist erlaubt, derart über die eigenen Grenzen zu gehen, dass es für manche einfach unfassbar ist, zu welchen Taten man fähig sein kann. Beflügelt durch dieses Wissen schoss der Senju mit einem Mal durchs Wasser, schwamm auf und ab, ohne ein einziges Mal eine Pause einlegen zu müssen, bis die Kröte überraschenderweise näher trat und so der Senju auch zum Stillstand kam. „Das scheinst du geschafft zu haben, doch wollte ich dich daran erinnern, dass nicht nur das deine Aufgabe war.“
Gut dass die Amphibie ihn daran erinnerte, da hätte der Sennin doch glatt vergessen, die anderen beiden Sachen zu trainieren. Jetzt wo er im Wasser schnell schwimmen konnte, musste er auch unterhalb des Wassers schnell vorankommen, was aber auch bedeutete, dass das Maß an Luft was seine Lungen „speichern“ konnten erweitert werden musste. Das Ziel nicht aus den Augen lassend, machte er sich nun an diese Übung, verbrachte mehrere Tage und mehrere Nächte so lang er konnte unter dem Wasser um mit jedem Mal etwas länger unterhalb der Oberfläche bleiben zu können. Als einige Tage später auch dieser Bereich ausgiebig trainiert wurde, mussten beide Stufen kombiniert werden. Unterhalb des Wassers so flink und agil wie ein Hai vorankommen, was dem Braunhaarigen nach ein paar weiteren Tagen unterhalb der Wasseroberfläche auch gelang. Sollte es irgendwann mal einen Schwimmwettbewerb geben, wäre wohl Hiroki einer der Topkandidaten die diese Disziplin mit verbundenen Augen bewältigen würde. Bis zur Einkunft Fukasakus nutzte Hiroki die letzten Augenblicke um unter des Wassers weiterhin Kraft, Geschwindigkeit und Luftkapazität seiner Lungen zu trainieren, ehe auch die Kröte erschienen war und dem Senju zu seinem erfolgreichem Training gratulierte. Wie Hiroki vermutet hatte wartete nun nur noch das Ritual auf ihn, allerdings würde das noch seine Zeit brauchen, denn statt dass es sofort losging, hatte die Amphibie ihm angewiesen sich den restlichen Tag von all den Anstrengungen zu erholen. Zugegeben, die letzte Trainingseinheit war schon deutlich auslaugend gewesen, Körper und Geist Hirokis sehnten sich nach Ruhe, weshalb das einstige Oberhaupt der Senju ohne Widerworte den Weg zum Lager antrat und auch sofort ins Bett fiel. Selbst am nächsten Morgen als er aufwachte spürte er noch die Narben der vergangenen ganzen Woche, weshalb er kurz nach dem Aufwachen wieder einschlief und erst am darauffolgenden Tag zu sich kam. War doch wohl anstrengender als es sich der Gama-Sennin vorgestellt hatte, doch nun war der Moment da. Der Moment auf den er die ganze Zeit gewartet und hingearbeitet hatte. Ohne darauf zu warten dass Fukasaku ihn abholen würde, ging Hiroki eigenständig zum See, wo –wie die Amphibie gesagt hatte- alles ein Ende finden würde. Daher überraschte es Hiroki auch kein wenig, alle der drei Kröten-Ältesten am See vorzufinden.

„Es freut mich dich zu sehen Hiroki-kun. Wie dir Fukasaku sicherlich berichtet hat, werde ich an diesem Ritual teilnehmen, da es die Präsenz aller Sennin-Kröten erfordert. Leider liegt um die Zukunft herum, genauso wie in Konoha ein Schleier der Finsternis, ich kann nicht genau sagen, wie der Ausgang des Ganzen aussehen wird.“ Der Oogamasennin, ältester aller Kröten und gut ein Jahrtausend alt. Oft wurde der Name dieser weisen Kröte in der Geschichte von Konoha erwähnt, genauso häufig hatte sie auch die Zukunft der Leute prophezeit, die einen Pakt mit den Amphibien eingegangen waren. Natürlich war es da ärgerlich, dass Hiroki keine feste Absicherung hatte, dass das alles glatt laufen würde, doch es war allemal besser, als wenn sie ihn anlügen würden und im Endeffekt alles in die Hose geht. „Bevor wir wirklich damit anfangen, solltest du dir das alles ein letztes Mal durch den Kopf gehen lassen Junge. Es wäre äußerst töricht seine Fähigkeiten für etwas mehr Kraft aufs Spiel zu setzen. Es gibt noch viele andere Wege um den Reibi aus dem Verkehr zu ziehen. Sei kein Narr!“ Noch während sie die letzten Worte aussprach, schüttelte Hiroki mit einem selbstsicheren Lächeln den Kopf und schaute die Krötendame an. „Danke dass du mich daran erinnerst Shima-sama, aber mein Entschluss steht fest. Auch wenn es äußerst dumm und idiotisch wirken mag, so ist das der einzig vernünftige Weg um die Chancen auszugleichen, auch wenn ich nicht weiß, was die Belohnung für einen derart hohen Preis ist.“ „Dann bleibst du also dabei?“,entgegnete ihm Shima mit einem resignierendem Seufzer. Hiroki nickte lediglich. „Dann wird es Zeit, dass wir die Vorbereitungen für das Ritual treffen. Shima-chan, Oogamasennin, nehmt bitte eure Position ein. Ich werde mich um die restlichen Sachen kümmern. Hiroki-chan, leg das Oberteil bitte ab und setz dich hin.“ Dass er sich hinsetzen musste war ja verständlich, aber warum ersteres? „Ich werde dir jetzt ein Siegel auf den Rücken auftragen, welches uns dreien während des Rituals als eine Art Medium dienen wird. Es könnte ein klein wenig schmerzen.“ Gleich danach entzündete Fukasaku auch eine Chakraflamme an seinem Finger und brannte mit dieser irgendwelche Siegel in den Rücken Hirokis, welcher sich unter den Schmerzen nur schwer auf einem Fleck halten konnte und ordentlich auf die Zähne biss. Glücklicherweise hatte das nicht allzu viel Zeit in Anspruch genommen, sodass der Senju sich kurze Zeit später wieder entspannen konnte und durch die Spiegelung der Wasseroberfläche eine Art Dreieck auf seinem Rücken erkennen konnte. „Das Ritual wird einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, wie bei deiner ersten Übung darfst du dich kein bisschen bewegen. Wir werden in der Zwischenzeit durch das Fuin an deinem Rücken markante Änderungen an deinen Fähigkeiten durchführen, indem wir dein Chakra mit dem der Natur und unserem bearbeiten. Entspann dich, wenn du bereit bist, werden wir das Ritual einleiten. Das Einzige was du machen kannst, ist mit uns gemeinsam Sen-Chakra zu sammeln.“
Das ließ sich das ehemalige Oberhaupt der Senju nicht zwei Mal sagen. Indem er sich im Schneidersitz auf dem See niederließ, sein Körper regungslos ausharrte, fing Hiroki an das Sen-Chakra in sich einzusaugen, während er auch die Geschehnisse um sich herum spürte. Simultan fingen die drei Kröten-Ältesten an ihr eigenes Chakra und das der Natur durch drei Punkte an Hirokis Rücken in seinen Körper zu befördern. Es war ein vollkommend anderes Gefühl als wenn er beispielsweise im Eremitenmodus das Chakra durch die beiden Kröten bekam, als wäre er leicht wie eine Feder und er würde im nächsten Moment mühelos vom Boden abheben können. Im nächsten Moment aber kam schon das unangenehme, als würde jemand in seinem Chakranetz mit einer Nadel herumstochern und dieses irgendwie bearbeiten, woraufhin es sich so anfühlte, als würde man ihm mit Gewalt aus dem Körper herausreißen. Immer größer wurde der Kraftaufwand der ihm irgendetwas aus dem Körper herauszuziehen versuchte, bis er plötzlich in einem geschwächten Zustand keinerlei Kraftakt mehr verspürte. Spätestens jetzt gab es kein Zurück mehr, man hatte ihm nun alles genommenen, was er auf Ninjutsubasis beherrschte, nichts von dem war mehr übrig geblieben. Nie würde er mehr das Mokuton wirken, Dotonjutsus wirken oder sich des Wasserelements bedienen können, genauso wenig wie er nun auf das mächtigste Holz der Senju zurückgreifen können würde. Jetzt hieß es abwarten und hoffen dass der Rest wie geplant verlaufen würde. Stunden vergingen und das Gefühl als ob irgendetwas in ihm gestorben wäre oder als ob man ihm ein Teil seiner Persönlichkeit geraubt hatte wollte nicht weichen. Würden die neuen Fähigkeiten überhaupt ihn immer noch zum selben Hiroki machen, der er im Moment noch war? Würden sie seinen ganzen Charakter verändern? Nein, nein, so etwas konnte ihn nicht beeinflussen und sollte erst seine Sorge sein, wenn es soweit kommen sollte, eher nicht.
„Erster Schritt erfolgreich abgeschlossen. Bereitet euch auf den Zweiten vor.“, ertönte es von der Seite, ehe er spürte wie sich das Wasser in Bewegung setzte, gefolgt von einem angenehmen Rauschen, ehe er spürte, wie das Wasser immer näher in Richtung seines Rückens kam, bis es schließlich durch die drei Ecken des Dreiecks in den Körper von Hiroki floss. Nein, nicht in seinen Körper, in sein Chakranetzwerk, samt des Sen-, und Krötenchakras der drei Amphibien. Mehrmals durchliefen diese Sachen seinen Körper und schenkten ihm wieder die Kraft, die er bei dem „Herausreißen“ seiner –alten- Fähigkeiten verloren hatte, doch das war noch nicht alles! Er fühlte sich besser denn je und dieses Gefühl gewann –je länger die Prozedur andauerte- immer mehr Kraft, bis der Wasserfluss in seinen Körper versiegte und anscheinend die dritte und letzte Stufe des Rituals eingeleitet wurde. Immer tiefer sank sein Körper von alleine unter das Wasser, während er tief Luft holte und weiterhin seine Position beibehielt. Kein einziges Zucken der Muskeln oder sonst etwas, wie ein Stein. Dann, im nächsten Moment, spürte er schließlich eine gewaltige Energie, die über seinem Haupte kanalisiert- und direkt in seinen Körper geleitet wurde, wobei der Sennin auf eine weitere Fuintechnik schloss. Lange musste er auch nicht unterhalb des Sees verbringen, denn ehe er sich versah befand er sich wieder an der Oberfläche und spürte wie sein Körper von einer Aura umhüllt wurde. Doch dabei sollte es nicht bleiben! Wie ein Wasserfall sprudelte das Wasser um seinen Körper, immer wilder und doch mit jeder Sekunde kontrollierter, bis der Körper dieses gesamte Wasser in sich aufsog und lediglich ein blauer Schimmer um den Körper Hirokis übrig blieb. Von drei Seiten aus hörte er das erleichterte Ausatmen der Kröten, wo er schon eine leise Ahnung davon bekam, wie das Ritual gelaufen war. „Meinen Glückwunsch Hiroki-chan. Das Ritual ist vorbei und alles deutet darauf hin, dass alles glatt gelaufen ist. Nun liegt es an dir herauszufinden, was für eine neue Fähigkeit in dir schlummert und darauf wartet freigesetzt zu werden.“ Der Senju konnte es kaum glauben, es war vollbracht, die ganze Arbeit der letzten Tage hatte Früchte getragen, er hatte seine Shinobifähigkeiten nicht verloren und war im Besitz neuer Kräfte. „Warte! Die Sicht wird wieder klarer. Auch wenn du es wohl sehr bald bemerken würdest, wollte ich dich schon einmal darauf hinweisen, dass nun die Fähigkeit Senju Tobiramas in dir schlummert. Suitonjutsus wirken ohne eine Wasserquelle in der Nähe zu haben. Ja, eines der Elemente hast du behalten und jegliche Vorstellungskraft in diesem Bereich gesprengt. Du kannst das Wasserelement anwenden wie kein anderer, deine Verbundenheit zur Natur und nun auch zum Wasser besitzt wohl kein anderer. Viel Erfolg beim Entdecken deiner neuen Kräfte und viel Glück in Konohagakure.“ Mit diesen Worten erhoben sich die Krötenweisen und verschwanden, während der Senju weiterhin auf der Stelle saß, wo er das ganze Ritual über Platz genommen hatte. Die nächsten Stunden verbrachte der Braunhaarige damit jede einzelne Technik die ihm in den Sinn kam auszuprobieren, einige gelangen ihm, andere waren lediglich Chakraverbrauch. Unglaublich. Nicht nur dass er jetzt ein Meister im Suiton war, er war nicht mal mehr abhängig von irgendeiner Wasserquelle, konnte ohne diese seine Techniken wirken. Nicht einen einzigen Moment bereute er diesen Schritt getätigt zu haben, auch wenn die erste Zeit seine Mokutontechniken ihm fehlen würden, doch das was er mit dem Wasser anstellen konnte, war bei weitem effizienter. Wassermassen wurden effektiver genutzt, das Grundwasser konnte angezapft werden um Techniken zu wirken, die Luftfeuchtigkeit konnte ebenfalls genutzt werden und im Zweifelsfall konnte er mit seinem Chakra sein eigenes Wasser erstellen, um so gegen seine Gegner vorzugehen. Als er gerade drauf und dran war den Schauplatz des Rituals zu verlassen, drehte er sich ein letztes Mal um, da ihm eine Sache keine Ruhe ließ. Die Hände aufeinander klatschend fokussierte er eine kleine Menge an Chakra, woraufhin er das in Form brachialer Wellen ausspie und die gesamte Gegend unzählige Meter überflutete. Wie wild schwappte das ganze Wasser umher, was in der nächsten Sekunde ruckartig zur Ruhe kam. „Viel besser als früher…“, sagte er in einem zufriedenem Ton, als das selbstkreierte Gewässer auf den Befehl des Nachfahren Hashiramas perfekt kontrolliert wurde. Dies verdeutlichte nur ein weiteres Mal, wie die Bindung zum Wasser gestärkt zu sein schien. Auch die Geschwindigkeit mit der er Unterwasser vorankam war beachtlich, keinerlei Komplikationen mehr. Auch hatte er einen Weg gefunden um sich das Atmen unter Wasser ungemein zu erleichtern, um seine Opponenten von einem weiteren Ort aus, wo sie keine zehn Sekunden überleben würden konfrontieren kann. Auch gab es Wege hiermit Kontrahenten aus der Luft zu holen. Demnach ließ dieses Element mit den neugewonnenen Kräften einem Gegner keine Zeit zum Luft holen.

„Hiroki-san! Dich suche ich schon seit einigen Stunden. Deine Schülerin ist hier in Myobokuzan und wartet auf dich.“ San? Hier? In all dem Chaos hatte der Senju glatt vergessen, dass er seine Schülerin ins Reich der Kröten beordert hatte um mit ihr trainieren zu können. Eiligen Schrittes eilte Hiroki in die Unterkunft, die die Kröten ihm jederzeit zur Verfügung stellten, wenn er im Reich der Amphibien war, zog sich einen schwarzen Männerkimono an und hastete schon zu dem Ort, an dem San angeblich war, doch alles was der Braunhaarige antraf war Mahira und… Mahira? Entweder spielte seine Fantasie ihm aufgrund des harten Trainings einen Streich oder er hatte tatsächlich zwei Wölfe der Inuzuka vor sich. Ehe er sich versah verwandelte sich eines der Tiere in einen Menschen zurück, wo der Gama-Sennin erst verstand, was da passiert war. Anscheinend hatte seine Schülerin eine Technik entwickelt, mit welcher sie in der Lage war nicht nur einfach durch ein normales Henge, sondern durch eine spezielle Technik die sie nicht nur so aussehen ließ, wie ihren treuen Gefährten, sondern wohl auch noch all seine Eigenschaften verlieh. Äußerst interessant und raffiniert zugleich. Wie dem auch sei, leider war Hiroki nicht gekommen um ein klein wenig mit seiner Schülerin zu trainieren. „ Es freut mich dich zu sehen San. Wie es scheint sind Mahira und du ziemlich gut ohne mich ausgekommen.“, meinte der Senju in einem freundlichen Ton, während er dem Wolf der Inuzuka den Kopf streichelte. „Leider müssen wir unsere kleine Trainingsstunde aufgrund der Situation in Konoha verschieben. Ich werde aufbrechen und mich um den Reibi kümmern, dir obliegt eine viel wichtigere Aufgabe. In Konoha sollen andere feindliche Aktivitäten gemeldet worden sein, du musst dem Hokagen davon berichten und ihn im Kampf gegen unsere Feinde unterstützen. Ich verlasse mich auf dich, wenn ich eine Genin kenne, die den Bösewichten in den Hintern treten kann, dann ist das eine Inuzuka mit ihrem treuen, tierischen Begleiter.“ Nach diesen Worten war der Senju schon verschwunden und nahm sich den Stützpunkt des Feindes ins Visier.
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Bewerbung | Jutsuliste | Senju Clan
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