Naruto RPG Forum :: Thema anzeigen - [Konoha][Altstadt] Kagefelsen
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[Konoha][Altstadt] Kagefelsen
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Hyuuga Yasutaka
Juniidaime
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Anmeldedatum: 22.12.2010
Beiträge: 3761





BeitragVerfasst am: Di 18 Okt, 2011 13:00    Titel: [Konoha][Altstadt] Kagefelsen

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    Die Kagefelsen, der Ort an dem die Gesichter aller Hokage von Konohagakure verewigt werden und von wo man einen atemberaubenden Blick auf das gesamte Dorf hat. Ebenso sieht man von jeder Position aus dem Dorf aus, jedes Detail an den Kagefelsen. Seit nicht allzu langer Zeit fließt an diesem Ort ein riesiger Wasserfall welcher ein Teil der Hyuuga bzw ein Teil des Hyuuga Viertels ist und dementsprechend oft von diesen besucht wird. Eine Kaskade die schier kein Ende nehmen will, unter der sich eine riesige Statue befindet, die in einer Hand eine Waffe hält, blutrote Augen besitzt und eher eine aggressive,furchterregene Präsenz besitzt. Den Namen erhielt der Wasserfall im Zusammenhang mit dieser Statue. Während der Fluss das Reine, die Ruhe und die Gelassenheit ausstrahlt, empfindet man die Statue als aggressiv, unruhig und unrein. So gesehen bilden sie zwei Gegensätze, also Ying und Yang. Dies ist auch der Beweis, dass die Hyuuga viel mit den zwei Worten des chinesischen Denkens zu tun haben. Viele Hyuuga besuchen diesen Ort um inneren Frieden zu finden oder ihre inneren Dämonen zu bezwingen, was sie durch Meditationen auf der Plattform unterhalb der Statue machen können. Am Wasserfall sind viele Plattformen befestigt, durch die man versuchen kann den Wasserfall zu erklimmen, was aber durch die enorme Größe bisher so gut wie kaum einem gelungen ist.

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Hyuuga Yasutaka
Juniidaime
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BeitragVerfasst am: Do 23 Feb, 2012 01:57    Titel:

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Ein winziger Hauch von Erleichterung machte sich im Schwarzhaarigen breit, als er beide Handflächen in die Magengrube seines Feindes gehämmert- und diesem so einen Freiflug in den Schmerz geschenkt hatte. Natürlich würde es nicht das Ende des Sunshu bedeuten, dafür hatte er leider schon gleich zu Anfang dieses Kampfes bewiesen, wie schnell er sich an die verschiedensten Situationen anpassen kann, auch wenn diese hier ihm ordentlich zugesetzt haben müsste, wenn man bedenkt, aus wie viel Meter Höhe er auf dem Boden aufgeprallt war, wie viel Kraft hinter diesem Angriff steckte und was ihm alles noch bevorstehen würde, da alles Gestein in der Luft nun allmählich wieder Kurs auf die Erde nahm. Wenige Augenblicke später aber sackte der Hyuuga leicht keuchend auf die Knie, stützte sich mit einem Bein und einem Arm noch ab, als die Wunde auf seiner Brust sich wieder zu Wort meldete und einen unangenehmen Schmerz durch seinen gesamten Körper jagte. Obwohl die Iryonin vor Ort ihn direkt nach dem Kampf gegen den General versorgt hatten, bereitete Yasutaka die Schnittwunde des brennenden Zentauren immer noch Probleme. Ihm war schon klargewesen, dass die Angriffe dieser Wesen keine gewöhnlichen waren und auch nicht sofort verheilten, aber dass sie sich so lange hinziehen konnten, verwunderte selbst ihn. Nichtsdestotrotz durfte er sich davon nicht unterkriegen lassen, er war stärker als das Bisschen an Schmerz, was ihm versuchte zuzusetzen. Da war er schon mit weitaus schlimmerem konfrontiert worden, sodass das hier jenen Sachen nicht einmal das Wasser reichen konnte, insbesondere zwei bestimmten Ereignissen. Das Ableben einer sehr nahe stehenden Person, am meisten jedoch seine eigene Torheit in Bezug auf Kohaku. Letzteres würde wohl in der Hinsicht unantastbar bleiben und egal wie viel Zeit vergehen würde, eine Narbe in Yasutakas Herzen zurücklassen, die immer und immer wieder bluten würde, sobald er die Aburame auch nur sehen- oder gar irgendetwas von ihr hören würde.
Die Vergangenheit hat ihm mehr als nur einmal gezeigt, dass ihn solche Gefühle nur in ein psychisches Wrack verwandeln, seine innere Welt in seinen Grundfesten erschüttern lassen, während er nach außen hin weiterhin wie derselbe Yasutaka wirkt, wie man ihn kennt. Flüchtig blickte der Hyuuga aus dem Augenwinkel zur Kunoichi um sich zu vergewissern dass es ihr gut ging und zeitgleich tausende von Fragen auszulösen. Würde es überhaupt etwas bringen, sie nach diesem Kampf auf dieses Thema anzusprechen? Hatte er sich etwa zu sehr in etwas hineingesteigert und sich umsonst in diese Verfassung gebracht oder würde diese Konversation nur eine Leere im Hokagen hinterlassen, die sich durch nichts und niemanden wieder füllen lassen würde? Ach was soll’s, er steckte sowieso schon tief genug in der Scheiße, schlimmer als das was er sich ausgemalt hat konnte es eh nicht mehr werden, zumal halbe Sachen nicht sein Ding waren. Wenn er etwas anfing, dann brachte er das auch schon zu Ende, da er bestenfalls sowieso nur gewinnen konnte, verloren hatte er auf emotionaler Ebene ohnehin schon alles. Wo er schon beim Stichwort zu Ende bringen war: Genau dasselbe traf auf den Kampf zwischen ihm und dem Anführer der Akatsuki zu, erst im Anschluss dessen wäre es ihm überhaupt vergönnt einen Versuch für solch ein Gespräch mit der Aburame zu starten. Mühsam rappelte der Schwarzhaarige sich wieder auf, unterdrückte den wieder aufkommenden Schmerz und ließ den Blick viele Meter nach unten wandern, dorthin wo normale Okulare vielleicht mit Glück schemenhafte Gestalten oder unter diesen Konditionen einfach gar nichts erkannt hätten und war keineswegs überrascht, als er den Blauhaarigen mit all seinen Klingen hochhechten sah. Ein leichtes Schmunzeln konnte sich der Hyuuga bei dem Anblick seines heranpirschenden Gegners nicht unterdrücken, da er schließlich mit der Art von Gegenwehr gerechnet hatte, genauso auch damit, dass er dieses Mal mit etwas komplett neuem rechnen musste, als bisher. Auch wenn die gewaltigen Mengen an Fuutonchakra, die sich im Körper des Nukenin sammelten, für den Hokage keine große Hürde darstellen würden, müsste er sich einerseits überlegen wie er die Aburame in ihrem derzeitigen Zustand unterstützen konnte und andererseits, wie sich das auf das –im Augenblick- fliegende Kampffeld auswirken würde.
Leider würde er nicht einmal dazu kommen an sein eigenes Wohl zu denken, denn in jenem Augenblick, indem er sich in Bewegung setzen wollte, zuckte der Schmerz von gerade eben wie ein Blitz wieder durch seinen gesamten Körper, woraufhin sich jeder Muskel in seinem Körper versteifte und ihn an jeglichen Bewegungen hinderte. *Scheiße… *, schoss es dem Hokagen als letztes durch den Kopf, ehe er noch die Arme vor dem Körper verschränken konnte und im nächsten Augenblick schon sowohl von der gewaltigen Böe, als auch von einigen Felsen in die Luft gerissen wurde. Zu allem Überfluss prallte das Gestein auch noch genau auf seine Verletzung, weshalb er den Brocken gleich leblos durch die Luft flog, unzählige Schnittwunden durch den fortwährenden Orkan an Windsicheln über sich ergehen ließ und kurze Zeit später dann in den Sturzflug überging, bis dann viele Meter nach seinem freien Fall ein lautes Krachen –welches einem Donner glich- durch die gesamte Umgebung hallte und durch das fallende Gestein nur intensiviert wurde. Lediglich ein schwaches Ächzen vermochte die Lippen des Hyuuga zu verlassen, welcher regungslos unter dem Haufen Steine da lag, nicht in der Lage auch nur einen Finger zu krümmen, geschweige denn den Kampf fortzusetzen. Sein gesamter Oberkörper war übersäht mit Schnittwunden, das Hemd bis auf den letzten Stofffetzen in seine Einzelteile zerlegt, doch die Krönung des Ganzen war der pure Schmerz, der aus jeder noch so winzigen Faser seines Körpers drang und ihm ein weiteres Mal stark zusetzte.
Es glich geradezu einem Wunder, dass er unter diesem Haufen Geröll noch am Leben war, die staubige Luft unter dieser Lawine an Steinen einatmen und dazu röcheln konnte, doch viel brachte ihm diese Tatsache in dieser Situation auch nicht, da der nächste Haufen an Geröll geradewegs auf ihn hinabfiel und das Ende bedeuten würde. Jede noch so kleine Bewegung wurde ihm von seinem eigenen Körper verweigert, weshalb jede erdenkliche Möglichkeit die ihn aus dieser Situation katapultieren würde zum Scheitern verurteilt war. *Ein kleiner Fehltritt und schon steht man an der Schwelle zum Reich der Toten*, dachte sich das Oberhaupt der Weißaugen, während seine Sicht immer weiter verdunkelte, seine Lider zugefallen waren und nur noch die kühlen–durch den Stein rieselnden- Regentropfen auf seiner Haut zu spüren waren. *Der kürzeste Hokage seiner Zeit… nicht einmal die Gelegenheit gehabt mich auf dem Kagefelsen portraitieren zu lassen… oder direkt zu sagen was ich gegenüber ihr empfinde… ohne die Gewissheit ob ich mich in etwas hineingesteigert habe oder ob es doch falsch war den Schritt zu wagen…* So viele Dinge, die er gerne noch in die Tat umgesetzt hätte, so viele Sachen die ungesagt blieben und doch schien jetzt allmählich der Zeitpunkt gekommen zu sein, wo Yasutaka sein Schicksal nicht mehr auf eigene Faust ändern konnte. Gleich wäre es vorbei, aber immerhin wäre das Letzte was er spüren würde die kalten, entspannenden Tropfen, die durch das Gestein rannen. *„Wie auch immer – du hast noch alle Zeit und jede Möglichkeit der Welt, das wieder gut zu machen. Es ist jetzt schief gegangen, okay, aber du hast es selbst mehr oder weniger gesagt: Dann wirst du es eben nochmal versuchen! Stirb mir nur nicht dabei – ich habe die Befürchtung, dass ich allein mit Kiza etwas überfordert bin.“.*

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Genau diese Worte, die die Aburame ihm damals im Krankenhaus ans Herz gelegt hatte, gaben ihm mit einem Mal wieder die Kraft die er benötigte, riss seine Augenlieder wieder auf und sammelte in kürzester Zeit eine Menge an Chakra, welches er abrupt aus jedem Tenketsu aus seinem Körper austreten ließ. „Jukenpo Ichigekishin!“ Sämtliches Geröll wurde mit einem Mal vom Hokage aus in alle Himmelsrichtungen gesprengt, was kurze Zeit für eine Staubwolke sorgte, die aber sogleich von dem strömenden Gewitter und dem daraus resultierendem starken Wind weggefegt wurde und den Kagen preisgab. Von seinen Mundwinkeln, seinen Armen und seinem Oberkörper floss das Blut nur so hinab, vermischte sich mit den Wassertropfen und bildete in kürzester Zeit unter seinen Füßen eine mittelgroße Blutlache. Auch wenn er durch die letzte Aktion etwas aus der Puste schien, so hatte das Ganze nur den Überlebenswillen und erst recht die Kampfeslust in Yasutaka gestärkt. Worte waren hier absolut fehl am Platz, sein Blick allein reichte schon aus, um seinem Opponenten diese Entschlossenheit und immer stärker werdenden Kampfgeist zu zeigen. Ohne sich auch nur ein Bild von der momentanen Lage zu machen, schoss Yasutaka einer Rakete gleich auf seinen Feind zu, während er im Lauf einige Utensilien entsiegelte, die ihm noch äußerst behilflich sein würden.
Die Breitschwerter seines Feindes erneut mit einem direkten Angriff auszuschalten, würde nur viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen, sodass der Hyuuga sich nun vollends auf seine Geschwindigkeit- und seine entsiegelten Waffen verlassen musste, das perfekte Timing war gefragt. Sechs Kunai mit der gleichen Anzahl an Briefbomben daran hatte das Dorfoberhaupt aus der Schriftrolle beschworen, wovon er in jeder Hand jeweils drei zwischen den Fingerzwischenräumen hielt und ohne Umwege in die Richtung Sashijos warf. Ein Angriff? Viel eher eine Ablenkung um die Aufmerksamkeit vieler Schwert auf die Geschosse zu lenken, welche Sekundenbruchteile später in einer riesigen Detonation hochgingen und erneut –im wahrsten Sinne des Wortes- für viel Wirbel sorgten. *Jetzt!*
Ruckartig war der Schwarzhaarige im Laufen etwas in die Hocke gegangen und abgesprungen, sodass er ohne Umschweife vor dem Nukenin landete, Chakra in den Beinen sammelte und zu einem Tritt ausholte, der den Sunshu auf eine lange Reise mitnehmen würde. „Juuashi! Hakke Kûshô!“ Direkt nach einer Drehung aus der er mehr Kraft für den Angriff schöpfte, bretterte er das Bein in die Magenkuhle des Blauhaarigen, welcher durch die Chakrawelle in einem hohen Bogen in die Luft, zeitgleich aber in Richtung Dorf geschleudert wurde. *Jetzt bloß keine Müdigkeit vortäuschen!* Auch wenn es wieder soweit war, dass sein Körper jegliche Bewegungen untersagen wollte, dominierte hier der Wille des Hyuuga, welcher dem Sunshu ohne Pause nach oben folgte, während im Hintergrund weiterhin die Gesteinsformationen auf dem Boden aufkamen, die riesige Wasserpfütze die sich im Krater angesammelt hatte durch die Luft schleuderte und in einem lauten Getöse langsam aber sicher wieder ihren Platz einnahmen. Das war aber für den Kage weniger von Belang, sein Augenmerkmal galt dem Akatsuki, welchem er keine Chance geben durfte, jetzt für einen Gegenangriff auszuholen. Da es zu den Stärken seines Kontrahenten zählte mit Klingenwaffen umzugehen, wäre es für jemanden der eher auf den waffenlosen Nahkampf versiert ist, ein törichtes Unterfangen mit genau den Mitteln gegen seinen Kontrahenten vorzugehen, wo man deutlich im Nachteil wäre, doch genau das würde der Schwarzhaarige machen.
Dies war auch haargenau der Grund, warum er vorhin sein Katana entsiegelt- und in diesem Moment aus der Schwertscheide gezückt hatte. Jählings sauste die Klinge Yasutakas –als er sich genau vor seinen Feind positioniert hatte- auf Sashijo herab, welcher selbst aber nach dem letzten Angriff in der Lage war sich trotz der Schmerzen zu bewegen und mit seinem Schwert abzublocken, ja sogar mit einem zweiten welches in seine Hand „geflogen“ war, von der Seite den Spieß umzudrehen, doch das konnte er gleich wieder vergessen. Instinktiv versetzte der Hokage seinen Körper in der Luft etwas seitlich, legte seine freie Hand auf die breite Seite der sich heranbahnenden Klinge und vollführte so aus der Luft heraus eine Art Radschlag, weshalb er nun kopfüber vor seinem Gegner „stand“ und ein weiteres Mal mit dem Fuß ausholte, um ihn von oben wieder gen Boden zu befördern. Dass das Vorhaben jedoch nicht so klappen würde, wie es sich das Weißauge vorgestellt hatte, war vorhersehbar. Er selbst schien nicht der einzige der in der Luft zu akrobatischen Manövern in der Lage war, denn ehe sein Fuß auch nur in die Nähe des Körpers des Sunshu gekommen war, bediente er sich einer abgewandelten Form eines Rückwärtssaltos, ohne dass er diesen aber ganz vollführte, sodass dieser eher einem halben ähnelte der Sunshu quasi in der Luft „lag“ dafür seine Klingen überkreuzt den Angriff des Hyuuga abfingen.
Durch die Wucht seines Trittes würde der Nukenin genug Abstand kriegen um wieder von der Ferne sich zur Wehr zu setzen, hatte dieser sich zumindest bestimmt erhofft, denn als das Dorfoberhaupt des Feuerreiches bemerkte wie sich die Klingen überkreuzten, bremste er sich durch ein weiteres Manöver ab und absolvierte –anders als sein Gegenüber- einen ganzen Rückwärtssalto, weshalb er –noch bevor Sashijo genug Abstand gewonnen hatte, das Bein von diesem ergriff, ihn zu sich zog und mit der Faust ausholte. Selbiges tat aber auch der Blauhaarige, was der Kage zu spät bemerkte, sich dafür aber nur weiter in den Angriff hineinsteigerte, weshalb sich beide Fäuste im Gesicht des jeweils anderen eingruben und beide Kämpfer kurz Abstand voneinander gewannen, als Yasutaka mittels seines Byakugan bemerkte, wie hinter sich ein Breitschwert auf ihn angesaust kam. Durch eine einzige, geplante Drehung in der Luft und dem Anwinkeln der Beine, befand er sich nun nicht unter dem Schwert –außerhalb der Gefahrenzone, sondern auf diesem, sodass es kurz den Eindruck erweckte, als würde er auf diesem surfen, bis er wenige Sekunden später mit etwas Druck absprang und abermals den Akatsukileader ins Visier nahm, welcher schon die nächsten seiner Klingen entsandte um diese mit dem Blut Yasutakas zu zieren. Unverzüglich begann das Oberhaupt der Weißaugen sich im Fall zu drehen und simultan Chakra aus seinem Körper austreten zu lassen, woraufhin blaues, rundes Schild um ihn entstanden war, was sich mit ihm zusammen immer weiter drehte.
„Hakkeshô Kaiten!“ Im Normalfall wäre es eventuell schwieriger gewesen diese Anzahl von Klingen mit einem Mal mittels eines Chakraschildes zu blocken, doch durch die zunehmende Geschwindigkeit seines Körpers, würde er mühelos die Schwerter dorthin schicken können wo sie hergekommen waren, um sich im Nachhinein seinem eigentlichen Ziel zu widmen. Zunächst das Geräusch als ob man mit bloßen Fingernägeln an einer Tafel langziehen würde, dann das einer Kettensäge, welches auf Widerstand traf, dafür aber durch das Material nicht durchkam und immer weiter an Macht verlor, bis Yasutaka den Chakrafluss unterbrach und die Schwerter hinter sich ließ. Etwas Gutes hatte diese gesamte Luftaktion schon, schließlich konnte sich Kohaku etwas von den Folgen des Kampfes erholen, zwar nicht viel, aber genug um nach etwas mehr Luft zu schnappen, doch wenn Yasutakas Vorhaben Früchte tragen würde, dann könnte sie das noch etwas länger. Wiederholt sammelte er wieder in einer Hand Chakra, baute immer mehr von diesem in der Handfläche auf und hatte vor absichtlich auf die Schwerter seines Feindes zu hämmern. Kurz bevor beide Kämpfer wieder auf Augenhöhe war, warf er sein Katana leicht in die Luft, sodass er beide Arme für den Angriff frei hatte und diese sofort auf die bereits überkreuzten Klingen des Feindes vorschnellten. „Hakke Hasangeki!“

Alsbald die Handflächen in Kontakt mit dem kalten Stahl gekommen waren, entlud sich die gesamte Menge des Chakras, welche den Gegner auf der Stelle durch die Luft –in Richtung Dorf- wirbelte und Yasutaka kurz nach seiner Landung diesem über die Bäume folgte. Ziel war aber nicht das Zentrum des Dorfes, dort gäbe es viel zu viele die zu Schaden kommen könnten, nein, das Ziel war der Kagefelsen, oder besser gesagt der kolossale Wasserfall am Kagefelsen, der sich ideal als Austragungsort für einen Kampf eignen würde. Den restlichen Weg über „lockte“ der Hokage seinen Feind gezielt durch Ausweichmanöver und weniger Gegenangriffe an den Wasserfalls, als plötzlich das Rauschen des Regens mit einem weiteren immer stärker werdendem vermischt wurde, ehe beide schließlich auf verschiedenen Plattformen am Wasserfall zum Stillstand kamen und sich unter ihnen die schier unendliche Kaskade erstreckte. Die Anzahl an Plattformen und die beachtliche Größe des Wasserfalls würden die verschiedensten Möglichkeiten zum Kämpfen und Ausweichen bieten, ohne dass man jeden Moment damit rechnen musste, unter einer Steinlawine begraben zu werden. „Für einen Akatsuki schlagt ihr euch gar nicht mal so schlecht. Das muss schließlich ich am besten aus Konoha wissen, immerhin hab ich mehr Akatsuki überlebt als jeder andere. Vier von euch mit einem Mal im Sumpf in die Flucht geschlagen und dann auch noch eine die mit einem Wildschwein nach Konoha gekommen war. Jun…Junkei… Genau, Junkei Rei hieß die Psychopathin.“ Irgendwie bemerkte der ehemalige ANBU Captain erst jetzt, dass er sich mit den verrücktesten, zeitgleich auch schwierigsten Gegnern anlegte und dann immer im Krankenhaus landete. Wie dem auch sei, immerhin war Kohaku nun in Sicherheit, lange aber bestimmt nicht, denn so wie der Kage sie kennengelernt hatte, konnte man ihr etwas nicht aus dem Kopf schlagen, wenn sie sich einmal was vorgenommen hat.

Spoiler
Name: Jūkenpō Ichigekishin (Sanfte Kampfkunst Ein Körper-Schlag)
Art: Hiden
Rang: A-Rang
Beschreibung: Dies ist ein fortgeschrittenes Hiden des Hyūga-Clans, bei dem aus dem der Anwender konzentriertes Chakra aus seinem gesamten Körper freisetzt, um naheliegende Gegner und Hindernisse anzugreifen. Da der Anwender das Jutsu selbst bei kompletter Bewegungslosigkeit benutzen kann, eignet es sich perfekt, um Gegner in schwierigen Lagen zu überraschen.
Der Schwierigkeitsgrad des Jutsu ist sehr hoch, da es selbst Jōnin selten gelingt, Chakra an mehr als einem Körperteil gleichzeitig zu konzentrieren, während hierbei alle Tenketsu gleichzeitig betätigt werden. [Fortgeschrittener Jou-Nin Level]


Name: Juuashi (Gentle Foot)
Art: Taijutsu
Rang: C-Rang
Beschreibung: Die Erweiterung des Juuken. Wie jeder weiß, sind die besten und einfachsten Punkte, Chakra auszustoßen, die Hände und die Füße. Durch ausführliches Training erlaubt es diese Kunst (was vielmehr eine Lehre ist) auch mit den Füßen gezielte "Juuken"-"Tritte" auszuführen. Somit gewinnt der Hyuuga in Kämpfen mehr Mobilität, mehr Möglichkeiten und vor allem sind Gegner, die sich bisher nur den Fäustschlägen entzogen haben, eher dazu geneigt einen Tritt zu blocken, anstatt ihn auszuweichen - ein Fehler wie sich herausstellen wird. Allerdings verlangt es eine unmögliche Zeitspanne an Training z.B. mit den Füßen das Kaiten, das Hakke Rokuju Yonshô oder andere Hakke-Techniken zu benutzen, sodass nur einfache Juuashi-Stöße möglich sind und eine Abwandlung der Künste Hakke Kûshô und Hakuro Tenbu. Diese sind aber auch nur möglich, sofern man die Standardversion erlernt hat. [Jou-Nin-Niveau]

Name: Hakke Kûshô (8 Trigramme, Wind Handflächen)
Art: Taijutsu
Rang: D-Rang
Beschreibung: Ähnlich dem Kaiten, wird hier aus der Handfläche eine riesige Menge Chakra freigesetzt, um einen Gegner zurück zustoßen. Dies kann in Kombination 3 mal hintereinander eingesetzt werden.

Name: Hakkeshô Kaiten (8 Trigramme, Himmlischer Wirbel)
Art: Taijutsu
Rang: C-Rang
Beschreibung: Mit dieser Technik setzt man Chakra aus seinen Handflächen frei und dreht sich mit rasender Geschwindigkeit im Kreis. Das Chakra formt dabei einen Schutzschild, der sehr stark ist und defensiv genutzt wird. [Chu-Nin Level]

Name: Hakke Hasangeki (8 Trigramme, Bergzerstörer-Schlag)
Art: Taijutsu
Rang: B-Rang
Beschreibung: Dieses Taijutsu gehört zu einer der stärksten des Hyuuga-Clans, das es fast an ein A-Rang Jutsu grenzt. Hier sammelt der Nutzer Chakra in den Handflächen und lässt es bei einem direkten Treffer ausströmen. Dadurch wird der Gegner mit großer Wucht weggeschleudert. Dies bewirkt , dass sogar im Weg stehende Felsen zertrümmert werden. [Jou-Nin Level]

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Aburame Kohaku
Jounin M
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Anmeldedatum: 23.12.2010
Beiträge: 112





BeitragVerfasst am: Do 23 Feb, 2012 14:24    Titel:

Wenn sie hätte bestimmen müssen, wieviel Zeit verstrich zwischen Yasutakas Angriff auf Sashijo, der ihn irgendwohin befördert hatte, wo man ihn nicht mehr ausmachen konnte, und seinem neuerlichen Auftauchen, hätte sie als Antwort mindestens eine Stunde gegeben. Die Anspannung mochte nicht von ihr abfallen, war es doch offensichtlich, dass ihr Gegner selbst nach einem derart mächtigen und gefährlich aussehenden Schlag wieder aufstehen würde, und gerade das machte die Warterei unerträglich, doch ebenso die Ungewissheit, von wo aus der nächste Zug folgen würde – und wie er aussah. Allein der Gedanke an all die Schwerter, die sich nur auf sein Zutun hin völlig frei bewegen konnte, bereitete ihr eine Gänsehaut; und in Zusammenspiel mit seinen Fuuton-Jutsu hatte sie das Gefühl, einem schneidenden Wind gegenüberzustehen. Ein Kontrahent, den man selbst nicht ergreifen, sondern nur spüren konnte, und wenn man ihn spürte, zog man sich bereits mehr oder weniger starke und schmerzhafte Schnitte zu. Wie ein Geist, der auf einem Rachefeldzug gegen die Sterblichen aus war – nur dass sie ihn zwangsweise besiegen würden.
Wenn sie Yasutaka unterstützte und er den Akatsuki noch häufiger traf, konnte er nicht gegen sie bestehen. Früher oder später würde er sich entweder zurückziehen müssen oder aber sie würden ihn bezwingen, ein Gedanke, der die leise sich in ihren Geist einschleichenden Zweifel beiseite fegte und ihr neuen Mut machte. Wäre der Angriff des Hyuuga gescheitert, so wäre sie sich mit Sicherheit nicht mehr sicher gewesen, ob sie überhaupt eine Chance gegen diesen mächtigen Feind hatten, so aber ahnte die Aburame, dass trotz des leisen Schauders, der sie befiel wenn sie an seine Augen dachte, eine gute Möglichkeit bestand, dass sie gewannen; vorausgesetzt, sie ließ sich nicht von ihren Gedanken davon treiben.
Sie hatte es nicht gewagt, sich zu bewegen, solange sie nicht wusste, wo der Anführer Akatsukis steckte, und so hatte sie ruhig, aber aufmerksam gewartet, sämtliche Sinne auf ihre Umgebung erstreckt, dabei auch die Fühler ihrer Kikaichu zu Hilfe nehmend, angespannt, aber bereit. Den Regen hatte sie bereits ausgeblendet, sie spürte ihn und die damit einhergehende Kälte, die ihren Körper befallen hatte, nicht mehr, lediglich ihre Sicht wurde durch die abertausenden von Tropfen stark eingeschränkt, die sich selbstmörderisch auf den zerrütteten Boden stürzten. Trotzdem erkannte sie den Schemen, der jäh in die Höhe schoss, und das Zerschmettern der Felsen, bis er innehielt, seine Schwerter um sich scharte – und dann schoss plötzlich massenhaft Gestein auf sie zu.
Nicht gut! Innerlich fluchend reagierte Kohaku sofort und wäre dennoch beinahe zu spät gewesen, so aber schaffte sie es irgendwie, noch rechtzeitig abzuspringen, ehe die ersten mörderischen Brocken sie erreichten, nur um auf einen der sich in unglaublicher Geschwindigkeit bewegenden Felsen zu landen. Es wäre schön gewesen, wenn es so einfach gewesen wäre und sie dort Halt gefunden hätte – aber dieses dumme Ding bewegte sich unablässig weiter, und länger als den Bruchteil einer Sekunde konnte sie dort nicht stehen bleiben, wenn sie nicht runtergeworfen und zwischen seinen Gefährten zerquetscht werden wollte. Ihr Körper war bis in die letzte Faser angespannt, als sie weitersprang, ihre Konzentration, sofern es ihr angeschlagener Zustand zuließ, aufs höchste Maß gebracht, um ja keinen Fehler zu machen, denn nur ein einziger falsch gesetzter Fuß, ein einziges Mal ausrutschen auf dem durch den Regen umso gefährlicher werdenden, vermeintlichen Halt, und es wäre für sie gelaufen.
Deswegen bemerkte sie nicht die Klingen, die zwischen den Steinen verborgen waren und sich sie als Ziel ausgesucht hatten, jedenfalls nicht solange, bis eine davon geradewegs durch den Felsen vor ihr brach und sie aufzuspießen drohte.
Innerlich stieß sie einen derben Fluch aus, der eigentlich nicht einmal zu ihrer manchmal etwas rauen Art passte – denn die Erkenntnis, dass sie hier keine Schutz und vor allem keine Zeit hatte, um ein rettendes Jutsu zu wirken, kam spät und machte die Konzentration auf das Halten ihres Gleichgewichts zunichte. Der Stein unter ihren Füßen war zu schnell und warf sie rücklings um, doch noch bevor sie unter oder zwischen ihn und seine zahlreichen Begleiter geraten konnte, hatte sie es noch geschafft, einen kläglich anmutenden Schwung aufzubringen, um sich nach hinten abzustoßen, sich zumindest so weit zu drehen, dass sie kopfüber in der Luft hing, um dann auf einem kleinere Brocken zwischenzulanden, nur um sich ein weiteres Mal hochzudrücken. Aber sie war hier oben völlig ohne Schutz – und das wollte das Stück Metall, das sie nun völlig frei im Visier hatte, ausnutzen.
So einfach war die Aburame jedoch nicht kleinzukriegen. Mushi Bunshin no Jutsu –Ein Schwall Insekten schoss unter ihrem Mantel hervor, formte sich sofort zu einem exakten Ebenbild der Schwarzhaarigen, packte sie am Arm und drehte sich um die eigene Achse, um die echte Kohaku schwungvoll aus der Flugbahn zu werfen. Es funktionierte! Das Schwert bohrte sich nur eine Sekunde später in den Doppelgänger, ließ ihn wieder zu Kikaichu zerfallen, die sich sofort in der Umgebung verteilten, während die richtige Kunoichi auf einem größeren Felsen zwischenlandete, auf dem sie sich sogar einen Moment lang zu halten vermochte.
Da schoss diese verdammte Klinge bereits erneut auf sie zu – und dann sie tat etwas, das in ihrem Kopf unglaublich genial klang, Andere allerdings als total dämlich oder sogar verrückt bezeichnet hätten. Als das Schwert sie beinahe erreicht hatte und auf ihren Brustkorb zielte, zog sich ein siegessicheres Grinsen über ihr Gesicht; da sprang sie ihm entgegen, den metallenen Arm wie ein Schutzschild vor ihrem Körper haltend. Ihr Plan ging auf. „Haha! Hab ich dich!“, grinste die Aburame und musste dabei wirken wie ein totaler Idiot, aber es kümmerte sie nicht, weil sie nämlich Recht gehabt hatte: Der gefaltete Stahl bohrte sich in die Prothese und blieb dort stecken, und obwohl sie keine Schmerzen dabei spürte und sie nach wie vor bewegen konnte, riss sie der Ruck, mit dem er durch sie hindurchging, von den Füßen. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, sie hätte sich wieder fangen und auf dem winzigen Stück Erde, das sie in einer Lücke der Felsen zu erkennen glaubte, wo sie kein rollender Tod erwischt hätte, zwischenlanden können – aber sie hatte nicht mit der Kraft und der Wucht des Angriffs gerechnet. Die Klinge hatte ihren Unterarm durchbohrt, doch durch den Schwung und vermutlich auch den starken Willen Sashijos riss sie eben jenen zu ihrem Körper und versenkte ihre Spitze tief in ihrer Schulter.
Der Schmerzenslaut, der ihr entfuhr, wurde von dem Donner über ihr und dem Tosen der Steine um sie herum überdeckt, sie verlor durch diesen beinahe-Sturz die Orientierung und sah sich nur noch umzingelt von der Lawine, die sie nun endlich in ihre Tiefen zu ziehen drohte, aber sie gab nicht auf, sondern biss die Zähne zusammen, sammelte sich und schaffte es tatsächlich, wenn auch äußerst unelegant, auf einem Felsen innezuhalten. Mit einem heftigen Ruck und begleitet von einem schmerzhaften Ächzen zerrte sie das Schwert aus ihrer Schulter, versuchte das Brennen zu ignorieren, das mit dem Regen und dem Wind einherkam, die sich wie zusätzliche Messer in die Verletzung gruben, und hatte gerade die Hand an den Griff des Schwertes gelegt, als ein zweiter Feind sich ihr nahte. Eine zweite Klinge hatte sich auf den Weg zu ihr gemacht… und dieses Mal konnte sie sie nicht abwehren.
Ein scharfer Schmerz schoss mit einem Mal durch ihren Rücken, doch es blieb Kohaku keine Zeit, sich umzudrehen oder auch nur mit der Wimper zu zucken… im nächsten Augenblick stürzte sie.

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Sie registrierte gar nicht mehr, dass sie fiel, dass sich die Schwerter aus ihrem Körper lösten und verschwanden, dass die Felsen um sie herum an ihr vorbeischossen und wie durch ein Wunder nur kleinere Steine sie trafen, und dass sie derart hart auf dem Boden aufkam, dass es ihr die Luft auf dem Körper presste. Mit unbarmherziger Macht versuchte ihr Bewusstsein zu entkommen und aufzugeben, sich der Ohnmacht hinzugeben und in einen Schlaf zu versinken, aus dem sie nicht wieder erwachen würde.
Alles um sie herum wurde still. Sie hörte nichts mehr, sah nichts mehr, fühlte nichts mehr, nur… Kälte. Dann war da noch die Präsenz zweier Personen, die wieder angefangen hatten, gegeneinander zu kämpfen und sich dabei entfernten. Das war in Ordnung so, oder? Sollten sie sich doch bekriegen – das hier war schon lange nicht mehr ihr Kampf. Sie konnte nicht mit ihnen mithalten, war zu schwach und stand Yasutaka ohnehin mehr im Weg als dass sie ihm hätte helfen können. Dieser Idiot… Wieso hatten die Schwerter von ihr abgelassen? Hatte er sie etwa weggelockt, um ihr zu helfen? Wieso tat er das immer? Wieso half er sich nicht selbst, bevor er ihr zur Hilfe eilte? Wieso setzte er sie selbst in einem Kampf, in dem er selbst schon so mitgenommen und geschwächt war, immer sie an erste Stelle? Wieso… Wieso…
Wieso weinte sie jetzt?
Etwas Nasses lief unter den geschlossenen Lidern hervor, bahnte sich einen Weg über ihre Wangen und versickerte ungesehen in der zerstörten Erde unter ihrem zerschundenen Körper. Das Blut, das ihre Verletzungen verließ und sich ebenfalls dort ausbreitete, fühlte sie genauso wenig das, das sich in ihrem Mund sammelte, oder wie den Schmerz; es war alles weg. Verloren… Wie dieser Kampf. Zumindest für sie. Yasutaka aber stand weiterhin dort oben und kämpfte, er gab sein Bestes und würde nicht aufgeben, bis Sashijo besiegt war, er würde immer kommen, um ihr zu helfen und um sie zu retten, um sie wieder aufzubauen oder sich mit ihr zu streiten. Auch wenn sie es nie zugeben würde – er war stärker als sie, erheblich, sowohl kämpferisch als auch mental, und vielleicht war das der Grund, warum sie ihn manchmal so sehr für sein Verhalten hasste, aber… sie brauchte ihn.
Und brauchte er sie nicht auch?
Ich kann… hier nicht aufgeben. Ich kann nicht hier bleiben, während er sein Bestes gibt. Gegen so einen hilflosen Idioten… kann ich doch nicht verlieren! Sie konnte nicht davonlaufen, das hatte auch er ihr damals gesagt. Stell dich deinen Ängsten und Problemen und bekämpfe sie – das war der Sinn seiner Aussage gewesen, die ihr den Kopf gewaschen hatte. Und wenn es ihre Angst war, verletzt zu werden, zu verlieren, nicht nur diesen Kampf, sondern auch gegen ihr Herz, dann musste sie eben all ihre Kraft und ihren Mut zusammennehmen, um sie zu zerschlagen!
Kohaku öffnete den Mund, um tief Luft zu holen – und im nächsten Augenblick musste sie husten, so stark, dass sie sich auf die Seite rollte, die Augen öffnete und erkannte, dass es Blut war, das sie gerade ausgespuckt hatte. Ein letztes Mal, sagte sie sich, ließ die Lider erneut sinken und hob die eiskalte und zitternde Hand an das Loch an ihrer Seite, Nur ein letztes Mal noch muss ich aufstehen. Schwach flammte erneut das grüne Chakra auf, aber es brauchte quälend lange, bis sie endlich das Kribbeln und eine schwache Wärme fühlte, die in ihren Körper zurückkehrte, bis die Tiefe der Wunde sich allmählich zurückbildete und sich schließlich schloss. Um ihr angegriffenes Organ selbst zu heilen fehlte ihr die Kraft, aber was sie brauchte, waren nur ein paar Minuten, ein paar Minuten, um aufzustehen und einen letzten, hoffentlich entscheidenden Angriff auf ihren Feind zu beginnen. Sie heilte auch die Verletzung an der Schulter, wenn auch nur oberflächlich, denn den Rest ihres Chakras würde sie noch brauchen und bis dahin musste sie eben mit den Schmerzen zurechtkommen, die sie jetzt stärker denn jäh spürte.
Aber sie zwang sich fokussiert zu bleiben, hob den Blick an – und erkannte mit Entsetzen, dass sie offenbar mehr Glück im Unglück gehabt hatte. Sie war verschüttet worden, aber sie war nicht von den Steinen verletzt oder eingequetscht, es ging ihr soweit gut… davon abgesehen, dass ihr langsam die Luft ausging. Dann zog sich jedoch jäh ein schwaches Grinsen über ihr Gesicht.

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Einen Herzschlag später wurden die Felsen über ihr im wahrsten Sinne des Wortes weggefegt als wären sie nur lästige Kieselsteine, dann schoss sie aus dem daraus entstandenen Loch hervor, landete auf einem Felsen und sah sich sofort um. Von Yasutaka und dem Akatsukileader fehlte jede Spur. Ohne länger zu zögern oder einen Gedanken des Zweifels zuzulassen, sandte Kohaku einige Käfer los, um die Umgebung abzusuchen, setzte sich selbst jedoch bereits in Bewegung, auch wenn sie nicht sicher war, ob es die richtige Richtung war. Nur einige Sekunden später wurde sie von einem Kikaichu nach Osten gelenkt. Sie beschleunigte ihren Schritt, fing an zu laufen so schnell sie konnte, während ihr der Regen ins Gesicht peitschte und der heftige, eiskalte Wind sich wie tausend Nadelstiche auf ihrer Haut anfühlten, und so sehr sie die Zähne zusammenbeißen, den Schmerz ihrer Verletzungen und gegen die Böen ankämpfen musste, nichts und niemand konnte sie jetzt noch daran hindern, zu den beiden Kämpfenden aufzuschließen.
Endlich kamen sie in Sicht, und der Ort, wo sie ihre Fehde auszutragen gedachten: Die Kage-Felsen. Der Akatsuki und der Hokage standen auf verschiedenen Plattformen, die scheinbar aus dem Wasserfall herausragten, zwischen ihnen eine riesige Statue, die für einen Moment tatsächlich ihre Aufmerksamkeit erregte. Wie alt war sie? Wer hatte sie gemacht? Und wieso hatte sie diesen Ort noch nie aufgesucht? Glücklicherweise unterbrach die Stimme Yasutakas ihre Gedanken und ließ sie sich rasch wieder auf das eigentliche Geschehen konzentrieren.
Sie selbst hatte sich einen Platz hinter einem Felsen gesucht, am Fuß des Wasserfalls, und noch war sie nicht von ihnen gesehen worden. Unwillkürlich biss sie sich auf die Unterlippe. Auch wenn das Wasser nicht s schädlich für ihre Kikaichu sein mochte wie Feuer oder auch Strom, es waren keine idealen Bedingungen, um sie in den Kampf zu schicken. In den Nahkampf zu gehen kam für sie jedoch nicht in Frage; sie würde definitiv den Kürzeren ziehen. Trotz des Regens hafteten immer noch Reste von Blut auf ihrem einst weißen Mantel, der teilweise zerrissen, teilweise Schnitte oder Einstichlöcher aufwies und damit fast genauso mitgenommen wirkte wie das blasse Gesicht mit den deutlichen Zeichen, dass sie allmählich an ihre Grenzen stieß. Sie atmete trotz der eigentlich recht kurzen Distanz, die sie zurückgelegt hatte, schwer, die Schmerzen setzten ihr zu und all das machte ihre Anspannung nicht besser. Trotzdem kam Aufgeben nicht für sie in Frage; zum Umkehren wäre es ohnehin zu spät gewesen.
Noch einmal atmete die Aburame tief ein, ehe sich ihre Finger für die letzten beiden Jutsu formten, die sie in ihrem momentanen Zustand einsetzen konnte. Mushi Bunshin no Jutsu – und wieder erschien ein Doppelgänger neben ihr, den sie dieses Mal mit einem Sprengsiegel ausstattete, gut verborgen unter dem zerschlissenen Mantel. Es machte nichts, wenn er nichts auszurichten vermochte, wichtig war lediglich, dass er in seine Nähe kam – dann konnte sie ihn, sofern er nicht zerstört und die Explosion dadurch ausgelöst wurde, auf Distanz selbst in die Luft sprengen. Als sie ihm zunickte, raste er los, auf direktem Weg von hinten auf Sashijo zu, und in der Zwischenzeit kümmerte sich Kohaku um den zweiten Schritt.
Mushi Monsun no Jutsu – ein Jutsu, das sie in ihrer gesamten Karriere als Kunoichi erst ein einziges Mal eingesetzt hatte. Wenn es schief ging und sämtliche Kikaichu zerstört werden sollten, würde sie für die nächste Zeit keines ihrer Hiden mehr anwenden können, und damit wurde sie nahezu wehrlos. Wenn es aber gelang, wäre dieser Kampf vorbei, oder aber sie hätte es geschafft, den Akatsuki soweit abzulenken, dass Yasutaka ihn endgültig besiegen konnte. Sie setzte alles auf diese eine Karte, und bat ihre kleinen Freunde im Voraus um Verzeihung, bevor sie sie alle auf einmal losschickte. Sollte Sashijo also nicht direkt von der Explosion getroffen würden, so würden sich die Insekten um alles Weitere kümmern – ein gutes Manöver vielleicht, aber reichte es, um diesen Kampf endlich zu entscheiden?

Spoiler

Name: Mushi Bunshin no Jutsu [Insect Clone Technique]
Typ: Hiden, Unterstützend
Rang: C-Rang
Beschreibung: Die Technik gleicht einem elementaren Bunshin no Jutsu. Nur besteht hierbei der Doppelgänger aus vielen kleinen Käfern oder anderen Insekten, welche zusammen wie ein Bunshin fungieren. Dieser ist dazu befähigt, Klan-Techniken einzusetzen, sowie ein weites Spektrum an elementlosen Nin- und Taijutsus, welche der Anwender selbst beherrscht.

Name: Shosen Jutsu
Typ: unterstützend
Rang: A-Rang
Beschreibung: Dieses Jutsu sollte jeder gute Medic beherrschen. Der Anwender leitet heilendes Chakra in die Hände, sodass diese grün aufleuchten und fährt dann mit diesen über die Wunden des Patienten. Der Medic leitet dabei das Chakra in den Organismus des Verletzten und beschleunigt die Zellproduktion, die daraufhin die Verletzungen schließen. Je besser der Medic ist, desto schwerere Wunden kann er damit heilen.

Name: Mushi Monsun no Jutsu [Insect Monsoon Technique]
Typ: Hiden, Offensiv
Rang: B
Beschreibung: Bei dieser Technik schickt der Anwender alle vorhandenen Käfer los, um den Gegner erst zu umzingeln, und sie dann in wilder Reihenfolge angreifen zu lassen - Ziel ist es logischerweise, dem Feind sein Chakra auszusaugen, bis dieser völlig kampfunfähig gemacht ist. Durch das chaotische Verhalten der Insekten ist es praktisch nicht möglich, diesem Jutsu zu entkommen, außer natürlich man ist in Besitz eines Jutsus, das alle Käfer außer Gefecht setzen kann.

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Sunshu Sashijo
Akatsuki Leader
<font color=red>Akatsuki Leader</font>


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BeitragVerfasst am: Di 28 Feb, 2012 22:20    Titel:

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Peitschende Böen schleuderten dem Blauhaarigen schwere Regentropfen entgegen, ein ferner Blitzeinschlag ließ ein unheilvolles Grollen über das dunkle Land ziehen und die Pfützen, welche sich in der ausgehobenen Erde gebildet hatten, vibrieren, als hätte man einen Lautsprecher daneben gestellt und ihn bis zum Anschlag aufgedreht. Tatsächlich verlor sich selbst der Lärm des lawinenartig auf seine Gegner zuschießenden Gerölls im Donner, während der Akatsuki abwartete und versuchte, seine Kräfte wieder vollkommen zu sammeln und mentales Gleichgewicht zu finden. Unerbittliche Kälte versuchte sich des Sunshus anzunehmen, biss sich tief unter seinen schwarzen Mantel und vermittelte ihm das Urgefühl des Respektes vor den Gewalten, gegen die nicht einmal der Mensch etwas unternehmen konnte und dessen selbst er sich in all seiner falschen Arroganz unterwerfen musste. Sashijo genoss es, ein Teil davon zu sein, den festen Griff der Natur um sich geschlungen und sich gewahr, dass er mehr damit gemeinsam hatte als man hätte annehmen können. Sashijo mochte starke und unselige Gewitter wie dieses, betrachtete sie als säubernde und vernichtende Naturgewalt, die so manch anderen Menschen mit jedem donnernden Schlag einen kalten Schauer über den nassen Rücken laufen ließ. Für ihn selbst jedoch eines der wenigen Dinge, die er noch am Leben zu schätzen wusste und die in ihm ein Gefühl reinen Einklanges hervorriefen, etwas, was er sonst nur in tiefer Meditation verspürte und im Tode letztendlich zur Gänze zu erlangen suchte - nur musste er dabei so viele Menschen mit sich nehmen, wie er konnte und das war der Grund, weshalb er sich noch der Illusion des Lebens hingab, in dieser unvollkommenen Welt umherwandelte und keine Angst hatte vor etwas, was ihm gefährlich werden konnte. Er fürchtete nichts, am wenigsten seine Gegner und das war etwas, was auch in einer mehr oder minder ausweglosen Situation wie dieser das Gefühl tiefster Gelassenheit in ihm hervorrief, die Gewissheit, dass alles, was mit ihm geschah, nur ein Schleier vor dem war, wonach er eigentlich strebte. So würde er nicht aufgeben, sich nicht verstecken oder die Flucht suchen, auch wenn sich ihm dafür gerade die perfekte Möglichkeit bot - nein, er würde sein Schicksal in die Hand nehmen und versuchen, seinen beiden unwissenden Kontrahenten im Tod wahres Glück zu bescheren. Ob sein Konter, dessen Folgen er gerade mit müden Augen beobachtete, dies nun schon für ihn erledigte war eine Frage, die sich binnen der nächsten Augenblicke beantworten sollte, in denen ein weiterer Lichtblitz über den Wald schoss und der darauf folgende Donner die Erde abermals zum Beben brachte.
Sein Angriff hatte tatsächlich mehr Wirkung gezeigt, als er es sich erhofft hatte - mit einem Mal war der Hyuuga unter den Steinen begraben worden, wurde an wichtigen Stellen getroffen und Sashijo fühlte nicht nur den enormen Schmerz durch den Körper des Kagen fahren, sondern auch den Willen erlöschen, weiterzukämpfen und sich seinem Feind zu stellen. Zeitgleich war es auch gelungen, die Aburame nach ihrem hartnäckigen und gut durchdachten Widerstand unter dem Geröll zu begraben, dicht gefolgt von den scharfen Klingen, die sich begierig darum bemühten, ihr das Fleisch von den Knochen zu trennen. Erleichterung und Enttäuschung lieferten sich einen Konflikt im Kopfe des Akatsuki, der mit einem tiefen Atemzug die frische Luft inhalierte und die Schwerter den Rest erledigen ließ - er hatte es in geschwächtem Zustand geschafft, vier Konohanin niederzustrecken, wobei einer von ihnen auch noch der Hokage gewesen war. Er wusste nicht so recht, ob es das sinkende Niveau der Dorfshinobi oder die stetig wachsende Macht seiner selbst war, welche diesen Tag gar irreal erscheinen ließ. Vermutlich war es eine Mischung aus beidem, die es ihm ermöglichte, innerhalb von Stunden das Rinnegan zu erlangen und den Hokagen zu töten, nur um wieder zurück in das Hauptquartier zu gehen und sich weitere Stärke anzueignen, mit der er schließlich seine finalen Pläne in die Tat umsetzen würde - doch war es wirklich schon aus? Sashijo wusste um den Willen des Feuers, um diese klischeehafte Umklammerung von etwas, was man mehr als Verzweiflung statt als Hoffnung oder gar Willen bezeichnen konnte, der klägliche Versuch der Shinobi des Feuerreiches, sich noch ein letztes Mal zu erheben und zu denken, sie können alles noch einmal wenden und zum "Guten" kehren. Zu oft hatte der Akatsuki das mittlerweile erlebt, und immer wieder hatte er dieses letzte Aufleuchten, diesen letzten Anfall an verzweifelter Entschlossenheit bereits im Keim erstickt, bevor die Betroffenen überhaupt hätten denken können, dass sie noch eine Chance hätten. Und tatsächlich wehrte sich Kohaku weiterhin, kämpfte gegen den erbarmungslosen Stahl an und verlor den Kampf schließlich, als sich eines der Prachtstücke in ihren Körper bohrte und sie nunmehr gänzlich zu Boden fiel. Sashijo fühlte, wie sich vor ihrem geistigen Auge der Schleier auflöste, wie sie - wie auch bereits zuvor - dem Ableben nahe war, es fast akzeptierend und eintretend in das, wofür der Akatsuki kämpfte. Yasutaka hingegen hatte mit keinen Schwertern zu kämpfen, lag regungslos unter einem Haufen aus Erde und Stein und hatte bereits aufgegeben, schien keinen Sinn mehr darin zu sehen, sich gegen ihn zu stellen. Eine weise Entscheidung, die früher oder später für jeden seiner Gegner zur Gewissheit wurde. Sashijo wandte seine Aufmerksamkeit ab von Yasutaka, während sich die Klingen bereits auf den Weg zu ihm machten und es beenden sollten. Das Rinnegan vermittelte dem Blauhaarigen den zwiespältigen Blick auf einen schwarz-weiß schimmernden Wald und schwarze Streifen - welche die Regentropfen darstellten - die sich durch sein gesamtes Blickfeld zogen. Er hatte sich nun schon mehr oder minder an die neue Sicht gewöhnt und versuchte nun damit, Rin irgendwo in der Ferne auszumachen, ehe ein weiterer gleißender Blitz ihn blendete und ihn die Gewissheit ereilen ließ, dass er sie wohl hier nicht mehr finden würde. Er wusste nicht recht, was mit ihr geschehen war - ob sie ihn aufgegeben und im Stich gelassen hatte, was jedoch im Kontrast zu den Erlebnissen der jüngsten Vergangenheit nicht stimmen konnte, der Blondine jedoch durchaus zutraubar war. Er akzeptierte diese Theorie jedoch nicht, beschloss, sich schnell auf den Weg ins Quartier zu machen und dort vermutlich auf sie zu treffen. Ohnehin würde das Isuitchi nicht mehr lange halten und ihn schon bald der Ohnmacht übergeben, die Genjutsuka würde sich bestimmt um ihn kümmern. Bestimmt wartete sie auf ihn, war wohlauf und besorgt um ihn. Er versuchte es sich einzureden und drehte dem Kagen, der nach wie vor unter dem Geröll begraben lag, den Rücken zu, konzentrierte sich überhaupt nicht mehr auf ihn, während die Schwerter weiterhin auf ihn zusteuerten und sein Schicksal besiegelten.

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Natürlich wäre es zu schön gewesen, um wahr zu sein. Mit einer großen Chakraentladung, die trotz der geistigen Abwesenheit Sashijos nicht unbemerkt bleiben konnte, wurde sämtliches Geröll nach oben und seitwärts geschleudert, die Schwerter gleich dazu und konnten dem Hyuuga somit vorerst nicht mehr schaden. Mit einem Ruck wandte sich Sashijo wieder um und erblickte den mitgenommenen Kagen, dessen Blut unter Fetzen, die man kaum mehr als Kleidung betiteln konnte, zusammen mit dem Wasser weggespült wurde, tief keuchend und den durchdringenden Blick direkt auf den Sunshu gerichtet, der wusste, dass jetzt wohl noch härtere Geschütze aufgefahren werden mussten, obgleich ihm auch bewusst wurde, dass er seinen Gegner zumindest stark geschwächt hatte und es nicht mehr so schwer sein sollte, ihm schlussendlich den Garaus zu machen. Yasutaka schien jedoch nicht zu zögern, sofort in die Offensive zu gehen, noch bevor die Klingen sich wieder für einen Angriff sammeln konnten - mit selten dagewesener Geschwindigkeit kam der Kage auf ihn zugeschossen, warf zu allem Überfluss auch noch Briefbomben auf den Akatsuki und nahm seinen Waffen somit die Gelegenheit, anzugreifen - sie mussten sich der Kunais annehmen, die auf Sashijo zurasten und nur wenige Momente, nachdem die Klingen aufgeholt hatten, in einer großen Explosion hochgingen. Die vorangehende Druckwelle vermischte sich mit den peitschenden Böen zu einer schieren Wand, gegen die der Blauhaarige es schwer hatte, standhaft zu bleiben - aus der entstandenen Rauchwolke schoss nur Sekunden danach auch schon das Dorfoberhaupt hervor, und Sashijo hatte - obwohl er ihn hatte kommen fühlen - kaum eine Gelegenheit gehabt, noch irgendwie auszuweichen. Der starke Tritt des Schwarzhaarigen traf ihn tief in der Magengrube, und als das Chakra entladen wurde, kam es ihm vor, als würde er den Schlag von vorhin - welcher ihn meterweit nach hinten befördert hatte und unsanft hat landen lassen - mit doppelter Stärke ein weiteres Mal erdulden müssen. Er wurde in die Luft befördert, preschte gegen die entgegenkommenden Böen und Tropfen, die seine Kleidung durchnässten, während sein Gegner ihm nachhechtete und Sashijo in der Luft vorerst keine Möglichkeit sah, den Schlägen des Hyuuga auszuweichen, ohne unnötig Chakra zu vergeuden - er musste lediglich warten, bis die Klingen wieder aufgeschlossen hatten, spätestens dann würde er wieder die Oberhand gewinnen. Während Sashijo mit nunmehr geschlossenen Augen erfühlte, wie der Kage ein Katana entsiegelte und damit auf ihn losging, fuhren bereits die ersten beiden Breitschwerter wieder in die Hand des Akatsuki und ermöglichten es ihm somit, den Angriff abzuwehren und gar eine Gegenmaßnahme einzuleiten, der jedoch ausgewichen und die bereits gekontert wurde. Es folgten akrobatische Meisterleistungen in aller Winde, während Sashijo seine Schwerter als Anhaltspunkt nahm und sich immer wieder von ihnen abstieß sowie sie als Schild verwendete - Es glich dem Prinzip der beiden Hände, die sich wuschen und stets wussten, was die andere Hand machen würde. Einmal hielten die Klingen still, sodass Sashijo seinem Gegner mit Fäusten und Tritten schaden konnte, dann wieder verharrte der Sunshu bewegungslos, während das gefaltene Metall sich um den Gegner kümmerte und er sich auf das Abwehren eines möglichen Konters konzentrieren konnte. Und wieder die Gewissheit der beiden Kontrahenten, dass ein jeder Schlag hätte tödlich enden können, dass man stets in Lebensgefahr schwebte und wusste, dass der kleinste Fehler das Ende bedeuten konnte. Davon ließen sie sich jedoch sichtlich nicht beeindrucken und schlugen unvermittelt auf den jeweils anderen ein, wild entschlossen, diesen Kampf zu gewinnen und als Sieger weiter seines Weges zu ziehen.
Eines schicksalhaften Momentes fanden sich beide Fäuste im Gesicht des jeweils anderen, ein Funke Befriedigung und zeitgleich ein anderer, der die Faust im eigenen Gesicht bereute, fuhr durch beide Kontrahenten, ehe sie wieder an Abstand gewannen - was für Sashijo jedoch nicht bedeutete, dass er seinen Gegner nicht hätte trotzdem töten können. Von hinten schnellte eines der Schwerter auf den Hyuuga zu, welcher mithilfe seines Bluterbes jedoch rechtzeitig reagieren konnte und in die Luft sprang, ehe er gar auf der breiten Klinge landete und es für einen kurzen Moment so aussah, als würde er tatsächlich darauf surfen - Sofort sprang er jedoch wieder ab, dicht gefolgt von den restlichen Klingen, die sich wieder ihren Weg zu ihm bahnten und ihn durchbohrt hätten, hätte er sich nicht im letzten Moment des durchaus bekannten Chakraschildes des Clans bedient, welcher mit enormer Rotationsbewegung jede Waffe abwehrte, die ihm zu nahe kam, und dies so oft, dass die Schwerter es letztendlich aufgaben und nach hinten geworfen wurden. Diese Zeit hatte der Kage jedoch bereits wieder genutzt, um Chakra zu sammeln für einen Schlag, der den vorhergegangen Clantechniken garnicht so unähnlich war und wieder den selben Effekt erzielen würde, wenn er den Akatsuki traf. Und das tat er schlussendlich auch, wenn auch nur indirekt, von zwei überkreuzten Klingen etwas abgefangen. Nichtsdestotrotz war die Wucht dahinter wieder so stark, dass er dem Sunshu einen festen Ruck versetzte und ihn wieder so stark beschleunigte, dass alles, was er sah, wenn er die Augen hin und wieder leicht öffnete, ein graues und verschwommenes Bild war. Gut, dass er auf seinen Sehsinn nicht angewiesen war - er erfühlte, wie sich unter ihnen bereits wieder Bäume auftaten, merkte, dass sie abdrifteten vom ursprünglichen Schlachtfeld und die nunmehr mangelnde Angriffsbereitschaft von Yasutaka, der dem fliegenden Sunshu gemächlich folgte, ließ erahnen, dass der Hyuuga ihn womöglich an einen ganz bestimmten Ort locken wollte. Doch auch wenn dem so war, so würde Sashijo sich nicht quer stellen, sondern einfach weiterkämpfen und daran glauben, dass er früher oder später den entscheidenden Schlag tätigen würde, egal, wo sie sich befanden oder wie viele Zuschauer - oder womöglich auch neue Kontrahenten - es geben würde. Er würde es mit ihnen allen aufnehmen.
Und just als er diesen Gedanken ein weiteres Mal gefasst hatte, kam er auch schon unsanft auf - preschte anfangs durch einen eher labilen Ast und krachte anschließend mit dem Rücken in die weiche Erde, wurde jedoch wieder nach oben geworfen und konnte sich dort so drehen, dass er bei seinem nächsten Kontakt mit dem Boden auch sicher stehen blieb. Es dauerte nicht lange, bis auch Yasuataka und die Klingen angekommen waren, und diesmal war es Sashijo, der wortlos und routiniert wieder in die Offensive ging und auf einen nunmehr sehr passiven Kagen einschlug, der darauf bedacht schien, den Schlägen auszuweichen, anstatt selbst zuzuschlagen oder großen Schaden auszuteilen. Der Verdacht, dass er womöglich schon zu erschöpft war und keine Kraft mehr hatte, wäre nahe liegend, wenn Sashijo nicht mithilfe seiner Clantechnik erfühlen hätte können, wie entschlossen sein Feind war, ihn noch zu besiegen und wie eben dieser Wille seinen Körper entgegen sämtlicher Schwächeerscheinungen auf Hochtouren laufen ließ. Yasutaka wurde nach hinten gedrängt, mit jedem Schlag und jedem Klingenhieb ein Stück weiter, er wich aus dem Boden schießenden Klingen aus und es dauerte tatsächlich nicht lange, bis die Dichte des Waldes abnahm und sie am Rande des Gewächses angekommen waren, dahinter etwas, was Sashijo nur zu gut kannte: Die Kagefelsen, darunter der riesige Wasserfall und das Dorf, versteckt hinter den Blättern. Sashijo hielt inne und auch Yasutaka schien keine Anstalten zu machen, ihn anzugreifen - vielmehr lauschten beide dem ohrenbetäubenden Getöse, welches der Wasserfall verursachte und nur vom periodischen Donnern übertönt wurde, welches auf den hellen Schein folgte, der das in Dunkelheit gebettete Dorf unter sich erhellte als wäre es helllichter Tag. Sashijo erschien es anfangs etwas unlogisch, dass der Kage ausgerechnet einen der größten Feinde direkt ins Dorf führte, während sie einen Kampf führten, der bisher immer als schlimmsten Opfer die Umgebung gefordert hatte - vermutlich wollte er jedoch die Gewissheit, dass der Akatsuki aus dem Dorf nie wieder fliehen konnte, da sämtliche Elite sich hier befand und ihn aufhalten würde, wenn er versuchen sollte, zu entkommen. Doch das hatte Sashijo nicht vor. Er würde sich jedem stellen, der sich ihm in den Weg setzte, obgleich er wusste, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Er konnte nur noch hoffen, so viele Konohanin wie möglich mit in den Tod zu reißen, ehe er endlich in das wohlverdiente Land der Vollkommenheit schreiten konnte. Und dennoch war die Gewissheit, dass es keinen Ausweg mehr von hier gab und es wohl ein für alle Mal sein Ende bedeuten würde, nichts, woran er stark zu nagen hatte oder was ihm etwas ausmachte - er akzeptierte es und verlor keinen Gedanken daran, was passieren würde, wenn er versagte. Er musste sich einfach weiterhin auf den Kampf konzentrieren, darauf, seine Gegner niederzustrecken und ohne die Gedanken an Konsequenzen so handeln, wie er es immer tat: mit vollem Einsatz. Und der Kage wäre nur einer von vielen, die er sich als Ziel setzte.
Eben jener verschwand im nächsten Moment, nachdem sich ihre Augen sekundenlang gegenseitig gemustert hatten, und tauchte sofort wieder auf der höchsten Plattform des Wasserfalls auf, der sich nunmehr unter ihm erstreckte. Sashijo tat es ihm nach, und sie befanden sich in der selben Situation wie vorhin, mit dem Unterschied, dass sie sich direkt über dem tosenden Gewässer und der Stadt befanden, die mit jedem Blitz in grellem Licht und voller Blüte erstrahlte. Sashijo fühlte bis tief hinab jede Plattform, an der der Wasserfall sich brach, und wo er unten schließlich aufkam und mündete. Schon bald würden alle Augen auf sie gerichtet werden, würden sie Mittelpunt der Aufmerksamkeit sämtlicher Einwohner werden und das war etwas, was Sashijo mehr genoss als dass es ihm etwas ausmachte. Sollte nur jeder sehen, wie ihr Kage versagte, wie er verlor gegen den Mann, der schon so viele Opfer gefordert hatte und welcher den Tode Yasutakas als nicht mehr als andere Seelen bedeutender Namen auf seiner Liste markieren würde, welche - würde er eine solche führen - zu lange gewesen wäre, als dass er sie hätte auf der Plattform ausrollen können, ohne dass sie vom Wasserfall mitgerissen worden wäre.
Nach weiteren Momenten des Schweigens, in denen außer Blickkontakt und fallender Regentropfen nichts zwischen ihnen bestand, öffnete Yasutaka den Mund und wechselte nach langer Zeit wieder Worte mit dem Blauhaarigen, Worte, die den Akatsuki sarkastisch lobten und zugleich die Gelegenheit nutzten, andere Akatsuki als schlecht und ihn selbst mehr oder minder als Helden darzustellen, was Sashijo so von ihm nicht erwartet hatte. Aber was war auch anderes von einem Konohanin zu erwarten? Pure Arroganz, die jedoch auch der Akatsuki sein Eignen nannte, doch war er nicht von der Sorte, die das offen herumposaunte - Er ließ Taten sprechen, war kein Freund großer Worte, und dennoch wollte er dem Kagen erwidern, wartete jedoch noch ein wenig, bis der Groll eines nahen Blitzes über sie hinweg gezogen war. Dies war ein Kampf zweier mächtiger Shinobi, die sich auf Augenhöhe gegenüberstanden und wohl mehr gemeinsam hatten, als sie bereit waren, zuzugeben. Doch just in dem Moment, in dem Sashijo ebenfalls den Mund öffnen wollte, fühlte er jemanden am Fuße des Wasserfalls, sichtlich geschwächt, jedoch den letzten Mut und Willen zusammen genommen, um sich ihrem Feind zu stellen. Kohaku war also doch noch am Leben, hatte ihre Wunden weitgehend geheilt und setzte sich dem Akatsuki ein weiteres Mal entgegen, versuchte, Yasutaka beizustehen und ihn zu unterstützen. Dem Blauhaarigen blieb nicht verborgen, dass sie einen Doppelgänger von sich erstellte; auch das Kibakufuda spürte er aus der Ferne und die Menge an Chakra, die sie konzentrierte, um ihre Käfer zu sammeln und als riesigen Schwarm auf ihn zu hetzen. Jetzt würden sie wohl ihre letzten Karten spielen, noch einmal alles geben und dann sehen, wer das beste Blatt hatte - und Sashijo war sich sicher, dass er zumindest jenes der Aburame stechen konnte. Ein kaum merkbares Lächeln zierte seine Lippen, ein mehr verschmitzt wirkendes Grinsen als ein Ausdruck von Freude oder Amusement. "Vergleiche mich nicht mit denen, Hokage. Setze ich dich etwa gleich mit all deinen Shinobi, die ich bereits getötet habe?", gab Sashijo nun mit stoischem Unterton zurück, selbstsicher und überzeugt, dass es dem Kagen mehr ausmachte als ihm, wenn man ihm sagte, womit man es bereits aufgenommen hat. "Oder mit deiner kleinen Freundin da unten?", verkündete er bereits vorausschauend das, was er sich in seinem nächsten Manöver als Ziel gesetzt hatte: Kohaku, die wohl nicht wusste, dass sie Sashijo nicht mit hinterlistigen Angriffen überraschen konnte.

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Er wollte ganz bewusst, dass Yasutaka sich davon provoziert fühlte und ihm folgen würde, nur so würde sein Plan auch wirklich volle Wirkung zeigen und er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Noch bevor der Sunshu den Gesichtsausdruck von Yasutaka untersuchen konnte, stürzte der Blauhaarige sich bereits in die Tiefe, als würde er einen Köpfler in ein tiefes Gewässer von einer Klippe aus wagen. Während er beschleunigte und vor sich bereits den Schwarm an Insekten sah, genauso wie der Bunshin, der auf ihn zugesprungen kam, formte er schon Fingerzeichen und opferte eine große Menge seines restlichen Chakras, um eine Technik zu wirken, die wieder alles zu seinen Gunsten wenden sollte. Wie erwartet war der Kage ihm hastig nachgesprungen, zuversichtlich, ihn von der Flugbahn abzubringen und somit Kohaku außer Gefahr zu bringen. Währenddessen warf sich eine der Schwerter bereits dem Bunshin der Aburame entgegen, und zwar mit der Seite voraus, sodass er nicht hochgehen würde, sondern in die Richtung des Schwarmes gepresst wurde; erst, als die Insekten ihr Ebenbild eingeholt hatten, bohrte sich ein zweites Schwert in den Bauch des Doppelgängers und die resultierende Explosion forderte schon einmal einen Teil des Schwarmes, der jedoch immer noch so enorm war, dass Sashijo keine Chance hatte, ihm zu entkommen - daran dachte er jedoch auch nicht. Wer ihn kannte, der wusste, dass er immer auf direktes Kräftemessen aus war und nie vor etwas davonrannte, meistens den Angriffen seiner Gegner mindestens genauso starke seinerseits entgegen warf und sich sicher war, dass er die Überhand behalten würde - so bildete sich auch diesmal ein Doppelgänger des Akatsuki, der während des Fluges neben ihm auftauchte und die selbe Position eingenommen hatte, sodass man hätte meinen können, er fliege neben einem Spiegel. Unterdessen hatten die ersten Käfer sich bereits an ihm zu schaffen gemacht, begannen, Chakra abzusaugen und das mit zunehmender Intensität. Hätte ihn erst einmal der komplette Schwarm erreicht, so wäre der Sunshu binnen Minuten kampfunfähig gewesen. Doch so weit wollte er es nicht kommen lassen, musste nur noch warten, bis sowohl Yasutaka, als auch der Rest der Insekten zu ihm gelangt waren, um aus einer scheinbar ausweglosen Situation wieder die Oberhand zu gewinnen und das alles für sich zu entscheiden. Dann war es so weit. Eine der Klingen, die beinahe ganz unten angekommen war, tauschte ihren Platz mit ihrem Meister, ehe sie sich in dessen Doppelgänger bohrte, der nunmehr direkt neben ihr flog. In einer gewaltigen Detonation wurde ein großer Teil der Plattformen in die Luft gesprengt, ein Krater in der Wand hinter dem Wasserfall gesprengt und die Insekten gebruzelt, als würden sie eimerweise in heiße Glut geworfen. Das alles geschah innerhalb von Sekunden und sollte Yasutaka nicht viele Möglichkeiten gegeben haben um zu handeln. Und hätte er es überlebt, so würden sich die restlichen vier Klingen um ihn kümmern und ihn zumindest so lange in Schach halten, bis Sashijo sein Vorhaben vollendet hätte. Eben jener hatte sich jedoch durch den Platztausch nicht wirklich weit genug entfernt, wurde gerade noch leicht von der Druckwelle erfasst und nach unten gehämmert, raste mit seinem Körper durch einige Plattformen und fing sich in der Luft gerade noch so, dass er mehr oder weniger sicher hätte landen können. Doch das wollte er gar nicht - zumindest nicht dauerhaft. Er konzentrierte Chakra, noch während er seinen Flug gänzlich stabilisierte und versuchte, möglichst weiteren Plattformen und dem reißenden Strom auszuweichen. Es war keine offensive Technik; nichts, was der Aburame direkt schaden würde. Mithilfe des Jutsus konnte er seine eigene Stimme tief im Gehirn des Ziels wiedergeben, und diese Gelegenheit nutzte der Akatsuki, um Kohaku ein letztes mal triumphierend zu zeigen, dass sie alle keine Chance hatten. "Netter Versuch, aber dein letzter.", ertönte es bestimmend im Kopf von Kohaku, der das Spektakel wohl kaum entgangen war, welches wohl das gesamte Dorf aufschreckte. Mit enormer Geschwindigkeit war er letztendlich bei ihr angekommen und packte sie, noch bevor er vollends gelandet war, an den Haaren hinter ihrem Rücken. Mit einem gewaltigen Druck wurde sie zusammen mit ihm zu Boden gepresst, doch während unter seinen Füßen leichte Risse im Boden zu erkennen waren und er gut gelandet war, wurde ihr Fall von der selben Hand, die ihn verursacht hatte, abgefangen, was den selben Schmerz wohl wiederholt durch ihren Körper fahren ließ. Doch Sashijo hatte nicht vor, hier zu verharren und sie einfach so zu töten - er konzentrierte direkt aus der Hocke, in der er sich noch aus der Landung heraus befand, Chakra, um einen Sprung zu tätigen, der die Risse unter seinen Füßen bloß erweiterte und die Aburame an ihren Haaren mitriss, als wäre sie nichts weiter als eine leichte Puppe. Während des Weges nach oben kamen die ersten brennenden Teile entgegen, die Sashijo mit dem Schwert, das abermals in seine Hand gefahren war, aus dem Weg schlug. Mit der anderen hielt er weiterhin fest den Schopf von Kohaku im Griff, während er sich seinen Weg durch die fallenden Trümmer bahnte und nach einem recht kurzen Flug bereits wieder ganz oben angekommen war. Er fühlte den Hokagen, der die Explosion tatsächlich überlebt hatte - auch wenn die Folgen deutlich zu sehen waren - und mit den vier Schwertern zu kämpfen hatte, genauso wie es geplant war. Eben jene Klingen ließen nun jedoch ab von ihm und sammelten sich um Sashijo, welcher oben angekommen mit Kohaku vor seiner Brust still verharrte und wartete, bis Yasutaka ebenfalls wieder oben angekommen war.
Der Akatsuki fühlte den zarten Körper der Aburame vor seiner Brust, auf die er sie mit ihrem Rücken presste, die Hand dabei weiterhin an ihren Haaren gepackt und den Kopf so nach hinten gelegt, dass ihre Kehle hervortrat und er ihr mit schielenden Augen hätte in die ihren schauen können. Fünf der Schwerter sammelten sich vor Kohaku, mit der Spitze im aufkommenden Blitz gierig funkelnd und teilweise wild umherkreisend - es gab keinen Ausweg für sie, würde sterben, sobald auch nur der geringste Verdacht auf eine Flucht bestünde. Yasutaka war mittlerweile angekommen, war gebrandmarkt vom Manöver des Akatsuki und sichtlich hilflos und entsetzt wirkend in Anbetracht der Situation, in der sie sich befanden. Es war alles nach Plan verlaufen, auch wenn Sashijo um jede Menge Chakra ärmer und blaue Flecken reicher war. Doch er bezweifelte auch, dass er noch ein Jutsu gegen diese beiden Gegner einsetzen musste, er hatte sie in der Klemme. An der Stelle, wo Yasutaka nun keuchend stand, steckte die sechste und letzte Klinge im Boden, während die anderen Waffen, welche um Kohaku schwebten, näher kamen und sich hauchdünn in ihr Fleisch ritzten; gerade so, dass man etwas Blut erkennen konnte, wenn man genau hinsah. "Ich mache dir ein Angebot, Akatsuki-Schreck. Entweder du rammst dir dieses Schwert in die Brust, oder ich ramme ihr diese fünf Schwerter in den Körper. Nimmst du dir das Leben, so verschone ich ihres.". Sashijo konnte deutlich das plötzlich ausströmende Adrenalin fühlen, welches in der Frau vor ihm panikartige Zustände auslöste, den Herzschlag, der in völligem Kontrast zu seinem eher entspannten Rhytmus beinahe aus ihrem Körper zu springen drohte. Es war eine Angst, die viel tiefgreifender war, als seine Aura und direkte Nähe sie hätte jemals auslösen können, eine Angst, die in den Augen Sashijos in Anbetracht seiner Ideologie unbegründet schien, der Aburame jedoch wohl die schlimmsten Augenblicke ihres Lebens bescherte. Und das löste in Sashijo etwas aus, dessen Ansätze er erst seit der Erlangung des Rinnegans fühlte, etwas, von dem er immer erhofft hatte, nicht dagegen ankämpfen zu müssen: Verlangen. Die Begierde, die Menschen leiden zu sehen, die er tötete, ihnen vor ihrem Ableben noch einen Vorgeschmack dessen zu bieten, wovon sie im Tode erlöst werden - Den leiden des unvollkommenen Lebens. Ein innerer Konflikt, der sich immer noch in ihm ringte, während Yasutaka vor die Wahl gestellt wurde und sich mit jeder verstrichenen Sekunde die Wunden, die die langsam eindringenden Spitzen bei Kohaku verursachten, weiteten.

Spoiler

Name: Ken no Kawarimi [Blade Swap Technique]
Typ: Unterstützend
Rang: D-Rang
Beschreibung: Dies ist eine andere Form des Kawarimi no Jutsu und erlaubt es Sashijo, mittels kurzer Chakrakonzentration den Platz mit einem seiner Schwerter zu tauschen. Es unterscheidet sich nur dadurch vom Kawarimi, weil hierbei keine Rauchwolke escheint, sondern der Gegner sofort erkennt, dass ein Platzwechsel erfolgt ist. Diese Technik ist sehr nützlich, um schnellen Angriffen effizient auszuweichen oder den Gegner sehr schnell in eine Pattsituation zu drängen, kann jedoch nur 3 Mal innerhalb von 20 Minuten angewandt werden.

Name: Bunshin Daibakuha [Exploding Clone Technique]
Typ: Unterstützend, Offensiv
Rang: A-Rang
Beschreibung: Eine sehr hinterlistige und gefährliche Technik, bei der eine Art Kage-Bunshin erschaffen wird, der selbständig agiert, ausweicht und angreift, man könnte sagen den selben Kampfstil wie der Anwender besitzt, und mit den Situationen, mit denen er konfrotiert wird, so umgeht, wie der Anwender es tun würde. Das Besondere an dieser Technik ist jedoch, dass der Anwender den Bunshin mit einem einzigen Fingerzeig detonieren lassen kann. Aus der Explosion schießt eine enorme Druckwelle, zu vergleichen mit der eines A-Rang Fuutonjutsus, los, welche nicht vor Hausmauern oder gar ganzen Häusern zurückschreckt. Die Explosion wäre zu vergleichen mit der eines Bündels Dynamit, was einem umliegendenden Menschen sein Leben kosten kann, oder zumindest seinen Körper demoliert. Selbst von äußerst stabilen Objekten sollte man nicht erwarten, dass sie dieser Kraft Stand halten. Der Radius der Explosionswelle beträgt 60 Meter, jene der eigentlichen Explosion jedoch nur 20 Meter. Der Chakraverbrauch dieser Technik ist enorm hoch, beinahe ein Fünftel des Vorrates von Sashijo muss für dieses Jutsu geopfert werden, der äußerst verheerende Effekt ist es jedoch mehr als wert. Nach der Verwendung ist ein großer Krater in der Erde zu erkennen, sowie alles im Radius von 50 Metern weggeschleudert ist.

Name: Urugaki [Reverse Connection]
Typ: Unterstützend
Rang: D-Rang
Beschreibung: Gewissermaßen das Gegenteil vom sonstigen Nutzen des Clanchakras. Hierbei werden keine Informationen von einem Ziel gesammelt, sondern welche übertragen. Da dies jedoch enorme Konzentration erfordert, ist man dabei nicht in der Lage, ganze Gedankengänge oder Pläne zu übertragen. Es beschränkt sich auf die Stimme des Anwenders im Kopf des Ziels, welche sich auf maximal einen Satz beschränkt. Das Ziel vernimmt die Stimme des Sunshus in seinem Kopf, was ein zunächst befremdliches Gefühl hervorruft. Man kann dadurch entweder Gegnern einen leichten Schrecken einjagen, oder Verbündeten in kurzen Stichworten Informationen übermitteln. Das Jutsu kann jedoch nur einmal pro Stunde angenwandt werden.

Name: Taka Janpu [Elevated Jump]
Typ: Unterstützend
Rang: C-Rang
Beschreibung: Hierbei wird eine gewisse Menge an Chakra in den Beinen konzentriert, ehe man in die Knie geht und das Chakra auf einmal entlädt, während man einen normalen Sprung tätigt. Folge davon ist ein enorm hoher Sprung, der je nach Chakrakonzentration bis zu 100 Meter hoch reichen kann. Voraussetzung für diese Technik ist ist ein fester Boden unter den Füßen, der nach der Anwendung wahrscheinlich Risse und Spalten aufweisen wird. Dieses Jutsu kann höchstens zwei mal innerhalb von einer Stunde angewandt werden.

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Hyuuga Yasutaka
Juniidaime
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BeitragVerfasst am: Do 01 März, 2012 20:26    Titel:

Nach seiner kleinen Ansage, breitete sie wie schon des Öfteren in diesem Kampf auch die Stille wieder aus, sodass einzig und allein das Rauschen des Gewitters und des Wasserfalls -dessen Getöse am Fuße der Kaskade wohl am Stärksten sein musste- zu hören waren. Um ehrlich zu sein kam ihm diese Pause gerade recht, da eine Auszeit haargenau das war, was der Hyuuga dringend nötig hatte, auch wenn er bereits unter diesen Konditionen Leistungen erbracht hatte, die einem normalen Menschen gar nicht erst möglich gewesen wären. Erst die zahlreichen Kämpfe gegen die Schergen und die Generäle des Reibi und nun auch noch der Kampf gegen den Akatsukileader persönlich. Würden ihm die Verletzungen aus den letzten Kämpfen nicht zu schaffen machen und sich mit denen aus diesem summieren, hätte er womöglich kaum so viele Schwierigkeiten wie in diesem Moment sich auf den Beinen zu halten. Alles könnte um so vieles einfacher sein, doch jede Situation in die er sich hineinmanövrierte, wendete sich zu Beginn immer zu Gunsten seines Gegenübers. Sei es der Kampf gegen Sashijo, wo der Wind allmählich sich auf Seiten des Hyuugas drehte, die Lage in Konoha, welche die Bewohner und auch ihn am Anfang ziemlich überfordert hatte, nun aber unter Kontrolle schien und auch die momentane Beziehung zu seiner besten Freundin, für die er doch deutlich mehr empfindet. Sein ganzes Leben lang hatte er sich oder auch andere aus jeder noch so misslichen Lage befreien- und jeden noch so anstrengenden, vor allem hoffnungslosen Kampf ausfechten müssen, nur um über seine eigenen Grenzen zu wachsen und das beschützen zu können, was ihm teurer war, als sein eigenes Leben. Zugegeben, ohne all diese Konfrontationen, ohne all diese Probleme, wäre er bei weitem nicht dieser Mensch, der er heute war. Hätte er es überhaupt so weit gebracht, wenn die Entführung gar nicht stattgefunden hätte? Würde Haruna noch Leben, wenn er nicht solch ein Idiot gewesen wäre, sie auf eine Mission zu schicken, bei der er geahnt hatte, dass es keine Wiederkehr geben würde? Wäre er überhaupt Hokage geworden, wenn von all dem sich gar nichts zugetragen hätte? Würde Kohaku ein glücklicheres Leben führen können, wenn er überhaupt nicht existierte? Alles Fragen, deren antworten er sich nur ausmalen konnte, aber nie wirklich finden würde. Die Reinkarnation von Hinata war tot und würde nie wiederkommen, die Aburame befand sich womöglich nur durch seine dummen Handlungen in dieser Situation und auch von all dem Rest konnte nichts ungeschehen gemacht werden.
Aus allen negativen Dingen, konnte er nur das Positive ziehen, um es für die Zukunft besser zu machen und wenn er ehrlich zu sich selbst war, dann kann er sich nicht wirklich über etwas beklagen. Sein gesamtes Leben, alles was auf seinen Schultern lastete oder ihn beflügelte hatte ihn im Endeffekt stärker gemacht und genau dorthin gebracht, wovon viele in Konohagakure nur träumen dürfen, auf den Platz des Hokagen. Warum dann manche Geschehnisse also bedauern? Im Grunde waren da zwar einige unschöne Sachen dabei gewesen, doch selbst die hatten mit der Zeit trotz des bleibende, bitteren Geschmacks auch positive Ereignisse hervorgerufen. Während sich die ganze Zeit über die Muskeln Yasutakas etwas entspannten, seine Gedanken etwas klarer waren und er mit sich und seiner Vergangenheit im Reinen sein konnte, wandte er in den stillen Momenten dieser Schlacht den Blick von seinem Feind am und ließ diesen an den Firmament wandern, wo er lediglich die Gewitterwolken und die Finsternis des Reibi erblicken konnte, während ihm die Regentropfen auf die Haut prallten und somit an schmerzenden Regionen für ein angenehmes, sowie entspannendes Kribbeln sorgten, ehe sie Tropfen für Tropfen an ihm herunter perlten. Auch wenn es der falsche Zeitpunkt war inne zu halten und kurz die Natur in all ihren Seiten zu genießen, konnte das Oberhaupt der Weißaugen nicht aufhören seine Lungen mit der klaren, als auch frischen Luft zu füllen, die das Unwetter erst möglich gemacht hatte.
Stunden über Stunden hätte das noch so weitergehen können, doch als sich die Stimme des Blauhaarigen erhob und so die Stille ein jähes Ende fand, senkte der Hyuuga seinen Kopf wieder und fixierte mit seinen Seelenspiegel erneut seinen Feind. Ein kurzes, sarkastisches Lachen seitens des Hyuugas auf die erste Bemerkung, war zunächst alles, was er dem entgegnete, als er -ehe der Sunshu weitermachen konnte- diesem zuvorkam und das Wort an sich riss. „Könnt ihr nicht. Immerhin bin ich keiner eurer Opfer und habe es auch nicht vor zu werden. Man hat ja gesehen, wie gut ihr jemanden töten könnt. Sowohl Tetsuno, als auch meine Wenigkeit sind noch putzmunter am Leben. Ihr hingegen habt gerade nur bewiesen, dass ihr euch in der Hinsicht nicht von euren, kleinen Sklaven unterscheidet.“ Das war es doch, woran sich die gesamte Organisation labte. Am Tod anderer, unschuldiger Menschen, welche in ihrer Heimat Leute hatten, die auf sie warteten, Leute die ihnen äußerst nahe standen oder Leute die zu ihrer eigenen Familie zählten.

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Ohne auch nur daran zu denken, welches Gefühlsloch sie bei einigen damit anrichten konnten, mordeten sie gewissenslos weiter und prahlten dann auch noch mit ihren Leistungen. Nicht einmal vor Kindern schreckten diese Monster zurück, alles was ihnen in die Quere kam, wurde von der Bildfläche entfernt. Er wusste zu gut was es hieß, zwei ziemlich nahestehende Menschen an diese Organisation zu verlieren und dass das noch einer dritte geschah würde er keineswegs zulassen. Nein, niemand in seinem Dorf oder überhaupt in den anderen Reichen sollte dieses ekelhafte Gefühl von Einsamkeit in sich spüren müssen. In dieser Nacht würde der Schwarzhaarige diesem Geschehen einen endgültigen Schlussstrich ziehen, denn wenn erst einmal der Kopf der Schlange geköpft war, dann war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der Körper nachgeben würde und so die Welt eine Geisel weniger wäre. Hätte er aber gewusst, was nach der ersten Ansage Sashijos noch folgen würde, hätte er wohl kaum solche Sprüche an den Tag gelegt. Schlagartig nahm das Gesicht Yasutakas gereizte Züge an, als ob er jeden Moment dem Akatsuki an die Kehle springen und diesen zerfetzen würde. „Krümm ihr ein Haar und ich breche dir jeden einzelnen Knochen im Leib.“ Sie war wie erwartet doch gekommen, obwohl Yasutaka den Nukenin zu ihrer Sicherheit von der Lichtung weggelockt hatte. Viel Zeit sich darüber ärgern blieb aber nicht, denn just in dem Moment, wo Yasutaka das letzte Wort ausgesprochen hatte, fackelte Sashijo nicht lange herum und hatte sich die schwarzhaarige Kunochi schon als Ziel genommen, welche ihm aber schon mit einem „kleinen“ Überraschungskommando zu erwarten schien. Wie wollte er aus der ganzen Situation nur unbeschadet rauskommen, wenn hinter ihm jemand war der ihn angreifen konnte und vor ihm ebenfalls. Ohne weiter aber über den weiteren Verlauf des Geschehens nachzudenken sprang der Schwarzhaarige von der Plattform ab, die Arme leicht an den Körper angelegt, um so die Geschwindigkeit seines Falles wenn auch nur ein klein wenig zu beschleunigen. So würde er mit Gewissheit den Akatsuki erreichen, noch bevor er bei der Aburame angelangt war, es reichte auch wenn er sich nur einige Meter über ihm befand und ihn mit einem einzigen Angriff von seiner Flugbahn abbringen konnte, Hauptsache er konnte ihn davon abbringen Kohaku zu erreichen. Eigentlich hätte Yasutaka also etwas aufatmen können sollen, doch bei dem nächsten Jutsu des Feindes sollte das genaue Gegenteil passieren. Der Hokage hatte ganz bestimmt nicht vergessen, was San über die Techniken dieses Mannes erzählt hatte und wenn er sich jetzt nicht täuschte, dann vermochten schon einer dieser Doppelgänger eine unvorstellbare Explosion auszulösen. Jetzt musste er sich erst recht sputen, jede Sekunde hätte entscheidend sein können und wenn er es nicht irgendwie schaffte den Doppelgänger vorher zu beseitigen, könnte er es sich abschminken der Aburame zur Hilfe zu eilen. Die Insekten der Kunoichi schenkten ihm ein winziges bisschen an Hoffnung gerade noch so das Ruder ein weiteres Mal wenden zu können, doch als der echte Sashijo mit einem Mal den Platz mit eines seiner Schwerter tauschte und dieses auf direktem Wege sich in dessen Doppelgänger bohrte, wusste das Dorfoberhaupt, dass nun jede Hilfe zu spät kommen würde.
Alles was er in den letzten Momenten noch sah, war ein gleißend, helles, vor allem aber blendendes Licht, ehe der Hyuuga komplett von der Explosion erfasst-, mit brachialer Gewalt an die Wand gedonnert wurde und von dort durch den immensen Druck, gegen die Schwerkraft nach oben katapultiert wurde, während er selbst weiterhin im Stein förmlich eingebohrt war und so hinter dem Wasserfall eine Furche ins Gestein zog, darüber hinaus aber immer tiefer da rein gedrückt wurde. Das war jedoch nicht das geringste Problem. Zu den ganzen bisherigen Verletzungen, kamen jetzt auch noch Verbrennungen hohen Grades hinzu, du bei der kleinsten Bewegung, ja gar bei einem leichten Muskelzucken höllische Schmerzen verursachten, die einen um den Verstand bringen konnten. Der aufgewirbelte Staub und Dreck ließ den Hyuuga in seinem Loch nach Luft röcheln, wobei selbst das unglaubliche Qualen mit sich zog. Wenn er nur ein klein bisschen nachgedacht hätte bei dem letzten Akt, dann wäre er wohl nicht in einer noch beschisseneren Lage, als vorhin im Geröllhaufen, was im Vergleich hierzu ein Klacks gewesen war. *Ein letzter Versuch, nur noch ein einziger…* Sein Wille hatte nach wie vor kein wenig an Kraft verloren, schließlich stand das Leben der Bewohner seines Dorfes und das von Kohaku auf dem Spiel und kein einziges Leben, bis auf das vom Akatsukileader sollte an dem heutigen Tag verwirkt werden. Immer wieder appellierte das Oberhaupt der Weißaugen an seinen Körper, er solle sich nur noch für ein letztes Manöver in Bewegung setzen, für einen finalen Schlag ausholen, woraufhin er dann endlich für lange Zeit ruhen könnte. Zunächst übermahnte der Schmerz den Hyuuga bei den Versuchen aus dem Loch zu kriechen, ehe er diesem erneut einen Kampf ansagte und Stück für Stück sich aus dem Loch in der Wand kämpfte, ehe er mit dem Oberkörper bereits das Loch verlassen hatte und nach der frischen Luft hinter dem Wasserfall schnappte. Zunächst glaubte er, dass es am Wasserfall läge, doch selbst der war für seine Verhältnisse äußerst trüb gewesen. Nein, seine Sicht verschwamm mit jeder Sekunde und anscheinend hatte auch er sein Byakugan kurz vor der Explosion aufgrund des grellen Lichts deaktiviert. Die ganze Welt drehte sich gerade und auch nur der Versuch sich zusammenzureißen ging nach hinten los. Immer stärker bäumte sich das Gefühl der Übelkeit auf, was einige Male schon stark war, dass es den Hyuuga knapp, aber auch nur knapp seinen Mageninhalt gekostet hätte. Vermutlich dann, wenn er noch eine weitere Sekunde lang die Luft in dem Loch eingeatmet hätte. Vage konnte er die Konturen von zwei Gestalten erkennen, die sich am Fuße des Wasserfalls befanden, im nächsten Moment aber emporschießen sollten, das konnte das Weißauge aber nicht mehr mitverfolgen, da vier der Waffen schon direkt auf den Hyuuga zusteuerten und ihn in diesem Zustand mühelos in zwei halbieren würden. Die Kraft gegen sie direkt zu kämpfen, konnte er mit einem Mal auch nicht sammeln, weshalb es nur noch eine Möglichkeit für ihn gab. Ausweichen und abwehren, bis er zu mehr imstande war.
Deswegen drückte er sich noch mit aller Kraft aus seinem selbsterzeugtem Krater heraus, entkam so dem ersten Angriff der Schwerter und konzentrierte leicht in Händen und Füßen Chakra, um an der halb-demolierten Wand hinter der Kaskade halt zu finden. In Anbetracht der Schmerzen kein leichtes Unterfangen wohlgemerkt, schon gar nicht wenn das Chakra ab und zu versagte und die scharfen Kanten der Felsformationen ihm regelrecht in die Hände und Knie bohrten, weshalb der ehemalige ANBU Captain sich ein weiteres Mal einen leichten Aufschrei durch den Schmerz verkneifen musste und einfach nur die Zähne zusammenbiss. Als er dann schwer atmend zum Stillstand gekommen war, befanden sich die Klingen auf dem Rückweg. Eine Pause durfte man sich in solch einer Situation gar nicht erhoffen, sich darüber aufregen brachte einen aber auch keinen Schritt weiter. Ein Kampf wie es ihm noch vor der Ankunft an den Kagefelsen möglich war, würde bei seinem derzeitigen Zustand kaum noch in Frage kommen, genauso wenig aber wie die Resignation des Kampfes. Leicht taumelnd stand er nun erhobenen Hauptes an der Wand und überlegte sich, wie er am effizientesten gegen diese Schwerter vorgehen konnte. Eine riskante Alternative wollte er nicht unversucht lassen, sodass er die Beine in die Hand nahm und das erste Schwert, was auf ihn zugeschossen kam ins Visier nahm, sprich direkt auf dieses zusteuerte, als wolle er nur ins offene Messer rennen. Dass dem nicht so war, hätte sich wohl auch der Blauhaarige denken können, den der Hyuuga nirgends ausmachen konnte, wie denn auch ohne sein Doujutsu, welches er erst dann wieder aktivieren würde, wenn es auch wieder zu einem direkten Kampf mit dem Sunshu käme. Nein, dem Kage schwebte etwas ganz anderes vor, denn kurz bevor die Klinge seinen Körper erreichte, sprang er leicht über das Schwert, packte selbiges am Knauf und warf es mit etwas Kraftaufwand auf die anderen Waffen, welche ein weiteres Mal von ihrer Bahn abkamen und so zumindest für den Augenblick das Dorfoberhaupt in Frieden ließen. Allerdings schienen sie gar nicht einen weiteren Angriff in die Wege leiten zu wollen, was den ehemaligen Captain der ANBU-Einheit bemerkbar überraschte. Hatte die Aburame den Sunshu womöglich in die Flucht geschlagen? Hoffen konnte man es, doch um sich die Gewissheit zu verschaffen sprang Yasutaka mit einem Satz durch den Wasserfall, dessen Kälte auf die Verbrennungen wie wahre Medizin wirkte und die Stellen beruhigte, ehe er sich schon wieder auf einer der noch existenten Plattformen begeben hatte und die Haut weiterhin durch den stetigen Schauer entspannt wurde. Auf dem ersten Blick weit und breit nichts zu sehen, keine Menschenseele, weder eine Spur von Kohaku noch von Sashijo, ehe der Hyuuga das Manöver was er mit verschwommener Sicht wahrgenommen hatte, jetzt verarbeiten konnte. Nein, das konnte nicht geschehen sein, dass muss er sich eingebildet haben, doch kaum war er nur eine Plattform höher gesprungen hatte sich sein Albtraum bewahrheitet.
Die Klingen hatten sich nicht zurückgezogen weil ihr Meister selbst den Rückzug angetreten hatte, sie hatten ein Opfer gefunden, an dessen Blut sie mühelos rankommen konnten. Fünf von ihnen umkreisten den Körper der Kunoichi, fügten schon die ersten Schnittwunden zu, wo Yasutaka allein beim Anblick schon hingerannt wäre und versucht hätte sie irgendwie zu befreien, doch das würde sie nur das Leben kosten, weshalb er wie angewurzelt auf der Stelle stehen blieb und nichts machen konnte. Kein einziges Wort verließ seine Lippen, kein einziger Muskel wagte es auch nur eine winzig kleine Bewegung zu machen, um das Leben der Aburame nicht unnötig zu gefährden.

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Zum ersten Mal in seinem gesamten Leben hatte die Angst ihre Klauen tief in ihn reingebohrt, hinderte ihn daran auch nur einen einzigen klaren Gedanken zusammenzufassen oder gar sich einen Millimeter zu bewegen. Er war machtlos, nichts, rein gar nichts könnte Kohaku aus dieser Misere befreien und dieser Gedanke dass ihr etwas passieren würde, dass sie dasselbe Schicksal ereilen würde wie Haruna, trieb den Hyuuga an den Rande des Wahnsinns. Er hatte versagt, all die Versuche sie vor seinen Klingen zu bewahren waren gescheitert, all die Anstrengungen ihn zu besiegen und so die Bewohner des Dorfes zu beschützen für nichts und wieder nichts. War es vielleicht doch ein Fehler gewesen, gerade ihn zum Juniidaime Hokagen zu machen? Nicht nur dass er das Dorf und dessen Bewohner nicht beschützen konnte, selbst seine beste Freundin die er über alles liebte, hatte er nicht vor solch einem Unheil bewahren können. Ein schlechter Kage, vor allem aber ein schlechter Freund. In Gedanken verschlug es ihn kurz ein gutes Jahrzehnt zurück, als er kurz davor war, seine Schwester zu finden und nach Hause zu bringen. Was war passiert? Man hatte ihn mühelos fertig gemacht und auch beinahe getötet, wenn nicht gerade ein weiterer Shinobitrupp gekommen wäre, um ihm noch das Leben zu retten. Hier würde es keinen Shinobitrupp geben der ihm und der Aburame in letzter Sekunde das Leben retten würde und hier würde der Hyuuga auch keine zweite Chance bekommen um Kohaku aus den Klauen des Nukenin zu bekommen, wenn er auch nur einen falschen Schritt setzte.
Dann erreichten ihn aber die Worte des Kopfes der gefährlichsten Organisation, die ihm einen Funken Hoffnung gaben, dass die Kunoichi am Leben bleiben würde, auch wenn es seinen Preis hatte, das Leben Yasutakas. Die schwarzhaarige Iryonin wusste in diesem Moment wohl schon, wie sich der Kage entscheiden würde. Sie wusste was er für sie empfand und sie hatte oft genug miterlebt, wie er sich Hals über Kopf in die gefährlichsten Situationen geworfen hatte, nur um ihr Leben in Sicherheit wiegen zu können, auch wenn er selbst dann in Gefahr schwebte, dafür aber immer wieder irgendwie einen Ausweg gefunden hatte. Jetzt in diesem Moment aber, würde es womöglich keine weitere Chance mehr geben, hiernach noch weiter zu machen, denn wenn man sich die bereits bestehenden Verletzungen des Hyuuga-Oberhauptes genauer unter die Lupe nahm, dürfte er nach solch einem Akt gar nicht mehr am Leben sein. Er war sich darüber mehr als nur im Klaren und auch wenn es ein Fehler war, dem Wort eines Akatsukis zu vertrauen, hinterfrage Yasutaka in diesem Moment nicht dessen Glaubwürdigkeit, denn schließlich ging es hier um das Leben der Frau, für welche er durch die Hölle gegangen wäre. Ihr Leben hatte für ihn Priorität, alles in seiner Umgebung wurde durch das momentane Geschehen ausgeblendet, denn die Gefahr, in der die Schwarzhaarige schwebte, machte den Hyuuga für die offensichtlichsten Sachen blind, sodass er wie in diesem Fall einem Akatsuki Glauben schenkte. Hauptsache es ging ihr gut und sie würde ihr Leben fortsetzen können. Sein eigenes Leben war da nicht einmal zweitrangig, denn irgendwer würde schon in seine Fußstapfen treten und bei einem Aufeinandertreffen gegen diesen Mann, nicht die gleichen Fehler machen, wie Yasutaka es getan hatte. Irgendwer würde ihm schon die Stirn bieten können, vielleicht der nächste Kage oder auch gar jemand aus seinem Umfeld, doch die Gewissheit dass Kohaku weiterleben würde und dass es eines Tages jemanden gäbe, der sein Werk zu Ende bringt, gaben ihm etwas Kraft für seine kommende Entscheidung.
„Einen Kampf mit fairen Mitteln zu gewinnen, wäre ja ein unmögliches Ereignis für euch gewesen. Wie gut für euch, dass ihr wusstet wo sich meine Achillessehne befindet. Geschickt ausgespielt und mich so dorthin gebracht, wo ihr mich haben wolltet. Mich werdet ihr vielleicht aus dem Verkehr ziehen können, aber es wird jemand meinen Posten einnehmen, der viel stärker und mächtiger sein wird, als ich es bin. Und genau dieser jemand wird auch derjenige sein, der eurer Leben verwirklichen wird und so die Welt von einer weiteren Plage befreit. Auch wenn ich diesen Tag wahrscheinlich nicht mehr sehen werde, sterbe ich dennoch mit einem Lächeln auf den Lippen, da ich weiß, dass euer Untergang näher ist als ihr glaubt. So verzweifelt mich ins Jenseits befördern zu wollen, dass du es nicht einmal mehr selbst machen kannst.“

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Lange Rede kurzer Sinn, die Botschaft des Ganzen hatte der Blauhaarige bestimmt verstanden, doch gar nicht ernst genommen, da er in seinen Augen unerreicht war. Sollte er das denken, Hochmut kommt bekanntlich immer vor dem Fall. Bevor er jedoch zur Klinge griff, ließ er den Blick ein letztes Mal zu Kohaku gleiten. „Es tut mir Leid…“ Alles was er ihr sagen konnte, waren diese vier kleinen Wörter, die so vieles hätten bedeuten können. Eine Entschuldigung dafür, dass sie wegen ihm in dieser Lage steckte oder eine dafür, dass vieles noch unausgesprochen geblieben war und wohl auch bleiben würde, vielleicht aber auch dafür weil er wusste wie sehr sie sich gegen seine kommende Handlung sträuben würde und es bevorzugt hätte selbst zu sterben als mitansehen zu müssen, wie er sich das Leben nahm. Einige Male blitzte es hintereinander in der Umgebung der beiden Kämpfer, woraufhin das Grollen des Donners über ihren Köpfen ertönte und den Hyuuga aus seiner Bewegungsstarre befreite. Langsam packte er das Schwert am Griff, blickte auf die stählerne Klinge, in welcher er glaubte wenige Abschnitte seines Lebens wiederzusehen. Den Augenblick wo er die Kunoichi kennengelernt hatte, für welche er gerade dabei war sein Leben zu opfern, die Momente wo er wieder seine Schwester in den Armen hielt und nach Hause brachte und einen Augenblick den er ebenso nie vergessen wird, als er mit Yatsumi nach seinem wochenlangen Überlebenskampf im ANBU HQ saß, mit ihr redete und von ihr auch noch in den medizinischen Sektor getragen wurde, von wo sie einfach eingewilligt hatte, trotz seiner schlechten Verfassung mit ihm zu trainieren. Ihr Ableben war ihm nicht fremd gewesen und es hatte nur dazu beigetragen, dass er sich in sein „neues“ Verhaltensmuster hineinsteigerte, um den Schmerz von sich irgendwie abwerfen zu können. Auch sie hatte er enttäuscht bzw. im Stich gelassen, obwohl er als Captain und jetzt als Hokage die Pflicht gehabt hätte, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. So war sie aber immer gewesen, mit dem Kopf durch die Wand, auch wenn sie in ihr Verderben rannte, was wohl genau die Eigenschaft war, die diese Persönlichkeit beiden miteinander verband. Trotz all der Sachen hatte er sie aber nicht rächen-, nicht einmal ein kleines Gefühl des Friedens vermitteln können, doch sein Versagen machte ihm in diesem Moment deutlich mehr zu schaffen, als er dachte. Dennoch gingen die Mundwinkel des Dorfoberhauptes leicht in die Höhe, sodass man ein Lächeln erkennen konnte, doch wieso fragte man sich bestimmt. Ganz einfach, er würde all diejenigen wiedersehen können, die bereits das zeitliche gesegnet hatten und mit der Gewissheit diese Welt verlassen, dass es der Aburame gut ging. Mit dem nächsten Donner stieß der Hyuuga die Klinge durch seinen gesamten Oberkörper, woraufhin die allseits bekannte Kälte sich verbreitete, Stück für Stück jedes Glied von ihm ausfüllen würde und so die bestialischen Schmerzen, die durch seinen gesamten Oberkörper fuhren, immer weniger werden würden. Zunächst gaben die Knie nach, sodass er sofort auf der Plattform niedersank und noch mit dem Oberkörper halbwegs aufrecht positioniert. Sein gesamter Körper zitterte und seine Sicht wurde noch trüber, als sie es vorhin schon war, während er mit sich selbst darum rang –zumindest für die nächsten Sekunden- bei Bewusstsein zu bleiben, um mitzuerleben, wie die Aburame aufatmen konnte. Durch die Menge an Blut, die er aber ruckartig auf die Plattform spie, auf der er mittlerweile schwach auf allen vieren stand, drohte er schon gänzlich von dieser Welt abzudriften, aber es benötigte nur einen einzigen Moment sie in Sicherheit zu sehen, soviel musste sein Körper noch aushalten, ehe dieser dann nie wieder vom Hyuuga ausgenutzt werden würde. „Ich…hab getan…“ Unterbrochen von einem weiteren Hustenanfall, wo er eine ähnliche Menge an Blut verlor, sammelte er noch einmal alles an Kraft, was ihm geblieben, um diesen Satz zu Ende zu bringen. „…was du wolltest, also lass… lass sie jetzt gehen…“ Bevor ihn dann gänzlich die Kraft verließ, zog er mühselig das Schwert aus seinem Körper und sackte dann in seiner eigenen Blutlache zusammen, welche mittlerweile schon durch die klaffende Wunde auf der Brust anfing herunter zu tropfen, ehe es sich mit dem sprudelnden Wasser der rauschenden Kaskade vermischte und einfach verschwand. Immer weiter fielen die Augen Yasutakas zu, signalisierten, dass es bald schon soweit wäre, dass er seinen letzten Atemzug getätigt hätte und dann nicht mehr von dieser Welt wäre, auch wenn das noch einige Momente dauern würde. Genug Zeit, um ein letztes Mal das Unwetter in vollen Zügen zu genießen, den Regen, solange er ihn noch wahrnahm, auf seine Haut prasseln spüren-, genauso wie den Wind, der ihm selbst von dieser Position noch leicht ins Gesicht peitschen konnte.
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BeitragVerfasst am: Fr 02 März, 2012 16:51    Titel:

Es kostete Kohaku sämtliche Willenskraft, die Schmerzen in ihrer Seite zu ignorieren, die mit der Kälte, die durch das anhaltende Gewitter und die stürmischen Böen einherkam, zunehmend schlimmer wurden, nicht daran zu denken, dass ihre Glieder sich anfühlten wie Blei und dass ihr Chakra sich allmählich verflüchtigte wie das Blut von ihrem regelrecht zerfetzten Mantel, das von den herabstürzenden Wassertropfen mehr und mehr ausgewaschen wurde. Viel Kraft hatte sie nicht mehr – und dennoch würde sie nicht ans Aufgeben denken, nicht solange es auch nur einen einzigen Muskel gab, den sie zu bewegen vermochte.
Indem sie diese Techniken gewirkt hatte, spielte sie ein riskantes Spiel, das wusste sie, aber hatte sie noch eine andere Wahl? Im direkten Nahkampf war sie keine Gefahr für ihren Kontrahenten, dafür war Yasutaka besser geeignet, demnach war es sinnvoll, ihn auf Distanz anzugreifen und zu hoffen, dass es ausreichte, um jenem die Möglichkeit zu geben, diesen Kleinkrieg endlich zu beenden. Obwohl es sicherlich vernünftiger gewesen wäre, spätestens jetzt das Weite zu suchen, verharrte die Schwarzhaarige hinter diesem Felsen, der ihr nur mäßigen Schutz bot, denn selbst in diesen wenigen Augenblicken konnte und wollte sie ihren engsten Freund nicht einfach im Stich lassen. Selbst wenn er in seinem zweifellos jetzt schon schwer angeschlagenen Zustand hätte gewinnen können, er würde es unter keinen Umständen allein zurück nach Konoha schaffen. So oder so brauchte er ihre Hilfe, wenn schon nicht im Kampf, dann zumindest als seine Heilerin.
Hätte sie es sich anders überlegt, wenn sie gewusst oder auch nur geahnt hätte, was auf sie zukam? Vielleicht, wenn es bedeutet hätte, dass sie Yasutaka eine Auszeit gönnen konnte. So aber verhielt sie sich völlig still, starrte ihrem Doppelgänger nach, der die Stille, die sich zwischen den beiden Männern ausgebreitet hatte, unterbrechen sollte, und erkannte mit einiger Erleichterung, dass Sashijo von dem Hyuuga abließ und sich stattdessen geradewegs der falschen Kohaku entgegen stürzte. Aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass ihr Verbündeter ihm hinterher springen würde. Er hatte doch sein Byakugan aktiviert, dann musste er doch sehen, dass das nur ein Bunshin war! Oder ging es etwa um etwas Anderes? Sashijo konnte sie unmöglich gesehen haben, sie hatte penibel darauf geachtet, dass sie außerhalb der Blickfelder der zwei Shinobi blieb, und hier gab es so zahlreiche Steine, dass sie sich hinter jedem hätte aufhalten können. Nein, der Akatsuki hatte es gewiss ganz klar auf den Bunshin abgesehen; trotzdem wurde das Unbehagen der Aburame größer, je weiter die düstere Silhouette nach unten schoss.
Das erste Schwert hatte sich bereits auf ihr Ebenbild gestürzt, anstatt es jedoch sofort zu zerstören und damit die Explosion auszulösen, drängte es jenes zur Seite, in Richtung ihrer Kikaichu – und ein leises Zischen verließ den Mund der echten Kohaku. Das Manöver hatte er durchschaut, gut, es war auch nicht besonders subtil gemacht gewesen, doch so konnte sie das Sprengsiegel nicht einfach aktivieren, wollte sie doch nicht für den Tod ihrer kleinen Freunde verantwortlich sein. Das erledigte hingegen fast sofort ihr Gegner für sie. Ein Stich des Schmerzes wurde von einer Welle des Zorns abgelöst, als sie beobachten musste, wie die Insekten regelrecht pulverisiert oder zumindest in Brand gesetzt wurden und qualvoll verenden würden. Noch war es jedoch nicht vorbei, der Schwarm, den sie ausgesandt hatte, war selbst für eine derartige Explosion zu groß, und das verschaffte ihr trotz der ärgerlichen Umstände ein wenig Genugtuung. Die Käfer setzten sich an ihm ab, begannen mit ihrer exakten Aufgabe, aber anstatt direkt etwas gegen sie zu unternehmen, raste Sashijo weiter nach unten – und erst jetzt, viel zu spät, wurde ihr bewusst, dass er es direkt auf sie abgesehen hatte.
Wenn sie sicher gewesen wäre, dass es einen Sinn gehabt hätte, ihn von Yasutaka wegzulocken und dementsprechend davonzulaufen und wenn es nicht gegen ihre Prinzipien gegangen wäre, sich geschlagen zu geben, hätte sie es vielleicht sogar in Erwägung gezogen, so aber biss sie die Zähne zusammen und ließ ihren Blick zwischen ihm und ihrem gemeinsamen Feind hin- und hergleiten. Er würde ihn doch noch rechtzeitig einholen… oder? Falls nicht, musste sie sich bereit machen.
Es hatte keinen Sinn mehr, sich zu verstecken, also richtete sie sich auf, spannte ihren Körper an und wartete nur darauf, dass der Akatsuki und dessen Klingen sie erreichte. Doch so einfach wurde es ihr natürlich nicht gemacht. Sobald das erste Schwert den Boden fast berührt hatte, verschwand es plötzlich – und noch während der Blauhaarige an dessen Stelle erschien, ertönte ein weiteres Mal das unheilvolle Geräusch einer immensen Explosion, die Kohakus Blick ruckartig wieder nach oben schnellen ließ.
Kohaku war kein furchtsamer Mensch. Sie gehörte gewiss nicht zu den Shinobi, die vor nichts und niemandem Angst hatten, die so von sich selbst überzeugt waren, dass sie glaubten oder vielleicht sogar mit guter Gewissheit wussten, dass sie es mit allem und jeden aufnehmen konnten und die nichts besaßen, um dessen Verlust sie nicht bangten, aber genauso wenig zählte sie zu jenen, die sich bei der bloßen Erwähnung von Gefahr versteckten oder gar die Flucht ergriffen. Ihre Faszination für das ihr Unbekannte, vor alten Mächten, ihre Neugier, aber auch ihre bloße Sturheit, nicht nachgeben zu wollen, ihr Stolz, sich ganz gewiss nicht geschlagen zu geben, hatte sie mehr als nur einmal in gefährliche Situationen gebracht, die sie vermeiden hätte können. Anstatt sich hinterrücks an einem letzten Angriff zu versuchen, hätte sie ins Dorf laufen und Verstärkung holen können, anstatt hier zu bleiben, wo sie jederzeit damit rechnen musste, überwältig zu werden, hätte sie sich in Sicherheit bringen können, vor allem damit der Hyuuga sich keine Gedanken mehr um sie machen musste. Aber sie wäre nicht Kohaku gewesen, wenn sie das getan hätte. Einen Kampf, so aussichtslos er auch schien, aufgeben? Ihren engsten Freund einfach im Stich lassen?
Es kam ihr nicht in den Sinn, dass Yasutaka in diesem Kampf stärker war als je zuvor und dass es daran lag, dass er nicht für sich selbst und sein Überleben alles gab, sondern für das Dorf, für Yurikami und auch für sie, um sie zu beschützen und vor der Gefahr zu bewahren, in die sie sich jedes Mal breitwillig stürzte. Genauso wenig ahnte sie, dass es seine bloße Anwesenheit war, sein Wille, dieses Duell für sich zu entscheiden, eben diese Kraft, die sie selbst wiederum dazu brachte, über sich hinauszuwachsen und, wenn sie auch nicht mit ihm gleichziehen mochte, stärker zu werden als sie es bislang gewesen war. Dass es dennoch nicht reichen würde, hatte sie zwar geahnt, aber diesen letzten, verbissenen Angriff so zerschmettert zu sehen, ja, schlimmer noch, zu beobachten, wie er sich zu einem erheblichen Nachteil für Yasutaka entwickelte, schlug ein klaffendes Loch in den Widerstand der Aburame.
Früher hatte sie sich immer darüber lustig gemacht, wenn sie in einem Buch darüber las oder von Bekannten hörte, dass man in Kämpfen einen Moment hatte, der nicht länger als wenige Sekunden dauerte, in dem man einen derartigen Schock erlitt oder schlichtweg so von Entsetzen erschlagen wurde, dass man unfähig war, sich zu bewegen – aber in dem Moment, da die Explosion nicht nur die Kikaichu vernichtete, sondern auch Yasutaka erfasste, und dann auch noch vier Klingen dort verschwanden, wo er eben noch geflogen war, blieb ihr Herz stehen; und mit ihrem Herz auch die Zeit.
Es war nur der Bruchteil einer Sekunde, ein Herzschlag höchstens, da sich ihre Gedanken allesamt in einen Sturm aus Fragen warfen, um die Sorge, ob es ihm gut ginge und ob sie noch etwas unternehmen konnte, um ihm aus der Klemme zu helfen, doch selbst wenn sie noch Kikaichu übrig gehabt hätte, wäre jeder Versuch bereits zu langsam gewesen. Das begriff sie in dem Moment, da sich die bloße Präsenz Sashijos, zu einem einzigen Satz geformt, in ihren Kopf bohrte. Sie hätte wehmütig, aber zufrieden lächeln und sich endgültig geschlagen geben können, wissend, dass sie alles in ihrer Macht stehende getan hatte – aber sie tat es nicht. Vielleicht lag es daran, dass sie sich, hitzköpfig wie sie nun einmal war, von seinen Worten nur noch mehr angestachelt fühlte, vielleicht war es ihr nicht an die Niederlage des Hyuuga glaubende Herz – ein neuerlicher Anflug von grimmigem Trotz befiel Kohaku. Mein letzter? Von wegen! Wenn sie schon keine Aburame-Jutsu mehr wirken konnte, dann konnte sie sich doch wenigstens noch mit Taijutsu…
Dann spürte sie plötzlich schon eine Hand in ihren Haaren.
Sie hätte niemals schnell genug reagieren und sich befreien können, wurde sie doch im nächsten Moment durch den Schwung und die Geschwindigkeit, die der Anführer Akatsukis erreicht hatte, mit ihm zu Boden gerissen, doch er selbst hatte auf den Füßen landen und dadurch den Aufprall abfedern hatte können, während der ihre nur dann nicht so schmerzhaft gewesen wäre, wenn der dabei entstandene Ruck sich nicht angefühlt hätte, als hätte man ihr gerade sämtliche Haare einzeln ausgerissen. Tränen sammelten sich in ihren Augen, die rein gar nichts mit der plötzlichen Niederlage zu tun hatten und schon gar nicht mit ihrer plötzlichen Gefangennahme, die sie noch gar nicht richtig realisiert zu haben schien, sondern einzig und allein mit dem unerträglichen Reißen und dem Gefühl, dass ein gutes Stück ihrer Kopfhaut sich mitsamt den Haaren verabschiedet hatte. Zeit, um zu jammern oder Sashijo auf die schlimmstmögliche Art und Weise zu beleidigen, bekam sie allerdings nicht, denn die Reise ging weiter, dieses Mal jedoch mit einer unglaublichen Geschwindigkeit nach oben. Wieder glaubte sie, einen Teil ihres Schopfes zu verlieren, die Pein wurde schlimmer noch als zuvor und sie hatte mit zahlreichen schwarzen Flecken und dem unerträglichen Tränen der Augen zu kämpfen, während sie zeitgleich versuchte, sich nicht von ihrem Gegner trennen zu wollen, sondern mit ihm flog, um größeren Schmerz zu vermeiden; und erst nach einer gefühlten Ewigkeit landeten sie wieder.
Tapfer kämpfte sie das Salzwasser hinunter, gab ihr Möglichstes, um die Selbstbeherrschung zurückzugewinnen und ihr kläglich klingendes Wimmern zu unterdrücken, und musste sich gleichzeitig darum bemühen, den plötzlich aufkommenden Zorn auf ihren Kontrahenten zu unterdrücken – denn Yasutaka war endlich in ihr Blickfeld getreten.
Obwohl die Erleichterung groß war, ihn lebend und in einem Stück wiederzusehen, wurde jene fast sofort von kaltem Entsetzen übermannt, als sie die zahlreichen, bedrohlichen Wunden auf seinem Körper sah, die er sich in den vergangenen Minuten zugezogen hatte. Rein medizinisch betrachtet war es ein Ding der Unmöglichkeit, dass er überhaupt noch aufrecht gehen, geschweige denn kämpfen konnte. Es waren nicht nur kleine Schürfwunden und Prellungen, sondern Verletzungen, die er sich zugezogen haben musste, als er unter die Steine geraten war. Warum war sie da nicht bei ihm gewesen? Sie hätte ihm helfen müssen! Wäre er nicht da bereits so angeschlagen gewesen, sähe es vermutlich jetzt besser für sie aus, und noch dazu musste sie mit schwerem Schlucken feststellen, dass alte Verletzungen aus seinen letzten Kämpfen sich wohl wieder bemerkbar machten – und zu guter Letzt hatte er zahlreiche Verbrennungen aufgrund der Explosion davon getragen, von diversen Knochenbrüchen vermutlich ganz zu schweigen. Und trotzdem stand er immer noch da, keuchend und sichtlich gepeinigt von Schmerzen, aber aufrecht. Woher nimmt er diese Kraft? Dass es sein starker Wille war, der ihn noch auf den Beinen hielt, war ihr bewusst, aber wie? Und warum? Spielte das allerdings überhaupt eine Rolle? Sie musste zu ihm! Wenn sie sich nicht bald um diese Wunden kümmerte…
Doch erst im nächsten Augenblick wurde sie ihrer momentanen Lage mit aller Macht bewusst. Bei dem Versuch nach vorne zu stürzen, wurde sie durch ein schmerzhaftes Reißen, das sie aufstöhnen ließ, daran erinnert, dass sie eine Gefangene war. Ihr Kopf wurde grob nach hinten gezogen – und da erst erkannte sie, dass inmitten des stürmischen Regens fünf Schwerter um ihren Körper tänzelten, der gleichzeitig gegen die Brust Sashijos gepresst wurde. Ihr Herzschlag ging schneller, doch so ausweglos ihre Lage auch schien, nicht einmal jetzt dachte sie daran aufzugeben.
Yasutaka würde gewiss etwas einfallen. Ihr war mittlerweile durchaus klar geworden, dass sie sich selbst nicht befreien konnte, ohne dass sie sofort von den Klingen niedergetreckt wurde, aber gewiss würde ihr Verbündeter mit einem Ablenkungsmanöver aufkommen, das ihr eine solche Aktion ermöglichte, oder aber er attackierte den Akatsuki direkt, dass er gezwungen war, sie laufen zu lassen. Bestimmt würde er nicht den Ausgang des Kampfes wegen ihr gefährden… oder?
Das Brennen, das entstand, als fünf Schwerter sachte in ihren Körper schnitten, spürte sie schon fast nicht mehr. Ihr ganzer Körper schmerzte, ihr Chakra ging dem Ende zu, und die Verletzungen, die sie zweimal nahe an den Tod gebracht hatten, machten sich wieder bemerkbar, vor allem der Angriff auf ihren Rücken, der dabei ihre Leber schwer verwundet hatte, ließ sie schlucken. Das Blut, das sich seinen Weg hinauf in ihren Mund kämpfte, konnte sie noch zurückhalten – aber lange würde selbst sie nicht mehr durchhalten. Komm schon, Yasu, knurrte ihre Gedankenstimme, als könnte sie ihn tatsächlich erreichen, Lass dir was einfallen! Aber es war nicht der Hyuuga, der etwas sagte oder tat, sondern Sashijo… und es waren Worte, die sie regelrecht betäubten.
Sämtliche Geräusche und Gefühle wurden ausgelöscht. Sie nahm nicht mehr wahr, wie der Donner über sie hinwegrollte, wie der Wind heulte und an ihnen zerrte als wollte er sie von den Felsen werfen, wie der Regen gleich dem Wasserfall rauschte und ihr ins Gesicht peitschte, sie fühlte nicht mehr die Kälte und Feuchtigkeit, die mit der durchnässten Kleidung und der bereits unterkühlten Haut einher kam; sie nahm zwar eine Kälte wahr, aber diese hatte nichts mit der Umgebung zu tun - sondern nur noch mit Angst.
Kohaku war kein furchtsamer Mensch. Doch in dem Moment, da Sashijo von Yasutaka verlangte, dass er sich selbst das Leben nahm, damit er das ihre verschonte, überwältigte sie eine Angst, die größer war als alles, das sie bislang gekannt hatte. Sie fürchtete sich nicht davor, dass sie selbst sterben könnte; sicherlich war es ihr nicht gleichgültig, aber sie hatte von dem Moment an gewusst, dass sie ihr Leben verlieren könnte, sobald sie sich dem Anführer Akatsukis entgegen gestellt hatte. Nein, es war eine ganz andere Angst – die Angst, einen Menschen zu verlieren, der einem nahe stand, der einem so viel bedeutete, dass man sein eigenes Leben geben würde, um das seine zu retten.
Ihr Herz drohte ihr aus der Brust zu springen, sämtlicher Rest an Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen und auch wenn jeder körperliche Schmerz vergessen war, zerriss es sie emotional, auch nur daran zu denken, dass er dieser Dummheit tatsächlich nachkommen könnte. Aber das würde er nicht, oder? Wer sagte denn, dass der Akatsuki sie nicht auch tötete, sobald der Hyuuga seiner Aufforderung nachgekommen war? Und überhaupt, das war doch Wahnsinn! Er hatte es ihr doch versprochen, dass er nicht sterben würde, wenn sie ihm nicht eigenhändig den Hals umdrehte, er konnte und durfte das nicht tun! „Mach schon, Yasutaka!“, presste sie hinter zusammengebissenen Zähnen hervor und schnappte gleich darauf scharf nach Luft, als die Schwerter tiefer in ihre Haut schnitten, wie um sie zum Schweigen zu bewegen. Das war keine Aufforderung, dass er auf das Angebot eingehen sollte, das würde er mit Sicherheit wissen, sondern die Bitte, dass er sich etwas einfallen ließ, um sie Beide aus der Misere zu holen.

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Aber er antwortete nicht. „Yasutaka?“ Wieder kam keine Reaktion – und das war schlimmer als eine ehrliche Antwort es je hätte sein können, und brachte die bis eben noch mühselig aufrecht gehaltene Hoffnung, dass sie es schaffen würden, mit einem Male stark ins Wanken.
Seine folgenden Worte an Sashijo nahm sie kaum mehr wahr. Panik, Entsetzen und die größte und schmerzhafteste Angst, mit der sie sich je konfrontiert gesehen hatte, zerrissen ihr Innerstes in kleine Stücke, während in ihrem Kopf sich die Räder zu drehen aufgehört hatten. Sie konnte nicht mehr klar denken, sich nicht mehr konzentrieren, konnte nicht mehr als da stehen und abzuwarten.
Natürlich hatte sie begriffen, was Yasutaka ihr damals gesagt hatte, was er für sie empfand, wenn er es auch nicht direkt ausgesprochen hatte, aber sie hatte es immer als Schwärmerei abgetan, als eine kleine Verliebtheit, etwas, das er schnell wieder vergessen oder sich daran gewöhnen würde. Zum allerersten Mal wurde ihr bewusst, dass das nicht wie die Torheit eines Kindes war, die sich einfach so abwinken ließ, sondern dass er sie aufrichtig und von ganzem Herzen liebte; so sehr, dass er ohne zu zögern sein Leben geben würde, um das ihre zu retten.
Sie spürte den Blick des Hyuuga plötzlich auf sich ruhen und verrenkte ihren Kopf sogleich, damit sie ihn ebenfalls ansehen konnte, und hatte bereits den Mund geöffnet, um ihn anzubrüllen, dass er diese idiotische Idee sofort wieder vergessen sollte, dass er sich besser um sich selbst kümmerte als um sie – aber er kam ihr zuvor, und obgleich es nur ein einziger, kleiner Satz war, zerbrach es die bislang mühselig aufrecht erhaltene Fassade der Aburame als hätte er die vorige Felslawine durch eine Glaswand gejagt.
„Baka“, rang sie sich zu sagen ab und versuchte ihr übliches Grinsen zu präsentieren, aber in ihrer Stimme schwang ein hörbares Zittern mit, die die sonstige Festigkeit fast völlig vergessen ließ, und durch ihr Gesicht ging ein Zucken, als sie sich mit dem zeitgleichen Lachen und dem Bekämpfen der Tränen, die sich in den graublauen Augen sammelten, abmühen musste, „Das kommt reichlich spät.“ Es war nicht mehr als ein heiseres, gepresstes Flüstern, aber sie war sich sicher, dass er es verstehen würde, genauso wie er verstehen würde, dass sie es nicht ernst meinte, es nie ernst gemeint hatte, wenn sie so etwas sagte. Aber selbst jetzt, in dem Augenblick, da sich alles entschied, da sie Beide an der Schwelle ins Jenseits standen, schaffte sie es nicht, freundliche, aufrichtig gemeinte Dinge zu sagen. Aber so war sie – und das würde sich so schnell auch nicht ändern. Oder konnte sie es nicht, weil sie immer noch trotz der Verzweiflung und tiefsitzenden Angst daran festhalten wollte, dass sie es schon irgendwie überstehen würden?
Als sich der Griff des Hyuuga um das Schwert schloss, schien alles endgültig zu sein. Obwohl es ihr das Herz zerriss, obwohl ihr die Tränen aus den Augen und über die Wangen schossen und sich mit dem Regen vermischten und obwohl sie das Gefühl hatte, dass der letzte Rest ihrer Kraft aus ihrem Körper gesaugt worden war, war ihr Blick standhaft und fest, mit dem sie ihn fixierte; ganz so, als wollte sie ihm trotz des Wissens, dass sie ihn nicht rechtzeitig erreichen würde, beistehen und ihm sagen, dass alles gut gehen würde.
Selbst dann, als er das Schwert hob. Selbst dann, als er es sich durch die Brust stieß. Sie sah nicht weg, sondern suchte seinen Blick, so gut es von ihrer ungemütlichen Position aus auch ging, schweigend, mit den Tränen kämpfend, die nicht mehr zu halten waren, und mit der Miene eines Kindes, das unter allen Umständen versuchte tapfer zu sein. Wäre der feste Griff um sie und ihre Haare nicht gewesen, sie wäre mindestens genauso auf die Knie gefallen, wie es Yasutaka jetzt tat. Blut… überall war Blut. Ihr wurde schwindlig, Übelkeit mischte sich mit ihrem eigenen Blut und ergab eine unangenehme Mischung, die sich ihren Weg erbarmungslos ihre Kehle hinaufkämpfte, und dazu kam das Gefühl, alles nur noch wie durch einen Schleier wahrzunehmen: Undeutlich, von ihr abgeschirmt, weit weg und dennoch fast greifbar.
Die Worte des Hyuuga drangen erst nur gedämpft an ihre Ohren, dann spie er einen weiteren Schwall Blut aus, der die eisige Kälte in ihrem Herzen nur noch verstärkte, bevor sie endlich begriff, was er da sagte. Er hatte Recht, wenn Sashijo sich an sein Wort hielt, dann… doch weiter kam sie mit dem Gedanken nicht. Nur einen Herzschlag später bohrten sich vier Schwerter in ihren Körper.
Der eiserne Griff, der sie bislang noch aufrecht gehalten hatte, ließ plötzlich von ihr ab, ehe sie auch schon zu Boden stürzte, unfähig, den Aufprall richtig abzufangen. Trotzdem streckte sie die Hände aus, wollte sich verzweifelt noch zumindest auf den Knien halten, aber ein so intensiver, stechender Schmerz schoss jäh durch ihre linke Schulter, dass sie aufschrie und auf jener Seite einknickte. Doch das Aufkommen auf der harten Plattform machte ihre Lage nur schlimmer, denn so konnten sich die Klingen noch tiefer in ihr Fleisch bohren. Wo sie zuvor schon geglaubt hatte, dass ihr gesamter Körper schmerzte, war es nichts im Vergleich zu dem, wie sie sich jetzt fühlte, aufgespießt, zerschnitten, zerstört, nicht nur ihre sterbliche Hülle, sondern auch all ihre Hoffnungen darauf, dass sie diesen Kampf noch würde bestreiten können. Es gab nur noch einen einzigen Weg, eine einzige Chance – und die musste sie am Leben erhalte, koste es, was es wolle.
Sie lag auf der Seite, atmete schwer und unregelmäßig, zitterte schlimmer als je zuvor, und obwohl jede einzelne Bewegung solche Schmerzen durch ihren Körper jagte, das sie mit jedem Herzschlag das Gefühl hatte sterben zu müssen und es doch nicht konnte, schaffte sie es, Hand an den Griff des Schwertes zu legen, das ihre Schulter vollkommen durchstoßen hatte. Es kostete sie unendlich viel Kraft, und auch viel Blut, aber es gelang ihr, die Waffe herauszuziehen, wohlwissend, dass es auf medizinischer Ebene an Selbstmord grenzte, wenn sie die Blutung nicht sofort stillte, aber es kümmerte sie nicht. Der einzige Gedanke, der einzige Wunsch, den sie noch hatte, war, es bis zu Yasutaka zu schaffen – und er war so groß und stark, dass sie ein letztes Aufbäumen noch wagen konnte und musste. Als nächstes atmete sie tief durch, röchelte und musste den Kopf neigen, um sich nicht am Blut zu verschlucken, das ihr endgültig aus dem Mund schoss, und kämpfte gleichzeitig um die Herrschaft ihrer Hand, die nun die zweite Klinge in ihrem Bein fixiert hatte und unter schmerzerfülltem Ächzen herausriss. Die anderen beiden Schwerter, die ihren Oberkörper durchstoßen hatte, eines von ihnen die alte Wunde von nur wenigen Minuten zuvor sogar noch weiter aufreißend, ließ sie stecken; die letzte Kraft, die sie hatte, brauchte sie, um ihren Freund zu erreichen.

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„Ya… Yasu“, stieß sie keuchend hervor, wälzte sich mühsam auf den Bauch und versuchte verzweifelt, die schwarzen Flecken mit Kopfschütteln und Blinzeln zu verjagen und zwischen dem heftigen Regen, der offenbar nicht schwächer werden wollte, seine Gestalt auszumachen, hatte ihn endlich gefunden und holte tief Luft. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit, die sie brauchte, um zu ihm zu kriechen, denn gehen oder auch nur humpeln hätte sie in ihrem katastrophalen Zustand nicht mehr können, und jede Bewegung auch nur eines einzigen Muskels jagte Schmerzen durch ihren Körper, die sie stets nahe an die Ohnmacht trieben. „Was du nur wieder redest…“ Konnte er sie hören? Verstand er, was sie sagte? Sie wusste es nicht, aber es war ihr auch egal, sie wollte nur, dass er sich auf ihre Stimme konzentrierte, zumindest so lange durchhielt, bis sie bei ihm war. „Einen Hokage… oder ein Clan-Oberhaupt kann man ersetzen…“, fasste sie auf, was er gerade eben noch zu Sashijo gesagt hatte, während sie sich beständig vorwärts kämpfte. Weiter, immer weiter. Nur noch drei Meter, dann war sie bei ihm. „…aber doch nicht dich!“ Fühlte es sich nur so an, weil ihr Körper langsam versagte, oder wurde der Regen tatsächlich schwächer? Dass sie gerade eben ausnahmsweise etwas zu Yasutaka sagte, das sie von ganzem Herzen meinte und das keine stupide Beleidigung war oder ihr kindisches Verhalten widerspiegelte, war ihr in dem Moment völlig gleichgültig – ebenso wie die Tränen, mit denen sie aufs Neue zu kämpfen hatte.
„Wer wird denn Ramen mit mir essen gehen?“, beschwerte sie sich, nicht ganz zu Unrecht, denn die letzten Male, die sie bei Ichiraku gesessen hatte, war sie immer mit Yasutaka dort gewesen. „Wer wird mich wieder aufmuntern, wenn es mir schlecht geht?“ Ihre Stimme verlor mehr und mehr an Bestimmtheit und Festigkeit, wurde leiser, unsteter und zittriger. Die Schmerzen, die durch ihren Körper jagten, drangen weiter vor, bis hin zu ihrer Wirbelsäule - vermutlich hatte sich eines der Schwerter bei ihren Bewegungen verschoben; plötzlich war der Schmerz in ihren Beinen weg. Aber es war nicht nur das. Sie spürte sie überhaupt nicht mehr. Das einzige, das sie jetzt noch vorwärts brachte, war die bloße Kraft in ihren Armen, die zu schwinden drohte. Noch nicht, sagte sie sich immer wieder, jetzt noch nicht.
Als sie das nächste Mal die Hand ausstreckte, konnte sie Yasutaka schon beinahe berühren. Ihre Augen waren bereits rot und geschwollen und schimmerten immer noch feucht, aber noch hielt sie sich tapfer zurück.
„Wer…“, setzte sie erneut an, musste aber inne halten, als ein weiteres Mal Blut aus ihrem Mund schoss und sie einknickte, schmerzerfüllt aufstöhnte, als sie auf ihr zerstörtes Schultergelenk fiel, und trotzdem fand sie irgendwie noch die Kraft fortzusetzen, „wer wird mich denn retten kommen, wenn ich mal wieder in Schwierigkeiten stecke?“ Die Frage entlockte ihr trotz ihres Zustandes und der des Hyuuga ein schwaches Lächeln, dann robbte sie erneut nach vorne, ein letztes Mal streckte sie die Hand aus… und schaffte es endlich, sich an ihn heranzuziehen. Vielleicht damit er ihre Tränen und ihr blasses, angeschlagenes Gesicht nicht sehen musste, vielleicht weil ihr die Kraft fehlte, um sich weiter aufrecht zu halten, vielleicht aber auch, weil sie ihm nicht in die Augen sehen konnte, wenn sie so etwas sagte, legte sie ihre Hände auf seinen Unterarm und bettete die Stirn auf seiner Brust, gleich neben seiner Wunde. „Es gibt Dinge, die niemand auf der Welt tun kann, nicht einmal ein Nanashi…“, murmelte sie mit heiserer, tränenerstickter Stimme, nicht einmal sicher, ob er sie überhaupt hören konnte, „…sondern nur so ein blöder Yasutaka.“
War es ein Eingeständnis, dass er ihr doch mehr bedeutete als nur ihr bester Freund? Hieß das, dass er ihr wichtiger war als Nanashi? Oder hieß das einfach nur, dass er ihr als eben jener bester Freund sehr am Herzen lag? So oder so, sie hatte schon lange begriffen, dass sie ihn brauchte, hier, an ihrer Seite, auf die eine oder andere Art. Sie selbst machte sich darüber im Moment keine Gedanken – viel wichtiger war es, dass sie den Hyuuga am Leben hielt, und anhand des immer schwächer und leiser werdenden Pulses blieb ihr dafür nicht mehr viel Zeit.
„Denk nicht mal dran, jetzt den Löffel abzugeben!“, stieß sie knurrend hervor, zwang sich noch einmal dazu, den Kopf anzuheben und ihm einen wütenden Blick zuzuwerfen, dessen Intensität von den zahlreichen Tränen, die immer noch über ihr Gesicht schossen, abgedämpft wurde, aber gleichzeitig auch deutlich machten, dass sie es ernst meinte. Ja, ihr lag viel, wenn nicht alles an diesem einen Shinobi, und er hatte es ihr versprochen, dass er nicht sterben würde außer durch ihre Hand und daran hatte er sich gefälligst auch zu halten! Und davon abgesehen… „Du hast verdammt nochmal noch eine ganze Menge zu erledigen! Du musst noch Hokage sein und Clan-Oberhaupt, du musst heiraten und Kinder kriegen und all den anderen Mist, den man in einem Leben eben so macht!“ Wieder musste sie innehalten und den Kopf schütteln, aber langsam brachte selbst diese Bewegung nichts als Schmerzen mit sich, und die Schwärze, die sie dadurch zu vertreiben suchte, wurde nur größer und intensiver. Für einen Moment schloss sie die Augen, zwang sich, tief und ruhig durchzuatmen, nur um gleichzeitig zusammenzuzucken – selbst dieses völlig natürliche Luft holen brannte schlimmer als Feuer in ihrer Lunge, die es offenbar auch erwischt hatte. Als sie noch einmal die Stimme hob, war von der Schärfe und Strenge von zuvor nichts mehr zu spüren; sie klang müde und schwach, hob unter größten Anstrengungen die Hand, um sich Tränen und Regentropfen aus dem Gesicht zu wischen, aber es brachte nichts, sie kamen gleich wieder nach. Nicht einmal sie schaffte es mehr, die Fassung zu bewahren. „Deine Hyuuga brauchen dich. Denk nur an Yuri! Sie würde vollkommen ausflippen, wenn sie erst hört, dass du tot bist, dann dass du lebst und danach stirbst du erst wieder. Und… und ich… wir…“, brachte sie nur noch klägliche Schluchzer hervor und schaffte dennoch keinen ganzen Satz. Wie sollte sie es ihm sagen? Konnte sie es ihm überhaupt erzählen? Es könnte ihre letzte Möglichkeit – nein, daran wollte sie gar nicht erst denken, und Yasutaka ganz gewiss genauso wenig, und so schluckte sie den Klos in ihrem Hals hinunter, bezwang vorerst sogar die Tränen und brachte sogar ein schiefes, wenn auch mattes Grinsen zustande. „Das heben wir uns für später auf, wenn das alles… vorbei ist.“ Und damit meinte sie ganz gewiss nicht, wenn sie Beide erst einmal tot waren.
Vermutlich ahnte der Hyuuga bereits, was sie vor hatte, und wenn er die Kraft dazu gehabt hätte, hätte er sie davon mit Sicherheit abgehalten, aber die hatte er nicht. Er würde bestimmt entsetzt sein, wütend auf sie vielleicht sogar, aber das kümmerte sie nicht; wenn es eine Chance gab, dass einer von ihnen überlebte und gleichzeitig dieser Kampf endlich zu ihren Gunsten gewonnen werden konnte, dann musste sie sie ergreifen, und der einzige Weg, um das zu erreichen, war über Yasutaka. Selbst wenn sie ihre eigenen Verletzungen geheilt hätte, sie wäre ganz gewiss nicht in der Lage, Sashijo das Wasser zu reichen, aber ihr bester Freund, auf den aufzupassen sie geschworen hatte, konnte Beides: Leben und Siegen.
Ein letztes Mal biss sie die Zähne zusammen, richtete ihren Oberkörper ein wenig auf und stützte sich dabei auf ihre gesunde Schulter, während sie die andere Hand auf seine Brust legte. Sie brauchte nur ein paar Sekunden Zeit, mehr nicht, nur so viel, dass sie ihre Arbeit beendet hatte, bevor der Akatsuki bemerkte, dass sie noch die Kraft dafür hatte. „Weißt du nicht mehr, was ich dir damals gesagt habe?“, fragte sie plötzlich leise. Ihre Mundwinkel zuckten, als wollte sie lächeln und gleichzeitig brannten ihre Augen erneut entsetzlich. Ob er sich noch daran erinnerte, was damals in den Bergen geschehen war, und was sie ihm versprochen hatte? „Ich lasse dich nicht sterben. Und wie du siehst… Ich bin hier. Also… wirst du auch nicht das Zeitliche segnen…“ Sie holte tief Luft, suchte noch den letzten Rest Konzentration und griff nach all dem Chakra auf einmal, das sie noch übrig hatte. „…nicht heute!“ Und es funktionierte! Ihre Hand umgab ein sanftes, grünes Leuchten, und auch wenn es sie vollkommen auslaugte und verausgabte, auch wenn durch diese Anstrengung sämtliche geheilten Wunden wieder aufzureißen drohten und der Schmerz so schlimm wurde, dass sie mehrmals fast zusammengebrochen wäre, sie setzte sämtliches heilendes Chakra, das sie noch erschaffen konnte, auf einmal ein.
Es fühlte sich an wie zahlreiche Stunden, obgleich es in der Realität höchstens ein paar Sekunden gewesen sein mochten; sämtliche Verletzungen des Hokage verheilten in atemberaubender Geschwindigkeit. Kohakus Aufmerksamkeit lag dabei auf den Knochenbrüchen und den Verletzungen der inneren Organe; oberflächliche Wunden mochten leichter aufreißen, waren in den meisten Fällen jedoch nicht so schmerzhaft und lebensgefährlich. Ein einziges Mal richtete sie noch die geschwächte Stimme an Yasutaka. „Also hör auf, hier auf der faulen Haut zu liegen… und mach den Mistkerl…“

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Plötzlich ging ein harter Ruck durch ihren Körper.
Mit einem einzigen Schlag waren alle Gefühle wie ausgelöscht. Es gab keine Schmerzen mehr, keine Angst und keine Zweifel. Es gab keinen Wind, kein Donnern und keinen Regen. Nur eines suchte sie heim: Die Kälte, die Kohaku in diesem Kampf schon zweimal befallen hatte und durch die man stets wusste, dass man dem Tode nahe war, kam dieses Mal nicht schleichend und leise wie eine Schlange, sondern mit der Geschwindigkeit und der Kraft eines Sturms, der dem in der Realität ebenbürtig war. Binnen einer einzigen Sekunde verlor sie jedes Gefühl und jede Kontrolle über ihren Körper. Ihre Sinne versagten. Sie sah nicht mehr, wie das Schwert aus ihrem Brustkorb hervortrat, denn vor ihr erstreckte sich nur noch ein Meer aus Dunkelheit, sie fühlte nicht mehr, wie ihr Körper stürzte und die Tränen versiegten, wie ihre Mundwinkel voller Zufriedenheit nach oben schnellten – sie hatte es gerade noch rechtzeitig geschafft. „…fertig“, verließ als letztes Wort ihren Mund, das nicht nur auf ihren vorangegangenen Satz bezogen war, sondern auch auf sie selbst. Ja, sie war fertig, sie hatte Yasutaka noch rechtzeitig heilen können. Er lebte – und das war das Einzige, das ihr noch in ihrem wie leergefegtem Kopf herum spukte, bevor ihr Körper auf dem Boden aufschlug.
Hätte es noch eine Möglichkeit gegeben zu kämpfen, nur dank ihres starken Willens am Leben zu bleiben, so hätte die Aburame sie genutzt und es getan, aber für dieses eine Mal musste sie sich geschlagen geben. Dieses eine Mal war es nicht gut für sie ausgegangen. Und dennoch… Als die Schwärze sie endgültig übermannt hatte und der Tod ihre Hand erfasste, um sie fort von den Sterblichen zu führen, ging sie mit der zufriedenen Gewissheit, dass Yasutaka diesen Kampf gewinnen würde. Dieses Opfer… war es ihr wert.
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Isayama Rin
Akatsuki
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BeitragVerfasst am: Fr 02 März, 2012 20:07    Titel:

[1.TP Gentoushin no Jutsu (Technik der eigenen Lichtillusion)]

Es drangen nur leise die Stimmen zu ihr durch, zwischen die dunklen Schatten, die unbeweglich und unnachgiebig auf ihr ruhten. Eine steinerne schwarze Sonne, die Sonne von Hi no Kuni, starr und bedrohlich. Wieder verschwammen sie zu undurchsichtigen Schemen, die sie drohten hinab zuziehen und dann waren dort wieder ihre wispernden Worte, die in ihren Verstand dringen wollten. Ihre Lider öffneten sich träge, ihre Augen sahen nichts, und erst nach und nach begannen sich ihre Sinne zu schärfen. Wahrnehmung und Verstand wieder zueinander zu finden und damit auch die Kontrolle über ihre Glieder, die sich so schwer wie Blei anfühlten und sich nicht regen wollten. Ihr Bewusstsein nahm das flüchtige Schimmern über sich wahr, ein Funke am grauen Himmel, der sich zugezogen hat zu einem monströsen Wirbel. Keine Sonne, keine Schatten, bloß Felsen, die über sie geregnet waren als wären tausende Meteoriten zugleich auf die Erde gefallen. Ihr Körper war nicht aus Blei, sondern das Gewicht der Steine, was auf ihr lastete, und ihr ein Grab noch vor ihrem Tod geschaffen hatte. Wie zuvorkommend, Hokage, war ihr Gedanke, den sie erstmals klar fasste, nachdem ihr die Ereignisse wieder ins Gedächtnis kamen. Nach und nach spielten sich die Szenerien ab bis zu ihrem erfolglosen Spurt, um dem Ausmaß der Technik zu entkommen. Wie lange hatte sie hier gelegen? Tatsache, dass Sashijo sie nicht herausgeholt hat, war er wohl immer noch im Kampf oder er hatte verloren. Vielleicht ist er auch geflohen und konnte sie nicht finden, immerhin war das halbe Dorf im Aufruhr. Oder sie hatten ihn gefangen genommen und er hat nicht die Möglichkeit dazu? Zu viele Optionen, die sie weder ausschließen noch bestätigen konnte, da war es das klügste, skeptisch zu bleiben bis sich das Rätsel löst. Die hellhaarige Kunoichi registrierte erneut die Stimmen in der Ferne und begriff rasch, sodass sie erst mal reglos verharrte. Suchtrupps, Verstärkungseskorten, Anbu, Shinobi des Dorfes, alles, was hier herumkroch, war ein potentieller Feind. Rin’s Gespür verriet ihr die Anzahl der Shinobi, manche bemühten sich nicht ihr Chakra zu unterdrücken, so als hätten sie nichts zu fürchten und wollten geradezu sich in den Kampf stürzen. Ihrem Kagen dienen und ihn mit ihrem Leben schützen, wie lächerlich. So auffällig sich zu verhalten und blindlings in den Angriff zu rennen, quasi in Sashijo’s Klinge. Rin nutzte die Ruhe vor dem Sturm, um sich noch weiter auf die Umgebung zu konzentrieren. Und selbst dem größten Narren wäre wohl der Chakrastoß in der nächsten Sekunde nicht entgangen, die Felsen um sie herum erzitterten als Antwort auf diese Technik, die der Akatsuki in der Ferne einsetzte. Rin schlug die Augen auf und begann mühevoll die Brocken von sich zu schieben, bloß ein schmaler Spalt reichte ihr, um sich hindurch zu winden. Den Mantel hatte sie als Last abgestreift, der teilweise festhing wie der Stoff an ihr, den sie schlichtweg abriss. Mit einem Aufatmen blinzelte sie ins Licht und stützte sich ab, während sie zwischen dem Geröll sich aufrichtete. Ihre Augen gewöhnten sich rasch an das Tageslicht, was eher spärlich durch die grauen Vorhänge am Himmel durchschien. An sich hinabgesehen, seufzte die Akatsuki resigniert, letztlich war sie geziert mit ein paar blauen Flecken, Schürfwunden und Kratzern. Wenigstens war ihr schlimmeres erspart geblieben und sie musste sich an nichts aufhalten, aus dem Grund unterdrückte sie ihr Chakravolumen nicht. Ganz im Gegenteil, sie ließ es geradezu in jedem Gespür eines Sensors sprühen und deren Aufmerksamkeit hatte sie sich wohl oder übel damit gesichert. Rin hatte keine Ahnung wie lange sie weggedriftet war, allerdings hatte Sashijo genug Gegner. Ihr Plan? Gute Frage, sie bereute jetzt schon ihren Einsatz, immerhin hatte ihre Idee sich unbedacht in drei Sekunden entwickelt. Rin könnte den Kopf schütteln, nur dazu hatte sie keine Zeit, weshalb sie eher die Fingerzeichen für Bunshins formte. Zehn…Zwanzig. Sie schickte alle weg, die das Gebiet umstellen würden und so die nächsten Feinde zu ihr locken würden. Die Ersten waren immerhin schon unterwegs, eins fehlte noch und dieser grauweiße Gefährte fiel schon durch die Lüfte zu ihr herab. Mit sanften Flügelschlägen bremste er ab, landete auf ihrem nackten Arm, wo sie sich seine blutigen Krallen mühelos in ihre Haut gruben. Er hatte scheinbar gerade Beute geschlagen, selbst sein Schnabel war noch rötlich verfärbt. Die Akatsuki schickte ihn fort zu Sashjio, um ihre Augen in der Ferne zu sein. Rin warf ihr helles Haar zurück, wartete geduldig auf das Eintreffen ihrer Opfer und rückte ihre Sandalen zurecht, die sich in gekreuzten Bändern bis zu ihren Knien hoch schnürten. Was für eine Zeitverschwendung. Ihr Blick wanderte zu den raschelnden Blättern des Waldes, die das Schlimmste ihr zuflüsterten, gewissenhaft und grausam. Es war der leise Ruf des Todes, der heute so viele mit sich reißen würde…
Anschließend begann der stumme Kampf, den nur die Illusion vermag zu schaffen, ohne auch nur einen Grashalm zu knicken. Allein die schreckensgeweiteten Augen zeugten von der inneren Schreckensangst, die sich in ihren Herzen ausbreitete und es in ihren kalten Griff entließ. Langsam zerbrachen die Augen, die Seelenspiegel des Menschen und die verzerrte Grimasse zeigte ein unkenntliches Leiden. Wer noch lebte, vermochte noch zu atmen, aber nicht mehr zu leben. Dieses war längst aus ihnen gewichen, sei es der Chunin zu ihren Füßen oder der Anbu mit dem Dolch an die harte Baumrinde geheftet. Sein heller Panzer war zerbrochen, die Splitter am Rande in seinem Blut gesuhlt, wo die Klinge ihren Platz gefunden hatte. Rin schritt über eine weitere lebende Leiche hinweg und schritt zu dem Anbu, der ihr entgegenblickte. „Du hast einen starken Willen.“ Leere Worte, die über ihren Lippen verklangen und auf Nichts trafen. Ihre schmalen Finger umschlossen den Klingengriff, während sie in das von Erschöpfung gekennzeichnete Gesicht ihres Feindes blickte. Mit einem Ruck zog sie das Tanto aus seiner Brust, wie ein Herzschlag in seiner Brust, so schmerzhaft, als würde ihm das Herz selbst entrissen werden. Sie trat schweigend zur Seite, ließ ihn in das nasse Gras fallen und in Anbetracht dieser Seelenlosen, wirkte sogar der grüne Rahmen der Natur fad und grau. Alle, selbst die, die es nicht wert sind, wird ihr mit seinen Erinnerungen und seinem Schicksal im Gedächtnis bleiben, weil sie nicht vergaß. Sie würde nie sagen können, dass sie vergessen hatte ihre Opfer zu zählen, kannte sie jeden von ihnen, ihre Namen, ihr Alter, Vertraute, ihre Geheimnisse und Geschichten. Mehr wie ein Buch es je vermag, lehrte sie die Quelle des Lebens selbst mit ihren Erfahrungen. Rin tat sich eine Frage auf, dass sie inne hielt und sich an die vielen Chancen zurückbesinnte, die ihr gegeben waren und die sie vertan hatte. Sashijo’s Vergangenheit, seine Welt, hatte sie nie betreten, nur kurzzeitig und flüchtig, um daraus etwas zu schöpfen. Was hatte ihn geprägt? Was hatte er getan, was wurde ihm angetan, dass er zu dem wurde, was er heute ist? So vieles verbarg der Sunshu, von dem sie nichts ahnte und ertappte sich oft nach der Suche nach Antworten diesbezüglich. Ihm solche Fragen zu stellen, war ihr aber bisher untersagt gewesen. Vielleicht war es auch besser so, manchmal ist Unwissenheit ein Segen und ein Fluch zugleich. Rin zwang sich diese Überlegungen zu verwerfen, wieder mal auf das Wichtige sich zu konzentrieren und das zu schützen, was mit der Vernunft nicht zu erklären ist. Sie setzte ihren Weg fort, schlich durch das Gestrüpp, bevor ein Unvorsichtiger ihre nächsten Briefbomben hochgehen ließ. Wenige Meter vor ihr, eine Rauchgranate ging hoch und verschleierte die Sicht, die ohnehin genug von Büschen und hängenden Ästen gehindert wurde. Ihr sechster Sinn spürte den Feind jedoch, einer lag am Boden, erwischt von dem heißen Atem der Flamme. Ihr Fuutonbunshin ließ sich auf eine Exkursion im Nahkampf ein und lenkte den schlagfertigen Anbu ab, dessen Verunsicherung sie spürte. Rin wagte sich nicht aus der Deckung, musste sie auch nicht, wurde die Akatsuki doch längst entdeckt. Mit einem raschen Sprung zur Seite entging sie dem holzzerberstenden Tritt, hindurch durch einen Schwall von Splittern, die ihr nachflogen wie auch Kunai und Fäuste. Ein Sensor, mit eher durchschnittlichen Nahkampffähigkeiten, analysierte die erfahrene Kunoichi noch bevor sie Stand gefunden hatte und löste dann das Genjutsu. Die Illusion der unzähligen Waffen, die auf sie zuflogen, schwand dahin und übrig blieben nur einige wenige, denen sie mühelos auswich. Rin stand wohl nach einer Weile mal endlich einem Gegner gegenüber, den sie ernst nehmen konnte, oder? Und genau in dem Moment entfernte sich Sashijo aus ihrem Feld der Wahrnehmung und ließ ihre Sorge wachsen, ihre Aufmerksamkeit kurzzeitig sinken. Kein Grund panisch zu werden mit Pfeilen, die sich mit rasanter Geschwindigkeit sich in Schulter, Arm und Bein wieder fanden. Rin schwankte, von der Wucht, nicht aus Schmerz und sonst schien ihr Gesicht noch in die Ferne zu blicken als im hier und jetzt zu sein. Illusionen waren Illusionen. Mit gefasster Miene griff sie nach den hölzernen Pfeilen, riss sie aus ihren zerrissenen Muskeln und verletztem Gewebe ohne irgendeinen Laut oder Mimik. Fast schon unmenschlich, und verunsicherte ihr neues Opfer, dass sich gleich hinter dem nächsten Baum verstecken wollte. Aus irgendeinem Grund wusste sie, dass sie sich beeilen musste und daher versuchte sie gar nicht mehr zu spielen. Illusionen konnten in ihren Augen sehr schnell auch tödlich enden. Der Fuutonbunshin brachte ihr auch ihr zweites Opfer, dass im nächsten Moment schlafend zu Boden sank. Die Akatsuki nahm sich alles mit, was nützlich sein könnte. Medizinische Ausrüstung und einen braunen Mantel als auch Maske des Anbu, um so unbekannt an jenen vorbeizukommen oder zumindest schneller. Der Regen prasselte unaufhörlich und wurde stärker, peitschend schlug er ihr den Dreck und das Blut von ihr und kühlte. Die hellhaarige Kunoichi hastete los und hielt ein Stück weiter in den Baumkronen an, wo sie geschützt im grünen Dach des Waldes etwas ausprobieren wollte. Sie hatte es ein paar Mal gesehen schon, hatte es aber nie selbst versucht. Jetzt würde es sich aber als äußerst nützlich erweisen, immerhin überwand es jegliche Entfernungen ohne Verzögerungen. Und gerade waren Verzögerungen nicht ratsam, nur diese musste sie in Kauf nehmen. Stirnrunzelnd formte sie die Fingerzeichen, leitete mit ihrer Gabe ihr Chakra in den Ring, der wie an ihren Finger geschweißt, weiß aufleuchtete. Bis hierhin hatte sie sich dies bei Sashijo abgeschaut, eine äußere Handlung, aber was jetzt? Mit einer etwas ratslosen Sturheit schaute sie auf das Schmuckstück herab, durch das sie der Sunshu kontaktieren konnte, es bisher aber nicht getan hatte. Es beunruhigte die Akatsuki nur noch mehr. Mit Mühe versuchte sie erneut sich zu konzentrieren, atmete tief ein, blendete alles um sich herum aus und schloss die Augen. Sie suchte mit ihrem Chakra nach dem Schlüssel. Dem Schlüssel, der die Technik erklärte und ihr das Tor zu Sashijo’s Ring öffnen sollte. Und vielleicht merkte er es, dieser vergebliche Versuch dem Ring irgendeinen Willen aufzuzwingen und eine Person im Nichts zu finden. Rin ließ nun eine weitaus größere Menge in diesen fließen und doch bewegte sich nichts in der Hinsicht. Ihre grauen Augen richteten sich plötzlich nach oben, es war nur ein Rascheln und doch schlug es Alarm: Sie wurde entdeckt. Zu spät als das sie ausweichen konnte, krachte sie gemeinsam mit ihrem Angreifer durch das Geäst nach unten. Die Kraft, die sich gegen ihr Tanto richtete, war stärker als der Widerstand der Zweige, die gegen ihren Rücken schlugen. Zu ihrem Überraschen entdeckte sie das bekannte Gesicht eines Anbu oder besser gesagt, seine Maske, das Loch in der Brust bestätigte es nur. „Ich hätte dich doch töten sollen.“ Es war eine bloße Feststellung, die ihr der Anbu sichtlich übel nahm. Einige kleinere und tiefere Schnitte zierten ihren Körper in den nächsten Minuten und wer hätte gedacht, dass ihr Gegner so hartnäckig ist. Bis zum Schluss verschloss er seinen Geist vor ihr und raubte ihr wertvolle Zeit, hielt sie auf. Erst seine schlimmsten Erinnerungen erklärten der Isayama diese Kraft, die Quelle aus der er schöpfte und wessen Botschafter er war. In wessen Namen er lebte und kämpfte…Rin nahm ihn an sich, ein Stück Papier so bedeutungslos für sie und doch so wichtig…Es würde ihr helfen, vielleicht konnte sie dies für sich nutzen. Vielleicht war dies der Grund, warum sie jenen Shinobi auch diesmal nicht sterben ließ.

Triumph & Loss.

Ihrem Gespür nach richtete sie sich nach einem Ort, der ihr wohl bekannt war und an dem sie noch nie gewesen ist. Das Land des Feuers hatte seine Geschichte und sie hatte dort begonnen, endete heute dort. Es nagte an ihr, Sashijo nicht früher zur Hilfe gekommen zu sein und sie rannte mit dem Wind, der ihr durch die hellen Strähnen rauschte. Ihr Herz donnerte gegen ihre Brust, wurde nur noch vom Sturm übertönt, der sich langsam aber sicher zuspitzte. Ihre grauen Augen erfassten die tosenden Wasserfälle, die Explosion, die Krater und fliegenden Klingen und eine schwarzhaarige Frau, umgeben von einer dunklen Wolke. Rin konnte nicht erkennen, was es war, es war ihr auch egal. Ihr Falke tauchte an ihrer Seite auf, begleitete sie zu den Kämpfenden, die bereits beide ihr Pensum überschritten hatten. Weit überschritten hatten und trotzdem kein Ende sahen bis einer von ihnen nachgab. Es war eine Frage der Zeit. Der Hokage war auf dem Plateau gelandet, erstarrt wie seine steinern Vorgänger und genau dort schwang sich auch die Isayama hinauf. Erblickte mit Erleichterung den Akatsuki und stand zwar mit einiger Entfernung zwischen Hokage und dem Sunshu. Was sich abspielte, wurde ihr erst jetzt ersichtlich und das Sashijo die Kunoichi als Geisel genommen hat. Die Worte, die der Akatsuki an den Hyuuga richtete, waren wie Steine im Herzen dieser Frau, bevor sie wirklich ihre Lage realisiert hatte. Trotz allem waren diese Worte notwendig, sonst würde dies nie enden oder es würde für beide enden. In ihrer Anbumaske und dem braunen Mantel hockend, wagte sie es nicht sich aufzurichten und Aufmerksamkeit zu erregen. Sie behielt das Geschehen im Überblick und machte ich bereit einzugreifen, egal was der Hokage vorhatte…worum ihn die Aburame inständig bittete, förmlich anflehte, dass er eine Lösung hatte. Und auch Rin wägte ab, ob es irgendeine Lücke in diesem eisernen Käfig der Klingen gab, die der Hokage ausnutzen könnte. Der unbändige Willen, der seinen Körper noch trug, schien jedoch ebenso im Sterben zu liegen und er ging in die Knie. Der Anführer, der stärkste Mann des Feuerreichs, zerbrach an so einer Banalität und gedachte sein Leben zu beenden. Mit dem Schwert des Feindes, welches sich anbot und ergriffen wurde. Für sie war er bereit soweit zu gehen und sich diese ewige Niederlage einzugestehen, selbst wenn sie es ihm niemals verzeihen würde, ihn förmlich mit aller Gewalt davon abhalten würde…ihre tränenden Augen blieben fest auf ihn gerichtet, zu viel als das man es in Worte fassen konnte und doch entschied der Hokage als ihr Held zu sterben, wie alle anderen Shinobi…
Die Isayama konnte den Gedanken nicht nachvollziehen, er war absurd, allerdings ehrenvoll unter den Moralisten. Der Hokage hatte nicht mals ihre Erscheinung wahrgenommen und was er im folgenden Tat überraschte sie letztendlich nicht. Selbst wenn es tragisch war solch Potential wegzuschmeißen, aufhalten würde sie ihn nicht. Irgendwer muss es beenden, der Ausgang eines Kampfes nahm selten andere Formen an. Ihr Blick wandte sich ab von dem fließenden dunklen Blut und Verlorenem. Und traf auf das Grau des Rinnegans, das mehr durch sie hindurch sah und keine Emotion zuließ, gehärtet wie der Stahl einer Waffe durch einen erbarmungslosen Kampf. Sie vielleicht erst als Anbu und Feind identifiziert hatte und dann als seine Gefährtin. Die Kunoichi, die ihr er gerade in den Tod entließ, war vielleicht ein Produkt dieser Kaltherzigkeit, die er sich angeeignet hatte. Was für ein unglücklicher Ausgang, keine Rettung, für niemanden. Willst du alle retten oder keinen? Rin sah sich kurzzeitig in dem Griff des Kagen, anstelle der Schwarzhaarigen, bedrohte sie die Klinge und Sashijo? Was für eine Rolle würde er einnehmen? Was würde er tun? Die Isayama senkte ihren Blick, warf dies von sich und wollte sich nicht mit so was beschäftigen. Niemals. Es würde nie dazu kommen. Und doch kam ihr der Gedanke, dass sie ihr Leben noch vorher beenden würde, wenn Sashijo wählen müsste. Noch bevor er diese Entscheidung treffen müsste, würde sie ihm die nehmen. Wie lächerlich mit welcher Überzeugung und Entschiedenheit ihr dies in den Sinn kam. Sie würde mit ihrem Blick nicht verraten, was sie empfand und Sashijo’s Schwäche werden. Wer weiß, welcher Feind noch auf sie wartete. Die Isayama begab sich zu dem Akatsuki, der schlimm aussah, aber immerhin noch lebte. Die schwarzhaarige Kunoichi kroch noch mit letzter Kraft zu ihrem Helden. Ihre Chancen zu überleben waren gleich Null. „Ich dachte, du würdest endlich mal deinem Wunsch nachgeben“, sagte sie fast beiläufig als Begrüßung, freundlich wie eh und je. Der Wunsch zu sterben, war gemeint, gesegnet mit tonloser Ironie. Ihre Schritte wurden schneller als er schwankte und drohte einzusacken. Fast rennend fiel sie gegen seine Brust und hielt ihn zurück, um ihn zu stützen. Die Schnitte auf ihrer Haut brannten auf, fingen an zu bluten bei der Belastung, was sie nicht mals mehr bemerkte. „Was hast du dir eigentlich dabei gedacht?“, fragte Rin, diesmal ernst und nahm wieder Abstand, als er wieder selbst Halt fand, und schaut zu ihm auf. Sie verschob die Wiedersehensfreude und Standpauke auf später, dort wo sie…oder besser gesagt er nicht mehr in Lebensgefahr schwebte. „Deine neue Macht auszutesten und dabei drauf zu gehen?“ Kopfschüttelnd betrachtete die Hellhaarige seinen geschundenen Körper kurz, sie würde Zeit brauchen, um diese Wunden zu schließen. Bei dem Chakraimpuls warf sie einen Blick zurück über ihre Schulter, ihr entging nichts und, dass die Medicnin tatsächlich noch die Kraft dazu gefunden hatte, erstaunte die Isayama. „Du solltest das endgültig beenden“, merkte sie an, um die Aufmerksamkeit des Sunshu darauf zu lenken, und lenkte damit Sashijo’s Schwert direkt in ihr Herz. Es war vorbei. Sashijo zugewandt streifte sie langsam die Anbumaske ab und ließ sie auf ihre Brust sinken. „Es tut mir Leid, dass ich so spät bin“, sagte sie leise, stand ihm noch nahe genug, um seinen schweren Atem und den Triumph zu spüren. Sein verhangenen Augen, umrahmt von schwarzen Strähnen, wo sich der Regen in kleinen Tropfen immer wieder verfing und löste… „Wir müssen gehen.“
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Sunshu Sashijo
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BeitragVerfasst am: So 04 März, 2012 01:44    Titel:

Der Blick des Akatsuki durchbohrte Yasutaka; es schien so, als würde er durch ihn hindurchsehen, ihn durchdringen wie eines der Schwerter, welche sich mit jeder Sekunde tiefer in das schwache Fleisch der Aburame gruben, begierig wirkend und mit unstillbarem Blutdurst dem Tode ihrer Geisel entgegen strebend. Das Angebot von Sashijo war natürlich nur eine Falle gewesen, ein Produkt jenen Willens, den er bislang zu unterdrücken versucht hatte, das Ergebnis eines inneren Kampfes, den Sashijo verloren zu haben schien - in Anbetracht seiner derzeitigen Verfassung war es jedoch plausibel, dass er dem Rinnegan trotz seiner sonstigen Willenskraft, mit der er es sonst immer in Zaum hielt, nicht standhalten konnte, sich von dessen Macht übertrumpfen hat lassen und sie ausnutzte, um den Hokagen in eine Situation zu bringen, mit der Sashijo ihn von sich selbst aus nicht konfrontiert hätte. Wäre er sich selbst treu geblieben, so hätte er Kohaku nach seiner Landung getötet und hätte sich danach um den mehr als nur geschwächten Yasutaka gekümmert, der nach der Explosion wohl mehr oder minder leichte Beute gewesen wäre. Er hätte sich die Schmerzen, die er den beiden nicht nur auf physischer Ebene zufügte, ersparen können und befände sich wohl bereits auf dem Weg ins Hauptquartier. Doch so war es nun einmal nicht gekommen. Stattdessen befand er sich hier, sich ergötzend am Leiden seiner Opfer und dem Gefühl der bloßen Überlegenheit, des Triumphes über den Hokagen und gar über das gesamte Dorf, welches unter ihnen wieder in grelles Licht getaucht und kurz darauf von grollendem Donner erschüttert wurde. Sashijo fühlte deutlich den tiefen Abgrund der Verzweiflung, der betäubenden Gewissheit und Angst, die er wohl auch ohne sein spezielles Chakra in der Luft hätte spüren können. Und er hatte kein Gewissen dabei, verlor sich in dem Gefühl der bedingungslosen Überlegenheit und genoss es, wie der Kage vor ihm hilflos zusehen und sich seinem Willen unterwerfen musste. Es waren die niedrigsten menschlichen Eigenschaften, die Besitz von ihm ergriffen hatten; die männliche Dominanz in höchsten Formen und der Gedanke, dass sich ihm nichts widersetzen konnte, und dass die, die es taten, unbeschreiblich leiden mussten. Ein unberechenbarer Tyrann, der die eigene Macht vor alles stellte, was ihm womöglich etwas hätte bedeuten können. Eine finstere Hülle der bloßen Autorität, ohne Ideale oder Prinzipien, mit dem bloßen Willen, sich selbst über alles und jeden anderen zu stellen. Hätte man in diesen Momenten in Sashijo hineinsehen können, auch nur für wenige Augenblicke das fühlen können, wovon er übermannt wurde, dann hätte man womöglich eine Chance gehabt, zu verstehen, warum das Rinnegan bis jetzt immer nur Schmerz und Leid über die Welt gebracht hatte, weshalb ein jeder Träger sich seiner Versuchung hingab und als Wirt dieser Kraft es mit der ganzen Welt aufzunehmen versuchte. Lediglich der Rikudou Sennin hatte den Willen gehabt, es zu kontrollieren und sich nicht davon kontrollieren zu lassen, der Begründer der Ninjawelt und nicht umsonst von Legenden und Sagen umwogen.
Die Worte von Yasutaka rissen den Sunshu wieder leicht aus dem Sumpf seiner Ignoranz und lenkten seine Aufmerksamkeit auf ihn. Wäre man von der Länge seiner Ansprache ausgegangen, hätte man durchaus meinen können, er zähle sein Testament auf, doch waren es leere Drohungen und Vorwürfe, die er dem Blauhaarigen an den Kopf warf. Und etwas anderes hatte Sashijo auch nicht erwartet. So berechenbar, abgedroschen und flach, als würde er einen seiner Standardtexte ablesen, die er auf dem Kagepult vor sich liegen hatte und zitierte, wenn sich das halbe Dorf vor ihm versammelte. Alleine schon die Tatsache, dass er seine Frage vorhin verneint hatte - dass er sagte, auch Sashijo könne den Hokagen nicht mit seinen Shinobi vergleichen - war neben jener, dass er seinem eigenen Reich selbst enormen Schaden zugefügt hatte und sogar dachte, den Kampf im Dorf weiterzuführen, Beweis genug, dass Yasutaka alles andere als ein guter Hokage sein konnte. Ein guter Kage würde sagen, dass sein Leben gleichgestellt war mit dem seiner Gefolgsleute, dass er nichts zu vergleichen brauche, da sie eine Einheit bildeten, ein Ganzes. Dass er sterben würde für jeden von ihnen. Er würde seinem Reich keinen Schaden zufügen, nicht fast den gesamten Wald opfern und keinen Genin in einen Kampf schleppen. Er würde vor seinem Ableben von Idealen sprechen, darüber, wer der moralische Sieger war und seinen Gegner womöglich zum Nachdenken anregen, anstatt von kämpferischer Kraft zu sprechen und darüber, dass jemand noch Mächtigeres seinen Platz einnehmen würde. Er würde keine destruktiven Prophezeiungen in den Raum werfen, ihm nicht den Tod versprechen. Doch was wusste Sashijo schon vom Kagesein? Vielleicht war es ja doch das, worauf man wert legte, als Vertreter eines der größten Dörfer der Ninjawelt. Es brauchte ihn nicht zu kümmern.

Sashijo beließ es also dabei, ersparte sich jedweden Kommentar und wartete ab. Seinen Blick hatte er dabei weiterhin auf den Kagen fixiert, dieses unglaubliche Gefühl der Unbezwingbarkeit durch seinen Körper rasend und wissend, dass er diesen Kampf entgegen aller Bedingungen, die deutlich dagegen gesprochen hatten, so gut wie gewonnen hatte. Dann erregte plötzlich etwas anderes seine Aufmerksamkeit; eine zierliche Gestalt mit Anbumaske, die sich noch auf Abstand befand und dessen Aufmerksamkeit auf die Beteiligten gerichtet war. Der penetrante Blick des Akatsuki richtete sich auf jene Person, und just als er merkte, dass sie ihm bekannt vorkam, schwand seine Sicht und wurde unscharf. Die Worte, die Yasutaka zu Kohaku sagte und welche das tiefe Loch in ihrem Herzen nur weiter aushoben, drangen ungehört vorbei an den Ohren Sashijos, dessen Blickfeld plötzlich sehr stark zu schwinden begann. Yasutaka schien langsam aber sicher mit dem schwarzen Hintergrund zu verschwimmen, sich aufzulösen und zu verschmelzen mit der tiefen Nacht, die abermals von grellem Blau erleuchtet wurde, was Sashijo jedoch nur als vereinzelten hellen und trüben Fleck in seinem Blickfeld wahrnehmen konnte. Das Grollen des Donners hallte in seinen tauber werdenden Ohren unheilvoll nach, wurde mit der Zeit immer stumpfer und erlosch schließlich, nachdem das eigentliche Geräusch schon vor Sekunden in der Ferne verhallt war. Das bisschen Blut, welches nach wie vor aus der Wunde in seinem Mund trat, kam ihm ob des sich verflüchtigenden metallischen Geschmackes nunmehr wie Wasser vor, ehe er auch den klammernden Biss der Kälte und die peitschenden Böen nur noch als leichtes Ziehen wahrnahm und feststellte, dass er nicht mehr Herr über seine Sinne war. Dieses blendende Gefühl, dass ihm die ganze Welt zu fuße liegen würde, wich langsam aber sicher der nahenden Gewissheit der Ohnmacht, welche dieser harte Kampf früher oder später gefordert hätte. Doch einen schlechteren Zeitpunkt dafür hätte es kaum geben können, in dem ihn das Isuitchi gerade noch wahrnehmen ließ, wie Yasutaka sich die Klinge durch den geschundenen Körper stieß, ehe es zu flimmern begann und ihm die Umgebung wie ein reißender Strom nagender Ungewissheit vermittelte. Sein Gleichgewichtssinn kam durcheinander, ließ ihn für einen kurzen Augenblick vergessen wo oben und unten war, ehe er sich wieder halbwegs fassen konnte, immer noch still stehend und Kohaku fest in seinem griff, die davon nichts mitbekommen hatte - vermutlich hätte Sashijo tot umfallen können, ohne dass sie es bemerken würde, da sämtliche Aufmerksamkeit auf Yasutaka ruhte und damit, es irgendwie fassen zu können, daran festhaltend, dass das alles nicht real sein konnte und sie mit jedem Blitzschlag wieder hätte aufwachen können. Doch das konnte sie nicht, da das alles real. Für Sashijo hingegen schwand die Realität dahin, übergab ihn in die tiefe Dunkelheit, die ihn stets heimsuchte, nachdem er Kämpfe diesen Kalibers absolviert hatte. Er konnte jedoch noch dagegen ankämpfen, klare Gedanken fassen und sich mit Mühe konzentrieren, sodass sich wieder etwas klarere Konturen vor seinen Augen abzeichneten. Die Konturen eines sterbenden Kagen, der darum flehte, dass er Kohaku frei lassen sollte. Und das tat er auch. Doch nicht, bevor sich nicht vier der Klingen in ihren Körper gestoßen hätten, jeweils an Stellen, die ein vorübergehendes Überleben noch ermöglichten und nicht zum sofortigen Tod führten. Dennoch sollte ersichtlich gewesen sein, dass sie das nicht überleben konnte. Der Griff des Akatsuki löste sich von den Haaren der Kunoichi, welche zu Boden fiel und sich das gefaltene Metall dadurch bloß weiter in den Körper trieb, sodass von einer Spitze hinter ihrem Körper Blut auf den nassen Boden tropfte. Während die Emotionen in seinen beiden Gegnern sich binnen diesen einen Augenblicks zum Unerträglichen hin steigerten, empfand Sashijo nichts dabei; es war ein Mittel zum Zweck und ohnehin musste er sich anstrengen, um nicht umzukippen und vollkommen das Bewusstsein zu verlieren. Der Größenwahn war mittlerweile wieder abgeklungen, der langsam eintretenden Schwäche gewichen, der nicht einmal das Rinnegan mit all seinem Einfluss etwas anrichten konnte. Er hörte eine vertraute Stimme hinter ihm, die sich unter dem Getose des fallenden Regens verlor, ehe er vollkommen das Gleichgewicht verlor und nach kurzem Schwanken in die Schwärze des Himmels schaute, wobei er nicht wusste, ob es tatsächlich diese oder gar die Schwärze seines schwindenden Bewusstseins war, die ihn erblinden ließ. Er fiel zu Boden, wusste, dass es aus war, sobald er landen würde und sich von der Ohnmacht übermannen ließ. Die Anbutruppen würden früher oder später auftauchen, einen toten Hokagen mit seiner leblosen Gefährtin und einen hilflosen Akatsukileader vorfinden. Er machte sich keine Gedanken darum, was dann wohl passieren würde - dazu war er ohnehin nicht mehr fähig. Mit der Gewissheit, sein Bestes gegeben und auch sein Ziel erreicht zu haben, unterließ er jeglichen weiteren Widerstand und sank zu Boden.

Doch es war keine nasse Erde, gegen die er prallte, kein kalter Regen, der ihn ins Ungewisse geleitete, sondern die Arme von Rin, die ihn vorsichtig auffingen und stützten, während sie ihn an sich presste und sogleich ihren Mund öffnete, um ihm die vorwurfsvolle Frage nach dem Grund dieser ganzen Aktion zu stellen. Ihre Stimme riss ihn wieder aus dem Schleier seiner unfreiwilligen Trance; das Gefühl, sie wieder mehr oder weniger heil vor sich zu sehen, war nicht minder ermutigend und aufbauend als belastend, gar ärgerlich. Was machte sie hier, im Zentrum des Feindgebietes, wo jeden Moment Shinobi auftauchen konnten, die normalen Anbutrupps deutlich überlegen gewesen wären. Und mit dem Gedanken daran, dass er nicht verantworten konnte, dass ihr irgendetwas zustieß, wurde ihm wieder bewusst, was er vor ihrem Auftauchen mit Kohaku angestellt hatte; wie er eben das, was er selbst in jenem Moment mehr fürchtete als die Tatsache, dass man ihn verhören und foltern würde, schamlos bei seinem Feind ausgenutzt hatte. Wie er das tat, was er sich in Bezug auf sich selbst nie hätte auszumalen gedacht, wie er sämtliches Ehrgefühl verloren und sich vollkommen der Verlockung seiner neuen Augen hingegeben hatte, welche ihm Rin mit ihrem Erscheinen sprichwörtlich öffnete. Sie kam gerade auf genau dieses Thema zu sprechen, fragte, ob er das Rinnegan hat ausprobieren wollen und fuhr mit ihrem Kopf zur Seite, als hätte sie der gerade einschlagende Blitz erschreckt. Tatsächlich war es jedoch etwas anderes, worauf sie ihn aufmerksam machte: Kohaku hatte sich bis hin zu ihrem Märtyrer gekämpft, trotz all der Schmerzen und vor allem Emotionen, die versucht hatten, sie daran zu hindern. Sie hatte sich von nichts unterkriegen lassen, gar noch Kraft gefunden, die Klingen aus ihrem Körper zu ziehen und Chakra zu schmieden. Es zeigte den wahren Willen des Feuers, ein Wille, der über jedes Klischee hinausreichte und Sashijo ein weiteres Mal vor Augen führte, was er ihnen angetan hatte, um ihn überhaupt zu Tage zu fördern. Und während das letzte Schwert sich mit einem prompten Ruck durch ihr Herz geschlagen hatte, fühlte der Blauhaarige etwas, wovon er nicht direkt wagte, es als Gewissen anzuerkennen. Es war keine Reue darüber, dass er sie letztendlich getötet hatte, kein Bereuen dessen, was er mit Yasutaka angestellt hatte, sondern die Tatsache, dass er mit ansehen musste, wie ihm vor seinem eigentlichen Tod noch das genommen wurde, was ihm am Wichtigsten war, wie er betrogen wurde von etwas, worin er sein letztes Vertrauen gesetzt hatte. Sashijo war kein Henker, der sich am Leiden anderer erfreute oder es genoss, über ihnen zu stehen; er wollte es stets kurz halten und seinen Feinden somit einen nahtlosen Übergang in die Vollkommenheit bieten, war ein stoischer Kämpfer mit ruhigem Gemüt und Idealen, für die er sich einsetzte. Zudem war er nie der Typ, der Geiseln nahm oder andere vor die Wahl stellte, vielmehr legte er es auf direkten Zweikampf an und vertraute, dass er auch so siegen würde, wobei ihm danach nie die Tatsache, dass er gewonnen hatte, Genugtuung bereitete, sondern der Fakt, dass er seinen Gegnern geholfen hatte. Er durfte sich nicht selbst verlieren, seine neue Kraft nicht vor das stellen, was ihn prägte und auszeichnete. Und doch hatte er es getan, und das war es, was er bereute. Zeitgleich bemerkte er, dass das Jutsu von Kohaku mehr angestellt hatte, als man anfangs hätte vermuten können; eine Technik, in der all ihre letzten Hoffnungen lagen und die Yasutaka wieder neue Kraft gaben. "Verschwinde von hier.", sagte er mit gewohnt strenger Stimme und einem Unterton, der seiner Befürchtung mit einem besorgten und kaum hörbaren Zittern unmerklich Ausdruck verlieh und den befehlshaberischen Schein mit einem Funken Schwäche trübte. Unterdessen wurde es wieder dunkel um ihn herum, versuchte sich sein Bewusstsein ob der plötzlichen Erkenntnisse, gepaart mit einer schlimmen Vorahnung und großer Sorge sowie den körperlichen Schwächeerscheinungen, in dem Abgrund des Nichts zu verstecken. "Sofort!", setzte er nach ihrem Verbleib nun deutlich sichtbarer schwach und hilflos nach, und womöglich war es alleine die Tatsache, dass es einen Grund haben musste, weshalb er in solch einem Ton sprach, dem er bisher noch nie verfallen war, welche ihr zeigen sollte, dass sie wohl besser tat, was er ihr sagte. Währenddessen ließ der gewaltige Chakraausstoß von Seiten Yasutakas die Erde erbeben. Sashijo, der ob seiner enorm schwindenden Sinne ohnehin kaum mehr Halt hatte, fiel abermals zu Boden, richtete sich jedoch mit mit letzten Bisschen Konzentration, das er noch sammeln konnte, wieder auf und streckte seine Hände in die Richtung von Rin, die noch immer vor Ort war. Wenn sie selbst nicht gehen wollte, dann musste er sich persönlich darum kümmern, auch wenn es nicht die feine englische Art war. Mit dem Ausstoß des letzten komprimierten Chakras, das er noch zur Verfügung hatte, wurde die hellhaarige Kunoichi nach hinten geschleudert, weg von dem bebenden Schlachtfeld und dem Dorf, hinein in eine Zukunft, in der er wohl keine Rolle mehr spielen durfte. Es war nicht sonderlich weit, dennoch weiter als dieses Jutsu jemals jemanden geworfen hatte, und Rin sollte die Chance haben, zu entkommen und nicht mitansehen zu müssen, was wohl mit ihm geschehen würde, nachdem er sich jeglichen Schildes entledigt hatte und sich seiner gerechten Strafe stellte. Es wurde schwarz um ihn herum, während ein weiterer Chakrastoß tiefe Spalten in die Erde schlug.

Spoiler

Name: Fuuton • Bakusui [Wind Release • Lower Blast]
Typ: Unterstützend
Rang: D-Rang
Beschreibung: Bei dieser Technik konzentriert der Anwender Fuutonchakra und schießt es in eine Richtung von sich los. Die dadurch entstehende Druckwelle ist relativ schwach, vermag jedoch aus gewisser Nähe so manchen Gegner einige Meter zurück zu werfen. Die Druckwelle breitet sich nach vorne hin aus und wird pro Meter etwas schwächer, ist also auch gut dafür geeignet, Rauch oder Nebel weiträumig von sich weg zu stoßen.


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»Weil einzig im Tod der wahre Frieden herrscht.«

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»Weise ist der, der erkennt, dass er es nicht ist.«

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Hyuuga Yasutaka
Juniidaime
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BeitragVerfasst am: Mo 05 März, 2012 03:38    Titel:

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Jeder weitere Herzschlag schien mit jedem Mal immer etwas schwerer, langsamer als auch lauter zu werden, während die Geräusche der Umgebung für den Hyuuga allmählich verstummten und ihm so signalisierten, dass es bald vorbei sein würde. Kein Schmerz, keinerlei Sorgen und kein einziger Kampf mehr den er bestreiten musste und so seinen Körper irgendwelchen Anstrengungen aussetzte. Trotz vieler Sachen die er einfach zurücklassen würde, hätte er dann irgendwo den Frieden gefunden, nach dem er sich schon lange Zeit gesehnt hatte, einfach eins mit dem Nichts werden, womöglich mit der Zeit in Vergessenheit geraten, doch würde es immer –wenn auch wenige- Menschen geben, die den Hyuuga in ihren Herzen am Leben erhalten würden. Es wäre immerhin nicht gelogen zu sagen, dass er innerhalb des Dorfes, wenn nicht sogar außerhalb sich bestimmt einen Namen gemacht hatte, bei den einen positiv, bei anderen wiederum negativ, doch alle würden diesen Menschen mit denselben Erinnerungen im Kopf behalten. Ein Mann der sich für seine Idealen eingesetzt hat, einer der nie zugelassen hat, dass seiner Schwester, seiner besten Freundin oder seinen Dorfbewohnern ein Haar gekrümmt wurde, einer der sich nicht hinter seinem Titel ausruhte und seine Leute in den Tod schickte, sondern an vorderster Front stand, um so viel Leben wie es nur ging zu beschützen.
Manche mochten es als törichte Handlungen abstempeln, während es in den Augen anderer ein heroischer, aufopferungsvoller und eines Kagen würdiger Akt wäre. Für den Bruchteil einer Sekunde schloss der Schwarzhaarige nur kurz die Augen und sah schon die ersten Bilder seiner Kindheit aufkommen, zu allererst aber jenes Ereignis, was seine Kindheit wohl äußerst positiv geprägt- und auch die ersten Charakterzüge des ehemaligen ANBU Captains verankert hatte. Die Begegnung mit einem Jungen, der innerhalb kürzester Zeit Yasutakas bester Freund geworden war, aber schon nach kurzer Zeit aus dem Dorf weggezogen war. Selbst da wussten die beiden dass, auch wenn sie keinen Kontakt mehr zueinander haben würden, sie durch bestimmte Bande immer in Verbindung bleiben würden und wüssten, wie es dem jeweils anderen ergeht. Wie weit man auch voneinander entfernt war, egal wie viele Dörfer zwischen einem lagen, ihre Freundschaft würde weiterhin bestehen, so ähnlich wäre es auch mit dem Tod. Auch wenn man für seine Familie und seine Freunde nicht mehr da sein können wird, so würden diese in ihrem Herzen stets wissen, wie die verstorbene Person jetzt gehandelt-, was sie einem geraten hätte und vor allem dass sie, egal in welcher Situation man steckt, immer an der Seite von einem wäre. Genau das Gleiche würde vor allem für Yurikami und Kohaku gelten, denn egal wo die beiden sein würden und in was für Schwierigkeiten steckten, würde der Hyuuga hinter ihnen stehen und sie tatkräftig unterstützen, auch wenn es für genau diese beiden womöglich vorerst am schwierigsten wäre, mit der gesamten Situation umzugehen, doch irgendwie würden sie es verstehen. Wenn sie in seiner Lage gewesen wären, hätten sie sich im Endeffekt wohl nicht anders entschieden, doch glücklicherweise war ihm dieser grausame Anblick erspart geblieben.
Er hatte mit seinem Leben, das Leben seiner großen Liebe retten können und auch wenn seine Zeit vielleicht noch nicht gekommen war, würde er einen glücklichen Tod sterben, mit der Gewissheit dass niemand außer ihm zu Schaden gekommen war und der Akatsuki irgendwann seine gerechte Strafe kriegen würde. Immerhin hatte die Schwarzhaarige ihm selbst in den letzten Momenten ein –wenn auch schwaches- Lächeln präsentiert und ihn genauso genannt, wie sie es eh und je getan hatte. Ja, er war wohl ein ganz großer Baka, aber im Endeffekt wusste er immer, was die Kunoichi damit zum Ausdruck bringen wollte, weshalb der Kage sichtlich froh war, in ihren Augen genau das zu sein, ein riesiger Baka. Genau das würde ihm wohl aber fehlen, aus ihrem Munde immer genau dieses eine Wort zu hören und zu wissen, dass es ihn in ihren Augen zu etwas Besonderem machte. Im nächsten Moment erhoben sich die Lieder Yasutakas ein wenig wieder und erblickten wie die Aburame zunächst freigegeben wurde, woraufhin der Gedanke, nun die Welt der Lebenden verlassen zu können, zum Greifen nah war, als er im nächsten Augenblick realisierte, was plötzlich geschah.

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Ein Narr war er gewesen, dem Wort eines Akatsuki Glauben zu schenken, doch war er in dem Moment derart geblendet gewesen, dass er die wahre Gefahr hinter dem Vorhaben des Akatsuki nicht erkannt hat? War er so schwach gewesen, dass er zum Teil das Offensichtliche übersehen hatte und dem Feind einfach ins offene Messer gelaufen war? Das zumindest war der allererste Gedanke als das Oberhaupt der Weißaugen hilflos mitansehen musste, wie die Aburame von vier Klingen des Blauhaarigen durchbohrt wurde und leblos zu Boden fiel, wo sie zwar noch zu atmen schien, aber wohl unter diesen Konditionen nicht mehr lange zu leben hatte. Wenn sein Körper es ihm erlaubt hätte, wäre er jetzt aufgestanden, zu Kohaku gerannt und alles daran gesetzt sie am Leben zu erhalten, doch jeder Versuch sich aufzurichten war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Gleich die ersten Anstrengungen sich wenigstens ein klein wenig mit den Armen hochzudrücken missglückten, da die Muskeln überhaupt keinen Druck aufbauen konnten und sein Körper die wenigen Zentimeter die er hochgekommen war, wieder auf den Boden fiel. Sein Wille schien gebrochen, denn nicht einmal dieser, welcher in der Regel Berge hätte versetzen können, vermochte gerade nicht einmal das Zucken des kleinen Fingers zu bewerkstelligen.
Ob es der Kampf war der diesen eisernen Willen untergraben hatte? Nein, keineswegs. Seine eigene Torheit und der Anblick des durchbohrten Körper Kohakus hatten das Feuer in ihm fast ausgepustet, sodass es zwar noch äußerst schwach brannte, dafür aber nicht mehr in der Lage gewesen wäre überhaupt etwas auf die Beine zu stellen. Nichts hatte funktioniert, alles was der Hyuuga angefangen hatte war gescheitert, was in diesem Falle einmal der Kampf war und dann auch noch die letzte Chance die schwarzhaarige Kunoichi zu retten. Seine selbstlose und aufopfernde Tat hatte jeglichen Sinn und Zweck verloren, war für die Katz gewesen und hätte mit einem gut durchdachten Schachzug vermieden werden können, doch die Angst, die sich in dem Schwarzhaarigen die Augenblicke breit gemacht hatte, hatte ihn vollkommen daran gehindert auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Das bisschen Glück, womit er in die ewigen Abgründe abgetaucht wäre, war somit verflogen und hatte sich in unendliche Trauer umgewandelt, schließlich würde die Aburame nicht in dieser Lage stecken, wenn er nicht so naiv gewesen wäre. Und doch schien sie trotz ihrer schweren Verletzungen nicht aufgeben zu wollen, drückte sich mit aller Kraft die Waffen aus ihrem Leib und schaffte es sogar sich so stark am Riemen zu reißen, dass sie das Unmögliche möglich machte und zu dem ausgelaugten Körper Yasutakas kroch, der erst Sekunden später Begriff was hier überhaupt geschah, als er die ersten Worte von Seiten der Iryonin begann wahrzunehmen. Leise, aber dennoch für sie hörbar krächzte er schwach ihren Namen, woraufhin er es zumindest schaffte seinen Kopf etwas anzuheben, um in ihre Richtung blicken zu können.
Mit einem einzigen Satz hatte die Schwarzhaarige schon mehr gesagt, als das tausende von Wörtern es hätten zur Geltung bringen können. Sie hat zum allerersten Mal ihre wahren Gefühle und Gedanken nicht hinter irgendwelchen Späßen oder Drohungen versteckt, sondern direkt ausgesprochen, was für längere Zeit den Kummer des Ex-ANBU in den Hintergrund drängen konnte und Platz für positive Gefühle schaffte. Freude übernahm im Hyuuga die Kontrolle und gaben ihm aufs Neue Kraft, um zumindest ein klein wenig in ihre Richtung zu kriechen und ihr antworten zu können. Allerdings wollte er ihr jetzt nicht ins Wort fallen, wo sie schon einmal so im Redefluss war und keinerlei Hemmungen hatte, ihre wahre Gefühlswelt zu präsentieren. Allein bei ihrer Frage, wer denn mit ihr Ramen essen gehen soll, konnte er sich ein schwaches Auflachen nicht verkneifen, auch wenn das wiederrum nur unbeschreiblichen Schmerz zur Folge hatte, doch das war es ihm allemal wert. Nie wird er die vielen Male bei Ichiraku mit der Aburame vergessen, wie sie ihm ihren selbsterfundenen Sport präsentiert hatte, wie die beiden mehrmals einen Wettkampf untereinander geführt hatten, wer mehr und schneller Ramen verputzen kann und wie die beiden meistens genau in dem Laden ihre Sorgen miteinander ausgetauscht hatten, selbst dann nicht, wenn er nicht mehr von dieser Welt wäre. Solche Andenken hatten einen besonderen Platz, die selbst der Tod einem nicht entreißen konnte.
Dann aber meldeten sich wieder ihre Verletzungen und hinderten sie zunächst daran weiter zu machen, was auch gar nicht mehr von Belang wäre. Irgendwo hatte Yasutaka nun alle Antworten, die er so lange Zeit gesucht hatte. Auch wenn die beiden in letzter Zeit ein paar Probleme gehabt haben, war er für sie der Mensch, der er immer gehofft hatte zu sein. Umso mehr schmerzte es ihn, das erst kurz vor seinem Ableben gehört zu haben, doch immerhin besser als mit der Ungewissheit zu sterben, was wirklich Sache war. Dann jedoch, als sie sagte, dass es Sachen gab, die nicht einmal das Oberhaupt der Uchiha-, sondern nur er auszurichten vermochte, verschlug es ihm glatt die Sprache, sodass ihm für den Bruchteil einer Sekunde der Atem stockte. Hieß das…? Hatte sie gerade damit wirklich zum Ausdruck gebracht, dass er ihr weitaus mehr bedeutete, als es Nanashi je tun würde? Wenn dem so war und das glaubte bzw. hoffte Yasutaka, konnte man gerade in diesem Moment gar nicht beschreiben wie glücklich sie ihn damit gemacht hatte. Für die nächsten Sekunden vergaß Yasutaka, dass er bald gar nicht mehr am Leben sein würde, dass direkt in der Nähe der wohl gefährlichste Mensch überhaupt stand und dass sowohl er, als auch die Iryonin Verletzungen davongetragen hatten, die andere sofort das Leben gekostet hätte, alles was jedoch gerade von Belang war, waren die Wort der Aburame und sie selbst. Mit jedem weiteren gesprochenen Satz, glaubte Yasutaka wieder aufstehen-, die Kunoichi retten- und den Kampf beenden zu können und auch wenn dem nicht so sein würde, erleichterte Kohaku ihm vieles ungemein. All die Selbstzweifel, all die Vorwürfe verflogen mit einem Mal und schienen gar nie da gewesen zu sein, alles Belanglose, was das Weißauge geplagt hatte, war ihm ferner als sonst etwas. Kein einziges Wort, was die Lippen der Schwarzhaarigen verließ, wollte der Hyuuga verpassen, kein Atemzug, der jederzeit seiner und ihr letzter hätte sein können, sollte umsonst gewesen sein.
„Du weißt… du weißt wie du die Lebenskräfte von einem wieder in Gang… in Gang setzen kannst.“, erwiderte das Dorfoberhaupt mit zittriger Stimme auf ihre Aussage, dass sie, wenn das alles vorbei ist, genug Zeit hätten, um genau das zu besprechen, was bisher nur der Hyuuga indirekt ausgesprochen hatte und nun stellte sich heraus, dass sie genauso empfand wie er? Wie konnte der Tod es jetzt noch wagen, seine kalten, knochigen Hände nach ihnen auszustrecken?! So schnell würde sich der Hyuuga diesem nicht hingeben und genauso wenig würde er zulassen, dass die Aburame von jenem geholt werden würde. Innerhalb weniger Sekunden hatte sie es geschafft, den Willen Yasutakas abermals auf Hochtouren zu bringen. Wo eben noch ein kleines Licht zu löschen drohte, brannte nun ein Feuer, was durch nichts auf der Welt gelöscht werden konnte, sodass der ewig währende Kampf, Wille gegen Körper, wieder aufgenommen wurde.
Bevor er aber den Versuch starten konnte sich wieder aufzurappeln, kam Kohaku ihm ein klein wenig näher und legte eine Hand auf seine Brust, worauf er sich noch keinen Reim machen konnte, ehe er zum Einen spürte, was sie da überhaupt in die Wege leitete und zum Anderen jedem einzelnen ihrer Worte lauschte. Das war doch purer Selbstmord! Sie hatte kaum noch Chakra und benutzte den Rest von diesem, um die schwerwiegendsten Wunden Yasutakas verheilen zu lassen. Schon allein bei ihrer Frage konnte der Schwarzhaarige die Tränen nicht mehr zurückhalten, versuchte es erst gar nicht, woraufhin diese sich ihren Weg nach oben bahnten und vorerst noch vereinzelt herunterflossen. Wenn er jetzt noch bei dem Kloß im Hals versucht hätte irgendetwas rauszubringen, wäre es um ihn geschehen und er hätte sich gar nicht mehr fangen können. Wer wäre er denn, wenn er der Aburame die Möglichkeit gab ihn als Heulsuse zu beschimpfen, was sie wohl ohnehin machen würde, wenn sie die Tränen gesehen hatte. Wie sollte sie das bitte bei all den Verletzungen überleben?! Wie sollte es dann noch eine Gelegenheit geben, nach all diesen Sachen auf einige Gesprächsthemen zurückzukommen?! Er sollte eigentlich derjenige sein, der an diesem Tag hätte sterben sollen und nicht die Aburame, aber egal was er gesagt oder gemacht hätte, Kohaku hatte sich nie von etwas abbringen lassen, wenn sie sich einmal was in den Kopf gesetzt hatte und so würde es auch in diesem Fall sein. Auch wenn sie an der Schwelle zum Totenreich stand und kaum mehr Chakra übrig hatte, würde sie die Wunden des Hokage so gut wie möglich verarzten. Selbst ein Idiot hätte gemerkt, wie sie sich hier einen abrackerte und gegen ihre eigenen Verletzungen ankämpfte, während sie jede noch so schwere Wunde des Hyuugas schloss und ihm so gut wie jeglichen Schmerz genommen hatte, an einer anderen Stelle dafür aber so für eine Wunde sorgte, die weitaus größere Pein mit sich brachte, als alles was er im Kampf über sich ergehen lassen hat. Sie derart leiden zu sehen und das unter anderem wegen ihm, schmerzte ihm im Herzen, doch was blieb ihm übrig als dem Geschehen zuzuschauen?

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Kaum war sie dann aber fertig und richtete erneut das Wort an den Hyuuga, brach sie abrupt noch bevor sie zum Ende kommen konnte ab und sackte gänzlich reglos zu Boden, woraufhin der Kage das Schwert, welches sie ein weiteres Mal durchbohrt hatte, erblickte. Starr vor Schock blieb er mit geweiteten Augen auf derselben Stelle liegen, versuchte das Geschehen von eben überhaupt zu realisieren und wollte es einfach nicht wahrhaben, was sich da vor seinen Augen abgespielt hatte, ehe er wie vom Hund gebissen aufstand, zu der Iryonin hechtete, das Schwert aus dem Rücken zog und sie einige Male durchschüttelte, aber keine Antwort bekam. „Mach jetzt bloß keine Scheiße Kohaku! Hörst du mich?! Denk ja nicht im Entferntesten daran, jetzt auch nur irgendwie den Löffel abzugeben. Kohaku!! Lass den Quatsch, wer tretet mir die ganze Zeit in den Hintern wenn ich irgendeinen Mist baue?! Wen soll ich denn jetzt noch aus jedem Schlamassel retten?!“
Nichts, kein Lebenszeichen mehr von der Aburame, da konnte der Hyuuga noch so sehr auf sie einreden und sie versuchen wachzurütteln… Sie würde nicht mehr zurückkommen, sie war tot. Zunächst wollte Yasutaka diese Tatsache einfach nicht wahrhaben, weshalb er alles erdenkliche versuchte sie wieder wach zu kriegen, ehe er es sich dann doch eingestehen musste. Sie würde ihre Augen nie wieder öffnen, kein einziges Mal durch die Straßen von Konoha wandeln, aus irgendeiner Ecke hervorgeschossen kommen und dem Hyuuga eine Tracht Prügel verpassen, nichts von dem würde mehr passieren. Sein schlimmster Albtraum hatte sich bewahrheitet, er war nicht in der Lage gewesen sie zu beschützen, hatte kläglich versagt genau wie bei Haruna, doch dieser Schmerz war anders, nicht zu vergleichen wie mit dem, den er bei der Hyuugadame empfunden hatte. Er war weitaus schrecklicher, als ob jemand Yasutaka ein Schwert quer durchs Herz gerammt hatte und ihn daran hinderte zu sterben, während das Herz blutete und blutete und nie aufhören würde genau das zu tun, selbst dann nicht wenn es aufhören würde zu schlagen.
Ein markerschütternder, resignierender Schrei entglitt seiner Kehle, der wohl noch in weiten Teilen des Dorfes deutlich hörbar gewesen sein muss, ehe er sich seinen Gefühlen hingab und die Tränen wie ein Wasserfall zu fließen begannen. Schluchzend, einfach nicht mehr unter Kontrolle und am Ende mit den Nerven, saß er dort, sie in seinen Armen und konnte an nichts anderes denken, als bei der Aburame sein zu wollen. Hatte das Leben ohne seine bessere Hälfte überhaupt noch einen Sinn? Was gab es jetzt denn noch ohne sie, was ihn auf die Dauer am Leben halten- oder aufmuntern würde? Wie sollte er –wenn er schon nicht selbst damit klarkam- seiner Schwester erzählen, dass ihre beste Freundin gestorben war, weil er nicht in der Lage gewesen war sie zu beschützen? Sollte Sashijos doch jetzt noch kommen und ihm eine Klinge quer durch den Körper rammen, was würde es jetzt noch bewirken. Yasutaka hatte ohnehin das verloren wofür er eigentlich gekämpft hatte, was über seinem eigenen Leben gestanden hatte, sodass alles keinem wirklichen Zweck mehr dienen würde. Seine innere Welt war gerade am Brennen, alles was er sich je aufgebaut hatte, alles was er sich als Ziel genommen hatte, verwandelte sich in Asche und je länger er auf den toten Körper der Aburame blickte, desto mehr Sachen wurden von diesem Feuer erfasst und trieben den Schmerz bis ins Unermessliche. Allein der Gedanke dass sie nun fort war und nie wiederkommen würde, ließ ihn jedes Mal aufs Neue und immer lauter aufschreien, bis man von seiner Seite nur noch schluchzen und jammern hören könnte, ehe das Ganze von vorne begann und seine Schreie im Rauschen des Regens untergingen. Vielleicht konnte sich der Hyuuga täuschen, aber direkt nach dem Ableben der Aburame hatte er das Gefühl, dass der Regen noch mehr an Intensität gewonnen hatte, was eigentlich gar nicht mehr möglich gewesen wäre.
Selbst der Himmel schien über den Verlust von Kohaku zu weinen, aber mit großer Wahrscheinlichkeit war es nur die Einbildung des Hyuuga oder besser gesagt der Wunsch, das dies der Fall war. Sie ist jetzt bestimmt an einem besseren Ort, dort wo sie keinerlei Schmerzen und Sorgen haben würde, doch selbst der Gedanke vermochte nicht einmal ansatzweise etwas Salbei für die Seele zu sein. Nichts konnte ihm seine Trauer nehmen und jeder Versuch ihm einzureden dass es ihr nun besser ginge, würde ihn einzig und allein daran erinnern, wie sie vor seinen Augen gestorben wäre und er kläglich versagt hätte sie zu retten. * Du hattest gesagt, dass wir über alles reden würden, wenn das hier einmal vorbei wäre, obwohl du wusstest, dass es kein danach für einen von uns beiden geben würde. Du hast mich gefragt wer dich retten kommt, wenn du in Schwierigkeiten steckst, doch nicht einmal habe ich das so wirklich geschafft. Ich war dir ein schlechter Freund, wegen mir bist du jetzt nicht mehr…*
Wenn er ein wahrer Freund gewesen wäre, wenn er sie wirklich geliebt hätte, hätte er gar nicht zugelassen dass sie in solch eine Situation überhaupt geriet, doch ihr Tod sollte nicht umsonst gewesen sein. Wenn er schon vorher nicht in der Lage war etwas für sie zu tun, dann würde er es zumindest nach ihrem Ableben versuchen, angefangen bei ihrem Mörder.

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Schlagartig wandelte sich die gesamte Trauer des Hokage zu immer größer werdenden Zorn und Hass gegenüber dem Blauhaarigen. Allmählich ließ er die Aburame runter, stand auf und blickte den Blauhaarigen mit einem –vorerst noch- emotionslosen Ausdruck im Gesicht an, ehe er die Stille zwischen den Anwesenden durchbrach, den Neuankömmling gänzlich außer Acht lassend. „Du hast mir das genommen, was mir mehr bedeutet hat, als alles andere auf dieser Welt. Du hast nicht zu deinem eigenen Wort gestanden, aber damit hast du dir dein eigenes Grab geschaufelt. Mach dich darauf gefasst einen äußerst schmerzhaften, langsamen, vor allem aber ziemlich qualvollen Tod zu sterben.“ Direkt nach diesem Satz, ließ er seinem ganzen Hass und seinem ganzen Zorn freien Lauf, seine Miene verfinsterte sich nicht nur, sondern nahm einen Ausdruck an, den man vom Hyuuga überhaupt nicht kannte. Seine Seelenspiegel vermittelten einzig und allein dass Zerstörung, Leid und Tod über den Sunshu einbrechen würde. Er würde keine Anstalten machen sich irgendwie unter Kontrolle zu halten oder Erbarmen mit seinem Gegner zu haben. Zeitgleich mit einem Brüllen, begann der Hyuuga schlagartig ein Tor nach dem anderen zu öffnen, die Konsequenzen außer Acht lassend, da sein einziger Wunsch jetzt noch die Leiche von Sashijo war. Wie man es von den ersten beiden Toren kannte traten die Adern an der Stirn stärker hervor, mit einem weiteren Tor färbte sich durch die verstärkte Durchblutung Yasutakas die Haut dunkler, woraufhin auch durch die freigesetzte Masse an Chakra schon die Umgebung leicht in Wallung versetzt wurde und das Gestein unter seinen Füßen in die Luft beförderte, wo sie sich automatisch auflösten.
Jegliche Grenzen die er bisher nicht überschritten hatte, würde er in diesem Kampf einfach ignorieren, nur um dem Blauhaarigen zu zeigen, was wahres unvorstellbares Leid bedeutete, auch wenn er dadurch seinen eigenen Untergang beschwor, doch was hatte er jetzt noch zu verlieren? Absolut nichts! Ein Kampf ohne Bedenken dass wer zu Schaden kommen konnte oder er sich darauf konzentrieren musste nicht zu sterben. Immer unkontrollierter floss das Chakra durch Yasutakas Körper und hatte mittlerweile auch schon die Tränen die er bis eben vergossen hatte in pures Chakra verwandelt, als dann weitere Tore hinzu kamen und nicht nur das der Chakrafluss erhöht wurde, auch das Chakra nahm nun allmählich eine andere Farbe an und schmiegte sich an Yasutakas Körper in einem bemerkbaren Grün, bis dann noch weiteres Chakra freigesetzt wurde, was das Wasser vom Grund des Wasserfalls in Form unzähliger Säulen nach oben schießen ließ, ehe der Hyuuga kurz aufleuchtete und die Umgebung so in ein gleißendes Licht tauchte, ehe der Kage dann an einen Punkt kam, den er persönlich nie übertreten hatte, jetzt aber genau der Moment dafür war.
„HACHIMON TONKOU! DAINANA KYOMON,KAI!“ Die vorletzte innere Schranke war aufgehoben, das siebte von acht Toren geöffnet, welcher einen solchen Chakraboost zufolge hatte, dass die gesamte Umgebung, wenn nicht sogar das gesamte Dorf einem starken Beben ausgesetzt wurde. Yasutaka wurde nun jedoch nicht mehr von einer grünlichen Aura umgeben, sondern von einer grünlich.blauen die aber keineswegs Chakra war. Der Körper arbeitete nun derart ungehemmt und so auf Hochtouren, dass der Schweiß einfach verdampfte und so eine Art Aura um den Körper erschuf. Kein Angriff würde ihn auch nur noch irgendwie bremsen können, da das Schmerzempfinden zur Gänze abgeschaltet war, nichts und niemand konnte sich mit der Kraft und Geschwindigkeit Yasutakas messen.
Durch die Effekte des zweiten Tores fühlte es sich so an, als habe er den Kampf gerade erst begonnen und auch wenn all das seinen Körper womöglich ins Aus knocken konnte, würde er das begonnen worauf er nun so aus war. Rache! Ohne auch nur noch einen einzigen Augenblick zu verlieren, stürmte er schneller als der Schall selbst auf Sashijo zu, welcher wohl einzig und allein das Verschwinden Yasutakas und eine bestialische Kraft die auf ihn einwirkte, mitbekommen haben müsste. Was sich in Wirklichkeit geschehen war, war ein ganz „einfacher“ Schlag in die Magengrube Sashijos, welcher im Grunde hätte ganz weit weg fliegen müssen, aber direkt von der anderen Seite dieses Mal einen Tritt abbekam, welcher in Kombination mit dem Schlag schon ungeheuren Schmerz verursacht haben müsste. Ja, er sollte leiden, sich nicht einmal vor Schmerz mehr räkeln können und seine letzten Augenblicke vor Leid triefen. Er sollte das Spüren was der Hyuuga spürte. Eines Torpedos gleich schoss der Sunshu in die Luft, wo er schon von dem Hokage erwartet wurde und mittels eines Spinkicks gen Boden befördert wurde, wo er eigentlich hätte aufprallen müssen, aber wieder von seinem Kontrahenten empfangen wurde, dessen Faust sich mit aller Gewalt in die Magengrube des Akatsuki bohrte, dieses Mal aber auf keine weitere Reise beförderte, sondern gänzlich zum Stillstand brachte. Viele Knochen und Organe hatten ihn diese Aktion bestimmt gekostet, was an der Menge an Blut die er herausspie nur ein weiteres Mal verdeutlicht wurde und dem Ex-ANBU ein sadistisches Lächeln auf die Lippen zauberte. Das rote Gold seines Feindes, schenkte ihm aber keinen inneren Frieden, er versetzte ihn nur noch mehr in einen Zustand der Raserei, in welchem er nach immer mehr Blut verlangen würde.
„WAS IST LOS? SOLLTE NICHT ICH EINES EURER TODESOPFER SEIN UND NICHT UMGEKEHRT?! ICH KÖNNTE EUER LEID SO SCHNELL BEENDEN, ABER ES BEREITET MIR ZU VIEL VERGNÜGEN EUCH LEIDEN ZU SEHEN, EHE IHR IN EUREM EIGENEN BLUT KREPIERT!“ Wer den Hyuuga auch nur ansatzweise kannte wusste auf Anhieb, dass er nicht mehr der Mensch war, den man kannte. In nur ein paar Minuten hatte er sich in einen wahren Psychopathen verwandelt, der vor lauter Rachegelüste alle Prinzipien über Bord warf und nur noch ein Ziel vor Augen hatte. Angetrieben von diesen Gefühlen packte er seinen Gegner der weiterhin in seiner Faust eingegraben war am Kragen, schleuderte diesen unentwegt auf den Wasserfall zu, wo er mit lautem Getöse auch einkrachte und riesige Risse in die Felsformation hervorrief. Wer dachte, dass das schon das Ende des Angriffs gewesen war, der lag ziemlich falsch. Wenn sich der Hyuuga richtig erinnerte, hatte der Nukenin die Aburame am Schopf gepackt und mit Gewalt in die Luft gerissen, so ähnlich erginge es ihm gleich auch. Mit voller Wucht packte der Schwarzhaarige den Kopf seines Opponenten, drückte diesen sofort gegen die Felswand und preschte mit der Geschwindigkeit von sieben Toren den gesamten Wasserfall hinauf, während der Schädel seines Feindes Furchen im Gestein erzeugte und nicht auszudenkende Pein verspürte. Für jeden Außenstehenden sah es lediglich danach aus, als hätte ein exzessiv starker Blitz im Felsen eingeschlagen und diesen so in der Mitte in zwei geteilt, doch dieser Vorfall hatte sich durch Menschenhand ereignet.
Kaum hatten die beiden schon die Spitze erreicht, warf der ehemalige ANBU-Captain seinen Gegner von neuem hoch in die Luft, wo ihn jetzt etwas ganz anderes erwarten würde. Innerhalb kürzester Zeit hatte er sich mühelos zu seinem Feind regelrecht teleportiert und stand vor dessen wehrlosem Körper, während die Fäuste des Clanoberhauptes Feuer gefangen hatten. Durch die abnormale Schnelligkeit wurde durch die Luft eine derartige Reibung erzeugt, die mittlerweile seine Fäuste in Flammen gehüllt hatten, welche er bei seiner nächsten Technik benutzen würde. „ASAKUJAKU!“ Mit diesen Worten hämmerte das Weißauge seine Fäuste gnadenlos in den Körper Sashijos, welcher –sollte er noch was spüren- das Gefühl haben müsste, als träfen ihn simultan tausende von Fäuste, die ihm auch noch mit jedem Schlag Brandverletzungen zufügten und ihn in jenes Feuer eintauchten, sodass sein Körper in kürzester Zeit von den Flammen umgeben war und den weiteren Angriff des Hyuugas über sich ergehen lassen musste. Statt langsamer zu werden oder endlich an einen Punkt zu gelangen, wo er aufhörte, steigerte er sich mit jedem Schlag nur noch mehr in den Angriff und erhöhte fortwährend das Tempo, sodass sich trotz des Gewitters und der Finsternis des Reibi, die Nacht zum Tag verwandelte. Ein flammender Pfau erstreckte sich hinter seinem Opponenten mit einer monumentalen Größe über dem gesamten Firmament, welcher mit jedem weiteren Angriff sich weiter verbreitete und den Himmel mit seinem Feuer abzudecken versuchte, als der Hokage schlussendlich die letzte Faust in Sashijos Gesicht donnerte und dieser so wieder durch die unglaubliche Gewalt des Angriff auf den Boden niederhageln würde. Kurz vor seinem Aufprall sollte er aber noch ein weiteres Mal mit einem Angriff rechnen, denn statt das der Hyuuga von ihm abließ, katapultierte er sich kurz vor dem Aufschlag des Blauhaarigen direkt über ihm und schmetterte diesem nach einer Drehung einen letzten Fersentritt in den Körper, ehe dieser dann in Kontakt mit dem Boden kam, welcher durch die unbeschreibliche Intensität des Angriffes nachgab, sich in einem großen Radius aufspaltete und das andauernde Beben drastisch verstärkte.
Vor lauter aufgewirbeltem Staub, Dreck und Gestein konnte man rein gar nichts mehr ausmachen, doch das brauchte Yasutaka trotz deaktiviertem Doujutsu auch nicht. Noch ehe der kleine Finger seines Gegners leicht gezappelt hätte, würde das Dorfoberhaupt seinen Feind ausfindig gemacht haben, nur um erneut auf ihn einschlagen zu können, als gäbe es kein Morgen. Trotz der Tatsache dass sein Feind dem Tode nahestand, wenn er überhaupt noch am Leben war, was der Kage annahm, hatte seine Raserei in der Zeit und mit all den Schlägen kein bisschen abgenommen. Wenn in kürzester Zeit seine Fäuste nicht auf seinen Feind treffen würden, bestand die Möglichkeit, dass er sich als nächstes die Umgebung vorgenommen hätte, um auch noch das letzte Lebenslicht in der Gegend was sich irgendwie verkrochen hatte auszuknipsen. Schneller als gedacht legte sich die Staubwolke wieder und gab den Standort Sashijos Preis, welcher leblos in seinem Loch lag. Dem würde er schon wieder Leben einhauen, nur um es ihm dann wieder zu nehmen, weshalb das Dorfoberhaupt gemächlich zu seinem Ziel schritt. Was er jedoch nicht erwartet hatte war, dass sich die Frau von vorhin, die den Kopf der Akatsuki aufgefangen hatte und ihm in den Weg stellte. Zu allem Überfluss ging sie auch noch in seine Richtung… törichtes kleines Mädchen. Sie hatte gesehen was er alles mit ihrem Verbündeten angestellt hatte und trotzdem hielt sie Kurs auf ihn? Selbst für Yasutakas Verhältnisse war das verdammt dumm, doch ihn sollte das nicht kümmern. Sie würde lediglich ein weiteres Spielzeug für ihn abgeben, was es zu töten galt, bis der Sunshu etwas wieder zu Kräften gekommen war und weiter verarbeitet werden konnte. Noch bevor sie sich eigentlich hätten erreichen können, stand der Hyuuga direkt vor der Blondine und hatte sie schon in die Lüfte gehoben, ehe sie sich versah. „Hör auf. Ich kann sie wiederbeleben.“, ertönte es kalt und emotionslos von Rin.
„LÜGEN!“, schrie der Schwarzhaarige mit einer derartigen Wut, als hätte man neues Öl ins Feuer gegossen, um dieses weiter anzufachen. * Töööte sie, lass sie für all diese Lügen und Intrigen leideeen, zeig kein Mitleid, das hat man auch nicht mit Kohaku…* Hätte sie nicht noch ein weiteres Mal zwischengefunkt und das Weißauge unter Druck gesetzt, hätte er sich seinem Rausch hingegeben und hätte so einen Weg eingeschlagen, von welchem es kein Zurück geben würde. „Wenn du ihn verschonst, kann ich sie wieder zurückholen. Wir haben aber nicht mehr viel Zeit.“ Die Möglichkeit dass sie wieder am Leben war? Konnte das wirklich sein?! Oder war das wieder nur ein verlogener Trick der Akatsuki, um etwas Zeit zu gewinnen? Im Zwiespalt mit sich selbst, ob er seinen Killerinstinkten erlag oder doch diesen kleinen Hoffnungsschimmer wahrnahm und womöglich die einzige Chance Kohaku zurück ins Leben zu holen wahrnahm, lockerte er den Griff um die Blondine und versuchte sich wieder zu sammeln, ja keine falsche Entscheidung wie vorhin zu treffen, doch es ging hier um die Liebe seines Lebens?! Wie konnte er da auch nur ansatzweise daran denken, bei solch einer Möglichkeit den Kampf fortzuführen, welcher schon längst ein Ende gefunden hatte.
„Wenn das irgendein fauler Trick ist, schwöre ich euch, das keiner von euch beiden das lebend übersteht.“ ,knurrte der Hyuuga, als er die Isayama schon gepackt- und innerhalb eines Wimpernschlags direkt vor dem toten Körper Kohakus abgesetzt hatte. Wenn das jetzt noch so ein fauler Trick wäre, dann würde der Kage dafür sorgen, dass die Nukenin vor ihm kurz vor ihrem Tod mitansehen sollte, wie der Blauhaarige das Zeitliche segnen würde. Sollte sie aber tatsächlich die Wahrheit gesagt haben und würde die Aburame zurück ins Leben holen, wäre das ein Traum. Auch wenn diese Hoffnung trügerisch sein könnte, klammerte sich der Schwarzhaarige krampfhaft an diese und hatte nur noch den einen Wunsch die Aburame ein letztes Mal in den Armen halten zu können, das erste und vielleicht auch das letzte Mal ihr ins Gesicht zu sagen was er für sie empfand, ehe dann wohl er derjenige wäre, der nicht mehr unter den Lebenden verweilen würde. Zwar spürte er jetzt noch nicht, aber sobald er die Tore deaktivierte, war es nur eine Frage der Zeit, bis sein Körper nach einem derartigen Kampf versagen würde. Niemand wäre wohl in der Lage gewesen, ihn dann noch zusammenzuflicken, weder Rin, die dann mit Sashijo beschäftigt wäre, noch Kohaku, die wohl alles andere als fit sein würde, wenn sie aus dem Reich der Toten zurückgeholt werden würde. Aus all diesen Gründen ließ Yasutaka die Hachimon Tonkou weiterhin aktiv, auch wenn er dadurch womöglich so selbst sein Ende in die Wege leitete. Die Gefahr, dass das alles nur ein Betrug sein konnte war viel zu hoch, als das er ein weiteres Mal das Leben der Aburame aufs Spiel gesetzt hätte.

Spoiler
Kaimon – Initial Gate
Rang: B

Wer Kaimon – das Tor des Öffnens – als erstes der acht Tore öffnet bekommt natürlich einen ersten Chakraboost und eine entsprechende leichte Steigerung von Geschwindigkeit und Stärke. Die wahre Macht dieser Technik besteht jedoch darin, dass die Gehirnschranke zum beschränkten Nutzen der Muskeln außer Kraft gesetzt wird. Ein normaler Mensch nutzt etwa 20% seiner Stärke und Geschwindigkeit – mit Kaimon ist es möglich 100% zu nutzen. Grob ausgedrückt: Geschwindigkeit und Stärke verfünffachen sich. Der Nachteil dieser Technik ist eine hoffnungslose Überbeanspruchung der Muskulatur. Muskeln können reißen und werden bei Überbeanspruchung abgebaut. Dementsprechend kann es vorkommen, dass ein Kämpfer der diese Technik anwendet, nach dem Kämpfer nicht mehr in der Lage ist auf alte Höchstleistungen zu kommen und sich seine Geschwindigkeit erneut ‚antrainieren’ muss. Abgesehen davon, verursacht diese Technik enorme Schmerzen und eine große Willenskraft ist nötig um diesen Zustand aufrecht zu erhalten.

Kyumon – Heal Gate
Rang: B

Die Anwendung von Kyumon – des Tores der Ruhe – als zweites der acht Tore bewirkt einen weiteren Chakraboost. Aber auch hier ist diese Funktion eher sekundär – die Hauptfunktion besteht abermals darin, eine Gehirnschranke außer Kraft zu setzen. Es handelt sich um die Beschränkung die der Körper als ‚Ausdauer’ kennt. Ein Kämpfer, der seine Muskeln zu sehr beansprucht wird erschöpft und müde mit der Zeit. Je länger der Kampf dauert, umso weniger kann er sich auf den Beinen halten. Mit der Macht von Kyumon ist es möglich, keine Erschöpfung und Müdigkeit zu spüren. Ein Kämpfer kann immer mit all seiner Kraft weitermachen, ohne schwächer zu werden oder zu ermüden. Ein bereits ermüdeter Kämpfer würde wieder frisch und munter werden, als hätte der Kampf eben erst begonnen. Der Nachteil dieser Technik ist jedoch schnell ersichtlich: Der Kämpfer verbraucht Energie Reserven und Kräfte, die er im Grunde nicht mehr. Ähnlich wie wenn man sein Konto überzieht. Da man jedoch nichts ausgeben kann, was man nicht hat, holt sich der Körper die letzten Reserven. Entsprechen verausgabt und in einem Zustand der Erschöpfung kann der Anwender nach diesem Tor sein – es wäre sogar möglich vor Erschöpfung zu sterben.


Seimon – Lifegate
Rang: B

Seimon, das Tor des Lebens bewirkt als drittes der 8 inneren Tore einen ersten größeren Chakraboost. Der Kämpfer beginnt nun so viel Chakra zu haben, das es außerhalb seines Körper langsam und beständig sichtbar wird und auf die Umwelt einen Einfluss nimmt. Der Charakter wird abermals schneller und stärker – und sein Nervensystem unterliegt weniger Schranken. Informationen werden schneller übertragen, was sich in besseren Reaktionen, Wahrnehmung (auch was zeitliche Wahrnehmung angeht) und schnellerem Handeln ausdrückt. Das Gehirn ist jedoch auf eine solche Dauerbelastung und eine dermaßen enorme Flut von Reizen nicht eingestellt. Entsprechend kann es Problemen mit dem Gehirn, Nervenbahnen und der Leitung von Informationen kommen, was sich unter anderem darin äußern könnte, dass der Anwender sich schwer tut seine Gliedmaßen und Bewegungen zu koordinieren, oder einfach nur extrem langsam ist. Auch kann eine dauerhafte Schädigung der Nerven zurückbleiben…

Shomon – Harmgate
Rang: A

Als viertes der acht inneren Tore, und als erstes das in die Kategorie der A-Rank Jutsus fällt, hat das Tor der Schmerzen, wie es auch genannt wird, eine besonders mächtige Fähigkeit: Das physische Empfinden wird zur Gänze abgestellt. Der Anwender kann schlimmste Schmerzen ertragen, leidet unter keinem Zeichen von Ermüdung oder Einschränkung mehr, was rein das physische angeht. Auch die enormen Schmerzen, die schon durch die Tore verursacht werden sind nun nicht mehr zu spüren. Es hat jedoch einen guten Grund das der menschliche Körper Schmerzen empfindet. Sie dienen als Warnsystem und verhindern das man entsprechende Wunden unbemerkt verschlimmert und vertieft. Entsprechend ist es möglich, durch ignorieren einer Wunde ihre Wirkung zu verschlimmern und dem eigenen Körper zusätzlich zu schaden.

Tomon – Limitgate
Rang: A

Bei Tomon dem Tor des Schließens wird eines der zentralen Tore des Körpers geöffnet. Neben einem extremen Chakraschub wird ist es mit diesem Tor möglich eine beliebige Menge von Chakra in einem einzigen Jutsu oder Schlag freizusetzen. Abgesehen von den taktischen Problemen (was macht man wenn Schläge mit soviel Chakra oder Jutsus daneben gehen) ist die Anforderung für das Chakrasystem einfach zu groß. Es kann zu ‚Kurzschlüssen’ im Chakrasystem kommen und zu dessen gesamten Zusammenbruch. Dafür ist die Wirkung der Schläge entsprechend tödlich und verheerend.

Keimon – View Gate
Rang: A

Wer das Tor der Herrlichkeit öffnet, kriegt einen weiteren gewaltigen Chakraschub der darauf beruht das sämtliche Fett- und Proteinreserven des Körpers sofort verbannt und umgewandelt werden – ähnlich wie man es von dem Akimichi-Clan kennt. Der gewaltige Energieboost den man dadurch kriegt, erhöht den Chakravorrat um ein vielfaches erhöht. Der Nachteil dieses Tores ist natürlich das diese Reserven lebensnotwendige Aufgaben im Körper übernehmen und sie diese nicht mehr übernehmen können – wenn man sie einmal aufgebraucht hat.

    Name: Asakujaku (Morning Peacock)
    Art: Taijutsu
    Rang: A-Rang
    Beschreibung: Eine wahrlich mächtige Taijutsutechnik, dessen Macht sich schon daran auszeichnet, das man 6 Tore dafür öffnen muss. Der Ursprung dieser Technik liegt bei einer Taijutsugranate, die wohl nie in Vergessenheit geraten wird, Might Guy. Durch die Anzahl der Tore ist die Geschwindigkeit und die Stärke des Anwenders immens, was aber für diese Technik auch verlangt wird. Zuerst befördert man den Gegner mit einem Tritt in die Luft, welcher schon der erste Angriff ist, der mit dem „Feuer“ dieser Technik ausgeführt wird und dem Gegner sofort dorthin folgt. Ohne zu zögern wird ein Bombardement aus Schlägen eingeleitet, wobei das wichtigste nicht vergessen werden sollte. Die Geschwindigkeit der Schläge ist so groß, das sie in Flammen stehen da durch die sehr schnellen Reibungen in der Luft dieses „Feuer“ erzeugt wird. Heißt also im Klartext: Der Gegner wird mit einem Bombardement aus Flammenschlägen attackiert, die sich hinter ihm am Firmament noch für die Dauer der Technik „einbrennen“. Die Schläge haben auch zur Folge, dass der Gegner in diese Flammende Aura eingehüllt wird. Zum Abschluss der Technik wird der Gegner mit einem Finalen, flammenden Schlag in den Boden geschmettert, wo er immer noch von der Aura der Attacken umgeben ist.



Kyomon – Wonder Gate
Rang: S

Bei der vorletzten inneren Schranke, dem Tor des Erstaunens wird bereits die Grenze der Vorstellungskraft stark ausgereizt. Durch einen gewaltigen Kraft- und Geschwindigkeitsschub und das Entfernen so gut wie aller innerlicher Schranken ist man in körperlichen Maßstäben so gut wie allen Lebewesen überlegen ist. Auch wird die letzte Schranke der Wahrnehmung aufgehoben, sodass es für den Anwender wirkt es als ob sich alle in Zeitlupe oder so gut wie gar nicht bewegen würden.

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Isayama Rin
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BeitragVerfasst am: Mo 05 März, 2012 22:14    Titel:

- The Truth -

Es war vorbei, so schien es, so zeichnete es sich durch die fallenden Tränen des Himmels ab. Rin blieb vor dem Sunshu stehen, bereit ihn jederzeit aufzufangen und zu stützen. Es war ihr selbst ein Rätsel, worauf sie wartete. Auf irgendeine Reaktion von Sashijo, auf Worte, die sie eigentlich nicht brauchte, dennoch schien der Akatsuki sich nicht regen zu wollen. Egal, was sie sagte, es schien gerade nicht zu ihm durchzudringen. Nicht jetzt, nicht mal dann, als sie sich entschuldigte für ihr zu spät kommen. Warum sagte sie das eigentlich? Die Wahrheit war, dass die Isayama sich bei sich selbst entschuldigte und weiß Gott, woher sie dieses schlechte Gewissen hatte. Mehr noch ärgerte Rin jedoch die Tatsache, was hier geschehen war. Nicht der Kampf, das sinnlose Blutvergießen, die Zerstörung oder der Tod erzürnten sie, nein, es waren diese Augen, in welche sie gerade blickte. Das Rinnegan, welches ihm so viel Macht verliehen hat und ihm gleichzeitig etwas wegzunehmen drohte. Genau die Macht, die das letzte Fünkchen von Vernunft verdrängt und manchmal fragte sie sich, in welche Augen sie schaut. In die des Sunshu oder doch in andere, in finstere Abgründe, die Leben nehmen und geben konnten. Man sagte viel über dieses Kekkei Genkai, allerdings hatte noch nie jemand bis auf den Rikudou Sennin diese kontrollieren können. Man verliert sein wahres Ich und nichts anderes hatte sie gerade gesehen, nichts anderes beging den Mord an der Aburame. Er hatte sich dabei nichts gedacht, außer dem zweckfreien Nutzen seiner Macht. Was er zu tun vermochte. Rin hatte nie aus Selbstsucht getötet, nie ohne einen Grund, wenn es denn nicht ihr eigenes Überleben war. Die hellhaarige Kunoichi blickte abermals zurück zu dem, was seine Tat gesät hatte. Schmerz, der in dem Sturm verhallte und doch nicht fort ging. In einem Echo nur immer wieder zurückkehrte als würden die Tränen wieder hoch und dann wieder herunter fließen. Und gleichzeitig fielen sie in die tiefe Leere, die man in die Seele eines Menschen reißen kann. Dies schaute zu ihnen herüber, als der Hokage die Kraft hatte wieder aufzustehen, während sich in seinem Inneren der Entschluss formte. Die Isayama hätte es nicht gekümmert, wenn das Ziel nicht der Sunshu gewesen wäre. Sie wäre wortlos wieder verschwunden wie sie gekommen wäre. Nur eine einzige Sache hielt sie hier an diesem Ort, genau hier, und keinen einzigen Schritt zur Seite weichend. Dies würden auch nicht die Worte des Akatsuki ändern und auch nicht die des Hokagen. Die medizinischen Künste dieser Frau waren beeindruckend, dass sie das in einer so kurzen Zeitspanne geschafft hatte. Sie hatte alles dafür gegeben, um ihn zu heilen. „Was denkst du, warum ich gekommen bin?“ fragte Rin und sah gleichzeitig die physische Ohnmacht, die den Akatsuki wieder einholte und fest im Griff hatte. Sie musste nicht aussprechen, was beide dachten, denn der Sunshu war nicht mehr in der Lage zu kämpfen, geschweige noch irgendwas zu tun. Wieder hielt sie ihn, als er bedrohlich auf seinen Beinen schwankte und wusste, dass sie keine Zeit mehr hatten. Ihn in Sicherheit zu wissen, hatte gerade die höchst Priorität und trotz der ganzen erschreckenden Szenen, seinem Zustand, hatte sie noch einen kühlen Kopf behalten und bereits einen Plan wie sie ihn hier wegbringen würde. Möglichst schnell. „Und hör auf mir zu sagen, was ich tun soll…Ich bin wegen dir hier.“ Es kam unvermittelt über ihre Lippen, unbeantwortet, wenn sie denn überhaupt zu dem Sunshu durchgedrungen sind. Es war unglaublich, dass er glaubte, sie würde nun einfach abhauen oder sich etwas von ihm sagen lassen. Ja, die Wahrheit war, dass Rin dies längst nicht mehr konnte und trotz allem hier ruhig stehen bleiben würde. Und was der Akatsuki unter keinen Umständen akzeptieren wollte, dass sie beinahe selbst den Ton erhoben hätte, gleichzeitig war sie zu verwundert. Seine zittrige dunkle Stimme sprach von Angst, einer Empfindung, die die Isayama so bisher nicht erlebt hatte bei dem Akatsuki. Für die Sekunde wirkte es surreal, die fallenden Tropfen, sein schwerer Atem, der kalte Wind und die bebende Erde…

Der graue Fels unter ihr erbebte erneut, dass sie kleinen Steine zu ihren Füßen klapperten, der Chakraausstoß hinter ihr war gewaltig…Ihr Blick wanderte zu dem Hokagen, dessen Züge sich verfinstert hatten, dessen Zorn eine Schranke nach der anderen durchbrach. Sein Körper angetrieben von der Wut wurde eingehüllt von dem Chakra, das ihren Sinnen wie eine Welle entgegenschlug. Es war als würde sich ein zweites Auge im Sturm entwickeln und langsam alle Fesseln brechen, woran der menschliche Organismus gebunden war. Die inneren Tore, die ihm nun alle Kraft zur Verfügung stellten, jede einzelne Muskelfaser gleich Stahl angespannt. Die Isayama wollte sich umdrehen und sich dem Kampf stellen, formte einher Siegel und feilte an ihrem überhasteten Plan, um so eine Art des Angriffes zu kontern, als es sie von den Füßen riss. Eine Sturmböe ausgelöst in der Hand des Sunshu schleuderte sie fort von ihm, zu weit, als das sie noch etwas tun könnte. Ihre Augen weiteten sich, geheftet an die Erscheinung von Sashijo, die sie nicht loslassen wollte, selbst als die Regentropfen ihr schmerzend in die Augen schlugen. Nach mehreren Metern rollte sie über den rauen nassen Boden, stemmte sich wieder auf und hätte ihn anschreien können. Und hätte ihr ihre Wut Flügel verleihen können, wäre sie längst bei dem Akatsuki angelangt, stattdessen hatte sie das Gefühl sich gar nicht zu bewegen. So als würde die Zeit gegen sie gedreht werden, war er plötzlich aus ihrem Sichtfeld verschwunden. Der Hokage ebenso und veranlasste sie zum weiteren still stehen, während ihre klugen grauen Augen hin und her wanderten. Sie hörte die Tobsucht, hier und da spalteten sich Felsen, wo gleichzeitig Blitze durch den Himmel zuckten. Rin sog scharf die Luft ein, erkannte worum es sich eigentlich handelt, oder besser gesagt, was sie nicht sah. Zu schnell. Der Hokage bewegte sich zu schnell für das menschliche Auge. Die Isayama war sich unschlüssig, was sie überhaupt dagegen tun konnte und überlegte hastig wie sie wenigstens seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, um Sashijo gleichzeitig in Sicherheit zu bringen. Ein tragischer Konflikt, der ab und zu vor ihren Augen schwebte, ein regloser Körper, der dann wieder in den Fels gedonnert wurde. In den Druckwelle, die von den brachialen wuchtigen Schlägen und Tritten ausströmte, riss es sie glatt wieder von den Füßen und zwang sie auf Abstand, egal wie sehr sie sich dagegen sträubte. Trotzdem kämpfte sie sich vorwärts, immer wieder am Schwanken aufgrund der Beben und kämpfte auch gegen die Hilflosigkeit an, die sie untätig ließ. Nur für einen Augenblick erkannte sie das blasse Gesicht des Sunshu, welches sich gegen die grauen Sturmwinde abzeichnete, fing seinen letzten Atemzug auf, welcher Vorstellung sie sich versperrte. Halte durch, sagte sie innerlich zu sich selbst und rannte los. In dem unsichtbaren Inferno um sie herum, suchte sie nach Kohaku, der toten Frau. Es gab eine Möglichkeit den Hokagen aufzuhalten. Ihr Tod hatte seinen Wahn ausgelöst. Rin strauchelte als der Akatsuki nicht weit vor ihr in Erde krachte und sich tiefe Risse bis zu ihr zogen, tief in ihr Inneres. Dies war ihre Chance, die einzige, dass der Hokage ihr zuhören musste. Und er würde es bestimmt…

Mit eiserner Miene stellte sie sich in den Weg des Hyuuga, selbst wenn er auf den Sunshu fixiert war, würde er sie als erstes töten müssen. Was für eine lebensmüde Ausgangslage für Verhandlungen, kam es ihr in den Sinn, während sie kurz zurückschaute. Nur flüchtig – er atmete noch. Dies reichte ihr und trieb sie vorwärts. Ihre Schritte geradewegs auf den tobenden Sturm zu, der wohl nicht mit minderer Überlegenheit ihr entgegentrat. Was die Isayama jetzt riskierte, blendete sie vollkommen aus. Angst hatte sie nie gehabt, weder vor der Macht des Menschen noch vor der des Todes. Es hielt sie zwar ein simpler Gedanke zurück so gleichgültig darüber zu denken, hallte noch immer Sashijo’s Ruf in ihr, der immer noch beständig sie dazu bewegen wollte zu verschwinden. Er hätte alles getan, um sie jetzt nicht hier zu wissen. Ein Lächeln spielte sich kurzzeitig an ihren Mundwinkeln wieder ehe sie sich entschlossen gegen den Hokage wandte. – Keine Sorge…Ich weiß, was ich tue, Sashijo…- Ihre Hände ballten sich nicht zu Fäusten, dies ist längst kein Kampf der Starken mehr. Rin hatte fast mit gerechnet, so überraschte sie kaum das Auftauchen des Hokagen vor ihr. Im Gegenteil, es war besser so, immerhin hatte sie es gar provoziert und war auf ihn zugelaufen. Ihr kalter fester Blick traf auf seinen, der ihr keinen Glauben schenken wollte, keinem ihrer Worte ein Fünkchen Hoffnung zu geben. – Bleib liegen, Sashijo, bleib einfach liegen und warte. Ich bin gleich bei dir.- Der Hyuuga brüllte sie an, verweigerte sich ihrem Vorschlag mit allem Misstrauen, was er aufbringen konnte. Trotz allem reichte es nicht den Keim zu ersticken, den sie gesäht hatte und welchen Grund hätte sie in solch einer Situation zu lügen? Mit Nachdruck erklärte die Isayama, was sie dafür verlangte und schließlich das nicht mehr viel Zeit bliebe. Was auch immer für den Hokagen nun ausschlaggebend war, mit einem Mal standen sie vor der Schwarzhaarigen. Er warf sie zu Boden, natürlich nicht ohne ihr eine Drohung hinterher zuschmeißen, welche sie mit einem missbilligenden Blick quittierte. „Du darfst mich unter keinen Umständen stören, unter keinen, egal ob sie anfängt zu atmen oder zu schreien. Wenn du mich bei dem Jutsu unterbrichst, stirbt sie“, fügte Rin kühl an, sprach wahrlich von „Sterben“ und einer Technik, die das Leben schenkte. Vielleicht beruhigte es den Hokagen, vielleicht auch nicht. Die Sekunden tickten wie die Tropfen in den Pfützen um sie herum, bevor die Isayama sich neben der Schwarzhaarigen niederließ. Ihre Augen geschlossen, legte Rin ihre Hand auf die Brust der Aburame, wo momentan ein klaffendes blutendes Loch war. Dort, wo das Herz einst schlug und nun verstummt war. Die Isayama beschwor eine Technik, die zu den Mächtigsten im Stamm der Kanshudan war. Ein Stamm ihres Clans, der es sich als Ziel gesetzt hatte mit dem Kekkei Genkai zu heilen, statt zu töten, und Frieden zu bringen. Ihre Techniken basierten auf einem Phänomen der Illusionen, welches sich von den der Yoban, ihres Stammes, nicht stark unterschied. Man verwirklichlichte die Illusionen und anstatt mit dem Eibin no Kankaku den Zelltod zu beschleunigen, kehrte man ihn um. Man förderte das Zellwachstum und konstruierte etwas Vollkommenes, was man in der Illusion sich formte. Rin hatte dieses Jutsu außerordentlich selten in seinem vollem Ausmaß genutzt und es verlangte ihr gerade einiges ab, um sich soweit zu konzentrieren und den Lärm in die Ferne zu rücken, ebenso wie die Tatsache, dass Sashijo dort lag…Für einen kurzen Moment musste sie alles vergessen und begann das weiße Chakra der Isayama zu entfesseln. Dieses reinweiße Chakra, was nun begann aus ihrer Hand zu strömen wie aus jeder Pore ihres Körpers, war das Kekkei Genkai der Isayama. Es hüllte Rin als auch Kohaku in seinen Schein und begann verletztes Gewebe zu intervenieren. Die Wunde an der Leber schloss sich genauso wie alle zerfetzten Muskeln, Venen und Arterien, die die Schwerter durchstoßen hatten. Allem voran sammelte sich aber eine ungeheure Menge im zentralen Nervensystem der Kunoichi und um den durchbohrten Herzmuskel, der erschlafft nun wieder sich zusammensetzte. Die Muskelstränge spannten sich wieder, die Nervenstränge zogen sich darüber und Schicht für Schicht erlosch das strahlende weiße Chakra in der Brust der Schwarzhaarigen. Mit einem dumpfen Schlag hob sich diese dann plötzlich, als das Blut in die Kammern rauschte, der Kreislauf wieder seinen Gang nahm. Erneut bäumte sich das Leben in der Kunoichi auf, wahrscheinlich nicht minder schmerzvoll wie es gegangen ist, während Rin nun durch Fuutonchakra ihr Lungenvolumen füllte und sich ihr Blut wieder mit Sauerstoff anreicherte, um das pochende Leben in ihr auszubreiten.

Aus dem rauschenden Puls getaucht, öffnete die Isayama ihre Augen, die erschöpft wirkten und langsam in die Realität zurückkehrten. Rin atmete auf und erhob sich ohne noch weiteres abzuwarten, ihre blonden Strähnen klebten in ihrem Gesicht, aber all das störte sie nicht. Nichts hatte Bedeutung, ihre Beine trugen die Genjutsuka fast wie von selbst fort, bevor sie neben dem Sunshu auf die Knie fiel und sich jene aufschlug. All das geschah für die Hellhaarige jedoch nicht, alles trat in den Hintergrund, verschwand in den Schemen um sie herum. Sie war gerannt, atmete heftig, ihr war schwindelig und Schweißperlen tropften mit dem Regen auf den nassen bewegungslosen Körper. Die Isayama hatte es geschafft, seinen Fehler zu revidieren, nun musste sie sich eingestehen, dass sie fürchtete selbst einen gemacht zu haben. Das Aussetzen des nächsten Atemzugs holte sie schlagartig wieder zurück, die Sekunden verrannen und seine Brust hob sich wieder. Noch immer kämpft er und dies würde er immer tun, dachte Rin, unsicher…ob es richtig war, ihn wieder in den brutalen Lebenskampf zurückzuholen. War es vielleicht schon Zeit für ihn? Wollte er diese Reise beginnen, nach der sich letztendlich immer gesehnt hat, wenn er sein Werk vollendet? Und lag es in ihrer Hand über ihn zu entscheiden? Rin schmunzelte innerlich, wusste sie doch ganz genau, dass der Blauschopf ihr dies nie verzeihen würde. Selbst wenn er jeden Schmerz erdulden müsste…Nun warum überlegte sie noch? Was glaubte sie schon über ihn zu wissen und was nicht, wenn sie dennoch alles daran gesetzt hatte ihn zu retten und dem Hokagen entgegen geschritten war? Rin schüttelte diese Gedanken von sich ab, gänzlich menschliche Gedanken, die hier keine Anwendung finden sollten. Kein Zögern mehr. Die hellhaarige Kunoichi beugte sich über den Sunshu, betrachtete die friedlichen Gesichtszüge, während ihre hellen Strähnen nach vorn um seine Wangen fielen. Ihre Stirn berührte ein wenig die seine, hätte sie ewig ihn so anschauen können, ohne, dass er es wahrnahm. Die Isayama hasste ihn dafür, für dieses Gefühl, was immer dann gnadenlos aufflammt, wenn sie ihn droht zu verlieren. Für den Moment schloss sie jedoch ihre Augen und fühlte seinen Schmerz, um ihn aufzulösen und wirkte die Technik ein weiteres Mal, dass ihr einen gewaltigen Teil ihres Chakras entriss. Sie heilte diesmal anders, nicht mit der Monotonie und Gleichgültigkeit ihrer Seele, sondern mit der Kraft einer anderen Quelle. Es verschwand jeder Kratzer, jeder Schnitt, all die inneren Verletzungen und trostlose Erschöpfung, stattdessen gab sie den Muskeln wieder die kraftvolle Spannung und führte ihn zu der Unversehrtheit seiner Stärke. In ihrer eigenen Welt, für Sashijo ein Traum nur, in denen sich im spärlichen Licht einer Kerze vorsichtig ihre Lippen berührten. Ein Traum. Eine dunkle Erinnerung, die sie nicht mehr vergessen konnte oder wollte. Ihre langen Wimpern flatterten hoch, während seine Lider noch immer geschlossen blieben. „Jetzt sag mir noch mal, dass ich dich allein lassen soll, wenn du immer ins Gras beißt…“

Spoiler

Name: Magen • Kai•yu no Jutsu [Illusion Style • Spiritual Healing Skill]
Typ: unterstützend
Rang: A-Rang
Beschreibung: Diese Technik beruht auf einer ganz anderen Basis als ein normales Genjutsu und ist eine Geheimtechnik des Isayamaclans. Es wird eine Illusion um jemanden geschaffen, wobei der Körperkontakt durchgehend vorhanden sein muss. Der Anwender ist also vollkommen auf diese Technik konzentriert und ist nicht in der Lage auch nur kurz sich daraus zu lösen. Das weiße Chakra wird in gerade riesigen Mengen nun in denjenigen geleitet und es beginnen sich sämtliche Wunden zu schließen. Das besondere ist, dass es viel effektiver und schneller wie ein normales Medicjutsu ist. Mit dem Chakra eines Isayama ist es nicht nur möglich den Zelltod zu beschleunigen, sondern umgekehrt das Zellwachstum anzuregen. Dies in einer Weise, dass sogar tödliche Verletzungen geheilt werden können. Organe werden neu erstellt und sogar der Herzmuskel kann regeneriert werden, solange die Technik in den ersten 60 Sekunden gewirkt wird.

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It's a symphony of pain...
ZA von Lis
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Aburame Kohaku
Jounin M
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BeitragVerfasst am: Di 06 März, 2012 01:25    Titel:

Die Zeit verflog. Es vergingen Tage, Monate, Jahre – und doch im Diesseits nur eine einzige Minute. Hätte Kohaku eine Wahl gehabt, hätte sie selbst die Entscheidung treffen können, ob sie zurückkam oder nicht, sie hätte wohl nicht nur Yasutaka damit überrascht. Aber diese Freiheit war ihr nicht gegönnt. Stattdessen wurde sie zu einer Wiederkehr gezwungen, ihr Herz wurde mit Gewalt wieder zum Schlagen bewegt – und damit einher kam vieles, von dem sie geglaubt hätte, es niemals wieder spüren zu müssen.
Das Erste, was sie wahrnahm, als sie zu sich kam, war Dunkelheit. Eine tiefe, unergründliche Schwärze, in der nicht das kleinste Licht, noch das wenigste Bisschen an Wärme existierte, sondern eine eisige Kälte die Vorherrschaft hatte. Noch ehe sie spürte, dass Regen und Wind auf sie hinabsausten und die Unterkühlung ihres Körpers weiter förderten, noch ehe sie sich daran erinnern konnte, wo sie eigentlich war und aus welchem Grund, wurde jeder klare Gedanke vereitelt – denn dann setzten mit dem ersten Herzschlag die Schmerzen ein.
Im Nachhinein konnte sie unmöglich sagen, wie lange es angedauert hatte, wenngleich es ihr vorkam wie eine Ewigkeit, wie Stunden mindestens, in denen sie sich vor Schmerzen krümmte, oder wie oft und wie laut sie von ihrer Stimme Gebrauch gemacht hatte und ihren Qualen ein Ventil zu verschaffen suchte. Nichts Anderes spielte eine Rolle, kein Denken, keine Bewegung, weder Zeit noch der Ort, sondern nur dieser Moment, in denen sie mit aller Macht an Schmerzen erinnert wurde, die sie doch so lange vergessen und verdrängt zu haben schien.
Ihr Herz, obgleich es als erstes Organ wieder gesundete, fühlte sich an wie ein Stein aus Feuer, der sich mit jeder Millisekunde tiefer in ihre Brust fraß und von dort nie wieder zu lösen war, dabei Narben hinterlassend, die kein Arzt der Welt je würde heilen können. War es seelische Pein oder tatsächlich physische? Selbst wenn sie es gewollt hätte, sie hätte darüber nicht philosophieren können, denn es war nicht das Herz selbst, das ihr Schmerzen bereitete – es war ebenso das Leben, das es durch ihre Venen jagte. Anstatt Blut wurden glühende Nadeln durch ihren Körper gepumpt, statt Muskelsträngen und Arterien verbanden sich die Drähte eines Stachelzauns und anstelle von Knochen schoben sich Platten aus erhitztem Metall zusammen. Sie verbrannte und zerriss von innen heraus und wurde doch vollends wieder geheilt. So geblendet und überrumpelt von der geballten Ladung an Leid, das sie überflutete und zu ertränken suchte, so sehr sich auch auf die Seite drehen und sich zusammenkrümmen wollend und es ob der Hand auf ihrem Brustkorb doch nicht könnend, bemerkte sie nicht, dass weitaus mehr gesund wurde als nur das, was sie während des Kampfes hier erlitten hatte. Sie registrierte nicht, dass das Metall, das seit rund Jahren ihren rechten Arm ersetzte, den sie aufgegeben hatte, um das Leben eines ihr damals noch unbekannten Jungen zu retten, der später zu ihrem besten Freund wurde, ehe er spurlos verschwand, von ihrer Schulter regelrecht absprang und zu dem Haufen Schrott zerfiel, der er vorher gewesen war, hunderte kleine und hauchdünne Metallstränge, die allesamt so komplex ineinander verwoben gewesen waren und nun zerbrachen als wären sie genauso bedeutungslos wie das Opfer gewesen, das sie zu jener Zeit gebracht hatte – oder vielleicht doch mehr wie die Leidenschaft und das Gefühl, die sie bei dieser Tat zum ersten Mal freigesetzt und sie zu dem Menschen gemacht hatte, der sie heute war.
Nein, sie spürte nur, dass ihr rechter Oberarm so zog, brannte und stach, Schmerzen so fürchterlich, dass sie dessen Besitzerin beinahe in die ersehnte Ohnmacht trieben, aber letztendlich geschah genau das Gegenteil. Ihre Sicht wurde, sofern sie die Augen nicht zusammenkniff, langsam klarer, die Schwärze begann sich allmählich zu lichten und langsam verschwommenen Konturen zu weichen. Ihre Stimme hatte schon lange versagt, und selbst wenn sie noch die Kraft dazu gehabt hätte, um das wiederzugeben, was sie gerade fühlte, wäre nicht mehr als ein Wimmern herausgekommen. Die Qualen wichen gleich der Dunkelheit, sobald die Sonne aufging, ihr Herzschlag wurde ruhiger und die Krämpfe, die durch ihren Körper gefahren waren, als sie auf die fürchterliche Heilung ihres Körpers reagierte, lösten sich langsam. Allmählich gewann sie das Gefühl über ihre Gliedmaßen zurück, spürte sie wieder den harten, zerrütteten Boden unter sich und wie unzählige Regentropfen auf ihre rechte Seite prasselten, weil sie sich irgendwann doch hatte auf die linke wälzen können, um ihren linken Arm zu umklammern. Langsam drehte sie sich zurück auf den Rücken, starrte in das nachtschwarze Firmament, löste den Griff und ließ beide Hände neben sich fallen. Allmählich begann sie zu begreifen, wo sie war, begann sich zu erinnern, weswegen sie hier lag… und die Reaktion darauf, dass sie wieder da war, zurück im Reich der Lebenden, in die Welt, aus der sie ursprünglich gekommen war, war eine gänzlich andere als die, die man vielleicht von ihr erwartet hätte.
Die graublauen Augen schlossen sich, während sie noch den Arm hob und ihn sich über das Gesicht legte, nicht um Tränen zu verbergen, denn so sehr sie es auch gewollt hätte, es gab keine, die sie hätte herauspressen können, nicht weil sie schon so viele vergossen hatte, sondern weil sie einfach nicht mehr weinen konnte. Vielleicht lag es an der Erkenntnis, dass sie lebte, daran, dass der Schock darüber so tief in ihren Knochen saß, dass sie nicht mehr dazu fähig war, doch wenn sie in sich hinein horchte, fühlte sie… nichts. Keine Erleichterung, keine Freude, kein Glück, weder Trauer noch Verzweiflung, ja nicht einmal Groll – sondern nur eine bodenlose Leere, die sie mit eisiger Kälte ausfüllte.
Wieso? Es war eine einzige Frage, kein anderer Gedanke, die ihr durch den wie leergefegten Kopf geisterte und deren Antwort sie sich wünschte und sie dennoch nicht hören wollte. Die Antwort auf die Frage, wieso sie wieder zurück war – und wieso sie das, was sie auf der anderen Seite gesehen hatte, nicht vergessen hatte dürfen. Für den Rest ihres Lebens würde sie diese Erinnerungen, die doch nur Illusionen gewesen waren, mit sich herum tragen, so wundervoll und zeitgleich so viel mehr verletzender, dass sie auf ewig mit dem Fluch belegt war zu wissen, was in der Welt der Toten auf sie wartete. Wieso?, hallte es wieder in ihrem Innersten nach. Wieso war sie wieder hier? Wieso hatte sie nicht drüben bleiben dürfen?
Wieso musste sie wieder leben?
Doch was hatte es für einen Sinn, sich jetzt damit zu befassen? Sie konnte es nicht mehr ändern, so sehr sie es sich in diesem Moment auch gewünscht hätte. Langsam ließ sie den Arm wieder neben sich fallen und eröffnete den Regentropfen erneut einen Weg auf ihr Gesicht, das sie dadurch hatte schützen können, zwang sich dazu, tief Luft zu holen, einen Schub an Kraft zu sammeln und sich hochzupressen, damit sie zumindest ihren Oberkörper wieder aufrichten konnte. Ihr Blick war nach vorne gerichtet gewesen, als sie jedoch spürte, dass ganz in ihrer Nähe eine riesige Menge an Chakra konzentriert war und den Untergrund leicht erbeben ließ, und als sie hörte, wie jemand mit heiserer Stimme ihren Namen ausstieß, lenkte sie ihren Kopf langsam zur Seite… und sah geradewegs in ein nur allzu vertrautes Gesicht.
Yasutaka stand da, den Blick auf sie gerichtet, die weißen Augen geweitet vor Erstaunen, dass so etwas wirklich möglich war, umgeben von dem ihr nur zu vertrauten, beständig um ihn herum wirbelndem Schub an bloßer Kraft und Chakra, und das bedeutete wiederum, dass er eine hohe Anzahl der Hachimon Tonko aktiviert haben musste. Ihr Herz hätte einen Sprung machen müssen, als sie ihn sah, und gleichzeitig hätte sie tobende Wut an ihm auslassen müssen, weil er die ihr so verhassten Techniken eingesetzt hatte; stattdessen aber geschah nichts, sie blieb stumm und erwiderte seinen Blick mit Augen, die, wenn er näher hingesehen hätte, nicht glänzten und in gewohnt verschmitzter Manier funkelten, sondern abgestumpft wirkten, müde und matt. Aber es war ihm egal, und wie hätte er es ihr verübeln können? Natürlich war er überglücklich, sie zu sehen, lebend und geradezu unverletzt, natürlich strahlte er sie an und kam mit raschen Schritten auf sie zu, während sie völlig unfähig war, sich zu bewegen, nicht weil sie es aus physischen Gründen nicht gekonnt hätte, sondern weil ihr Kopf noch so benebelt war von den Informationen der vergangenen Minuten, dass sie völlig überfordert war.
Im nächsten Moment hatte er sich neben sie sinken lassen, die Hände nach ihr ausgestreckt und sie in seine Arme gezogen. Vermutlich benutzte er kaum Kraft, wohlwissend, dass er ihr sonst mehr als nur eine Rippe hätte brechen können, demnach war es den Toren zu verdanken, dass sie das Gefühl hatte, dass sie dennoch keine Luft bekam. „Kohaku…“, flüsterte er ihr ein weiteres Mal ins Ohr, während hingegen sie nur ein gepresstes „Du… erdrückst… mich“ hervorbrachte. Es war zu viel, viel zu viel auf einmal für die Aburame. Anstatt im Reich der Toten zu sein, wandelte sie wieder unter den Lebenden, sie hatte Schmerzen durchmachen müssen, wie sie nur die wenigsten Shinobi ertragen mussten, Schmerzen, die es mit sich brachte, wenn man unter größten Qualen starb und diese dann noch einmal fühlen musste, als sie verheilten, und der Kampf, der für sie vor vielen Jahren stattgefunden hatte, hatte offenbar gerade erst sein Ende gefunden. Aber nicht nur das… als sie die Hände Yasutakas auf ihren Armen spürte, wurde ihr zum ersten Mal bewusst, dass etwas anders war. Ihr Blick huschte zu ihrer rechten Schulter – und mit einem Ruck riss sie sich aus der Umarmung, die Augen geweitet und nur noch auf das Stück Fleisch fixiert, das mit dem einstigen Stück Metall Platz getauscht hatte. „Mein Arm…“ Ihr Gehirn wurde völlig überstrapaziert. Wie betäubt richtete sie den Kopf wieder auf, sah erst Yasutaka an, ehe sie über seine Schulter blickte und eine fremde Frau bemerkte, die offenbar über den Körper Sashijos gebeugt war. Was auch immer geschehen war, der Hyuuga hatte gewonnen. Aber wieso freute es sie nicht? Wieso wollte diese kalte, stechende Leere in ihrem Inneren nicht weichen?
„Warum…“, erklang ihre Stimme, müde und heiser, nicht vorwurfsvoll, sondern ruhig und fast schon erschreckend monoton, „Warum habt ihr mich zurückgeholt?“ Sie hatte seine Umarmung nicht erwidert und anstatt sich zu freuen, ihn wiederzusehen, oder ihn zu schlagen, weil er sich der Hachimon bedient hatte, brachte sie nur diese eine Frage hervor, die so verständnislos klang, als könnte sie es tatsächlich nicht nachvollziehen. Aber ganz gleich, was ihr der Hyuuga antworten würde, es würde nichts mehr ändern können. Und diese Erkenntnis traf sie mit einer derartigen Wucht, dass die merkwürdige Taubheit, der Nebel, von dem sie sich umgeben sah, verblasste und sie mit allem Bewusstsein in die Realität presste, der zu entfliehen sie tief in ihrem Inneren so unendlich froh gewesen war.
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BeitragVerfasst am: Mi 07 März, 2012 21:28    Titel:

(kommt aus seiner Festung... nur das ihr es wisst Wink )

Die Tatsache das der Reibi sich selbst nicht mit einem Bijuu verglich und diesem dennoch so viel näher war als jedem anderen Wesen, war sicherlich Bizarr. Das er auf eine Wolke dunklen Chakras jedoch durch die Luft glitt, als wäre es das normalste der Welt, war wiederrum nicht so Bizarr, denn er war eben einfach ein scheinbar Grenzenlos mächtiges Monster. So glitte die Bestie zu Boden inmitten einer Gruppe illustrer Gäste. Da wären neben zwei Akatsuki, die der Reibi erkannte aufgrund ihrer schicken einheits Uniform. Als seine Füsse, den Boden berührten, hatte er sie gezählt 4 wenn er es richtig sah. Selbst wenn es hundert gewesen wären, seine Endlose Arroganz, die er sich mit dem ein oder anderen der Anwesenden teilte, lies in ihm keinen Zweifel darüber wer der Sieger diese Kampfes sein würde. Er setzte auf, geradezu Elegant begleitet von eine leichte klacken, das Signaliesierte das er nicht bis zum schluß den Schwerelosen spielte. Mit den Armen hinter dem Rücken verschränkt, sah er in die Runde ein schmunzeln zeichnete sein Kantiges Gesicht, während er seine tiefe Stimme erklingen lies: "Der Hokage, hat er sich also Verstärkung gerufen... von Verbrechern... hehe." er hob einen seiner Arme und deutet auf die Akatsuki bevor er weitersprach: "Welch Ironie, ich kann mich erinnern das eines eurer früheren Mitglieder versuchte mich zu fangen. Er war talentiert aber viel zu gierig. Seit ihr etwa daswegen hier, oder hat er um Hilfe geschrien, der Hokage. Seit ihr wirklich so verzweifelt ? Wo bleibt den der berühmte Wille des Feuers ?" er zog seinen Arm wieder zurück und schaute über seine Schulter, das Dorf es war hervorragend zu erkennen. Die Zerstörung durch ihn und seine Geschöpfe war durchaus beachtlich gewesen. Ein Wind kam auf und wehte ihnen um die Nasen, ehe der Reibi sich ein letztes mal äußerte: "Ihr wart so dreisst, kamt in meine Festung, ich habe sie dort alle begraben !" zumindest glaubte er das, als er die Säulen seines Palastes einschlug und dort sowohl die Generäle als auch die Konoha Shinobi begraben wollte. So war er sich sicher niemand hätte überlebt. Es war ein einfacher Schachzug, den Hokagen bekam er damit womöglich, aus Wut würde er ihn attackieren, unüberlegt in seine Nähe gelangen, das wäre sein verderben. Insgesamt wusste der Reibi nichts über die Akatsuki doch er war sich nicht zu schade, seine Finger an ihnen Blutig zu schlagen, er würde sich töten, jeden einzelnen und wenn er gewusst hätte das dort der Akatsuki Leaer vor ihm stand, er hätte genüsslich jeden seiner Knochen einzeln gebrochen und ihn als Quelle seiner Macht im Dorf aufgehangen. Denn und das musste niemand groß erraten, hier war der Hass unter der Bevölkerung dermassen gut zu spüren und so Atmete er einmal ganz tief ein, roch die verachtung die ihm im Dorf entgegen schlug und er liebte es.
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Sunshu Sashijo
Akatsuki Leader
<font color=red>Akatsuki Leader</font>


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BeitragVerfasst am: So 11 März, 2012 18:36    Titel:

(Man entschuldige die möchtegernpoetischen Anfälle im Post xD)

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Jenseits der alles erobernden Dunkelheit seines Geistes, die noch viel tiefer und penetranter war als jene, die sich an diesem Abend über das Feuerreich gelegt hatte, war alles, was der Blauhaarige wahrnehmen konnte, markdurchdringender Zorn, der die Erde zum Erbeben brachte, sie spaltete und gewaltiger war als der stärkste Blitz, der an diesem Ort hätte einschlagen können. Die Tatsache, dass er selbst Urheber dieser gewaltigen Entladungen war, dass seine grenzenlose Überheblichkeit und Hingabe dessen, wovon er sich gegen den Preis seiner eigenen Mentalität grenzenlose Macht versprochen hatte, dies alles als Quelle hatte, vermochte Sashijo nicht mehr klar zu erfassen, war der sich auftuende Abgrund in seinem Kopf doch bereits so tief geworden, dass sämtliche Geschehnisse oberhalb der engen Kluften des Nichts unbeobachtet über ihm vorbeizogen. Hätte er noch ein Zeitgefühl gehabt, so hätte er nie im Leben glauben können, wie schnell die Faust von Yasutaka sich in seine Magengrube gebohrt hatte, und zwar mit so enormer Kraft, dass er hätte meinen können, eine Briefbombe wäre direkt an ihn angeheftet worden und explodiert. Die Druckwelle, welche ihn erfasste und mitzunehmen drohte, unterstrich diese Theorie nur, ehe er jedoch von unten abermals getroffen wurde. Die schwarzen Wände seiner Orientierungslosigkeit erbebten, gaben ihm zumindest einen kleinen, wenn auch mehr als nur schmerzlichen Anspruch auf das Wissen darüber, dass außer der Leere noch etwas existierte und er nicht alleine war, auch wenn das, was ihm da Gesellschaft leistete, alles andere als den Willen hatte, ihn damit zu beruhigen. Das monotone Rauschen des Regens verstummte in seinen Ohren; entweder aufgrund der immer stärker werdenden Bewusstlosigkeit oder wegen dem Schmerz, der ungehindert durch seinen Körper schoss und jegliche anderen Sinne zu betäuben drohte. Sashijo fühlte vage, wie er nach oben befördert wurde, entgegen der von dort kommenden Böen und des Regens, der das Blut, welches langsam aus seinem Mund trat, apathisch mit sich riss. Nicht einmal ein schwerer Atemzug war vergangen, da grub sich das nächste Geschoss in seinen Rücken und ließ ihn den selben Weg wieder zurück krachen; er fühlte die Last seines eigenen Körpers mehrfach auf sich ruhen, den Druck, der sich als einziges annähernd gegen den erneuten Schmerz behaupten konnte. Die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst, unfähig zu atmen raste er auf den Boden zu und war ohne jedwede Orientierung, als Yasutaka auch schon wieder unter ihm war und mit Gewalt sondergleichen das Blut in der Magengegend nach oben durch die Lunge und die Atemwege presste, ehe es ungehindert nach außen trat und den atemlosen Schmerzensschrei bereits im Keim erstickte. Dumpfe Töne einer hasserfüllten Stimme drangen durch sein halbtaubes Ohr, fanden im dortigen Chaos aus Schwärze und Leiden jedoch keinen Halt und verstummten fern jeglicher Anteilnahme seitens Sashijo. Er konnte nicht erahnen, was für innere Schäden diese brachiale Gewalt verursacht hatte, doch spielte dies in Anbetracht seines baldigen Ablebens wohl ohnehin kaum mehr eine Rolle. Abermals spürte er dumpf, dass sein Körper sich wieder in Bewegung setzte, langsam immer schneller werdend und schlussendlich auf Fels prallend, ehe sich in eben jenem lange Risse und Spalte auftaten, durch die das Wasser genauso schlagartig schoss wie es auf den Körper der Blauhaarigen prallte und ihn drohte mitzureißen, wäre da nicht erneut die Hand seines rasenden Opponenten gewesen, der ihn kurzerhand am Schopf packte, sein Gesicht gegen den kalten Fels presste und unentwegt nach oben schoss, mit solch einer Geschwindigkeit, dass sich der Schmerz nicht einmal richtig hatte entfalten können, ohne dass sie bereits oben angekommen waren und bereits die nächste Welle bedingungsloser Wutentladungen auf den mittlerweile mehr als nur demolierten Körper des Akatsuki wartete, durch den im selben Moment, in dem er sich scheinbar schwerelos in stürmenden Winden befand, das volle Ausmaß der Folter seines Gegners wirkte und die Entladung dieses unbeschreiblichen Schmerzes, ein heiserer Ausstoß von etwas, was man gar nicht mehr als Schrei hätte bezeichnen können, bereits durch die nächste Technik des Hokagen erstickt wurde. Einem brennenden Meteor gleich, der direkt vom Himmel fiel, bohrte die glühende Faust des Dorfoberhauptes sich in den Rücken des Akatsuki und zwang sogar die Erde, dass sie sich ihm mit beifälligem Beben ergab. Gefolgt von den nächsten Angriffen, die dieser ersten Attacke in nichts nachstanden und in Dutzenden kamen, verlor Sashijo sein physisches Empfinden vollkommen, wurde die Grenze des zu ertragenden gebrochen und umfing ihn endlose Dunkelheit. Ein Moment der Stille, ein langsamer Atemzug und das Gefühl, als könne er nun endlich Frieden finden, während er scheinbar schwerelos in stürmischen Winden lag und nicht einmal mehr die Schläge, von denen jeder einzelne die Erde zum beben brachte, ihn aus dem Meer der erfüllenden Dunkelheit heben konnte, in das er eintauchte, weniger vor der Pein fliehend als letztendliche Ruhe findend in etwas, wofür er sein ganzes Leben lang gekämpft hatte und was nun seine Vollendung finden sollte. Es war nicht jene leere Dunkelheit, die ihn immer umfasste, wenn er ohnmächtig wurde - das hier war etwas anderes. Etwas, was sich fern jeglicher Beschreibung durch Worte bewegte. Sashijos Geist neigte sich dem irdischen Ende zu. Es lag keine Wertung mehr in seiner Mentalität, keine Spur mehr von Reue oder gar vom Stolz in seinem Bewusstsein, während es sich von den bindenden Schlingen der Vergänglichkeit, der Unvollkommenheit und Einschränkung des menschlichen Körpers befreite und eintauchte in das, was er seit jeher anstrebte und der Welt bringen wollte: Wahren Frieden. Kein einziges Gefühl, keine Eigenschaft oder subjektive Beobachtung, sondern simples Sein als etwas, was der menschliche Verstand nicht hätte verstehen können. Die Abwesenheit sämtlichen Empfindens als höchstes von ihnen, eine scheinbare Paradoxie, die nur im persönlichen Erfahren wirklich verstanden werden konnte. Kein Streben mehr nach irgendwelchen Verlangen, kein Wille und nichts, woran man sich hätte orientieren können; schlichte Abwesenheit sämtlicher Dinge als höchstes Bewusstsein, der Dualität und des Yin- und Yangs erhaben als einzig vollkommenes, unabhängiges drittes Prinzip, dem alles zugrunde lag. Der Anfang und das Ende eines jeden Gedankens vereint in einem einzigen Augenblick, der zugleich zeitlos und ewig lange zu dauern schien, fern des körperlichen Zeitgefühls sämtliche Existenz bestimmte und der Individualität überdrüssig, einheitlich und vollkommen als das, was es war: Nichts.

Und immer noch wehrte sein Körper sich, kämpfte der instinktive Überlebenswille, der sich fern des Bewusstseins von Sashijo befand und das oberste Prinzip des menschlichen Körpers, ungeachtet von dessen Wirt, darstellte, gegen den so gut wie sicheren Tod. Und Sashijo war nicht wirklich ein Mann der schmächtigen Sorte, besaß einen robusten und ob ähnlich brutaler Erfahrungen bereits ziemlich abgehärteten Körper, der entgegen aller Einwirkungen, die so manch anderem Shinobi längst sein Leben gekostet hätten, noch atmete, mit schwachen Herzschlägen das an vielen Stellen austretende Blut durch die Venen pumpte und ihn weiterhin in dieser Welt festband, auch, wenn er selbst davon nichts mehr mitbekam. Die flammende Kaskade, die unvermittelt auf den Körper des Blauhaarigen einschlug, fand mit einem letzten Kick, der ihn in die Erde donnerte und die Abdrücke seines Körpers in den Boden brannte, der auch außerhalb des tiefen Kraters noch weite Risse aufwies, sein Ende. Der aufgewirbelte Dreck und die Staubwolke, die sich über die Dunkelheit legte, wurde vom peitschenden Regen schnell wieder weggespült, genauso wie der Dreck und das dicke Blut des Sunshu von seinem Körper gewaschen wurde, der reglos in der Mulde lag und trotz all der Anstrengungen, die hinter ihm lagen, einen friedlich wirkenden Ausdruck auf dem Gesicht hatte. Sein Atem wurde unregelmäßig, der ein oder andere Herzschlag setzte aus und übergab den Sunshu langsam der ewigen Dunkelheit, der alles entsprang und der sich letztendlich alles wieder fügte. Und dennoch hielt ihn weiterhin etwas in dieser Welt, band das Streben nach Erlösung an seinem letzten Zipfel an das, dem es zu entfliehen suchte, an das einzige, worin es noch einen Sinn sah und was es nicht bereit war, bereits aufzugeben als einzige Perspektive, für die es sich noch zu leben lohnte. Ein vertrauter Chakraaustoß in seiner Nähe ließ einen Funken durch die alles ergreifende Dunkelheit fahren, erhellte den leeren Abgrund des einfachen Seins mit dem Gefühl, doch irgendwo hinzugehören, nicht vollkommen alleine zu sein in einer Welt, die sich gänzlich gegen ihn stellte und ihn in diesen ewigen Kampf verstrickte. Wo das Licht anfangs noch weit entfernt schien, während das Zeitgefühl langsam wieder einsetzte, kam es nun näher und er vermochte wieder die Sekunden zu zählen, ehe es die endlose Finsternis zu übertrumpfen schien. Langsam aber sicher kam auch das Schmerzempfinden wieder, und trotz der Pein, die seinen Körper lähmte, ließ er sich davon nicht beeinflussen, hielt seinen Fokus auf das, was ihn ans Leben heftete und mit der langsamen Berührung an seiner Stirn sämtlichen Schmerz schlagartig zunichte machte. Es war kein dunkler Fleck mehr vor seinem geistigen Auge, kein Schleier zwischen ihm und der Wärme, welche ihn die tiefe Kälte des Gewitters vergessen ließ. Unbewusst spannte sich sein Körper an, wurde jede Faser seines Leibes angezogen und wieder mit der nächsten verbunden, offene Wunden geschlossen und das Blut wieder mit kräftigem Rhythmus durch seine Adern gepumpt. Der dabei entstehende Schmerz war entgegen aller Logik nichts Negatives, lediglich die aufbegehrende Brücke zurück ins Leben, die er sich mit der Person teilte, für die er es nicht aufgegeben hatte und es dennoch ohne zu Zögern tun würde, wenn es denn erforderlich wäre. Und vor seinen Augen jene Szene, die dieses Schicksal besiegelt hatte, der Moment, in dem neben der allwährenden Pflicht des Kämpfens etwas zweites den Sinn seiner Existenz zu bestimmen begann und in eben jenem Augenblick der einzige Grund war, weshalb diese noch bestehen blieb. Die vertraute Stimme fand nach all den ungehört verklungenen Blitzen und Schlägen endlich wieder Halt in Sashijo, löste den vermeintlichen Traum vor seinen Augen auf und übergab ihn an etwas, was noch erfüllender war, als die Vorstellung davon es ihm hatte vermitteln können. Und abermals ein Augenblick, der die Zeit einzufangen schien und endlos war. Hätte man den Sunshu gefragt, ob das letztendliche Eintauchen in die Erlösung des Todes oder der Blick in die Augen, die den einzigen Kontrast zu all den Dingen, die sich im Leben gegen ihn stellten, darstellten, so hätte er keine eindeutige Antwort geben können, und alleine das bestätigte in Anbetracht seiner fanatischen Ideologie, dass eben jene so nicht stimmen konnte und um einen entscheidenden Faktor erweitert werden musste: Freude am Leben, die genauso zeitlos und vollkommen sein konnte, mit dem Zusatz, dass sie geteilt werden konnte, wie es in genau diesem Moment der Fall war. Die nassen blonden Strähnen hingen seitlich in seinem Gesicht, der Regen tropfte von ihren Lippen auf die seinen und verband sie im nächsten Augenblick, der alles andere nun ausnahmslos ausblendete. Mehr als Worte je hätten sagen können schwang in diesem Kuss mit, sollte ihr zeigen, dass tiefe Dankbarkeit das mindeste war, was er in diesem Moment empfand. Und obwohl er gerade die wohl größte Niederlage seines Lebens hinter sich hatte, so war es der größte Triumph, den er nun feiern konnte, zwei Extreme, die durch zwei Augenblicke definiert waren und weite Wellen in der Mentalität des Sunshus schlagen sollten. Ihre Gesichter trennten sich langsam wieder voneinander, der Regen fiel wieder zwischen ihnen hindurch und es ereilte sie die Gewissheit, dass sie es trotz all der plötzlichen Einsichten noch nicht hinter sich hatten. Sashijo brauchte keine Worte, damit sie ihn verstand; nach wenigen Sekunden waren sie beide wieder aufgestanden und Sashijo fühlte wieder die altbekannte Kraft seines Körpers, die Agilität, der er für wenige Minuten, welche für ihn jedoch eine Ewigkeit waren, beraubt gewesen war, und er fühlte sich, als könne er die Welt wieder aus seinen Angeln heben. Es war jedoch nicht wieder die trügerische Falle des Rinnegans, das Netz, welches sich vorhin über seinen Willen geworfen hatte. Nein, etwas anderes war die Quelle seiner Kraft, etwas, wovon er genau wusste, dass sie auch existierte und ihn nicht in Stich lassen würde. Und sie zwang ihn auch nicht, sie auszuleben, war nicht auf Zerstörung und Annihilation ausgelegt, sondern darauf, zu hüten und zu beschützen. Das Rinnegan wurde davon in seine Schranken gewiesen und richtete sich nun auf Kohaku, die wieder am leben war und verändert schien, geistig nicht ganz anwesend und auch nicht wirklich glücklich wirkend, wieder unter den Lebenden zu verweilen. Daneben Yasutaka, die Tore noch immer aktiviert und weiterhin ungläubig neben seiner Partnerin stehend, ehe er ihn erblickte. Sashijo hatte nicht mehr die Intention, ihn anzugreifen, den Kagen von Konoha zu töten und das Dorf damit zu schwächen, keine Begierde, ihn leiden zu sehen. Und er hatte auch keine Rachegelüste, ihm das heimzuzahlen, was er ihm angetan hatte, da es in Wahrheit ein Segen gewesen war. Genausowenig fürchtete er, dass sie sich erneut in einen Kampf verstricken würden, auch wenn er überzeugt war, dass er es nun wieder mit ihm aufnehmen könnte, Tore hin oder her. Es gab viel, was er sagen wollte, einiges, was er auch mit Kohaku bereden wollte, doch zweifelte er daran, dass sie ihm jetzt noch zuhören würden. Doch das schien in den Hintergrund zu rücken, als die schwarzen Ringe in seinen Augen den Wirten des Reibi entdeckte, der für das normale Auge scheinbar schwerelos über dem Boden zu gleiten schien, für das Rinnegan jedoch sichtbar auf einer schwarzen Wolke aus dunklem Chakra.

Noch ehe er gelandet war, hatte Sashijo bereits einige Schritte nach vor getan und stand nun zwischen dem Hokagen und Kohaku. "Lass mich meinen Fehler wiedergut machen.", sprach er mit bestimmten Unterton, ohne so zu klingen, als würde er bitten, dennoch einen Hauch von Reue zeigend für das, was er getan hatte, als er sich selbst verloren hatte. Und die Anwesenden sollten gespürt haben, dass er es ernst meinte, dass es weder eine Falle noch ein Trick war, um ihnen mitten im Geschehen in den Rücken zu fallen. Sashijo schloss wieder seine Augen, fühlte den Fluss des sich langsam wieder regenerierenden Chakras und konzentrierte es bereits wieder. Langsam fügten sich die Konturen seiner Umgebung unabhängig von seinem Sehsinn wieder zu einem einheitlichen Bild in seinem Kopf, wurde er sich der detailliertesten Umstände seiner Umgebung bewusst und war entschlossen, dass dieser Kampf nicht länger als wenige Minuten dauern würde, sollte die Kraft des Kagen sich ebenfalls auf seiner Seite befinden. "Wenn du dich schon nicht raushalten kannst, dann zeig ihm wenigstens, dass mit uns nicht gespielt wird." Seine Stimme erklang im Kopf der Isayama, ungehört von den anderen, die sich ebenfalls wieder in Kampfhaltung begaben. Sashijo war das ewige Kämpfen nunmehr leid, musste seine Schuld jedoch begleichen und zögerte auch nicht, wieder sämtliche Klingen zu entsiegeln, um sie ihrem gemeinsam Feind nacheinander in den Körper zu rammen. Das Isuitchi gab Sashijo Aufschluss über die Intuition des Reibi, das dunkle Chakra, welches außer Destruktivität nichts im Sinn hatte, sich an der Furcht der Menschen nährte und seinen grenzenlosen Willen nun gegen sie richtete. Er fühlte Kohaku, deren Mentalität er nur schwer deuten konnte, die der seinen nach seinem Erwachen nicht ähnlicher und zugleich gepolter hätte sein können. Den Beschluss Yasutakas, dem allem nach einer so langen Zeit des stillen Leidens ein Ende zu bereiten und sein Dorf zu befreien und Rin, die ihn wohl am liebsten erwürgt hätte dafür, dass er sich schon wieder in den Kampf stürzte. "Ikuzo", entwich es seinem Munde, ehe er nach vorne schoss und darauf vertraute, dass sowohl Rin mit ihren Genjutsu, als auch Yasutaka durch seine Tore und Kohaku mit ihren Insekten ihm den Rücken stärkten und sie das Schicksal des Feindes schnell besiegeln sollten.

Spoiler

Name: Isuitchi [Perfect Awareness of All Things]
Typ: Unterstützend
Rang: A-Rang
Beschreibung: Die Vollendung im Umgang mit dem Clanchakra und eine Technik, die nur von den hohen Meistern eingesetzt werden konnte. Hierbei wird eine große Menge Sunshu-Chakra konzentriert und mittels Mentaltechnik in alle Richtungen des Körpers ausgeströmt. Folge dessen ist ein großer Radius vom Anwender ausgehend, in dem sämtliche Ereignisse erfasst und mit sehr wenigen Informationsverlusten übermittelt werden. Der Radius beträgt 50 Meter, der Durchmesser dieser Technik also 100 Meter, und das sowohl in der Luft, als auch um einen herum und auch unter der Erde. Von Menschen wird die genaue Menge ihres Chakras, ihre Kondition und ihre Gefühle übermittelt, lediglich die genauen Gedanken bleiben dem Sunshu verborgen. Meist hat der Anwender die Augen geschlossen oder gänzlich verbunden, da er sie schlichtweg nicht mehr braucht, sondern sich nur noch auf seinen Geist konzentriert. Der gesamte Körper ist durch dieses erhöhte Bewusstsein so angekurbelt, dass auch Reflexe und Bewegungen um einiges schneller ablaufen und nur noch rein aus Intuition gehandelt wird. Es bleibt dem Sunshu kein Manöver verborgen, kein Konzentrieren von Chakra unbemerkt. Dieses Jutsu kann ganze drei Stunden lang anhalten, nach der Deaktivierung sind jedoch langfristige Gleichgewichtsstörungen und Orientierungslosigkeit zu erwarten. Der Chakraverbrauch beschränkt sich hierbei auf den einmaligen Ausstoß zu Beginn der Technik, dafür sind kurzfristige Ausfälle mitten im Jutsu selbst keine Seltenheit. Manchmal wird der Anwender für Sekunden in tiefste Dunkelheit getaucht und ist dann besonders verwundbar, ehe er sich seines Umfeldes wieder bewusst wird.

Kojônashi - Das Schwert ist der Pinsel
Der Schwertkampf ist eine der ältesten Künste dieser Welt, und nicht wenige Shinobi haben versucht, diese Kunst für sich selbst zu perfektionieren, das Schwert zum Pinsel zu machen und damit umgehen zu können wie die großen Maler der Geschichte. Sashijo ist einer dieser Shinobi, doch zählt er zu jenen, welche bei diesem Versuch nicht scheiterten, sondern für sich selbst ihre perfekte Schwertführung gefunden haben. Das Besondere an Sashijos Kunst hingegen ist es, nicht nur ein Schwert zu führen, sondern mithilfe eines längst vergessenen Clanjutsus insgesamt 6 Stück auf einmal. Die Schwerter schweben in der Luft und agieren jeweils unabhängig voneinander, bleiben also unberührt von der Gravitation und besitzen ihr eigenes Bewusstsein. Jedes Schwert handelt vollkommen individuell nach diesem Bewusstsein und die Handlungsweise der Klingen erscheint so, als ob Sashijo selbst ein jedes Schwert sein würde. Es hat kaum etwas mit Chakra zu tun, vielmehr ist jedes Schwert ein Teil des Geistes von Sashijo, sprich er hat einen Teil seines eigenen Bewusstseins darin gespalten, und die Wirkung der Technik kann somit auch nicht durch chakrabasierende Jutsus beeinflusst werden. Jedes einzelne Schwert besitzt die Wucht, welche zwei Männer mit einem Hieb ausüben können, sprich hinter jedem Hieb steckt eine enorme Kraft, die über jene von Sashijos Muskeln hinaus geht und von seinem Willen herrührt. Die Klingen sind relativ flexibel und können schnell wenden, da sie von keiner Hand geführt werden müssen und somit an keinen Körper gebunden sind. Sie können sich, als zusätzlicher Überraschungseffekt, auch unter der Erde fortbewegen, sind dann jedoch langsamer. Dies ist jedoch auch nur dann möglich, wenn Sashijo mithilfe des Sunshu-Chakras seine Wahrnehmung auf den Untergrund erweitert. Die Klingen selbst erkennen nämlich nur das, was auch Sashijo wahrnimmt, was bedeuted, dass sie nur in seinem Sichtfeld agieren können, sofern er keine seiner Clantechniken zur Erweiterung seiner Wahrnehmung einsetzt. Sollte er das jedoch tun, dann können sie auch in sämtlichen Bereichen agieren, die Sashijo mit dem Sunshuchakra wahrnimmt. Wenn sie außerhalb seiner Wahrnehmung sind, dann schweben sie ungesteuert in der Luft, können jedoch sofort auf das zusteuern, was Sashijo mit der Mentaltechnik markiert oder ansieht, ohne die Schwerter direkt wahrnehmen zu können. Dem zurfolge ist es meist nur durch Einsatz der höherrangigen Clanjutsus effizient, mehr als zwei Klingen gleichzeitig zu beschwören, da die Koordination sonst immer ungenauer und diese Technik somit mehr zur Last als zum Vorteil wird. Ein Nachteil dessen ist natürlich, dass Sashijo - wenn die Schwerter einen Gegner traktieren - auch immer mindestens eine Brücke oder die Augen auf diesen konzentrieren muss, damit die Schwerter den Fokus nicht verlieren. Durch die spezielle Verbindung zum Geist von Sashijo, kann er in den Schwertern auch ohne direkte Berührung Chakra konzentrieren und somit spezielle Kenjutsu ausführen. Die Klingen selbst sind in ihrer Erscheinung identisch. Es sind breite und massive Schwerter mit sehr scharfer Klinge und schwarzem Griff. Sie sind allesamt in einer ebenfalls schwarzen Schriftrolle versiegelt, die Sashijo stets mit sich trägt. Natürlich kann Sashijo das Schwert auch einfach in den Händen halten, dann gleicht der Kampfstil dem "Sènken Hakarû". Neben den Vorzügen des Sunshuchakras verfügt Sashijo auch über eine hohe Ausbildung durch einen verstorbenen und damals hoch angesehenen Samurai aus Tetsu no Kuni. Die Mischung aus Intuition, Erfahrung und Wissen machen Sashijo zu einem hochqualifizierten Gegner im Schwertkampf, auch wenn ihm das Sunshuchakra einmal nicht zur Verfügung stehen sollte.

Name: Kensuke Sennên [Unflagging Sword Assault]
Typ: Offensiv
Rang: -
Beschreibung: Weniger ein Jutsu als eine bestimmte Art des Kojônashi, bei dem die Schwerter so geführt werden, dass sie nur auf einen Gegner konzentriert werden. Der Sunshu macht zuerst eine Brücke zu dem Ziel und markiert es dadurch, ehe die Schwerter auf den Gegner zurasen. Sie können dies auch bei einem Gegner tun, der mittels Mentaltechnik Sunshuchakra in seinem Körper hat, jedoch wirkt diese Technik dann nur so lange, bis eben jenes verebbt. Da jede Klinge ihr eigenes Bewusstsein hat und auch eigenständig handelt, fokussieren sie einen Gegner so stark, dass ihm keine Möglichkeit zum Pausieren geboten wird: Er wird konfrontiert mit verschiedensten Angriffsarten - wenn er sich umdreht, will ein Schwert sich von hinten durch ihn bohren, wenn er nach oben hin ausweichen will, erwartet ihn bereits oben eine Klinge, wenn er nach vorne hinwegspringen will, so läuft er direkt in die Spitze eines Schwertes. Auch können sich Schwerter unter der Erde fortbewegen und so für einen zusätzlichen Überraschungseffekt sorgen. Wenn alle sechs Schwerter sich so stark auf einen Gegner konzentrieren, dann wird dieser wohl kaum ohne Kratzer davon kommen, da stets von irgendwo her ein Hieb kommt und dort, wohin er ausweichen will, bereits ein weiterer Schlag auf ihn wartet. Die Gefahr lauert praktisch überall, und man muss seine Augen gleichzeitig überall haben. Und wenn der Gegner durch diese Schwertfraktion nicht stirbt, so wird er zumindest einen Teil seiner Ausdauer verlieren und ein paar Kratzer oder schwerere Wunden davon tragen.

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»Weil einzig im Tod der wahre Frieden herrscht.«

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»Weise ist der, der erkennt, dass er es nicht ist.«

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Hyuuga Yasutaka
Juniidaime
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BeitragVerfasst am: Sa 14 Apr, 2012 00:09    Titel:

Immer noch konnte der Hyuuga es nicht wahrhaben, dass die Akatsuki vor ihm die Aburame von den Toten zurückbringen würde. Ihm waren gewiss einige Techniken bekannt gewesen, von denen in einigen Schriften berichtet wurde, die die Toten mit einem kleinen Haken in die Welt der Lebenden zurückholen konnte, der Preis für jene Technik war allerdings ziemlich hoch und selbst dann war die wieder lebende Person nicht wie sie einst war.
Konnte sie da wirklich etwas im Repertoire haben, was die Gesetze der Natur außer Kraft setzte oder war das erneut nur ein falsches Spiel? Nein, wenn sie ihn hätte angreifen wollen, hätte sie das schon in dem Moment getan, indem sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, doch stattdessen befand sie sich vor dem toten Körper der Aburame und richtete ein letztes Mal das Wort an den Hokagen, was ihm einerseits erneut die Gewissheit gab, dass das kein fauler Trick war, weshalb der Zorn des Hyuuga sich für den Augenblick im Nichts verflüchtige und Platz für ein klein wenig inneren Frieden machte, wobei andererseits auch ein Hauch von Besorgnis im Gesicht Yasutakas zu erkennen war. Ungern setzte er Kohaku freiwillig großen Schmerzen aus, doch wenn es bedeutete, dass er sie in diese Welt zurückholen konnte, dann zahlte er –wenn auch widerwillig- diesen Preis. Im selben Moment wo die Isayama das Prozedere eingeleitet hatte und sich völlig in ihr tun vertiefte, ließ das Weißauge den Blick über das Schlachtfeld wandern. Ein Außenstehender würde mit großer Wahrscheinlichkeit glauben, dass hier wahrlich eine Schlacht zweier Armeen getobt hätte, in der keiner irgendetwas dem jeweils anderen geschenkt hatte, doch angefangen von der Lichtung bis hierhin zum Kagefelsen waren nur exakt zwei Leute für diese Spuren der Zerstörung verantwortlich. Einer von ihnen lag regungslos unten in einer der zig Trümmer, stand vermutlich mit einem Bein am Scheideweg und rang mit letzter Kraft um sein Überleben, während der andere Schuldige für diese Verwüstung der Hokage selbst war.
Er hatte aus Egoismus, seinen Feind in die Knie zu bezwingen alles außer Acht gelassen, obwohl er einst geschworen hatte dieses Land mit seinem Leben zu verteidigen. Was die Bürger des Dorfes und seine Ahnen mit ihren eigenen Händen gebaut hatten, ihr Herz da rein gesteckt hatten, hätte er ohne mit der Wimper zu zucken in seine Einzelteile zerlegt, nur um sich an dem Akatsuki Leader rächen zu können. Zu was war er bloß geworden? Bei einem Blick ins Wasser erkannte er nicht einmal mehr sein eigenes Spiegelbild, ehe er leicht auf die Knie ging. Er sah einen gebrochenen Mann, der durch Missmut, Leid und Hass nicht mehr wusste was er war, welche Idealen er überhaupt verfolgt hatte oder wozu er sich verpflichtet hatte, als er ANBU Captain geworden war. Er wollte seine Freunde beschützen, er wollte das Dorf beschützen, aber doch nicht zu dem Preis, dass andere für seine niederen Gefühle in Mitleidenschaft gezogen werden. Glücklicherweise war das nicht passiert, aber das war kein Trost dafür, wozu er im Stande gewesen war. Seitdem diese ganze Sache im Dorf angefangen hatte, ging es mit ihm emotional immer weiter bergab. Er kämpfte nicht mehr für die Bewohner des Reiches, welches er reagierte, sondern um seine Gegner leiden zu sehen, sich an ihrem Leid zu laben oder ganz einfach um sich für etwas zu rächen. Im Grunde war er dem Sunshu zu Dank verpflichtet, denn allein durch ihn hatte er einerseits den Willen des Feuers in sich- und andererseits sein ursprüngliches Ich wiedergefunden. Das Aufeinandertreffen hatte den dichten Nebel in seinem Kopf, dessen Ursprung die Gefühle des Schwarzhaarigen waren, gelichtet und Platz für das Offensichtliche gemacht. Nie hatte er es nötig gehabt auf solch einem Pfad zu wandern oder so einen einfachen Weg einzuschlagen.
Wie schwer manche Zeiten für ihn auch gewesen sein mochten, nie hatte das Schicksal es ihm leicht gemacht und nie hat er sich für diese Variante entschieden. Für das eigentliche Ziel kämpfen bis zum bitteren Ende, so lautete seine eigentliche Devise was man bei der Entführung seiner Schwester oder beim Kampf in den Sümpfen des Windreiches bemerkt haben sollte. *Egal wie oft und wie stark das Leben einen zu Boden schlägt, darf man nicht aufgeben oder das wofür man gekämpft hat aus den Augen lassen. Erst wenn man das Unmögliche möglich macht, so schwer es auch sei wieder aufsteht und den Kampf wieder aufnimmt, vor allem sich nicht selbst verliert, dann hat man wirklich gewonnen.*

Noch ehe er sich aufrichten konnte, holten ihn die Schreie Kohakus zurück ins Hier und Jetzt, woraufhin sein Blick an ihr haften blieb. Zwar war sie nicht bei Bewusstsein, aber sie lebte, sie atmete, sie bewegte sich, es wuchs selbst der Arm wieder, welchen sie vor langer Zeit in einem Kampf verloren hatte. Der Hyuuga konnte es einfach nicht fassen. Nicht nur, dass die Akatsuki vor ihm in der Lage gewesen war Tote wieder zu beleben, ohne dass sie ihre Marionetten wurden, sie konnte selbst längst abgetrennte Extremitäten wiederherstellen. Kaum hatte sie die Augen geöffnet und realisiert was überhaupt passiert war, stieß er leise, für sie aber dennoch hörbar ihren Namen aus, ehe er sie sachte umarmte, um sie nicht mit der Kraft die ihm durch die Tore gutgeschrieben wurde zu erdrücken. Immer noch konnte er sein Glück kaum fassen. Er konnte sie wieder in seinen Armen halten, ihre Nähe spüren und wieder einige Ramenschalen an den Kopf geworfen kriegen, weshalb die Welt um ihn herum förmlich stehen zu bleiben schien. Nie durfte dieser Moment aufhören oder in irgendeiner Art verblassen, doch etwas war anders, was er schon direkt nach ihren ersten Worten bemerkte. Diese Kälte, diese Monotonie in ihren Augen, in denen man weder Freude, Trauer oder die allseits bekannte Wut erkennen konnte. Waren das womöglich nur vorübergehende Nebenwirkungen? Vielleicht ein ganz klein wenig, doch das konnte es nicht gewesen sein. Sie schien wie ausgewechselt, wenn man an das Gespräch zwischen den beiden dachte, während sie vorhin voreinander lagen und sie Sachen sagte, die in ein jedes Herz hätten Freudensprünge vollführen lassen. Als sie dann auch noch fragte, wieso er sie denn zurückgeholt habe, war es so, als würde man ihm die Freude aus dem Gesicht wischen. Wie konnte sie so etwas überhaupt fragen, nach all dem was sie durchgemacht hatten und vor allem wenn sie wusste, wie er für sie empfand.
„Was soll denn das für eine Frage sein?!“, schoss es zunächst noch etwas gedämpft-, dann aber immer lauter werdend aus seinem Mund. „Wie kannst du mit solch einer Gleichgültigkeit überhaupt so etwas fragen? Stell dich mal an meine Stelle und riskier dein Leben dafür, um die Liebe deines Lebens zu retten, nur um mitanzusehen, wie sie vor deinen Augen getötet wird. Würdest du nicht alle Hebel in Bewegung setzen, um diese zurückzuholen? Würdest du zu lassen wie Yuri, wie Kiza oder wie irgendeiner deiner Freunde wegstirbt? Wieso rammst du mir nicht gleich ein Schwert durch die Brust und reißt mir das Herz raus, statt solch eine Frage zu stellen?!“ Er verstand die Welt einfach nicht mehr… Sterben und wieder erweckt zu werden kann einen bestimmt ganz schön mitnehmen, aber doch nicht derart, dass man der Person, die einen über alles liebt, regelrecht die Frage stellt, wieso man nicht hat sterben lassen, da war es ihm auch in diesem Moment vollkommen egal, dass er ihr gestanden hatte, die Liebe seines Lebens zu sein.
Wenige Augenblicke später spürte er aber eine derart machtvolle und dunkle Präsenz, woraufhin er sich sofort in die Richtung drehte und eine Gestalt sich zu erkennen gab, die vor Macht, als auch Finsternis nur so strotzte. „Der Reibi…, zischte der Hokage, als er die Manifestation von jeglichen negativen Emotionen vor sich hatte. Es war also nicht nur einfaches Gerede, das Wesen vor ihnen konnte permanent 8 Tore geöffnet halten und keine Schäden davontragen, während Yasutaka allein jetzt schon mit gewaltigen Folgen rechnen durfte, wenn er überhaupt die Deaktivierung überleben würde. Trotz seiner zahlreichen Verletzungen und seines Zustands, war er von allen der Einzige mit den Besten Chancen gegen dieses Biest zu bestehen, wobei er trotz allem im Nachteil sein würde. Das Monstrum würde immer schneller sein und stärker zuschlagen als Yasutaka es mit 7 Toren konnte und ein weiteres könnte er nicht so lange aufrechterhalten, um seinen Opponenten zu besiegen.
Bevor er einen halbwegs sinnvollen Weg fand, den Reibi in die Knie zwingen zu können, unterbrach der Blauhaarige seinen Gedankengang, welchen Yasutaka zunächst skeptisch begutachtete. Auch er war durch die Künste der Isayama wieder auf den Beinen, doch allein das würde nicht gegen den Reibi ausreichen, aber es war zumindest ein Anfang. „Keiner von euch wird auch nur eine Sekunde im Nahkampf gegen ihn bestehen, es sei denn ihr wollt eine härtere Abreibung als von mir. Es gibt aber einen Weg gegen ihn vorzugehen bzw. wie ich mit ihm gleichaufziehen kann, auch wenn das meinen Untergang besiegeln würde… Wir haben nur eine Chance, wenn wir die in den Sand setzen, war’s das für uns alle.“ Während er tief einatmete und die Augen schloss, fokussierte der Hyuuga eine ungeheure Menge Chakra in seinen Fäusten, woraufhin unverzüglich an beiden Händen riesige Löwenköpfe aus Chakra zum Vorschein kamen und durch den Chakraboost um die Beteiligten erneut einen Krater schuf, indem sie eine Druckwelle absonderten, die es so ziemlich in sich hatten. Trotz der Tatsache, dass ihm die Risiken solch eines Unterfangens klar waren, umspielte seine Lippen ein süffisantes sowie selbstsicheres Lächeln, das ihm nichts und niemand nehmen konnte. Auch wenn er jetzt dabei draufging, hätte er in seinem letzten Kampf wie ein wahrer Kage gekämpft. Kurz nachdem der Hyuuga von seiner Position abstieß und eines Blitzes gleich auf den Nullschwänzigen zuschoss, sah man nichts mehr von den beiden Kämpfern, lediglich das ohrenbetäubende Grollen beim Aufeinanderprallen der beiden Kämpfer, was selbst das des Donners übertönte, was zu hören, oder wie einmal das Oberhaupt der Weißaugen quer durchs Feld getreten wurde oder der Reibi irgendwo durch einen Schlag von Yasutaka einen Krater hinterließ, ehe er sich wieder ins Getümmel stürzte. Mit jedem weiteren Angriff wurde die Erde immer zunehmender in Bewegung gesetzt, während die beiden Kontrahenten schließlich zum Stillstand gekommen waren, beide versuchten den jeweils anderen wegzudrücken, während sie sich mehr und mehr in den Boden eingruben. „Jetzt mach schon! Er kann sich für kurze Zeit nicht mehr heilen!“ Lange für er das nicht mehr durchhalten und wenn sich die Akatsuki und Kohaku nicht beeilten, würde er kurzerhand ein weiteres Opfer des Reibis werden.
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Aburame Kohaku
Jounin M
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BeitragVerfasst am: So 15 Apr, 2012 16:30    Titel:

Out: Das Übliche – wenn was nicht passt, einfach Bescheid geben und ich editier es wieder. ^^
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Nichts von dem, das sie wahrnahm, stimmte. Die pechschwarze Dunkelheit, Yasutaka mit den aktivierten Toren vor ihr, Sashijo und seine Begleiterin, die sich gerade wieder aufrafften, die zerstörte Umgebung – es wirkte so surreal, so unwirklich, als würde sie sich in einem Traum befinden, ein Albtraum, aus dem zu erwachen es schon längst zu spät war. Und dennoch saß sie hier, als hätte sie gerade eben die Druckwelle und der Lärm einer Explosion erwischt, halb betäubt, unfähig, all das Geschehen um sie herum zu realisieren oder zumindest zu verarbeiten. Doch es half kein Sehnen nach der Zeit auf der anderen Seite, kein Jammern darüber, dass sie wieder unter den Lebenden weilte, sie war hier und würde es auch bleiben, so niederschmetternd es auch war. Vermutlich wäre sie in diesen trüben Gedanken versunken und hätte sich davon treiben lassen, wäre nicht Yasutaka hier gewesen und hätte ihr die Leviten gelesen, etwas, das normalerweise andersrum geschah. Und vermutlich hätte sie selbst darauf keinerlei Reaktion gezeigt, wenn er nicht diesen einen Satz gesagt hätte.
„Stell dich mal an meine Stelle und riskier dein Leben dafür, um die Liebe deines Lebens zu retten, nur um mitanzusehen, wie sie vor deinen Augen getötet wird.“ Es war nicht viel, was diese Worte bezweckten, aber zumindest bezweckten sie überhaupt etwas: Für einen winzigen Moment verschwand der leere und kalte Ausdruck aus ihren Augen, und ein, wenn auch nur schwacher, Beweis dafür, dass in dieser resignierten menschlichen Hülle überhaupt noch Leben steckte, flammte in ihnen auf. Es war keine Freude oder kein Erstaunen, sondern ein Funken Zorn, gepaart mit einem Schmerz, der nicht in Worte zu übersetzen war. Seine nachfolgenden Fragen drangen kaum mehr in ihr Bewusstsein. „Du hast doch keine Ahnung“, erwiderte sie leise, aber mit einem Beben in ihrer Stimme, das ihren Gefühlen nicht einmal ansatzweise gerecht wurde. Er wusste nichts, gar nichts! Er hatte nicht gesehen, was sie gesehen hatte, hatte nicht erlebt und gefühlt, was sie erlebt und gefühlt hatte, und doch glaubte er, dass er alles besser wusste?! Trotzdem sagte sie nichts weiter, biss nur die Zähne zusammen und wandte den Kopf zur Seite, um seinem entsetzten und aufgebrachten Blick zu entgehen. Dass es nicht fair sein mochte, wie sie ihm gegenüber trat, war ihr in diesem Moment vollkommen egal – genauso wie der ganze Rest, der um sie herum geschah. Was kümmerte sie, wenn sie ihn verletzte? Was kümmerte sie, dass sich eine gefährliche Präsenz näherte? Was kümmerte sie all das Kämpfen und Bemühen, die Schmerzen und die Niederlagen?! Nichts, gar nichts! Das hier ging sie doch im Grunde seit dem Moment nichts mehr an, da sie ins Jenseits übergegangen war, das hier war nicht mehr ihre Welt! Hatte es sich vorher schon so falsch angefühlt zu leben? Wie aus weiter Ferne, aus einer Zeit, die schon Jahrhunderte zurück lag und an die sie sich nur noch verschwommen zu erinnern vermochte, drang ein leises, schwaches Echo von den Tagen, da sie glücklich gewesen war, da sie das Leben geliebt und geschätzt hatte. Wenn sie die Zeit dazu gehabt hätte, hätte sie sich vielleicht tatsächlich alles in Erinnerung rufen können, und vielleicht hätte das ihre momentane Einstellung zumindest ins Wanken gebracht – aber so viel Zeit blieb ihr nicht.
Eine Stimme, tief und bebend, wenn auch nicht vor Unsicherheit, sondern vor Vorfreude auf einen Kampf, durchbrach die Stille, nur einen Bruchteil einer Sekunde, nachdem Yasutaka den Namen des dazugehörigen Wesens gezischt hatte. Der Reibi war erneut aufgetaucht. Er hatte die Arme hinter dem Rücken verschränkt, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er sie nicht ernst nahm, während seine Worte sie nur zusätzlich provozieren sollten. Als er den Willen des Feuers erwähnte, spürte Kohaku einen schwachen Stich in ihrer Brust, der sie offenbar dazu verleiten wollte aufzustehen und sich ihrem Kontrahenten geradewegs entgegenzuwerfen. Viel entgegenzusetzen hatte sie dem nicht, und so erhob sie sich, so schnell es nach ihrer Folterung ging, strich sich die Kleidung glatt und fixierte mit den Augen Yasutaka, der bereits losgestürmt war, dicht gefolgt von Sashijo.
Um seine Fäuste herum bildeten sich Löwenköpfe aus reinem Chakra, ein Krater wurde in den Boden gerissen und eine Druckwelle ausgestoßen, die sie beinahe wieder von den Füßen geworfen hätte – nur ein weiteres Zeichen dafür, unter was für einem enormen Druck sein Körper durch die Tore stand. Im nächsten Moment waren sowohl er als auch der Reibi spurlos verschwunden.
Kohaku blieb nicht untätig. Ohne Rücksicht darauf, dass um sie herum jedes Mal ohrenbetäubende Geräusche durch die Luft schnitten, als würde ein gesamter Krieg toben, schloss sie die Augen streckte die Arme nach vorne aus und griff ein allerletztes Mal nach all den Käfern, die in der näheren Umgebung aufzufinden waren. Auch wenn sie nicht wusste, wieso sie das eigentlich alles tat, wieso sie sich so dafür einsetzte, diesen Kampf doch noch irgendwie zu gewinnen, und wieso ihr die Worte Yasutakas nicht aus dem Kopf gingen, obwohl sie doch nicht mehr als ein schwaches Aufbrausen in ihr ausgelöst hatten, mischte sie noch ein einziges Mal in diesem Kampf mit. Ein letztes Jutsu, ein letzter Angriff – Mushi no Arashi.
Um sie herum flammte schwach ein blaues Leuchten aus, eine Aura aus purem Chakra, das langsam immer stärker wurde und ihren gesamten Körper einhüllte. Die Kikaichu, die sie zuvor eingesetzt und die Attacken überlebt hatten, schossen zu ihr zurück, die Insekten, die sich unter der Erde befanden, fraßen oder schoben sich ihren Weg an die Oberfläche, die Käfer, die sich während des Kampfes in Bäumen, Gräsern oder Büschen versteckt hatten, machten sich auf den Weg zu ihr. Sie brauchte Zeit, und sie hoffte inständig, dass Sashijo und Yasutaka sie ihr geben konnten. Nach und nach wurde aus dem kleinen Schwarm, der um sie herum flog und sie wie ein Tornado umgab, zu einem größeren, bis schließlich eine regelrechte Armee daraus wurde. Selbst in und um die Steine der Hokage herum fanden sich Insekten, die sich ihr anschlossen – und die sie auch dringend brauchte.
Sie bemerkte kaum, dass der Hyuuga und sein Gegner sich fest gepackt hatten und sich gegenseitig wegzudrücken versuchten, registrierte nur flüchtig seine Worte… und dann hatte sie die nötige Zeitspanne endlich erreicht. „Angriff!“, war das einzige, das sie zwischen den zusammengepressten Zähnen hervorstieß, das Gesicht von Anstrengung und Konzentration verzehrt. Dann brach der Sturm los. Unzählige Käfer, die bei Tageslicht zweifellos in der Lage gewesen wären, den Himmel zu verdunkeln, schossen geradewegs auf den Reibi zu und würden ihm sein Ende bereiten, wenn er nicht in der Lage war, es mit einer solchen Armee von chakrafressenden Insekten aufzunehmen, während Kohaku die Arme allmählich wieder sinken ließ, gezeichnet von den Anstrengungen dieses letzten, vernichtenden Angriffs.

Name: Mushi no Arashi [Insect Storm]
Typ: Hiden, Offensiv
Rang: S-Rang
Beschreibung: Das ultimative Käferjutsu, das ein Aburame beherrschen kann. Der Anwender braucht etwa eine Minute Vorbereitungszeit, um eine sichtbare und extrem stark konzentrierte Aura aus purem Chakra um sich herum zu bilden – ähnlich den Markierungen aus Chakra, die vereinzelt Käfer anlocken, ist das gewissermaßen ein Signalfeuer für alle Insekten, die sich in einem Umkreis von dreihundert Metern befinden, sofort zu ihm zu kommen. Zusammen mit dem Großteil der Kikaichu, die man hat und dafür einsetzen muss, ist man dann in der Lage, sie zu kontrollieren. Sobald der Anwender jene Millionen an Tierchen um sich gesammelt hat, schickt er sie in Richtung seines Gegners, lässt sie sich auf ihn stürzen und ihn bei lebendigem Leibe auffressen. Wenn diese Technik erst einmal angewendet wurde, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, sie zu überleben – es sei denn, man beherrscht ein Jutsu, das es mit so einer gigantischen Anzahl an Käfern aufnehmen kann. Der Nachteil jener Technik ist natürlich erstens der enorme Chakraverbrauch, zweitens aber die einminütige Vorbereitungszeit. Wegen jener ist dieses Jutsu eigentlich fast nur im Kampf mit einem Partner anwendbar.

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