Etwas abwesend folgte er den Worten Ryos, rannte ihnen förmlich hinterher, sodass er sie auch ja verarbeiten konnte, bevor sie seinem Gedächtnis entwichen. Dieser Mann sprach viel, hörte aber ebenso aufmerksam zu, wenn jemand anders das Wort ergriff. Ein kontaktfreudiger Mann, der die sozialen Bande, die er schmiedete achtsam zu pflegen wusste. Manche seiner Scherze waren zwar nicht so lustig wie der Tenjin selbst erhoffte, aber zu einem müden Lächeln konnte Heiji sich noch zwingen…der Höflichkeit halber. Bloodmist war ein Wort, mit dem man nicht spaßen durfte. Es war ein Irrglaube, anzunehmen, die Korino seien die einzigen, die diese Ideale unterstützten. Überall hatten die Rebellen vor dem Fall Hanas ihre Schläferzellen gehabt. In den Gasthäusern, in den Akademien, sogar im Kageanwesen. Sie hatten zu viel gewusst, mehr als genug um ihre perfiden Pläne in die Tat umzusetzen. Wut brannte in Heiji auf, dass er diesen Komplott in all seiner leichtfertigen Ignoranz nicht bemerkt hatte. Doch als Ryo von Vertrauen sprach verzog sich diese Wut ebenso schnell wieder wie sie gekommen war. Kopfschüttelnd wandte er sich wieder in Richtung Reling ab. „Du verwechselst da etwas. Ich bin allein, aber weder naiv noch verzweifelt genug, einem Mann, der aus Kirigakure geflohen ist, weil er sich nicht unterordnen konnte, zu vertrauen. Du wolltest meine Geschichte hören und ich habe sie dir erzählt. Ich poche damit weniger auf dein Vertrauen, sondern zeige dir lediglich damit erstens wie gefährlich Kirigakure ist und zweitens wie schwer ich totzukriegen bin. Du solltest also weder Miho noch mich unterschätzen oder hoffen, mich als deinen Laufburschen engagieren zu können.“. Noch ehe die beiden ihr Gespräch beenden konnten fauchte eine Frauenstimme dazwischen. Für einen Moment spannte sich der noch müde Leib des Korino an, entspannte sich jedoch langsam wieder als Heiji bemerkte, dass nicht er, sondern Ryu das Ziel dieser verbalen Vergewaltigung war. Mit gelupfter Augenbraue drehte er sich zu Shikyo um und lehnte sich an das Geländer des Hauptdecks, an welches zu so früher Stunde noch die leichten Wogen des Meeres strichen. „Reiz‘ das Kätzchen nicht, sonst kratzt sie noch.“. Mit einem trockenen Schmunzeln ahmte der Shinobi das Fauchen einer Katze nach und verschränkte mit gewohnt überheblicher Miene die Arme vor der Brust ehe er Shikyo genauestens beäugte. Sie reagierte ganz schön empfindlich auf Ryos ehemalige Religion. Sicher, Heiji hielt davon auch nicht viel, doch der Medic-Kunoichi schien es um etwas ganz anderes zu gehen. Er sah in ihren Augen den blanken Hass, feurig und zugleich eiskalt wie Gefrierbrand. Ein Oxymoron in sich…sie war heißkalt. Doch noch während er sich über ihre Theatralik amüsierte schwankte ihr Visier mit einem Mal um zu dem kleinen Korino. Sogleich weiteten sich die Augen Heijis, so als ob ein D-Zug mit hundert Sachen auf ihn zuraste. Aber auch wenn ihre Rage den ehemaligen Jounin noch immer stark amüsierte so passte ihm nicht, was sie von sich gab. „Vorsicht…“, murmelte er, in der Hoffnung, sie damit unterbrechen zu können. Dann streckte er die Hand nach Shikyo aus und eine große Eishand bildete sich aus den Wasserpartikeln in der Luft und packte die Kataki an der Kehle, hob sie auf ihre Zehenspitzen. „Ganz vorsichtig, junge Dame. Siehst du mich weinen? Na? Irgendwelche Tränen? Denkst du ich bin hier, weil ich jemanden für eine Runde Doppelkopf suche?! Ich verfolge meine Ziele jetzt gerade in diesem Augenblick. Ich bin mir sicher, du hast nicht weniger gelitten als ich, aber der Unterschied ist, ich lasse dich mit deinem Scheiß allein und das gleiche solltest du auch tun, sonst sorge ich dafür, dass dein Kopf Back- und dein Körper Steuerbord zu sehen kriegt.“. Mit diesen Worten ließ er Shikyo fallen und wandte sich an Ryo. „Wir sind bald da. Da oben sind die ersten Möwen. Ich gehe eben nach unten. Leg dem Mädchen eine Leine um oder so. Ihre Geschichte interessiert mich einen Scheißdreck.“. Mit diesen Worten schenkte er Shikyo noch ein abschätziges Grinsen und trat kopfschüttelnd und mit einem tonlosen Lachen durch die Tür in Richtung Kajüten. Dumpf nur drangen noch einige nachgeäffte Sätze von unten ans Oberdeck. „Fahr' die Krallen aus und kämpfe für deine Ziele! Es gibt nur einen Glauben, dem du nachgehen solltest und das ist der Glaube an dich selbst!“
TBC: Unterer Schiffsbereich/Ryutaros Kajüte
Out: Wenns Probleme damit gibt, kurz anklopfen. _________________ <center>
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Shikyo hatte den beiden Männern zuhören können, wie sie sich über jenes Dorf unterhielten, in welchem auch sie selbst damals für einige Zeit gelebt hatte, ehe in ihr die Wut aufkochte, begleitet von hitzigen Erinnerungen an ihre Vergangenheit, welche alles andere als rosig gewesen ist. Ryo erinnerte sie nur zu sehr an eben jene Zeit und sie wusste, wenn seine Antwort nun falsch sein würde, dann würde er dieses Schiff nicht mehr lebend verlassen. Damit hatte er den wundesten Punkt Shikyo getroffen und gab ihrem Zorn eine Menge Zündstoff, zumal seine ironische Art dieses eher noch schürte, als für Minderung zu sorgen. Die Knöchel ihrer Hand stachen durch den Druck der geballten Faust bereits weiß heraus und ihre angespannten Kiefermuskel pressten ihre Zähne eng aufeinander. Doch der Shinobi sollte die richtige Antwort geben; Er erklärte, dass er damals zwar an eine Gottheit geglaubt, sicher dieser aber abgewandt hatte und seitdem ebenso religionsfrei ist wie Shikyo selbst. Sie hob aber als Antwort nur skeptisch die Augenbraue, nickte kurz, als gebe sie sich mit diesen Worten zufrieden und entspannte ihren Faustgriff etwas. “Meine Geschichte als Flüchtling?“, fragte sie überflüssigerweise, da sie genau verstanden hatte, was er gesagt hatte und begann leicht zu grinsen, während sie kaum merklich mit den Kopf schüttelte. “Ich bin kein Flüchtling“, sprach sie und beließ es bei dieser Antwort. Sie legte keinen großen Wert darauf, ihre Geschichte mit irgendwelchen Leuten zu teilen, welche sie gerade erst kennen gelernt hatte. Schlimm genug, dass sie sich gerade tatsächlich mit einer Horde von Fremden auf einem Schiff in Richtung Kirigakure befand. Dass sie dies jemals tun würde, hätte sie vor einigen Monaten nicht gedacht. Langsam flaute ihr schmales Grinsen ab und ihr Blick richtete sich auf den Korino. Sie alle schienen eine harte Schale zu haben, der Tenjin war da wohl gleich nach dem Sonnenschein aus Sunagakure und der kleinen ängstlichen Klette der wohl noch am ehesten Gesellschafts-kompatibler Mensch. Heiji war eben so kalt wie seine Fähigkeiten und doch konnte sie die beiden Männer noch nicht endgültig einschätzen, dafür kannte sie die beiden noch nicht lange genug. Allerdings machte sich der Frostmann gerade keine Freunde, aber wenn es nach Shikyo ging, wollte sie ihn eh nicht als Freund haben. Sie brauchte keine Freunde, bisher war sie auch immer gut alleine klar gekommen und sie hatte es überlebt! Warum sollte sich das in der Zukunft ändern? “Vorsicht? Soll das eine Drohung sein? Wofür sollte ich mich hüten?“, ging sie auf die kalte Provokation Heijis ein. Offenbar kam der junge Mann nicht damit klar, dass andere ihn nicht lobend auf den Händen trugen, sondern ihm ehrliches Feedback gaben und momentan wirkte er wie ein kleiner jammender Junge, dem man in seiner Vergangenheit keine Lollies gegeben hat und nun einen starken Drang in sich fühlte, genau dies aufzuführen, genau dies Leuten zu erzählen, die seine Vergangenheit egal waren. Sie grinste breit und untermalte damit nur ihre provokanten Worte. Tatsächlich hatte sie keine Angst vor dem Mann, auch wenn sie seine Fähigkeiten nicht zur Gänze kannte und aus eigener Erfahrung wusste, dass die Korino tatsächlich ein Völkchen waren, dass man nicht unterschätzen sollte. Genau das schien der Shinobi dann auch präsentieren zu wollen; Als er seine Hand in ihre Richtung ausstreckte, bildete sich plötzlich eine Eishand vor ihr. Die im Sonnenlicht glitzernden Kristalle setzten sich schnell zu einem kräftigen Unterarm samt Hand zusammen, dessen Finger sich wie kalter Stein eng um ihre Hals legte. Sie spürte, wie die bittere Kälte in ihre Haut eindrang und der feste Druck auf ihre Halsschlagadern drückte und doch ließ sie nicht Shikyo Grinsen gefrieren. Auch als die Hand sie soweit in die Höhe zog, dass ihre Fußspitzen den Kontakt zum Holzboden verloren, regte sich in ihren Gesicht nichts und auch sonst rührte sie keinen Finger. “Will mir da gerade jener Junge drohen, welcher das Kampffeld im Rattenloch wohl nicht lebendig verlassen hätte, wenn ich ihn nicht aufgesammelt und geflickt hätte?“, erinnerte sie den Korino an die vergangene Nacht und spürte, wie Druck der Eishand nachließ und sie wieder auf dem Deck landete, einen geschickten schauspielerische Fall vorgaukelte, indem sie bewusst umknickte und so halb fallend den letzten Meter zu Heiji überbrückte. Als bräuchte sie eine Stütze, damit sie nicht fiel, umklammerte sie kurz die Hand den Mannes und grinste schelmisch, als sie sich wieder aufrichtete und scheinbar unschuldig sprach: “Upps, wie ungeschickt von mir“, sagte sie grinsend und lehnte sich genüsslich an die hölzerne Reling, während sie beobachtete, wie Heiji vor sich hinmurmelnd das Deck verließ. “Der kommt wieder, wenn das Gift zu wirken beginnt...“, sagte sie grinsend an Ryo gerichtet und fügte leise hinzu: “Keine Sorge, sterben wird er nicht“, versicherte sie und amüsierte sich trotzdem darüber, dass Heiji schon bald noch gegen den Takt des Schiff zu Wanken beginnen würde.
Da brat dem Tenjin doch einer einen Storch. Erst erzählt der Korino jemandem womöglich nach langer Zeit wieder seine ganze Geschichte und dann hat er das nur gemacht um Ryo zu zeigen das sowohl er als auch Miho gefährliche Persönlichkeiten waren? Nein, zumindest für den Moment wurde er aus dem Korino nicht schlau, vielleicht wusste Heiji aber selbst gar nicht warum er das Ganze erzählt hat, er hätte genauso gut abblocken- und nach unten gehen können, stattdessen hat er seinen “Schmerz” mit dem Tenjin geteilt. Zu gerne hätte er noch auf die Worte des Korino geantwortet, dass er keinen seiner Gegner oder Verbündeten unterschätzte, aber genauso wenig fürchtete, lediglich denjenigen Respekt erweiste, die auch wussten wie man sich den verdiente. Nicht zu vergessen auch die Sache mit dem Laufburschen. Ryo hatte diese in den letzten Jahren nicht gebraucht und hatte nicht vor sie in Zukunft in Erwägung zu ziehen, selbst ist der Mann und wenn man wollte das etwas so passiert wie geplant, dann musste man auch selbst anpacken, andernfalls musste man damit rechnen das nichts so lief, wie es laufen sollte. Die Gedanken des einstigen Dieners Hamons kreisten aber für etwas längere Zeit um seine ehemalige Heimat. Die neue Mizukage und die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen reizten den Nukenin nur noch mehr in das Nebeldorf, keineswegs um einen Kampf auszutragen, viel eher der Gefahr ins Auge zu blicken jederzeit entdeckt zu werden, überall einen Angriff abkriegen zu können. Das ewige Spiel mit dem Feuer, nur sollte man aufpassen, dass man sich nicht irgendwann daran verbrannte. Seine Aufmerksamkeit galt aber nun größtenteils der Kataki, welche den Tenjin förmlich fertig machen wollte, weil er sich anscheinend noch an eine Gottheit klammerte. Irgendetwas war komisch… was kümmerte es sie, was er zu tun und lassen hatte, vor allem bei solch einer banalen Sache wie der Religion und dem Glauben. Schlechte Erfahrungen im eigenen Leben oder doch andere Motive warum sie in dem Thema empfindlich schien? Nach seiner Antwort das er von jenem Glauben der Ikazuchi abgelassen hatte, schien das temperamentvolle Gemüt wieder einen Gang zurückzuschalten, scheinbar hatte Ryo einen Vulkan gerade am ausbrechen gehindert, er mochte sich gar nicht einmal ausmalen was alles passiert wäre, wenn er immer noch Hamon an seiner Backe kleben hätte. Aber schon komisch, etwas was ihn ständig immerzu an die Grenze des Totenreiches trieb wurde er los, dafür hatte er nun ein bis zwei Missingnin an seiner Seite, die ihn nicht an die Grenze treiben-, sondern viel eher noch über die Grenze hinaus katapultieren würden, sofern er ihnen einen guten Grund abliefert um das zu tun. Einiges würde sich wohl nie ändern, aber vielleicht war das auch besser so. Irgendwo würde einem so etwas fehlen und wenn das Alles auch etwas ernst aussah, so glaubte er nicht das irgendjemand irgendjemandem an die Gurgel gehen würde, Verletzungen vielleicht, aber das es zu Toten kommen würde glaubte der ehemalige Ikazuchi nicht und falls es doch einmal nach etwas ernsterem Aussehen sollte, dann würde er dazwischen gehen, falls er nicht selbst der Auserkorene für die Aktion war. Dann aber war er nicht mehr das Thema, zumindest hatte Ryo niemanden mehr der ihm immer mehr auf die Brust zu drücken schien, um ihm die Luft zu nehmen, das Gefühl sollte nun jemand anderen heimsuchen und zwar genau jenen der meinte, dass der Schwarzhaarige Shikyo nicht provozieren solle. Wenn jemand der die Sprache der Ironie und des Sarkasmus fließend sprach ~wie es Ryo tat~ und diesen bei der Schwarzhaarigen anwandte, gerade noch so mit nicht allzu rosigen Aussichten davonkam, würde das ehemalige Ratsoberhaupt der Korino sich auf etwas gefasst machen dürfen. Trafen sich zwei genauso ernste Persönlichkeiten wie die Beiden es waren, dann durfte man sich auf ein “Duell” der Extraklasse einstellen. Wie gleich geladene Pole, stießen sich immer ab, waren nie einer Meinung und konnten den anderen ~wie es den Anschein erweckte~ überhaupt nicht ab. Stillschweigend beobachtete er einfach das Szenario, wie Väterchen Frost seine Hand vereiste und so die böse Hexe etwas in die Höhe hob. Solche Auseinandersetzungen gaben meistens über die empfindlichen Punkte einer Person Auskunft und im Falle des ehemaligen Kirinin war das wohl seine Vergangenheit. Konnte man ihm nicht verübeln, aber vielleicht sollte er nicht so offen zeigen, was ihn am Meisten in Rage bringt. In solch einer geschlossenen Gruppe war es ja nicht verkehrt, dort baute man auf das jeweils andere Crewmitglied, auch wenn man es ungern zugab, doch sollten solche Informationen nicht in feindliche Hände gelangen. Bei Heiji lag die Ernsthaftigkeit aber wohl eher daran das er nun einem Ort immer näher kam, den er vor langer Zeit verlassen musste, da konnte man die Anspannung verstehen, nichtsdestotrotz gab das nicht Aufschluss darüber, warum beide eine Lücke in ihrer Verteidigung preisgaben, abgesprochen war das ja wohl nicht. Wenn man sich in eine Sache zu sehr hineinsteigerte, konnte wohl nur noch ein Außenstehender beurteilen, wie die Person sich verhielt. “Reiz das Kätzchen nicht, sonst kratzt sie noch…”, murmelte Ryo, während der Hyouton-Nutzer das Deck verlassen hatte. Eins zu eins die Worte des Weißhaarigen, dennoch hatte er sie selbst nicht beherzigt, was ihm ~wie sich herausstellte~ auch leider zum Verhängnis wurde. Voller Enthusiasmus berichtete Shikyo von ihrer kleinen Aktion, die den Korino schneller als man erwartete wieder an Deck bringen würde. Listig war sie, das musste man ihr lassen, aber sie hatte auch nicht die Absicht gehabt ihn ins Grab zu schicken, die Möglichkeit dazu hatte sie ja und wer wusste schon ob sie nicht noch stärkere Gifte bei sich trug. Auch wenn es nicht gerade witzig war, huschte auch dem Nukenin ein Grinsen über die Lippen, während er sich vor seinem geistigen Auge bildlich ausmalte, wie Heiji wie ein betrunkener Sack von Wand zu Wand taumeln würde. “Man sollte sich wohl vor dir in Acht nehmen was?”, fragte der Schwarzhaarige amüsiert, während er sich wieder hinters Ruder begeben hatte und Kirigakure ansteuerte. “Was ist eigentlich der Grund dafür das du so empfindlich gegenüber Religionen und Göttern reagierst. Deine Art wie du damit umgesprungen bist lässt nicht gerade darauf schließen das du gute Erfahrungen in dem Bereich gemacht hast.” Während seiner Frage war seine Hand schon in Richtung der Schwertscheide geglitten, nicht das er jetzt derjenige wurde, der daran Glauben musste, Vorsicht sollte immer geboten, egal bei wem. Erhoffen tat er sich nichts, vielleicht einen kleinen Hinweis der einen in der Hinsicht erleuchten würde, warum sie so allergisch auf die Sache reagierte, mehr aber auch nicht _________________ <center>Bewerbung | Jutsuliste </center><center><embed src="http://www.youtube.com/v/ngsKrmO8bhA?version=1&hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="25" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></center>
Ryo, Heiji, Shikyo – wenn einer von ihnen auch nur für einen kurzen Moment geschwiegen und sich auf die Umgebung um sie herum konzentriert hätte, wäre sich Saki sicher gewesen, dass sie ihren viel zu schnellen und zu lauten Herzschlag hätten hören können und auf sie aufmerksam geworden wären, ohne dass sie wirklich wusste, wie sie darauf reagieren sollte. Warum ihr Puls so raste, wusste sie nicht einmal selbst mit Bestimmtheit. Vielleicht lag es daran, dass die Situation derart angespannt war, auch wenn es nicht wirklich den Anschein machte, als würde sich einer von ihnen auf jemanden stürzen und ihn in winzig kleine Stücke zerfetzen, die dann wiederum verbrennen und ins Meer streuen wollen – ihre Fantasie ging eindeutig zu oft mit ihr durch -, aber sie waren nicht unbedingt freundschaftlich aufeinander abgestimmt. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr Kreislauf im Keller war, weil sie seit ganzen zwölf Stunden nichts mehr in den Magen bekommen hatte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr anhand der soeben preisgegebenen Informationen bewusst geworden war, dass das Zusammenleben und –arbeiten mit diesen Menschen ganz und gar nicht so einfach sein würde wie sie es sich bislang vorgestellt hatte.
Sie hatte nicht alles mitbekommen, ganz im Gegenteil. Shikyos aufgebrachte Stimme war es gewesen, die sie aus ihrem Schlaf auf dem Dach der Kajüte, gut verborgen vor allen, die auf dem Deck standen, gerissen hatte, und auch wenn sie daher nur die Hälfte davon verstand, was hier eigentlich vor sich ging, wurde spätestens mit der Frage Ryos an die Schwarzhaarige klar, dass es hier um die Geschichte der einzelnen Shinobi ging. Die des Tenjin kannte sie schon, die von Heiji hatte sie offenbar überschlafen, doch das würde sich vielleicht später irgendwann nachholen lassen, nun aber sollte jene Frau erzählen, was ihr damals widerfahren war. Trotz der Neugierde und des Funkens Hoffnung in ihrem Inneren, bezweifelte die Iki, dass sie sich wirklich mit ihnen austauschen würde. Vielleicht schätzte sie sie zu düster und hart ein, doch sie wirkte nicht wie jemand, der Anderen seine Vergangenheit auf die Nase band; möglicherweise konnte aber das, was der Weißhaarige berichtet und sie dadurch offenbar gereizt hatte, dazu bewegen. Wirklich darauf vertrauen tat Saki jedoch nicht.
Seufzend streckte sie sich ausgiebig, setzte sich endlich auf und lenkte die goldenen Augen nach oben, wo in der Hängematte das dritte weibliche Mitglied ihrer kleinen Gruppe schlief. Bei ihr handelte es sich um Yui, eine junge Frau, die Ryo als ihren Bruder bezeichnete, von dem sie jedoch wiederum wusste, dass er eigentlich keine Schwester hatte, offenbar standen sich die Zwei nur sehr nahe. Sie war diejenige, mit der sie bislang am wenigsten zu tun gehabt hatte. Was ist wohl deine Geschichte, Yui-chan? Doch gerade als sie sich erhoben hatte und sich auf den Weg zu ihr machen wollte, da bemerkte sie aus den Augenwinkeln, wie sich eine Hand aus Eis in der Luft bildete und sich um Shikyos Kehle legte und sie sogar ein Stück hochhob. Für einen kurzen Augenblick setzte Sakis Herzschlag aus, weiteten sich ihre Augen und innerlich trieb sie ihr Instinkt schon dazu an, das Weite zu suchen, doch sie wehrte sich stumm dagegen und verharrte. Auch wenn just in diesem Moment eine gewisse Gefahr von Heiji ausging – er war ein verdammter Korino, ein Feind, den sie ganz bestimmt nicht haben wollte -, sie konnte auch nicht einfach zulassen, dass die Gruppe aufeinander losging. Glücklicherweise legte sich die Situation auch recht schnell wieder, Heiji ging ins Innere des Schiffs und Shikyo blockte, wie die Rothaarige es geahnt hatte, ab, als es um ihre Geschichte ging. Sie taten fast schon so als wäre nichts passiert, und so atmete sie lediglich einmal tief ein und aus, ehe sie den Kopf schüttelte. Es war alles nochmal gut gegangen, fest stand aber, dass sich der Korino und die Schwarzhaarige ganz offensichtlich nicht besonders leiden konnten – das würde die Atmosphäre hier nur noch drückender machen. Trotzdem, wenigstens wurde es hier dann wenigstens nicht langweilig.
Mit einem matten Lächeln ließ sich die Iki auf das Deck fallen, streckte den Arm aus und hob ihre Stimme an, damit sie auch ja auf sich aufmerksam machte. „Ryo-kun! Shi-chan!“ Völlig außer Acht lassend, ob es der Kataki überhaupt passte, wenn sie ihren Namen abkürzte und gleichzeitig verniedlichte, strahlte sie die Beiden an und erreichte sie schließlich, die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Ganz im Ernst: Wer konnte ihr schon böse sein? Außerdem fand sie die Schwarzhaarige - trotz ihrer bisweilen erschreckend gruseligen Art - irgendwie, nunja, süß. „Ich hoffe, ich störe euch nicht gerade bei... Irgendwas.“ Die goldenen Augen funkelten munter wie eh und je zwischen den Beiden hin und her, aufmerksam, aber vielleicht auch ein wenig unschlüssig, ob sie nicht doch besser wieder die Flucht ergriff – nur für den Fall der Fälle. Achwas, sie werden jetzt ja bestimmt nicht nochmal aggressiv werden… hoffe ich. Sie schluckte das Seufzen, das ihr im Hals steckte, herunter, ließ sich nichts anmerken und hob stattdessen den Blick weiter in den Himmel. Wenn Heiji Recht hatte, dann war es nur noch eine Frage von Minuten, ehe sie Land erreichten; aber es war etwas Anderes, was sie eigentlich nachdenklich stimmte: Die Geschichte der einzelnen Mitglieder der Gruppe. Ryo war der Einzige, dem sie ihre eigene jemals erzählt hatte, und auch da hatte sie nur knapp berichtet, dass sie wegen des Todes ihres Vaters hatte fliehen müssen. Er wusste nicht, dass sie die Tochter des Kazekage gewesen war. Er wusste nicht, dass ihre Familie ihretwegen gestorben war, dass sie die Schuld am Ableben ihres Erzeugers trug. Und mit einem Schlag kehrte der alte Zorn in ihrem Inneren zurück.
Ein Schatten hatte sich über die goldenen Augen gelegt, nur für einen kurzen Moment und nur für wachsame Beobachter sichtbar, ehe sie sich abrupt abwandte, an ihnen vorbei direkt zum Bug trat und die Hände auf das Holz der Reling förmlich schlagen ließ. Ihre Finger klammerten sich mit solch einer Intensität daran, dass man glauben konnte, dass ihr Leben davon abhinge – oder dass sie es jeden Moment herausreißen konnte. Der unstete, flackernde Blick, der deutlich machte, dass sie mit versuchte, ihre plötzlich auftretende Aggression zu bekämpfen, war steif nach vorne gerichtet, ihre Haltung angespannt und angriffslustig. Eine einzelne Berührung irgendeines Menschen hätte in dem Moment ausgereicht, dass sie auf ihn sofort losgegangen wäre und solange auf denjenigen eingeschlagen hätte, bis sie selbst bewusstlos oder ihr Gegenüber vernichtet worden wäre. Es waren diese plötzlichen Gefühlsumschwünge, die sie so gefährlich machten – denn dann drohte sie, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.
„Das Wetter ist großartig“, ertönte ihre Stimme gut gelaunt wie eh und je, als wäre nichts gewesen, ihre Haltung lockerte sich etwas, und trotzdem wandte sie sich den Beiden nicht wieder direkt zu, sondern starrte nach vorne in den Nebelschleier, der sich allmählich vor ihnen zeigte. Trotzdessen schien die Sonne, waren nur wenige Wolken am Himmel, es ging ein leichter Wind und die Wellen waren ruhig; es war dieser Anblick und vermutlich auch der salzige Geruch des Ozeans, der sie wieder zur Besinnung gebracht hatte – vielleicht aber auch der unbewusste Gedanke daran, dass sie hier, wenn sie etwas zerlegte, selbst mit untergehen würde. „Was ist eigentlich mit den Anderen? Schlafen Ryu-kun und Yui-chan noch?“ Erst da richtete sie sich langsam wieder auf, schloss kurz die Augen, tief durchatmend, bevor sie sich mit dem gewohnt strahlenden Lächeln nun endgültig wieder ihren beiden Mitreisenden zuwandte. Ob sie wohl nachfragen sollte, was sie verpasst hatte? Nein, besser nicht. Wenn man sie es wissen lassen wollte, würde man sie schon darüber aufklären, im Moment aber wollte sie die Atmosphäre so ruhig und angenehm wie möglich halten.
Die Stimme Heijis drang von Unten barsch an die Oberfläche der Fujiken. Die Schlampe hatte ihn vergiftet, ohne dass er es gemerkt hatte. Er hatte das Mädchen unterschätzt, ein Fehler, den er nicht noch einmal machen würde. Er würde sie töten müssen, tote Frauen unterschätzte man selten, tote Frauen vergifteten einen nicht, während man ihnen klarmachte, dass sie einen in Ruhe lassen sollten. Tote Frauen waren in jeglicher Hinsicht die besseren Frauen. Mit Schwung riss er die Tür zum Deck auf. Auf der Stirn des jungen Korino zeichneten sich mehrere Schweißperlen ab. Das Gesicht war aschfahl, seine Hände zitterten und sein Stand war unsicher. Sein eiskalter Blick brannte nun und war fest auf die Kataki gerichtet. „Du…!“. Hasserfüllt trat Heiji auf sie zu, hielt diesmal jedoch einen Sicherheitsabstand. Er hasste sie nicht dafür, dass sie sich gewehrt hatte. Er hasste sie, weil sie mit ihm spielte. Dieses Gift konnte tödlich sein, oder aber es sorgte nur für ein paar Schwindelgefühle, oder aber es konnte im nächsten Moment schwerer Durchfall einsetzen. Der Korino hatte kein Problem damit, sich einmal einzuscheißen. In den drei Jahren in Gefangenschaft hatte er die meiste Zeit Scheiße irgendwo kleben. Am angenehmsten war es noch, wenn es nur seine eigenen Fäkalien waren und sie nicht gerade in seinen Wunden hingen. Da störte ihn ein wenig Durchfall nicht im Geringsten, aber was ihm Sorgen bereitete war die Möglichkeit, zu sterben. Er hatte keine Angst vor dem Tod, keine allzu große jedenfalls. Er war nur noch nicht bereit, den Löffel abzugeben. Er hatte noch Pläne, Dinge zu tun. Die Welt brauchte ihn noch. Er sah sich nicht als Helden, oder als jemanden, der den Tag rettete, aber eventuell konnten seine Informationen über Leben und Tod entscheiden. Eventuell auch über Leben und Tod seines Sohnes. „Ich bezweifle, dass du es einfach rückgängig machen wirst. Ich weiß nicht mal, wie du es geschafft hast. Es gibt keine Nadeleinstiche an meinem Körper. Wir haben zum Glück keine Flüssigkeiten ausgetauscht. Du hattest keine Möglichkeit, mir ein Gas über die Atemwege einzuflößen, ohne dass du es selbst einatmest.“. Heiji hielt inne, sein Atem ging deutlich schwerer und ehe er sich versah, taumelte er ein paar Schritte rückwärts und strauchelte zu Boden, woraufhin er sich mit dem Rücken gegen die Reling lehnte. „Nur eine Profi-Assassine oder eine herausragende Medic-Kunoichi wäre zu so etwas in der Lage. Was immer von beidem du auch bist, ich habe dich unterschätzt. Und jetzt sag mir, was du willst, damit du das ganze kurierst.“. Heiji wischte sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn und sah sich um. Die rothaarige Kunoichi war nun auch am Oberdeck und unterhielt sich anscheinend mit Ryo. Er versuchte, sich ihren Namen ins Gedächtnis zu rufen…erfolglos. Sein Kopf wankte hin und her, schlimmer als bei jedem Vollrausch. Seine Sprechkompetenz ließ immer weiter nach. Er verlor die Kontrolle über sich selbst. Ihm wurde schlecht. Sie musste es schnell rückgängig machen und wenn sie sich weigerte, dann musste er ihr schnell ein Ende bereiten. So etwas ließ er nicht ungestraft auf sich sitzen. _________________ <center>
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Amüsant blickte Shikyo Heiji hinterher, welcher schon gleich die Wirkungen des Chakras spüren würde, welche sie ihm unbemerkt in den Körper geschmuggelt hatte. Sie verkniff sich ihr Schmunzeln nicht, sondern lehnte sich selbstgefällig an die Reling und blickte über das Schiff hinweg aufs ruhige Meer. Als sich Ryo in Bewegung setzte, schaute sie ihm halb neugierig, halb abwesend hinterher, fixierte ihn aber zielsicher, als dieser sich mit einer Frage an sie wandte, welche Shikyos Grinsen sogleich erfrieren ließ. “Pfff“, schnaubte sie und schüttelte fassungslos den Kopf. Sie kannten sich gerade mal einige Tage, hatte erst einigen Stunden auf einem Bot mit einander verbracht und nicht nur einige Minuten mit einander gesprochen und er erwartete ernsthaft, dass sie ihm ihre gesamte Gefühlswert offenlegte? “Kümmere dich um dich selbst und wenn du magst auch um die kleine Klette an deiner Seite, welche schon weiche Knie bekommt, wenn sie nur einen Kontrahenten sieht – damit hast du vorerst genug zu tun“, antwortete sie schnippisch und fürchtete bereits eben jene Person zu sehen, von welcher sie gerade gesprochen hatte, war aber nur minder mehr erfreut, als sie stattdessen Saki sah, wie immer mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Ihre gute Laune war ja fast unnatürlich! Was bereitete ihr nur so gute Laune, dass sie strahlend zu ihnen herüber kam, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und kurz die Schwarzhaarige fixierend. Nur kurz schürzte Shikyo die Lippen, als Saki sie statt beim ganzen Namen zu rufen, nur mit einer verniedlichten und abgekürzten Form davon auf sich aufmerksam machte. Innerlich den Kopf schüttelnd fixierte sie die goldenen Augen der noch recht fremden Missing und spürte innerlich, wie leichter Zorn aufkochte, Zorn darüber, dass sie scheinbar grundlos unentwegt lächelte – über eine Welt lächelte, in der es nur wenig zu lächeln gab. Aber vielleicht überdeckte sie damit nur ihre Gefühle, welche für einen kurzen Augenblick sichtbar werden sollten. Obwohl sich Saki abwandte, sprachen ihre eng um die Reling geklammerten Händen eine andere Sprache als ihr sonst so breites Lächeln und die strahlenden Augen. Dann hob sie ruckartig den Kopf an, schaute in den Himmel und betonte das gute Wetter, doch ihr Lächeln schien gezwungen und ihr fester Griff löste sich nicht; Jetzt war es Shikyo, welche ehrlich grinsen konnte; Sie hatte recht gehabt: Saki fühlte innerlich wohl etwas ganz anderes, als sie nach außen hin zeigte. Sie überschattete ihren wahren Gefühle mit täglicher, übertrieben guter Laune und Frohsinn. Doch das war ein gefährliches Spiel, das wusste die Missingnin. Gerade bei diesen Personen stauten sich all die Gefühle im Inneren und irgendwann, wenn das Maß voll war und die geeignete Position kam, dann würde alles aus ihr herausbrechen und sie war gespannt, wie das bei der sonst so gut gelaunten Kunoichi aussehen würde. Dann fiel ihr Blick auf das andere Ende des Schiffes, wo aus dessen Rumpf gerade ein wankender Heiji herauskam, die Stirn bedeckt von feinen Schweißperlen. Shikyo schmunzelte nur kurz unschuldig, obwohl sie sich der Verantwortung dafür bewusst war. “Hattest du nicht gehen wollen...?“, fragte sie leicht provokant und schaute auf ein wutentbranntes Gesicht, welches von dem Gift in seinem Körper gezeichnet war. Sein wütender Blick bohrte sich in den ihren und doch genoss sie genau diesen Anblick, wie er dort wankend stand, leicht taumelte und nicht wusste, was da genau in ihm vorging. Hilflos und ihr vollkommen ausgeliefert stand er halb flehend da, dass sie ihn davon befreien würde. “Keine Sorge, ich hatte ich nicht die Absicht dich umzubringen. Dennoch kannst du wählen; eine schmerzhafte Tortur, sodass du das Gift augenblicklich los bist oder aber du wartest einfach; bevor wir das Land erreicht haben, sollte die Wirkung ausreichend verschwunden sein...jedenfalls denke ich das“, fügte sie schelmisch hinzu, um ihn noch ein wenig in der Luft hängen zu lassen. Doch vermutlich dauerte es noch etwas, bis sie tatsächlich anlegte und bis dahin musste Heiji nur darauf aufpassen, nicht über die Reling zu kippen und gar zu ertrinken, was für einen Korino auch wahrlich blamabel wäre. Aber er hatte seine Lektion gelernt, blieb auf Abstand und würde sie hoffentlich so schnell nicht wieder unterschätzen. Jetzt konnte sie erst mal darauf hoffen, dass sie Kiri bald erreichten, was auch immer sie genau dort machen wollten, abgesehen vom dem Aufstocken ihres Proviants.
<center> Betrifft: Alle Mitglieder der Fujiken
Nennenswertes: Information über die Sicherheitsvorkehrungen in Kiri</center>
Nein natürlich nicht, warum sollte sie ihm auch irgendetwas über sich preisgeben, war aber einen Versuch wert. Zumindest hatte sie ihn nicht –genau wie Heiji- ebenfalls vergiftet, sodass er keinerlei Befürchtungen haben musste im nächsten Moment in seinem eigenen Schweiß zu baden oder in seinem eigenen Kot zu liegen. Alles in bester Ordnung, für den Moment zumindest. „Raaawr, bissig ist das Kätzchen ja auch noch.“,entgegnete er ihr während seine Laune –als ob ihm ihre Antwort den Tag gerettet hätte- einen gewaltigen Sprung nach oben getätigt hatte und somit wieder das bekannte Grinsen des Tenjin seine Lippen zierte. „Wir alle haben doch etwas wovor wir Bammel haben oder nicht Shikyo-chan? Yui hat es halt lieber wenn ich in ihrer Nähe bin, falls sich eine Horde wildgewordener Shinobi über das Schiff hermachen sollte und du scheinst Angst davor zu haben dich anderen zu öffnen. Völlig normal, das wird mit der Zeit, so wie bei mir, ein ordentlicher Schuss Sarkasmus, Spaß, Adrenalin, eine Portion Abenteuerlust und schon sehen die Dinge ganz anders aus.“ Mit seiner ganzen Art die er nun an den Tag legte, verschlechterte er seine Karten ungemein und packte den Stier förmlich bei den Hörnern, um jenen herauszufordern um zu sehen, ob auch Ryo bald mit ihren Giften kämpfen durfte. Hachja, was wäre das Leben ohne das man sich hin und wieder selbst ein Bein stellt, im Endeffekt weiß man danach ob man hinfällt oder gerade noch so auf den Beinen bleibt, sollte man doch hinfallen, dann hat man eben eine wertvolle Lektion daraus gezogen, auch wenn der Schwarzhaarige eher der Typ ist, der daraus doch nichts lernt und jedes Mal aufs Neue sein Glück probiert. Glücklicherweise würde er –zumindest für den Augenblick- nicht herausfinden können, was Shikyo mit ihm anstellen würde oder er hoffte einfach nur das Saki –die jetzt auch auf dem Deck war- für einen Themen- sowie Stimmungswechsel sorgen würde. „Saki-chan! Der Sonnenschein der Bande an dem sich manch einer hier eine Scheibe abschneiden könnte.“ Voller Enthusiasmus begrüßte er die Iki und schaute ganz kurz in die Richtung der Kataki, an die der letzte Teil seines Satzes auch eigentlich gerichtet war, ehe er sich wieder der rothaarigen widmete. „Keineswegs, Shikyo-chan und ich hatten nur ein kleines Kaffeekränzchen abgehalten, nichts Besonderes. Um ehrlich zu sein kommst du genau recht. Außerdem sind wir in wenigen Minuten schon in Kirigakure und ich mag euch nicht blindlinks in das Dorf schicken, ohne dass ich euch etwas über die Sicherheitsvorkehrungen des Dorfes erzählt habe.“ Leichter Nebel zog schon auf und verriet dem ehemaligen Ikazuchi das es keine zwei Minuten mehr dauern würde, bis sie schließlich auf den Inseln in Mizu no Kuni Halt machen würden. Ab da würden er und Heiji sich in der Höhle des Löwen befinden, wenn sich aber nichts an den Sicherheitsmaßnahmen geändert hatte, dürfte ihnen nichts Probleme bereiten und sie würden problemlos einmarschieren, alles holen was sie brauchten und ohne irgendeine Spur wieder das Reich verlassen. Klang alles einfach, nichtsdestotrotz war ihm etwas mulmig dabei. Zwar waren sie keine Amateure aber die ANBU in Kirigakure waren es genauso wenig, vor allem bei einem Schwerverbrecher des Feuerreiches und einem ehemaligen Oberhaupt der Korino. Da würden die Mitglieder der Spezialeinheit nur wie Ameisen aus ihren Löchern kriechen, um die beiden entweder lebendig exekutieren zu können oder einfach gleich vor Ort und Stelle aus der Weltgeschichte auszuradieren. Dazu aber mehr, wenn alle Mitglieder des Schiffes anwesend waren, fehlte ja noch die Hälfte. Der Nächste ließ aber nicht lange auf sich warten und betrat – mit den Nebenwirkungen des Giftes – das Hauptdeck woraufhin derjenige sich auch der Kataki widmete. Beide waren alt genug das unter sich zu klären, daher beschäftigte er sich damit auch nicht allzu lang und hielt nach Saki Ausschau die plötzlich an der Reling stand und warum auch immer auf das Holz solch eine Kraft ausübte, als ob sie darauf erpicht war es in seine Einzelteile zu zerlegen, bis sie wieder ihre super Laune zurück hatte, immerhin sah es danach aus. „Zwar etwas nebelig aber großartig,jedoch nicht so großartig das man das Holz der Fujiken auseinander nehmen muss.“ Ermahnend klang das Ganze nicht, den amüsierten Ton in seiner Stimme hörte man immer noch heraus, was Saki aber auch bemerkte war wohl die Tatsache, das ihm ihre kleine Stimmungsschwankung nicht entgangen war. Sie mochten zwar alle nun eine Art „Familie“ sein, allerdings war es eine Familie in der sich die Beteiligten kaum kannten, bis auf den Tenjin, von ihm wussten so gut wie alle das Gröbste seiner Geschichte, aber auch nicht alles. Manches muss man halt für sich behalten, bis man zu seinen Mitmenschen genug Vertrauen aufbringen kann. Daran mangelte es nicht, auch wenn es sich naiv anhörte, so vertraute Ryo jedem einzelnen Mitglied der Crew und wäre bereit ihnen den Hintern aus einer brenzligen Lage zu retten, auch wenn es bedeutet seinen ins Feuer zu legen. Endlich waren auch Yui und Ryu an Deck und Ryos kleine Geschichtsstunde über die Sicherheitsmaßnahmen im Nebeldorf konnte anfangen. „Ich weiß nicht inwiefern du über die Sicherheitsmaßnahmen der ANBU informiert bist, aber als ehemaliger Oinin besitze ich noch das Wissen darüber, falls sich daran nichts geändert hat.“ Einen Moment hielt der Nukenin inne und sinnierte einen Moment über die Zeit bei den Oinin. Ironie des Schicksals konnte man es nennen, denn nun war der Schwarzhaarige genau das, was er einst gejagt hatte. Einige fragten sich vielleicht wie er sich das Wissen über die Maßnahmen der ANBU so lange bis ins Detail merken konnte, doch wenige wussten auch von seinem fotographischem Gedächtnis. „Kirigakure wird von einem speziellen Fuinsystem bewacht, überall sind Siegel positioniert, die auf Chakra reagieren, je höher die Sicherheit in dem Gebiet, desto stärker nehmen sie auch ein Jutsu war, das heißt das ihr unter keinen Umständen irgendeine eurer Techniken einsetzen dürft, wenn ihr nicht gerade die ANBU einladen wollt. Daher arbeiten wir uns von den Inseln aus ins Dorfinnere vor bzw. mache ich das mit Saki da ich mich mit den Vorkehrungen am Besten auskenne, auch wenn sie durch die neue Kage verschärft wurden. Shikyo und Heiji , ihr kümmert euch erst um etwas Ausrüstung auf dem Schwarzmarkt und geht im Anschluss könnt im Anschluss ebenfalls ins Dorfinnere. Ryu und Yui, ihr besorgt das Proviant und könnt –sofern ihr wollt- noch irgendwelche Sachen im Dorf erledigen. Treffen tun wir uns wieder im Nebelwald und gehen gemeinsam zurück zum Schiff. Wichtig ist das ihr niemand angreift solange ihr nicht selbst angegriffen werdet. Wir sind nicht hier um irgendetwas zu zerstören oder die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, jede Gruppe kriegt von mir eine grobe handgefertigte Karte von den Standpunkten der Siegel und deren Priorität. So gehen wir sicher das keiner von uns in eine Falle tappt. Es wird uns hoffentlich nicht schwer fallen mindestens einen oder mehrere Tage unerkannt zu bleiben.“ Nachdem er jedem Team eine der genannten Karten aushändigte, warf er schon auch den Anker und sprang von der Fujiken runter. Es hatte schon seinen Grund gehabt, warum er gerade solch eine Teameinteilung bevorzugt- und womöglich zu Sakis Verwunderung gar nicht gesagt hatte was ihre Aufgabe war, aber das würde sie noch früh genug erfahren. _________________ <center>Bewerbung | Jutsuliste </center><center><embed src="http://www.youtube.com/v/ngsKrmO8bhA?version=1&hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="25" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></center>
Vielleicht kam es ihr ja nur so vor, aber… war es möglich, dass Shikyo sie nicht allzu sehr mochte? Oder war sie immer und zu jedem so? Der Rotschopf hatte Mühe, ein Seufzen zu unterdrücken; nein, das war bestimmt nicht nur gegen sie gerichtet, allerdings schien sie in der Tat ein wenig introvertiert, wenn nicht gar menschenfeindlich zu sein. Nichts, was man nicht mit ein bisschen Zuwendung wieder gerade biegen könnte, nickte sie sich selbst zuversichtlich zu, die Arme vor der Brust verschränkt und das übliche Funkeln in den goldenen Augen, das widerspiegelte, dass sie irgendetwas ausheckte. Natürlich würde sie es nicht laut verkünden – doch ab sofort ernannte sie es sich zu ihrem ganz persönlichen Ziel, dieser Frau zu helfen.
Die Worte Ryos erinnerten sie wieder daran, wofür sie ihren Zorn und ihre Kraft beinahe gebraucht hätte, doch anstatt erneut ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen und endgültig die Kontrolle über sich zu verlieren, hob sie eine Hand an die Wange und kratzte sich dort. Gleichzeitig zeigte das unsichere Halblächeln und den leichten Rotschimmer in ihrem Gesicht, dass ihr die ganze Situation jetzt doch ein wenig peinlich war. „Go… Gomenasai, Ryo-kun. Das war keine Absicht, ehrlich!“, ruderte sie mit einem aufkommenden Gefühl von Panik – nicht dass er ihr das noch übel nahm oder tatsächlich die Meinung entwickelte, sie wollte seinem Schiff etwas antun – hilflos mit den Armen, ließ sie jedoch erleichtert sinken, als sie merkte, dass es ihn gar nicht wirklich störte, sondern er die Situation eher mit Humor nahm.
Nur einen Herzschlag später hörte man Heijis Stimme wie wilden Donner durch das ganze Gefährt hallen, ehe er auch schon wieder an Deck auftauchte – doch sein Anblick ließ den belustigten Ausdruck auf Sakis Gesicht rasch schwinden. Blass, kalter Schweiß auf der Stirn, seine alles andere als geraden und bestimmten Bewegungen, das waren alles Zeichen, die sie kannte. Ihre Mutter hatte auf ihrem Sterbebett genauso ausgesehen. Mit einem Schlag war die Erinnerung von damals wieder lebendig, wie sie gerade noch rechtzeitig kam, um ihre letzten Minuten mitzuerleben, wie ihre schwache Stimmer erklang und wie sie sich gefreut hatte, ihre Tochter noch sehen zu können, und wie eben jene da saß, von Trauer und Schmerz zerrüttet und nichts mehr dagegen unternehmen konnte… Und schon war sie bei ihm, gerade als er sich hingesetzt hatte, hatte die Arme um ihn geworfen und drückte ihn fest an sich. Tränen sammelten sich in ihren seltsamen Augen, während sie mit bebender Stimme „Nicht sterben, Shiro-chan!“ hervor stieß und keine Anstalten machte, ihn aus dieser geradezu knochenbrechenden Umklammerung zu befreien. Sie hatten sich doch gerade erst kennengelernt! Sie war doch gerade erst zu der Gruppe gestoßen! Und auch, wenn sie nicht länger als ein paar Minuten verbracht hatten, in der sie bisher eigentlich kaum miteinander geredet hatten, sie mochte den Weißhaarigen – daher auch sein Spitzname.
Erst als Saki nach einigen Sekunden begriffen hatte, was Shikyo da eigentlich gesagt hatte, versiegte ihr Tränenstrom und sie blinzelte einige Male irritiert, bevor ihr Blick zu eben jener wanderte und sie mit großen Augen anstarrte. Heiji ließ sie trotzdem immer noch nicht los. „Er wird nicht sterben?“ Sie sah auf den Korino hinab, löste ihren Griff leicht und schwieg eine Sekunde – dann quietschte sie los und drückte ihn erneut mit geradezu brachialer Wucht an sich. „Du wirst nicht sterben, Shiro-chan!“ Wieder dauerte es einen Moment, dann machte es endlich „Klick“ bei dem Rotschopf. Vielleicht tat sie dem armen Kerl ja weh, wenn sie sich so an ihn klammerte! Außerdem… Hastig ließ sie von ihm ab, wich seinem Blick aus und rutschte hastig ein wenig nach hinten, gab sich selbst diesmal aber kaum Zeit, sich peinlich berührt zu zeigen, denn schon war ihr glühender Blick zu Shikyo gehuscht. Von Tränen oder Angst war da keine Spur mehr – stattdessen zeichneten sich darin Verständnislosigkeit, Enttäuschung und ein Funke von Zorn ab.
„Ich habe gedacht, wir sind ein Team. Das sind wir doch, oder, Ryo-kun?“, erklang ihre Stimme leise, sich dabei hilfesuchend an den Braunhaarigen wendend, bevor ihre Aufmerksamkeit wieder der anderen anwesenden Frau zuteil wurde. „Als Team ist es doch wichtig, dass wir miteinander auskommen – oder jedenfalls nicht versuchen, uns gegenseitig umzubringen.“ Kurz musste sie schlucken, damit ihre Emotionen sich wieder in den innersten und tiefsten Winkel ihres Selbst verkrochen und nicht die Überhand übernahmen, denn das Letzte, das sie wollte, war der jungen Frau an die Kehle zu gehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr gefiel der Gedanke nicht, dass sie sich, wo sie sich doch gerade erst kennengelernt und zusammengerauft hatten, schon so an die Kehle gingen, dass sie es womöglich nicht miteinander aushielten und sich ihre Gemeinschaft schon bald wieder auflöste. Sie hatten doch noch nicht einmal das Wasserreich erreicht! Vielleicht war es die Angst darum, dass sie bald wieder alleine da stehen würde. Vielleicht hasste sie schlichtweg den Gedanken daran, dass sie niemanden zum Reden hatte. Vielleicht war sie auch einfach zu egoistisch. „Also lasst uns zumindest einen Waffenstillstand einlegen, okay?“, seufzte sie mit plötzlich ermatteter Stimme und rieb sich die Augen, als hätte der unterschwellige Groll über diese Situation ihre Energiereserven fast vollständig aufgezehrt. Es hatte sie mehr ausgelaugt, die vergangenen Minuten mitanzuhören und –zu sehen als sie sich eingestehen wollte.
Glücklicherweise tauchten dann auch schon Yui und Ryutaro auf, denen sie mit einem freudestrahlenden Lächeln und so energetisch zuwinkte, als wäre gar nichts passiert und diese Müdigkeit von gerade eben schon wieder verflogen. Dann ergriff aber bereits Ryo das Wort, um sie darüber aufzuklären, was er von den Sicherheitsvorkehrungen Kiris wusste und wie sie vorgehen würden. Sie verstand nichts davon – oder jedenfalls nur sehr wenig. Er sprach von irgendeinem Siegelsystem, aber was es genau damit auf sich hatte, ging in den Schädel der Iki nicht hinein. Das Einzige, das sie begriff, war was er von wegen Techniken einsetzen erwähnte. „Wir dürfen also eigentlich nur kein Jutsu benutzen?“, wiederholte sie ein wenig unsicher, lauschte anschließend schweigend den weiteren Ausführungen. Mit wieder aufkommender guter Laune und sogar milder Begeisterung registrierte sie, dass sie in Ryos Team gesteckt wurde. Auch wenn sie ihn von allen am besten kannte und auch nichts dagegen gehabt hätte, wenn sie die Anderen einmal näher kennenlernen würde, freute sie sich. Er war ihr bislang am sympathischsten und hatte offenbar sogar einige charakterliche Gleichheiten mit ihr. „Aye aye, Captain!“, grinste sie daher voller Vorfreude, salutierte demonstrativ und war aufgesprungen, um dem Shinobi zu folgen. Bevor sie aber ebenfalls das Schiff verließ, hielt sie mit einem Fuß auf der Reling noch einmal inne und wandte sich mit einem derart breiten Grinsen an alle Anderen, dass es geradezu verzerrt und vielleicht auch ein wenig unheimlich wirkte. „Auf gute Zusammenarbeit!“ Und schon war sie an Land geglitten und eilte ihrem Anführer hinterher – schließlich war er derjenige von ihnen Beiden, der wusste, wo man entlang ging, um sich nicht zu verlaufen.
Heiji schnaufte ein paar Male. Das Gift in seinem Körper, wie immer es auch dort hingekommen war, lähmte ihn, weshalb auch das Atmen schwerer fiel als gewohnt. Wie war er nur auf dieses verfluchte Schiff geraten? Er hatte Miho töten wollen und nun hatten sie Tsukigakure überrannt, die Korino waren stärker dennje. Die ganze Shinobiwelt wie man sie kannte war in Gefahr. Diese Hexe würde versuchen, alle Dörfer unter ihrer Herrschaft zu vereinen. Einheit war sicherlich etwas gutes, aber nicht, wenn die Korinos Richter und Henker in dieser Welt sein würden. Es würde in dieser Welt kein Frieden herrschen. Alles würde in Blut getränkt sein. Es blieb nicht viel Zeit für eine Rebellion, doch für den Moment traute sich keiner, der Korino Paroli zu bieten. Mit dem Monddorf hatten sie ein Exempel statuiert. Wer Widerstand leistet wird bis auf den letzten Mann niedergestreckt. Es war unwahrscheinlich, dass sich Suna, Kumo und Konohagakure zusammenschließen würden und wenn Miho auch nur eines der drei Dörfer für sich gewinnen konnte, dann war der Krieg bereits entschieden. Es gab nur zwei Personen, die die Welt noch retten konnten. Oreshi Hanataba und Akechi Sorata. Die Mizukage und ihr Begleiter mussten ihre Plätze wieder einnehmen und Kiri zurück auf Kurs bringen. Er musste sie finden. Er musste sie zurückholen. Er musste es geradebiegen. Nur dafür hatte er drei Jahre lang gegen den Tod höchstpersönlich gekämpft. Mit der letzten verbliebenen Kraft holte sich der Korino zurück auf die Beine. Langsam, die Kraft gerecht auf seine Gliedmaßen verteilend, erhob Heiji sich. Die Lähmung in seinem Körper war stark, aber in diesem Fall hatte es die Kataki mit einem Titan zu tun, einem der mächtigsten und ehrfurchtgebietendsten Männer, die das Nebeldorf jemals zu sehen bekommen hat. Nichts konnte ihn am Boden halten. Nichts würde sich zwischen ihn und sein Ziel stellen und ihm den Blick auf das, was er erreichen musste, nehmen.
„Nicht sterben, Shiro-chan!“
„Was?“
Im nächsten Moment entwich ihm jegliche Luft aus den Lungen und sein Blick wurde schwarz. Hilflos strampelte der kleine Shinobi mit den Armen und Beinen und versuchte, dem Griff der Rothaarigen zu entfliehen. Sein Gesicht war tief in den dunklen Gefilden ihres Monströsen Dekolletés verschwunden und auch wenn es für gewisse Schwertshinobi aus seiner Heimat sicher wie das Schweben auf Wolken gewesen wäre, so gefiel dem Korino das ganz und gar nicht. Er klemmte so tief zwischen ihren Fleischbergen, dass er selbst das Rauschen der Wellen und Shikyos Stimme nur dumpf verstehen konnte. „HMRPF!!!“. Erst nach einigen Sekunden löste sich der Griff der Iki ein klein wenig und Heiji konnte einatmen. „Du verfluchte Psychopathin! Du bist doch nicht ganz dicht, du krankes, verstörtes M-PF!“. Mit einem lauten „Du wirst nicht sterben, Shiro-chan!“ packte sie den Korino wieder und schickte ihn zurück in die tiefen Sphären von dem irdischen Ort, der dem Fegefeuer am nächsten kam. Wieder dauerte es eine Weile bis sie den kleinen Mann gehen ließ und dieser nun stark keuchend zurück auf den Rücken fiel. Sein apathischer Blick gen Himmel und seine fast katatonische Körperhaltung ließ darauf schließen, wie es ihm nach dieser Busentortur gehen musste. „Hol schon das Gift aus mir raus, Shikyo. Und Ryo, wir sollten uns vielleicht noch verkleiden, bevor wir reingehen. Unsere Gesichter sind in Kirigakure nicht gerade unbekannt. Außerdem dürfte bald das Fest über Tsukigakures Eroberung stattfinden, was bedeutet, dass auch hochrangige Shinobi aus anderen Dörfern im Wasserreich sein werden. Für diesen Fall sollten wir uns alle eine neue Identität zulegen. Vergesst nicht, wir sind nicht hier, um Ärger zu machen. Wenn wir uns also nicht allzu dumm anstellen, dann werden wir gar nicht erst in die Verlegenheit geraten, ein Jutsu benutzen zu müssen. Ich weiß nicht, ob ein Henge ausreicht, aber für mehr fehlen uns die Mittel und die Zeit, denke ich...“.
Out: So Shikyo, dann mach uns alle mal hübsch. Darfst Heiji direkt beim Entfernen des Giftes in eine Person deiner Wahl umwandeln. xD _________________ <center>
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Der Tenjin legte es tatsächlich darauf an, versuchte die Kataki zu provozieren, aber sie quittierte seine Worte nur mit einem bewusst gespielten falschen Lächeln. Er wollte sie reizen und so dazu bringen, dass sie entweder vollkommen an die Decke ging oder aufgab und ihre Vergangenheit tatsächlich mit den anderen teilte, aber das war nicht ihre Art und schon gar nicht würden jene Leute etwas davon erfahren, mit denen sie bisher erst einige Stunden verbracht hatte. Shikyo wandte sich halb angeekelt von dem Captain ab, als dieser die überfröhliche Saki mit einer herzlichem Umarmung begrüßte und schaute lieber über die ruhige See hinweg. Zunehmend dichter werdende Nebel umarmte das Schiff wie ein tödlicher Gruß und kroch als feuchte Kälte in ihre Haut. Die meisten hätten sich wohl unsicher gefühlt, hätten am Liebsten wieder kehrt gemacht und wären wo anders vor Anker gegangen, doch Shikyo störte die kalte Atmosphäre nicht und diesmal lag es wohl vor Allem nicht nur daran, dass sie allgemein sehr unerschrocken war, sondern dass sie dieses Dorf und damit auch genau dieses Wetter kannte, immerhin hatte sie für einige Monate hier gelegt, auch wenn wohl niemand ihr Gesicht kannte, immerhin beherrschte sie das Spiel der Tarnung besser als so manches Chamäleon. Nun betraten auch Ryo und Yui das Deck und gesellten sich zu ihnen, während sie in den dichter werdenden Nebel fuhren und Shikyo deshalb sogar en Bolick auf das Ende der Maste fast verlor. Kirigakure zeichnete sich als dunkler Schatten durch den Dunst noch immer über Bug am Horizont ab und schon bald würden sie genau dort anlegen. Dann wurde sie vom Sonnenschein der Crew abgelenkt, welche aber gerade so schien, als müsse sie mit den Tränen in ihren Augen kämpfen und den Korino überherzlich und mitleidig fest in die Arme schloss. Shikyo musste sich ein lautes Lachen wirklich zurückhalten, denn der Anblick dieser scheinbar hilflosen und empathiegeladenen Person belustigte sie mehr, als es so mancher Clown hätte schaffen können. Die Iki glaubte tatsächlich, dass Heiji dem Ableben nahe war und schien ernsthaft besorgt deswegen, woraufhin sie sich mit ihrer Panik kurzzeitig an Shikyo wandte. “Nein, er wird wohl uns wohl noch einige Zeit weiter belästigen“, entgegnete sie grinsend und fügte ihren Worten gerade ausreichend so viel Sarkasmus hinzu, dass man aus ihren Worten nicht ganz deuten konnte, ob sie diese ernst meinte oder nicht. Als Saki dann förmlich anfing vor Erleichterung herum zu quiken, als hätte sie gerade den ersten Preis beim Wettbewerb für die beste Laune gewonnen, drehte sich Shikyo wieder ab und hoffte, dass sie nicht all zu viel Zeit mit der Kunoichi verbringen musste, dann doch lieber mit dem neugierigen Ryo oder gar dem aufgeblasenen Frostjungen. Dann begann die Iki halb zu jammern, klagte darüber, dass sie nicht so viel Zusammenhalt fand, wie sie haben wollte und suchte sich ausgerechnet Shikyo dafür als Ziel. “Du solltest deine Informationen besser sammeln, bevor du einfach irgendwelches Zeug daher plapperst. Er hat es nicht anders verdient“, sprach sie trocken und nickte dabei zu Heiji herüber. Zum Glück ergriff nun wieder Ryo das Wort und lenkte damit ein wenig von dieser kindischen Situation, welche sich gerade vor den Augen der Kataki abgespielt hatte. Bis sie in Kiri tatsächlich anlegten, schien Ryo die Zeit noch dazu nutzen zu wollen, die anderen Crewmitglieder auf die Sicherheitsmaßnahmen in und um Kiri herum aufklären, welcher er natürlich als ehemaliger Kirinin auf hohem Rang mehr als nur gut kannte. Und auch Shikyo, welche mit dem Dorf durchaus vertraut war, kannte einen gewissen Teil seiner Worte und hörte dem Tenjin daher nur halbherzig zu, während sie abwesend auf das näher kommende Land schaute. In den letzten Wochen hatte sich viel verändert und das Leben der Kunoichi schien nun gänzlich andere Bahnen zu laufen. Der gravierendste Unterschied war wohl, dass sie nun nicht mehr alleine umher reiste, sondern sich in einer Gemeinschaft befand, mit welcher sie in ihrer Kindheit mehr schlechte als gute Erfahrungen gemacht hatte. Dennoch hatte sie sich eingestehen müssen, dass der Kampf in einem Team wirkliche Vorteile bergen konnte und auch wenn es ihr nicht leicht fiel, sich vollkommen auf die anderen zu verlassen und wirklich mit ihnen zusammen und nicht nur neben ihnen her zu kämpfen und zu leben, so wollte sie versuchen sich darauf einzulassen, um die Vorteile daraus schöpfen zu können. So so, keine Jutsus also. Die werden wir eh nicht brauchen...“, sprach sie und begann breit zu grinsen, während sie sich von der Reling abstieß und als erstes zu Ryutaro herüber ging, welcher sich bisher größtenteils unter Deck aufgehalten hatte. Sie blieb nicht wirklich bei ihm stehen, legte aber dennoch einige Sekunden eine Hand auf seine nackte Hand und wandte sich daraufhin Ryo, dann Yui, dann Saki und schießlich Heiji zu. Bei allen vollführte sie das gleiche Ritual, berührte sie nur kurz und vollführte geschickt ihr Arbeit. Bei Heiji zögerte sie noch etwas und beendete dann erst ihren Satz: “...weil sie uns nicht erkennen werden.“, ihr diabolisches Grinsen wurde noch breiter und zufrieden bestaunte sie ihr Werk. Jeder von ihnen, bis auf Heiji und sie, trug nun das Gesicht eines anderen, kleidete sich vollkommen neu und trug typische Accessoirs für Kirigakure, wie etwa das passende Stirnband. Mit der optischen Veränderung, war auch dem alten typischen Geruch einem vollkommen neuen gewichen und auch die Stimme eines jeden klang nun vollkommen anders. Diese Verkleidung war besser als jedes Henge no Jutsu und kaum zu durchschauen, wie Shikyo hatte feststellen dürfen, nachdem sie gleich mehrere Monate auf diese Art und Weise in Kiri gelebt hatte. Dann verabschiede sich die Kataki mit einem bestimmenden Nicken von den anderen und wartete, bis sie allesamt von Bord gegangen waren, ehe sie sich Heiji zuwandte. “Und nun zu dir...“, sprach sie fast wie eine Drohung und untersich ihre Worte mit einem fiesen Grinsen, während sie aber die Behandlung des Giftes vorbereitete. Unsanft drückte sie den Shinobi auf das blanke Holz, was deshalb relativ eicht ging, weil er durch das Gift angeschlagen war und sich nicht gegen ihren festen Griff wehrte, immerhin wollte er den fremden Stoff im Körper loswerden. Mit einigen Handgriffen hatte sie die Brust Heijis freigelegt und ihre Tasche mit den nötigen Utensilien geöffnet. Die nötige Phiole war schnell geöffnet und Shikyo beförderte die flüssige klare Substanz mit Hilfe des Chakras gezielt in den Körper des gut trainierten Mannes. Sicherlich war es für ihn kein angenehmdes Gefühl, wie sich die kalte Flüssigkeit durch seinen Körper zog und anschließend wieder samt es Giftes herausgezogen wurde, aber nach einigen Minuten war das Prozedere vorbei und die Kataki beendete die Technik mit eben jenem Schauspiel, was sie auch auf die anderen angewandt hatte; Heiji bekam ein neues Aussehen, eine neue Stimme, einen neuen Geruch und so auch eine neue Identität. Einen kurzen Moment lehnte sich Shikyo an das hölzerne Geländer und atmete tief ein und aus, um ihren Körper wieder zu beruhigen, welcher gerade innerhalb kürzester Zeit ordentlich Arbeit hatte leisten müssen, erst dann wendete sie das Mata no Sugata auch auf sich selbst an und verpasste sich so ebenfalls eine neue Identität. “Also gut, dann bringe uns mal sicher zum Schwarzmarkt“, sprach sie mit der Stimme eines jungen Mannes und heftete sich an die Fersen seines Teamkollegen.
tbc: Heiji hinterher
Out: Haha! Ich darf euch alle verwandeln^^ Nein, wenn ihr was dagegen habt, dann einfach sagen. Ansonsten wollte ich auch erst Aussehen verpassen, aber ich bin zu faul mir so viele Gedanken zu machen und wenn ihr das dann blöd findet, war auch noch alles umsonst. Sucht euch also passende neue Aussehen und achtet darauf, dass ihr dabei geschickt etwas wählt, was auch nicht zu auffällig ist und zu eurem Vorhaben passt. Ihr habt dabei fast gänzlich freie Wahl; Ein Baby ist sicherlich nicht möglich, aber die Gestalt eines Kindes oder eines alten Greises schon. Also viel Spaß beim Verkleiden ^.^
Shikyo wird fortan so auftreten: [Vorübergehend neues Aussehen]
Sie wird einen Schwertkämpfer vortäuschen, welcher seinen Waffenvorrat aufstocken und sich anschließend dem Fest anschließen möchte.
Out: da ich keine Lust habe, alleine zu posten, fasse ich meinen Auftrag von Ryo in diesem Post zusammen.
Katon Kuchiyose • Jakkaru no Abikyokan [Fire Release Summoning • Jackal of Hell] [Trainingspost 4/16 - Theorie]
Um ehrlich zu sein, war es für Ryutaro immer noch ein Wunder, weshalb er sich der Piratencrew angeschlossen hatte. Denn nun musste er sich tatsächlich mit Leuten abgeben, die er noch nie zuvor in seinem Leben gesehen hatte. Ein kleiner Giftzwerg mit weißen Haaren und verschiedenen Suitontechniken. Er war ein Großmaul und versprühte allein durch seine Mimik Antipathie in der Umgebung aus, wirkte auf Anhieb unsympathisch und ehrlich gesagt, wie ein vorlauter und kleinlicher Bängel. Ryutaro wusste nicht so ganz, was er von ihm halten sollte, aber anscheinend schienen sich er und Ryo zu kennen und bisher hatte der Arimura ihn recht gut ignorieren können. Des Weiteren stieß ein Mädchen hinzu, anhänglich wie eh und je und verfolgte jeden Schritt von Ryo mit Argusaugen. Grüne, auffällige Haare und Fähigkeiten, die Ryutaro bisher noch nicht entschlüsseln konnte. Auch sie kannte Ryo womöglich aus der Vergangenheit. In Konohagakure, als Ryutaro und der damalige Ikazuchi zum ersten Mal aufeinander getroffen waren, war sich der Schwarzhaarige sicher gewesen, dass sich kein anderes Individuum dort befunden hatte und auch die Schakale, die einen Spürsinn besaßen, welcher ausgereifter, als jener eines Inuzuka-Hundes war, hätten keine Anstalten gemacht Ryutaro wissen zu lassen, dass sich eine weitere Person in der Nähe befand. Was ebenfalls über das Verständnis des Schwarzhaarigen hinaus ging, war diese eigenartig geschminkte und ebenfalls schwarzhaarige Dame, welche auf dem Deck des Schiffes umher geisterte. Sonderlich viel hatte Ryutaro nicht von ihrer Anwesenheit bisher mitbekommen, wollte auch sie nicht wirklich Anteil an seiner Aufmerksamkeit haben lassen, doch strahlte sie mysteriöse Züge aus. Vor allem eine Besonderheit, die sie ausstrahlte, als sie die Hand des Arimuras ergriff und er sich plötzlich in ein anderes Aussehen verwandelte, ließ den jungen Mann stutzig werden. Zu guter Letzt diese Frau, Saki. Rote Haare, überbesorgt und kontinuierlich am Reden. Das einzige, was Ryutaro mit dem Rest der Gruppe zu tun hatte, war die Tatsache, dass zwischen ihnen ein Kampf in Tsukigakure ausgebrochen war. Diese Rothaarige jedoch war nicht dabei gewesen. Um ehrlich zu sein, war es Ryutaro nicht im Geringsten aufgefallen, dass sich eine weitere Person der Gruppe angeschlossen hatte. Somit stand wohl fest: Ryo war kein guter Einfluss für ihn, da seine Aufnahmefähigkeiten nachließen – Saki jedoch womöglich einfach dann auf dem Schiff eintraf, als Ryutaro geschlafen hatte. Seufzend schloss er seine Augen und betrachtete sich selbst in einem kleinen Spiegel, welchen er immer dabei hatte und für diverse Zwecke nutzen konnte. Lange, silbergraue Haare, schwarze Hose, ein lockeres und gemütlich sitzendes Hemd und darüber ein schwarzes Jackett. Ohne irgendein Wort an seine Kameraden zu richten, wandte sich der Nuke Nin von ihnen ab und sprang von Deck. Yui folgte ihm, Ryutaro lehnte seinen Kopf nur leicht zur Seite, sodass es so wirkte, als würde er direkt mit ihr sprechen wollen. ,,Ist es dir nicht viel lieber, wenn du auf dem Schiff verweilst und es hütest? Dir ist es von meiner Seite aus gestattet, ich arbeite generell lieber alleine.“. Yui hingegen wollte sich nicht abschütteln lassen. Entweder, sie musste auf Ryutaro aufpassen – als ob – oder sie blieb auf dem Schiff und würde dort elendig vergammeln.
Per Anhalter auf kleinen Booten, kamen Yui und Ryutaro rechtzeitig am Hafen einer kleinen Inselgruppe an. Ryutaros Arbeit war also Lebensmittel besorgen. Einfacher gesagt, als getan, denn viele Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt, kauften ihre Sachen ein und wirkten wie ein geschwollener Fleischhaufen. ,,Wie wäre es, wenn du mir für einen kurzen Moment einen Gefallen tun würdest, damit du wenigstens eine kleine Aufgabe zu tun hast und mir nicht nur im Weg stehst.“, sprach Ryutaro gelangweilt und erklärte Yui kurz seinen Plan. Äußerst auffällig versuchte Yui eine Melone zu klauen, wurde selbstverständlich vom Verkäufer verfolgt und verschwand hinter einer Mauer. ,,Komm her du unverschämtes Balg!“, hallte aus der Ferne, als der Verkäufer um die Ecke bog und von Ryutaro schlagartig überwältigt und paralysiert wurde. Mit einem weiteren Henge no Jutsu, nahm Ryutaro die Gestalt des Verkäufers an und begab sich nach draußen. Umstehende Personen blickten etwas merkwürdig, als Ryutaro im falschen Outfit die Bühne betrat und einen verärgerten Mann spielen musste. ,,Ist sie mir doch entkommen... Was solls..“. Ryutaro nahm noch die ausstehenden Bezahlungen an, verpackte genervt etwas Obst und wartete, dass endgültig alle von dort verschwunden waren. Nun packte er seinen Stand ein, verfrachtete alles in ihre Kartons und klappte die Schubkarre zusammen. Mit etwas Anstrengung konnte er den Karren aus seiner Verankerung lösen und aus dem Hafen verschwinden, um dort mit Yui ein weiteres kleineres Boot betreten zu können und sein Henge aufzulösen, sodass er wieder in der silbergrauen Gestalt war. Zur Hölle mit dieser idiotischen Mission. Das kleine Kind hätte dies sicher alleine hinbekommen und Ryutaro hätte sich auf den Weg machen können, um sein Jutsu lernen zu können, was er seit ein paar Tagen bereits versuchte sich beizubringen bzw. Informationen zu sammeln. ,,Ich hoffe du weißt, an welchem Ort wir uns mit den anderen treffen sollen?“, fragte Ryutaro mit emotionsloser Stimme das junge Mädchen, was den Karren mühsam anschob. ,,Nein, hat Ryo-chan das denn erwähnt gehabt?. Auf Ryutaros Wangen erschien ein sanftes Grinsen. ,,Gewiss, kleine Dame.“. Zurück am Festland angekommen, durchwanderten sie einen kleinen Waldbezirk. ,,Nun, dort oben, auf diesem Hügel sollten wir warten. Es ist nahe am Schiff, aber ist dieses von diesem Punkt nicht sichtbar. Ich werde mich um die Lebensmittel kümmern. Warte hier und gebe den anderen Bescheid, dass unsere Aufgabe erledigt ist.“. Mit einem Nicken löste sich Yui und begab sich auf den einsamen Hügel. Sie war froh über Ryutaros Angebot gewesen, der Karren war viel zu schwer und zu beladen für die dünnen Ärmchen der ehemaligen Chunin.
Ryutaro benötigte nicht lange und erreichte letztendlich das Schiff. Es lag versteckt und konnte einfach beladen werden. Wie die Lebensmittel gelagert waren, faszinierte ihn etwas. Kühles Wasser in Behältern ließen alles haltbarer lassen, wenngleich dies nicht so gut laufen würde, wie durch einen Kühlschrank. Hinzu waren alle Lebensmittel separat in Luft verschlossenen Taschen oder dergleichen deponiert, die keine Feuchtigkeit hindurch ließen – perfekt. ,,Du bist wieder zurück?“, fragte der Schakal Kosaku und hob seinen müden Kopf, als Ryutaro seine Kajüte betrat. ,,In der Tat, aber ich werde bald wieder losziehen. Ich möchte nur noch einige letzten Informationen über den Jakkabi sammeln.“. Er näherte sich dem Bücherregal und griff ein Akte heraus. Kosaku blickte etwas skeptisch in die Richtung seines Meisters. ,,Was hast du da?“, fragte er etwas überrascht, da er diese Akte noch nie in der Näher von Ryutaro gesehen hatte. ,,Aus meinen Erinnerungen und den Wissensarchiven eurer Welt habe ich mir Karten kopieren und selbst erstellen lassen von eurer Heimat.“. Kosaku schluckte stark. ,,Wie zum Teufel kam er in unsere Archive?“, schoss es ihm dabei durch die Gedanken, lauschte jedoch aufmerksam den Worten seines Meisters. ,,Wenn man eure.. nicht sonderlich ausgereiften Karten etwas ausarbeitet und neu verarbeitet und übereinander legt, so hat man ein viel besseres Bild, findest du nicht auch?“. Ryutaro kam zu seinem kleinen Holztisch und verteilte die Karten. Kosaku blickte leicht mürrisch und verwirrt, als er gesehen hatte, was sich dadurch ergab. ,,Als du dieses Gebirge erwähntest, kam mir eine Idee. Vor allem, da es immer Ungereimtheiten in eurer Landschaftsforschung gab und ich mich an etwas erinnere, was nicht gerade üblich erschien.“. Das Gebirge bildete einen undeutlichen, aber nachvollziehbaren Kopf einer eigenartigen Kreatur, welcher einem Schakal jedoch nahe kam. Kosaku war verblüfft, sein Meister war tatsächlich ein Genie gewesen. ,,Lass das so liegen, ich werde mich nun auf den Weg begeben.“. Mit diesen Worten verließ er seine Kabine und begab sich auf ein Schiff. Am Deck angekommen, stellte er sich in die Mitte und konzentrierte eine geringe Menge an Chakra. Schlagartig entflammten mehrere Irrlichter und umwanderten das Schiff, die einen besonderen Zweck erfüllen sollten. [könnt ihr nachlesen]
tbc: zu Tanku
Name:Katon • Majikku [Fire Release • Prestidigitation] Typ:Unterstützend Rang:E-Rang Beschreibung:Eher eine Spaßtechnik, die sich Ryutaro ausdachte, um kleinere Shinobi bzw. ängstliche und vielleicht auch ältere zu erschrecken. Bei dieser Technik wird eine beliebige Anzahl an 20cm großen Irrlichtern erstellt, die Ryutaro beliebig kontrollieren kann. Dabei spürt er genau, wo sich eines dieser flammenden Wesen befindet, was sich in einem weiten Radius um sie herum befindet und kann diese rasant koordinieren, wie es ihm gefällt. So ist es z.B. auch möglich in einem Haus den Überblick zu bewahren, ohne dass diese gegen irgendeine Tür knallen und sich auflösen. Wunden, die diese Irrlichter erstellen, sind wenn, dann kleinere Brandwunden, als hätte man auf ein Bügeleisen gelangt.
Der Nebel lichtete sich allmählich, blieb hinter ihnen zurück, um die Inseln wieder verschlucken zu können, die er nur wenige Stunden zuvor ausgespuckt hatte, und auch der Nieselregen, der öfters eingesetzt hatte, folgte ihnen nicht. Nur der Wind war ihr ständiger Begleiter und führte das große Schiff zielsicher in Richtung Sunagakure. Es würde nicht lange dauern, bis sie dort angelangten.
Saki war seit ihres abrupten Aufbruches aus dem Nebelwald sehr still geblieben – was genau genommen schon an ein Wunder grenzte – oder aber Grund zur Sorge vermittelte. Zusammen mit Ryutaro, der generell kein Freund vieler Worte zu sein schien, war es nicht unbedingt aufgefallen, und auch als er sich unter Deck verzog und sie allein zurückließ, war es nicht weiter ungewöhnlich. Und dennoch…
Es ist ja nicht so, als würde ich mir Sorgen um ihn machen. Sie seufzte. Das stimmte doch nur bis zu einem gewissen Grad, wenn sie ehrlich sich selbst gegenüber war; natürlich vertraute sie Ryo und auch dessen Fähigkeiten, vermutlich sogar mehr als sich selbst, aber würde er auch wirklich unversehrt zurückkommen? Konnte er gegen die Anbu aus dem Nebelreich bestehen? Die Antwort darauf fiel ihr jedoch nicht einmal weiter schwer. Er schafft das. Das ist er mir schuldig! Zusammen mit diesem Gedanken veränderte sich auch, wenn auch nur für einen Moment, ihre Haltung, ihre Mimik, ihr Gefühl. Die Hände, die das Steuerrad umklammerten, gruben sich so fest in das Holz, dass es ein unwohles Knirschen von sich gab, ihr Körper war angespannt und ihre Züge so hart und aggressiv als würde sie jedem, der sie jetzt ansprach, die Kehle mit der bloßen Hand herausreißen. Wenn Ryo jetzt starb, wofür hatte sie dann so viel gekämpft? Wenn er jetzt versagte, woran hatte sie sich dann festgehalten? Es war keine Illusion gewesen, kein Traum, es war real gewesen, fest – und vor allem sicher. Nein, er konnte und durfte jetzt nicht sterben. Sie vertraute ihm. Sie konnte sich auf ihn verlassen. Sie mochte ihn. Er war der Letzte, der sie jetzt enttäuschen würde, das wusste sie ganz genau.
Und damit kehrte auch ein schwaches Lächeln auf ihr junges Gesicht zurück. Natürlich, in ihr schlummerte immer noch der unersättliche Zorn, der ihre Laune von einer Sekunde auf die nächste wieder umschlagen lassen konnte, der dazu in der Lage war, von einem Gefühl des Glücks zu rasendem Blutrausch oder auch Verzweiflung zu führen, und der sich gegen all ihre Feinde richtete, aber vor allem gegen sich selbst, und dennoch waren es solche Gedanken an den Tenjin, die sie diesen Groll zumindest für den Moment vergessen lassen konnten. Sie war wütend, war immer wütend, meistens auf Banalitäten, gelegentlich auf solche Menschen wie diesen verrückten Fremden, der sie einfach angefasst und sie zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich bedrängt und ihr damit wirklich Angst gemacht hatte, doch immerzu war sie es auf sich. Auch wenn man es ihr nicht ansehen mochte – sie konnte sich nicht mit damit abfinden, wer sie geworden war. Und dass ihre Reise in die Richtung ihrer alten Heimat führte, wo sie umso mehr mit sich selbst konfrontiert wurde, war sie doch in der Gruppe diejenige, die man dort suchte, verbesserte ihre innere Festigkeit nicht gerade. Auf der anderen Seite… Sie hatte es geschafft, zwei Jahre lang unterzutauchen. Vielleicht ging man mittlerweile davon aus, dass sie tot war. Vielleicht erinnerte man sich nicht einmal mehr an sie. Zwei Jahre waren schließlich eine lange Zeit, oder etwa nicht?
Wie auch immer – sie kniff die Augen zusammen, öffnete sie gleich darauf wieder und hatte damit sämtliche Zweifel und Gedanken beiseite gelegt; es passte nicht zu ihr, viel nachzudenken, zu philosophieren und all diese Dinge zu tun oder zu überlegen, die andere Menschen taten. Wirklich beweisen konnte sie sich nur in der Praxis, bei etwas, das sie mit den Händen angreifen und benutzen konnte, oder auch kämpfen oder einfach reden. Letztere beiden Möglichkeiten fanden bei ihr jedoch wenig Gefallen, schließlich war außer ihr niemand an Deck, und mit sich allein zu sein… nun, sie war es gewöhnt und trotzdem sprach sie dann zumindest mit ihrem kleinen Haustierchen, das sich allerdings mal wieder seekrank unter Deck verkrochen hatte. So konnte sie sich wenigstens darauf konzentrieren, das Schiff möglichst heil über das Meer zu manövrieren.
Es war beruhigend und gleichzeitig aufreibend. Auf der einen Seite mochte sie das Geräusch, wenn die Wellen gegen das Holz des Gefährtes schlugen, der frische und salzige Geruch hatte etwas Mystisches ansich, genauso wie die schier endlose blaue Weite, sowohl unter als auch über ihr. Auf der anderen Seite war es allerdings ein ungewohntes und kein allzu angenehmes Gefühl, zu wissen, dass sie nur hinunter zu fallen oder das Schiff nur zu sinken brauchte, um den sicheren Tod begrüßen zu können; sie konnte schwimmen, gewiss, aber letztendlich hatte sie doch noch das Herz einer Kunoichi aus dem Wüstenreich. Sie schätzte – mehr oder weniger - festen Boden unter den Füßen, nicht etwas, das so unberechenbar und gewaltig und todbringend war wie die See. Um sich auch von alledem abzulenken, lag ihr Blick fest auf dem Horizont, auf dem sich nach Ewigkeiten endlich eine Küste abzeichnete und ihr damit klar machten, dass die lange Reise in wenigen Minuten endlich ein Ende gefunden hatte.
Als das Schiff endlich angelegt war, rührte sich Saki nicht sofort. Ihre Hände waren so eisern an das Ruder geheftet, als wären sie dort eingefroren, ihr Blick richtete sich starr nach vorne und ihre Miene war ernster und trotzdem nichtssagender als je zuvor. Es kostete sie ein gehöriges Maß an Überwindung, tief durchzuatmen, sich zumindest so weit zu entspannen, dass sie das Holz loslassen konnte, und schließlich einige Schritte davon wegzumachen – nur um erneut zu zögern.
Für einen kurzen Augenblick glitten die mittlerweile wieder goldenen Augen in Richtung der Treppe, die unter Deck führte. Es wäre besser, wenn sie Ryutaro und die Anderen weckte, um ihnen Bescheid zu sagen, dass sie angekommen waren, aber irgendetwas hinderte sie daran. Wie so oft war es kein bestimmter Gedanke – das war es bei ihr selten -, sondern ein Gefühl, das ihr sagte, dass sie sie in Ruhe lassen und sich eigenständig die Beine vertreten sollte. So zuckte sie lediglich mit den Schultern, wandte sich ab und schritt über die Planke aus… bis ihre Füße auf dem Boden des Windreiches aufkamen.
Trotz der vertrauten Wärme, dem vermissten Wind und dem bekannten Geruch von Sand, der in ihrer Nase sogar den des Meeres überdeckte, fröstelte es den Rotschopf unwillkürlich. Dieses Land war nicht mehr ihr Zuhause. Aber bestimmt gab es noch Menschen, an die sie sich wenden konnte, die ihr glaubten und sich an sie erinnerten. Oder? Vielleicht war es an der Zeit, das herauszufinden. Vielleicht würde sie ihr kleiner Ausflug irgendwohin bringen, wo sie zumindest das Gefühl von ihrer Heimat eine Weile genießen konnte, ohne Angst haben zu müssen. Und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, und das obwohl sie es eigentlich nicht wollte, würde sie ein paar Dinge wieder in Ordnung bringen können.
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